[Politik und Gesellschaft] Premierminister Cameron möchte verschlüsselte Kommunikation verbieten

Nach den Anschlägen in Paris möchte der britische Premierminister David Cameron die vertrauliche Kommunikation durch eine Gesetzesverschärfung verbieten. In sprach der Konservative von neuen Formen der Internet-Kommunikation.

In seiner Rede stellte er die Frage danach, ob die Briten es wirklich zulassen wollen, dass Menschen miteinander kommunizieren und Nachrichten austauschen, die im Zweifel nicht mitgelesen werden könnten. Selbst mit einem Beschluss des Innenministers. Cameron selbst beantwortete die Frage mit einem klaren Nein. Das Mitlesen sei absolut gerechtfertigt in einer modernen und liberalen Demokratie, da man Terroristen keine sicheren Orte darbieten dürfte, an denen sie miteinander kommunizieren könnten.

Kommunikationsanbieter und Entwickler, die nach den Enthüllungen von Edward Snowden den Menschen sichere Möglichkeiten für die digitale Kommunikation bereitstellen möchten, will der britische Premier damit ausmerzen. Aus diesem Grund plant der britische Premier ein entsprechendes Gesetz, sollte er bei den Wahlen am 7.Mai in seinem Amt bestätigt werden.

Ein erster Entwurf für ein solches Gesetz würde die einjährige Vorratsdatenspeicherung vorsehen und darüber hinaus die Legitimation dafür erteilen, auf ihre Inhalte zu überprüfen.


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In seiner Rede stellte er die Frage danach, ob die Briten es wirklich zulassen wollen, dass Menschen miteinander kommunizieren und Nachrichten austauschen, die im Zweifel nicht mitgelesen werden könnten. Selbst mit einem Beschluss des Innenministers. Cameron selbst beantwortete die Frage mit einem klaren Nein. Das Mitlesen sei absolut gerechtfertigt in einer modernen und liberalen Demokratie, da man Terroristen keine sicheren Orte darbieten dürfte, an denen sie miteinander kommunizieren könnten.

Da werden unsere Pappenheimer sehr gerne mitmachen und sollte nur noch einmal der eine oder andere gegen die Stasi was negatives sagen, dann könnte man sie theoretisch verdammte Heuchler nennen, denn sie machen ja nichts anderes. Das ist Leute bespitzeln. Sie können ja mal den Gauckler fragen, ob er noch ein paar ehemalige Stasi Agenten kennt, die dann eine neue Behörde leiten, wo 82 Mio Akten verwaltet werden. (Müssen ja nicht Papierakten sein.)
 
Macht es dann ja auch einfacher für Kriminelle. Oder fehlt da dann auch nur entsprechende Überwachung?
 
Indem sie Versender verschlüsselten Daten, die nicht von der Regierung "autorisierten" Programmen, stammen, rechtlich verfolgen.
Und wie unterscheidet man zwischen "normalen" Daten eines beliebigen Programms, seien das Spiele, VoIP-Software, Spezialsoftware... von Verschlüsselten Daten?
Man müsste ja quasi eine Whitelist mit allen erlaubten Protokollen erstellen und jedes Datenpaket gegenprüfen - quasi nicht machbar, oder man beschränkt das Internet nur noch auf 15-20 verschiedene Protokolle, wobei der Rechenaufwand bleibt.

Einer Firma die Gesetze bricht könnte man vielleicht noch was. Aber wenn man OSS benutzt, deren Ersteller evtl. nicht einmal bekannt sind hat sich das auch erledigt.
 
Und wie unterscheidet man zwischen "normalen" Daten eines beliebigen Programms, seien das Spiele, VoIP-Software, Spezialsoftware... von Verschlüsselten Daten?
Man müsste ja quasi eine Whitelist mit allen erlaubten Protokollen erstellen und jedes Datenpaket gegenprüfen - quasi nicht machbar, oder man beschränkt das Internet nur noch auf 15-20 verschiedene Protokolle, wobei der Rechenaufwand bleibt.
Man muss ja gar nicht allles in Echtzeit scannen.
Man pickt sich jene Personen raus, die irgendwie in Verdacht geraten und überprüft ihre Kommunikation. Ist es den Behörden nicht möglich, den Datenstrom einzusehen wird gegen die betreffende Person Anklage erhoben.

Einer Firma die Gesetze bricht könnte man vielleicht noch was. Aber wenn man OSS benutzt, deren Ersteller evtl. nicht einmal bekannt sind hat sich das auch erledigt.
Klar, ist der Kriminelle nicht ermittelbar, oder die kriminelle Organisation nicht ausforschbar, dann stehen die Behörden im Regen.
In Sachen Open Source muss sich dann jeder einzelne Unterstützer fragen, ob er nach GB ausgeliefert werden kann, um dort verknackt zu werden, wenn er den auffliegt. Die Open Soruce Szene müsste dann in Zukunft mit viel krimineller Energie ihre Helfer schützen, was die Arbeit sehr kompliziert macht. Gibts nen Informanten, einen Maulwurf, wer könnte aufgrund seinen typischen Programmierung hops genommen werden und und und. Wer könnte noch öffentlich auftreten, ohne einen internationalen Haftbefehl zu riskieren? Jacob Appelbaum zB dürfte nicht mehr in die EU einreisen. Der wäre ein Top Ziel, da er einer der Köpfe eine kriminellen Organisation ist. So zumindest dann die Interpretation der Behörden aus GB.
Kann der Schweizer Unterstützer noch nach Deutschland einkaufen fahren, ohne fürchten zu müssen, dass er von deutschen Beamten zum Zwecke der Überstellung nach GB eingenkastet wird?
Alles gruselige Vorstellungen, aber rechtlich alles im grünen Bereich.

Obama "Ich lass die Folterer straffrei ausgehen, knaste lieber Whisteblower ein", unser Oberfreund aus den USA ist ja auch schon auf Seiten Camerons, was die pöhse, pöhse Verschlüsselung angeht.
 
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Das Mitlesen sei absolut gerechtfertigt in einer modernen und liberalen Demokratie, da man Terroristen keine sicheren Orte darbieten dürfte, an denen sie miteinander kommunizieren könnten.

cleveres kerlchen, will er doch tatsächlich wohnungen verbieten!? :eek:

naja, in deutschland wäre das eh undenkbar, allein schon wegen der GEZ ;)...
 
Wo kommen wir denn hin, wenn das Volk wild umher verschlüsselt? Wir leben schließlich in einer Demokratie!
 
Nachdem diese unliebsamen Entwicklungen der letzten Zeit scheinbar unaufhaltsam sind, lasst uns doch zumindest ein bisschen Kapital daraus schlagen.

Gruenden wir fuer ein paar Pfund eine britische Limited, die sich auf die vermarktung von Verschluesselungssoftware spezialisiert. In unserem Businessplan nennen wir natuerlich ein paar Fantastilliarden, die wir damit jaehrlich an Umsatz generieren. Sobald dann endlich Camerons und Obamas Anti-Verschluesselungs-Gesetz und TTIP in Kraft treten, schleppen wir Grossbritannien und die USA nach dem Investoren-Schutz-Prinzip vor ein Schiedsgericht und holen uns ein paar Milliarden Entschaedigung fuer unseren "verlorenen" zukuenftigen Umsatz. Eigentlich alles ganz einfach und fuer Politiker scheinbar logisch.

Mit dem Geld kaufen wir uns dann eine Bohrinsel im Indischen Ozean und gruenden dort den Freistaat Neu GrossBritannien. Jeder der im ngb mindestens 1000 Posts hat, bekommt automatisch eine neugrossbritannische Staatsbuergerschaft. Who's in, bitte PN an mich ;P
 
Da musst du aber noch einige News schreiben ;)

Zum Thema: Dieses ganze Gefasel bgzl "Die Terroristen verschlüsseln ihre Kommunikation!" ist einfach nur lächerlich. Selbst wenn in der Software zur Verschlüsselung ein Backdoor eingebaut wird hindert es einen Terroristen nicht dran, sich selbst was zu basteln. Und direkt im Algorithmus kann man nichts reinpacken weil dann kann man den kompletten Algorithmus schmeissen.
 
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