[Sonstiges] Pakete sollen bald nicht mehr nach Hause geliefert werden

Die Paketdienste GLS und DPD wollen ihren Service zukünftig einschränken. Kunden sollen dann ihre Sendungen vermehrt selbst im Paketshop abholen. „Wir brauchen einen Bewusstseinswandel. Onlinebesteller müssen sich ihre Sendungen selbst abholen“, sagte der GLS-Paketdienst-Chef Rico Back der Zeitung. In Skandinavien ist dieses Vorgehen bereits gängige Praxis.

Die Pakete sollen gut eine Woche in den jeweiligen Paketshops liegen bleiben. "Onlinebesteller müssen sich schon beim Bestellen darüber klar werden, wohin sie ihr Paket haben wollen", sagte Back.
Wer das Paket bis zu seiner Haustür geliefert haben möchte, der muss entsprechend draufzahlen.

Quelle:
 
Nee also hier "aufm Land" ist es ganz klar Hermes die abstinken.
Okay...nichts unterbietet die Nulpen von GLS, aber ich bin ich mich nun auch schon seit längerem mit Amazon am zanken, weil ich meine Prime-Pakete mit DHL bekommen will und nicht mit "kommt er heut nicht, kommt er morgen" Hermes.
 
Ich hatte bisher nur mit GLS schlechte Erfahrungen gemacht - Packet wird laut GLS-Seite ausgeliefert, bis Abend gewartet, nichts.
Um 10 wurde dann der Status von in Auslieferung wieder auf im Packetzentrum zurückgestellt...

DHL, Post machten noch nie ärger.
Am besten war UPS, da zahle ich gerne 2€ mehr für den Versand wenn ich die Wahl zwischen GLS und UPS habe.
 
heute Mittag klingelte einer von DHL.
Hat bei mir ein Paket für den Nachbarn dagelassen.
Mache die Tür auf, er fragt ob ich das annehme, ich sage ja.
Er gibt mir das und haut wider ab. Ohne Unterschuft zu leisten.
Schaue etwas später in die Online-Sendungsverfolgung gebe die Nummer ein, erscheint halt "Paket zugestellt"
Scheint so als ob die jetzt selber unterschreiben. Haben noch nicht mal mehr Zeit einem das Teil zum unterschreiben vor die Nase zu halten.
 
Es gibt genug Familem die mit weniger als 2500€ auskommen müssen. Das ist mit Sicherheit kein besonders angenehmes Leben, aber es wird funktionieren. Sieht man allein schon daran, dass Menschen zum Teil mit noch weniger überleben müssen.

MfG
Mr. J
 
Und das ist jetzt wirklich dein Argument für ne miese Bezahlung? Dass es schon funktioniert, geht ja bei anderen auch?
 
Nein, das habe ich auch nirgendwo behauptet. Aber wenn man für ~6€ die Stunde arbeitet, dann sind 11€ schon ein gewaltiger Fortschritt.

MfG
Mr. J
 
Woher diese Zahl? Wenn Atraxias Angabe von 60 ct/Paket stimmt, würde das ja heißen, dass er in der Stunde grade mal 10 Pakete zustellt.
Weiß jetzt nicht, wie viel Anteil am Arbeitstag eines Paketlieferanten aus im Stau stehen besteht, aber das fände ich doch arg wenig...
 
Ich habe als besonderes Negativbeispiel mal sie Bezahlung genommen wie es sie z.B. teilweise bei Fastfoodanbietern aber auch anderen Jobs gibt. Der Paketfahrer kann möglicherweise mehr verdienen, aber mehr Geld dürfte wohl immer wünschenswert sein und da können auch 11€ bereits eine Verbesserung sein.

MfG
Mr. J
 
umgerechnet kommt ein fahrer in einem subunternehmen auf ~4-6€/h
du hast so 90-130 pakete im wagen (je nach tag und auftragslage) und bist auch mal 10h unterwegs,
ohne vorpacken und den arbeitsweg von zuhause hin/zurück.

um 5 uhr zur arbeit fahren und um 17:30 uhr erst wieder zuhause war keine seltenheit bei einem dpd fahrer hier ausm dorf.
 
Letztlich ist das ja auch eigentlich gar nicht das Thema. Ich wollte nur darauf hinaus, dass es bei diesem geringen Lohn (den auch 11 €/Stunde für einen Vollzeit-Job darstellen) vielleicht zumindest ein Stück weit nachvollziehbar sein sollte, dass die Fahrer ihren Job nicht mit Hingabe und Leidenschaft erledigen.
Das soll überhaupt nichts rechtfertigen. Ich meine nur, dass man auch immer die andere Seite sehen sollte.
 
Letztlich ist das ja auch eigentlich gar nicht das Thema. Ich wollte nur darauf hinaus, dass es bei diesem geringen Lohn (den auch 11 €/Stunde für einen Vollzeit-Job darstellen) vielleicht zumindest ein Stück weit nachvollziehbar sein sollte, dass die Fahrer ihren Job nicht mit Hingabe und Leidenschaft erledigen.
Das soll überhaupt nichts rechtfertigen. Ich meine nur, dass man auch immer die andere Seite sehen sollte.

Sie werden aber nicht dazu gezwungen! Ich weiß nicht, wieso das immer vergessen wird? Klar isses nicht sozial, wenn man sagt "800€/Monat, da krieg ich fürs nichtstun mehr", aber wenn die Politik und Wirtschaft das so will? Wieso steht jeden ein Tag ein Dummer auf und lässt sich als Sklave behandeln? Haben die wirklich mehr Ehre im Körper als jemand, der sowas ablehnt? denke ich nicht, denn die sind dran schuld, dass die Bonzen noch reicher werden und sich aufm Buckel der Sklaven nen Lenz machen...noch und nöcher.
Für was denn? Für ne Grundsicherung statt Rente, tolle Wurst :T
Wer gute Arbeit will, soll anständig dafür bezahlen! Ende; wers nicht kann, hat Pech gehabt. Asoziale Firmen braucht keine Sau.
Bei uns wird verteilt von fleißig auf reich.....denkt mal drüber nach.
 
Da vermischst du aber grad zwei Dinge.
Mit
Sie werden aber nicht dazu gezwungen!
meinst du wohl die Arbeitnehmer, oder? Ich weiß nicht, ob man das so stehen lassen kann. Natürlich steht keiner mit der Peitsche hinter dir und sagt "nimm jetzt diesen Arbeitsplatz an". Aber es noch mehr Gründe zum Arbeiten gibt als (die in diesem Fall miese) Bezahlung steht wohl außer Frage. Ich werfe hier nur mal das Stichwort der psychologischen Belastung von Nichtbeschäftigung in den Raum. Es geht nicht nur drum, Geld zu verdienen. Viele Menschen fühlen sich schlecht, wenn sie z.B. nicht von der Gesellschaft anerkannt werden. Und das passiert eben vor allem über den Job. Außerdem neigen Langzeitarbeitslose zum Teil auch dazu, sozial den Anschluss zu verlieren.
Wenn dann die einzige Möglichkeit zu arbeiten ein 12 Stunden-Job ist, bei dem du den ganzen Tag an Türen klingelst und Pakete rumschleppst, dann kommst das einer gewissen Form von Zwang m.M.n. schon sehr nahe.

Wer gute Arbeit will, soll anständig dafür bezahlen! Ende; wers nicht kann, hat Pech gehabt.
Das sehe ich genau so. Aber machst du jetzt allen Ernstes die Arbeiter dafür verantwortlich, dass sie schlecht bezahlt werden? Na klar: Wenn niemand für 7,65 € in der Stunde Haare schneiden würde, dann würden die Löhne auf Dauer höher. Es gibt aber immer wen, ders auch dadrunter tut. Manche Leute können eben auf das "dann werden die Löhne irgendwann höher" nicht warten.

Asoziale Firmen braucht keine Sau.
Bei uns wird verteilt von fleißig auf reich.....denkt mal drüber nach.
Auch das sehe ich genau so. Aber was hat das jetzt mit irgendwas zu tun?
 
Da vermischst du aber grad zwei Dinge.
Mit

meinst du wohl die Arbeitnehmer, oder? Ich weiß nicht, ob man das so stehen lassen kann. Natürlich steht keiner mit der Peitsche hinter dir und sagt "nimm jetzt diesen Arbeitsplatz an". [...]
Wenn dann die einzige Möglichkeit zu arbeiten ein 12 Stunden-Job ist, bei dem du den ganzen Tag an Türen klingelst und Pakete rumschleppst, dann kommst das einer gewissen Form von Zwang m.M.n. schon sehr nahe.

Ok stimmt irgendwie, aber trotzdem kanns das nicht sein "ich bin unter Leuten" im Gegensatz zu "ich krieg keine Rente, ich muss aufstocken, ich kann mir nix leisten, ich hab keine Zeit für nix mehr"....


Das sehe ich genau so. Aber machst du jetzt allen Ernstes die Arbeiter dafür verantwortlich, dass sie schlecht bezahlt werden? Na klar: Wenn niemand für 7,65 € in der Stunde Haare schneiden würde, dann würden die Löhne auf Dauer höher. Es gibt aber immer wen, ders auch dadrunter tut. Manche Leute können eben auf das "dann werden die Löhne irgendwann höher" nicht warten.

Und hier liegt der Hase im Pfeffer.
Die Welt wäre besser, wenn mal ALLE an einem Strang ziehen würden. Wenn KEINER mehr unter 11€ arbeiten würde, wenn sich ALLE mal wehren würden, aber du hast recht, wie gesagt, jeden Tag steht ein Dummer auf.....
Vielleicht könnte man es auch klein anfangen und z.B die, die sich reichmachen auf Kosten anderer, mal kräftig zu stoppen z.B indem Manager/Vorstände (die ja eh nie Verantwortung übernehmen) das 10fache des Niedrigstlöhners kriegen oder die Arbeiter auch mal was vom Gewinn abkriegen.....es wäre so einfach.

Auch das sehe ich genau so. Aber was hat das jetzt mit irgendwas zu tun?
War nur so eingeworfen :o Sollte heißen, dass die die wirklich hart (und vorallem wirtschaft,-gesellschaftswichtige Jobs haben) arbeiten, die sind, die am schlechtesten verdienen.
Lass mal einen Tag die sozialen/dienstleistenden Berufe streiken, was meinst du, wie es hier aussehen würde? :eek:

Is halt nicht fair :unknown:
 
Vielleicht sollten sich die Paketboten nach einem anderen Tätigkeitsfeld umsehen

"Warum sollten wir Sie als Pornodarsteller engagieren?" "ich bin Hermes-Bote und brauche ewig bis ich komme." "Sie haben den Job."

Okok, total Offtopic...aber ich musste den jetzt einfach loswerden...
...weitermachen
 
Das erinnert an ein anderes Problem mit Zustellern. Daß sie nicht wie Dirk Diggler einfach nochmal kommen, sondern nur einen Zettel einwerfen.
 
DHL scheint das gerade auszuprobieren. Freitag sollte etwas geliefert werden, heute liegt es immer noch im Lager bis Fristablauf, was auch immer das heißen soll. :unknown:
 
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