[Politik und Gesellschaft] Pegida-Demo in Dresden: 10-jähriges Mädchen verletzt

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Bei einer Aktion von Gegendemonstranten am Rande einer Pegida-Demo in Dresden, bei der mehrere Personen ein Transparent gegen Pegida hochhielten, kam es zu einem Gerangel, bei dem ein 10-jähriges Mädchen stürzte und verletzt wurde.
Gegen den mutmaßlichen Schuldigen, einen 42-Jährigen, der versucht hatte, das Plakat herunterzureißen, wird nun wegen Körperverletzung ermittelt.

Das Mädchen stürzte und musste im Krankenhaus weiter behandelt werden. Sie nahm zusammen mit ihrer Mutter an der Gegendemonstration mit dem Motto "Arsch hoch, Woche für Woche gegen ein zweites 33" teil.





Bild: Symbolbild, strassenstriche.net, cc-by-nc-2.0 via
Quelle:
 
Da frag ich mich doch ernsthaft was ein 10(!) Jaehriges Maedchen auf so einer Demo zu suchen hat. Die hat ja nichtmal das kleinste Verstaendnis dafuer was sie da gerade besucht.
Sie steht unter der Obhut der Eltern, die sowohl die politische als auch religiöse Ausrichtung des Kindes bestimmen. Die Eltern sind natürlich überzeugt, das Beste für ihr kind zu tun. In der Pupertät wird sich das Kind eh dagegen auflehnen, daher finde ich das nicht so schlimm ;)
 
verstehe die aufregung nicht.. es ist allgemeines lebensrisiko, dass auf einer großveranstaltung was passiert, ob nun eine demo, ein jahrmarkt oder ne loveparade.. am sichersten für das kind wäre es, garnicht rauszukommen, aber wäre es auch das beste? eben.. "körperlich schwachen" menschen (oder behinderen bzw. hilfebedürftigen) kann man eine teilnahme grundsätzlich nicht verbieten, das wäre diskriminierung - warum ist das bei einem kind in begleitung der eltern anders? solange es nicht gegen irgendein jugendschutzgesetz verstößt, wüsste ich auch nicht, wie man so ein verbot irgendwie gesetzlich haltbar durchsetzen könnte.. ob die eltern in irgendeiner weise die aufsichtspflicht verletzt haben, muss man im einzelfall prüfen, aber das ist absolut keine grundlage für eine grundsatzdiskussion..
 


Eine 10-Jährige rennt also um 20:30 Uhr auf der Strasse rum, hält am Rande der Pegida-Kundgebung ein Transparent "Gegen Rechts" fest und wird dabei zu Boden gerissen. Mir fallen da 2 Fragen ein:

1. Warum greift ausgerechnet ein Pegidaanhänger jemanden an, der seine Meinung äußert? Das ist doch das immer wieder von Pegida deklarierte Recht: Freie Meinungsäußerung muss erlaubt sein. Also!

2. Was hat eine 10-Jährige um diese Uhrzeit bei einer gewollt provokativen Protestaktion "Gegen Rechts" zu suchen? Die Eltern sollten vielleicht mal zum Gespräch vom Jugendamt eingeladen werden.

Edit: Achso, hier eine etwas genauere Beschreibung des Hergangs:
 
Zuletzt bearbeitet:
Natuerlich sollten sie das, aber dann bitte nicht auf ene wo es oefter mal rasselt und nicht mit 10 Jahren.
S21 wurde das auch schon besprochen. Die Verantwortlichen konnten ja auch nicht damit rechnen, dass die Polizei mit Knüppel und Reizgas gegen alles vorgeht was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Trotzdem sollte sich jeder, egal welchen Alters an solchen Kundgebungen beteiligen dürfen. Man muss ja nicht immer vom schlimmsten ausgehen.

Viele stecken ihre Kinder ja auch in ein Auto und reisen damit durch die Gegend. Das ist statistisch gesehen sehr sehr gefährlich aber trotzdem denkt niemand wirklich drüber nach. Was ja auch besser ist.
 
1. Warum greift ausgerechnet ein Pegidaanhänger jemanden an, der seine Meinung äußert? Das ist doch das immer wieder von Pegida deklarierte Recht: Freie Meinungsäußerung muss erlaubt sein. Also!
Du hast da was falsch verstanden. Pegida ist dafür, dass die Meinung von Pegida unwidersprochen verteilt werden soll. Alles andere ist linksgrünversiffte Lügenpresse, die unter staatliche Kontrolle gehört (Nach der Machtergreifung natürlich) oder "auf die Fresse" bekommen soll. Also das Gegenteil von Meinungsfreiheit.
 
Bei den meisten Demos habe ich meinen Eltern ab und an mal hinterher erst gesagt, dass ich da war :D

Und ja, ich war auch erst zarte 12, als ich alleine auf meiner ersten Demo war. Aber immerhin, ich hatte und habe eine Meinung :T
(Vorher musste ich immer meine Eltern mitnehmen)
 
@Chegwidden:

Da muss ich wohl ein ziemlicher Spätzünder sein. Ich kann mich erinnern, dass ich - als Kind der DDR - bis 1989 zur 1. Mai Demonstration musste. Ich war 9 Jahre alt und hatte nicht mal ansatzweise verstanden warum ich dort hin musste. Ich habe irgendwie schwere Zweifel daran, dass eine 10-Jährige versteht warum sie nun ein Transparent hochhalten soll, das eine Gruppe namens Pegida angreift.

Aber ich frage bei Gelegenheit mal meine 10-Jährige Patentochter ob sie weiß was Pegida ist. Die Kinder heutzutage sind schließlich schon "weiter" als wir damals :)
 
wäre das eigentlich auch ne news geworden wenn sich die Kleine bei Primark im Sommerschlussverkauf verletzt hätte?
Oder beim Pokemonspielen vor ne Wand gelaufen wäre?
Oder bei ner Musikveranstaltung über den Haufen gerannt worden wäre?
etc.
 
Meiner Meinung nach wäre das sogar schon fast eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverletztung gegen die Eltern wert. Wie kann man so gewissenlos sein, als Gegendemonstrant sein eigenes Kind auf eine politische Demo mitzunehmen. Der Umstand, dass man da als Gegendemonstrant hingeht, suggeriert ja schon die zu erwartenden Reibungspunkte. Die beiden Konfliktparteien setzen sich ja nicht in ein Café und diskutieren gesittet ihrer Meinungsverschiedenheiten. Man kann also davon ausgehen, dass das Kind von vornherein medienwirksam als menschliches Schutzschild missbraucht wurde. Widerlich sowas.

Das könnte man 1:1 für ein x-beliebiges Fußballspiel auch sagen.
 
2. Was hat eine 10-Jährige um diese Uhrzeit bei einer gewollt provokativen Protestaktion "Gegen Rechts" zu suchen? Die Eltern sollten vielleicht mal zum Gespräch vom Jugendamt eingeladen werden.
Full ack.
Allerdings nur, wenn die Pegidioten mit ihren "gewollt provokativen Protestaktionen" mal geschlossen zum Arzt eingeladen werden.
 
Arsch hoch, Woche für Woche gegen ein zweites 33

Ich bezweifel das eine 10jährige den Inhalt davon versteht. Die Eltern beleidigen und provozieren damit ganz bewusst und waren sich auch über vermeintliche Reaktionen darüber im Klaren, ekelhaft dass man damit das eigene Kind gefährdet.
 
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