Zum einen stimmt das nicht, gerade die nicht-bevorzugten haben Angst vor der fremden Konkurrenz.
Vor der "Konkurrenz" um die es geht sind die "nicht-bevorzugten" extrem Bevorzugt. Also stimmt genau, was ich sagte, in jedem Sinne.
Die wirklich Bevorzugten haben Angst um ihre Vorzüge in unserer Gesellschaft, die hier Abgehängten, aber weltweit Bevorzugten haben Angst, noch mehr abgehängt zu werden.
Zum anderen ist es nicht ehrenrührig, Angst um seinen Besitz und seine gesellschaftliche Position zu haben.
Hat, wie so oft, auch niemand behauptet.
Aber es ist Ehrenrührigkeit, aus dieser Angst heraus Dritte ausgrenzen zu wollen.
Es ist immer Ehrenrührig, Dritte ausgrenzen zu wollen (von Ausnahmen abgesehen, wo es gerade um Ausgrenzung geht, etwa bei Straffälligen, die man von der Freiheit in bestimmten Rahmen ausgrenzt).
Und was in zwanzig Jahren ist, kannst du nicht seriös vorhersagen.
Global nicht, nicht mal persönlich, streng genommen. Aber nach einigen Jahrzehnten Lebenserfahrung kann man sich dann doch ein wenig einschätzen, wenn zumindest der größte Teil des Lebensweges einigermaßen konsistent war.
Und doch, auch, wenn manche mir wünschen, dass ich auch mal Opfer der bösen Ausländer werde, damit ich umdenke, das wird nichts ändern.
Ich war nämlich schon auch mal "Antanz"-Opfer.
Ärgerte mich, maßlos sogar, aber ändert nichts an meinem Charakter und meinen Werten.