In einer idealen Welt, solltest du auf eine Demo gehen können und wieder heil nach Hause kommen.
Ist es aber nicht, auf Demos gibt es öfter mal Konflikte.
Wenn du auf eine Demo gehst, weißt du, dass dir etwas passieren kann - es ist ein Risiko, welches du bewusst eingehst.
Kommt nun irgend ein Idiot und haut dir auf die Fresse, ist er der Verbrecher - du hast trotzdem die Schmerzen.
Du bist zwar völlig im Recht, bekommst eventuell sogar noch nen bisl. Kohle - Es ist deine eigene Entscheidung dieses Risko ein zu gehen.
Das gleiche gilt für deine junge Dame.
Es ist ihre freie Entscheidung sich zu kleiden wie sie will.
Ihr "sollte" nichts passieren.
Trotzdem geht sie das Risiko in einer imperfekten Welt ein.
Dies tut sie bewusst und eigenverantwortlich.
Wenn ihr was passiert, hat sie auch keine Mitschuld - sie hat nur den Schaden.
Recht haben, heißt eben leider nicht Schadlos durch die Welt zu gehen.
Anders verhält es sich beim Kind, da sind die Eltern genau dafür Verantwortlich:
Es gibt Altersbegrenzungen, da Kinder eben das Risiko nicht einschätzen können.
Sein Kind also an einen Ort mit empirisch erwiesener erhöhter Gefahr zu bringen - das kann man schon als Fahrlässig beschreiben.
Das Kind hatte keine Möglichkeit eine eigenverantwortliche Entscheidung zu treffen.
Eltern haben nicht nur die Pflicht eine Entscheidung für das Kind zu treffen, sie haben die Pflicht die richtige Entscheidung zu treffen.
Wir haben das beim Kind im Brunnen schon erläutert:
Man kann nicht ständig auf seine Kinder aufpassen und ihnen kann etwas geschehen:
Der Unterschied ist, sie mit Absicht an den Ort des Geschehens zu bringen!
Natürlich geht jede Schuld im Bezug zur tat immer vom Täter aus.
Dennoch, wenn es zu einem "vorhersehbaren" Schaden kommt, haben die Eltern durchaus auch eine Verantwortung zu tragen.
Da sie ihrer Pflicht für das Wohlergehen des Kindes zu sorgen nicht genügend nachgekommen sind.