[Politik und Gesellschaft] NSA-Skandal: Schadenskapitel

Disziplin erscheint als Fremdwort. Nach SPIEGEL-Informationen, erfasst aus den Dokumenten des US-Informanten Edward Snowden, wurden mehr als 300 streng geheime Berichte über Angela Merkel erstellt. In einer Liste von 122 Staatschefs, erscheint Kanzlerin Angela Merkel als hochrangiges Ziel. Der Bearbeitungsakt diene dazu, "über Zielpersonen Informationen zu finden, die sonst schwer aufzufinden seien". Die Dokument belegen, dass die deutsche Kanzlerin offiziell als Spionageziel erfasst wurde und die NSA über sie nachrichtendienstlich relevante Daten gesammelt hat.

Quelle:
 
Gut, dass Frau Merkel und ihre CDU Komplitzen tatsächlich eine reale Bedrohung darstellen, ist ausnahmsweise mal korrekt. Die würde ich direkt auch in eine Terrorismusdatenbank aufnehmen, würde ich eine führen. :D
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #4
Auf Platz 9. Naja, zum Glück sind es ja die Freunde. Die besten! Sonst wäre es ja wirklich ein Skandal. Immerhin rennt unsere Bundesomi mit ein aufgeladenen Handy herum und verhandelt mit dem Messer an der Kehle unsere Belange. Wirklich top Experten haben wir da. Am Ende muss jeder wisse, wo er seine persönlichen Daten lesen möchte. Die Frage muss aber erlaubt sein - ist das noch Demokratisch?
 
Dass die USA andere, auch befreundete, Regierungen bespitzelt konnte man doch schon vor Snowden behaupten, ohne als VTler abgeschrieben zu werden ;) Business as usual. Das einzig wirklich interessante sind die Zahlen, auch wenn sich mir eher die Frage stellt, welche der 193 Länder der Vereinten Nationen vom Big Brother als irrelevant angesehen werden.
Die Zahl der Berichte ist leider kaum aussagefähig, so ganz ohne Vergleich. Schreibt die NSA mehr über Merkel wie über 'weniger befreundete' Regierungschefs? Ist die Zahl der Berichte gegenüber Schröder oder Kohl gestiegen und wenn ja, warum? Wenn für den Kohl unter anderem jeden Monat ein zusammenfassender Bericht über seine Festnetztelefonate erstellt wurde, während bei Merkel daraus drei Berichte wurden, einer für Festnetz, einer für Handy, und die Zusammenfassung von beiden, dann gibt sich das ja nichts.
Journalismus auf Spiegel-Niveau: sieht toll aus, hat aber keine Tiefe.
 
Warum die Verwunderung?

Deutschland scheint (vor Frankreich) das einflussreichste Mitglied der EU zu sein, also ist es doch wohl klar dass man hier mehr aufwand betreibt als anderswo
Politik ist ein Schachspiel und in einem solchen ist es von Vorteil, den nächsten Zug des Gegners zu kennen - auch wenn Merkel hundert mal behauptet dass das doch unsere Freunde sind.
Wären wir das wirklich, wären wir auch in deren Spionagegruppe mit GB, Australien,...
 
So, jetzt muss aber unsere Kanonenuschi mal mit der Kavallerie winken. :D
Bei den pöhsen Russen kann sie es ja auch.
 
In einer Liste von 122 Staatschefs, erscheint Kanzlerin Angela Merkel als hochrangiges Ziel.

Alles andere wäre eine Beleidigung.

Man ist ja schließlich wer.

Oder möchte jemand unsere Kanzlerin gleichauf mit dem Staatschef von Burkina-Faso sehen?

Das wäre fast ein Kriegsgrund.
 
Hey Beleidige den Staatschef von Burkina-Faso nicht ... der weiss wenigtens noch was er macht ;)

Wen interessiert das. Vollkommen egal, ob das ein Schlaukopf oder ein Schwachkopf ist. Warum egal? Weil Burkina-Faso egal ist.

"Deutsche Kanzlerin = hochrangiges Ziel" bedeutet:

a) Deutschland ist wichtig. Darfst Dir auf dir auf Brust klopfen.

b) Merkel ist kein Trottel. Obama traut ihr zu, dass sie ihn behumst, wenn dies im natioalen Interesse Deutschlands liegt.

Das ist laut Amtseid auch ihre Pflicht. Sie hat nicht geschworen:

"Ich sage meinen amerikanischen Freunden immer die volle Wahrheit".

Sie hat geschworen, Schaden vom deutschen Volks abzuwenden, nur das Beste für es zu tun, etc.

Und wenn es für Deutschland besser ist, die Amerikaner zu beschummeln, dann muss sie das tun.

Obama glaubt, dass sie es tun wird, er respektiert sie. Und deshalb wird sie abgehört.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #11
Und wenn es für Deutschland besser ist, die Amerikaner zu beschummeln, dann muss sie das tun.

Obama glaubt, dass sie es tun wird, er respektiert sie. Und deshalb wird sie abgehört.

Wie stellst Du dir das vor? Also das mit dem beschummeln. Interessant finde ich in dem Zusammenhang auch, dass der BND keine Aufklärungsziele in den USA hat und im Gegenzug von den Erkenntnissen der Amerikaner abhängig ist. Wer so naiv und inkompetent ist, der beschummelt doch nicht.:p
 
Wer so naiv und inkompetent ist, der beschummelt doch nicht.:p

Du spricht wie ein typischer Deutscher. Im Unterschied zu den Deutschen wissen die Amerikaner noch, was sich gehört.

Es wäre unhöflich von den Amerikanern, es wäre geradezu ein Affront, den Deutschen durch den Verzicht auf Spionage gegen sie zu signalisieren, dass man sie für Volldeppen hält.

So trampelig benimmt man sich einfach nichjt, schon gar nicht bei einer Lady.
 
Ich bezweifle, dass der BND so inkompetent ist wie häufig behauptet wird. Soweit ich weiß, haben wir in Deutschland allgemein gute Voraussetzungen, um so manche Länder zu bespitzeln. Für Überwachung von "normalen" Bürgern im Inland ja Ausland dienen beispielsweise die Internetknoten, über die eine Menge Daten fließen.
Und auch sonst sind wir, was Spionage angeht, recht effizient, behaupte ich. Weil wir nicht jeden ausspionieren, heißt das nicht, dass es keine interessanten Personen gäbe, über die man Informationen sammelt. Der BND geht dabei einfach zielorientierter und diskreter vor; zumindest hätte ich jetzt nicht mitbekommen, dass die Spionage einer Zielperson vom BND mal im großen Stil aufgeflogen wäre.
Sicher kann man natürlich angesichts der öffentlichen Informationen nichts sagen, aber trotzdem sollte eine Sache unumstritten sein: der BND weiß mehr, als die Öffentlichkeit glaubt. Oder andere Geheimdienste. Der Grund dafür liegt auf der Hand: man würde doch niemals deinen Trumpf offenlegen. Und der muss existieren, sonst wäre die Existenz des BNDs obsolet.

Was die Spionage von Merkel durch die NSA angeht: eine schöne Erkenntnis ist das sicherlich nicht, aber die Tatsache, dass Deutschland dass gar nicht darauf reagiert, sagt mir eigentlich weniger, dass die Regierung Angst vor den USA hat, sondern mehr, dass es bei uns nicht anders läuft, ggf. sogar schlimmer, angesichts der Gleichgültigkeit, mit der dieser sogenannte Skandal von offizieller Seite getragen wird.
 
Was die Spionage von Merkel durch die NSA angeht: eine schöne Erkenntnis ist das sicherlich nicht, aber die Tatsache, dass Deutschland dass gar nicht darauf reagiert, sagt mir eigentlich weniger, dass die Regierung Angst vor den USA hat, sondern mehr, dass es bei uns nicht anders läuft, ggf. sogar schlimmer, angesichts der Gleichgültigkeit, mit der dieser sogenannte Skandal von offizieller Seite getragen wird.

Ich würde gerne mal erklärt bekommen, was eigentlich so schlimm daran sein soll, dass Staaten einander ausspionieren.

Ich finde das nämlich überhaupt nicht schlimm, ich finde es sogar ausgesprochen unterhaltsam, spannend, interessant.

Ich denke, dass es vielen anderen Leute auch so geht, Spionagegeschichten liest doch fast jeder, und sicher nicht der Fortbildung wegen.
 
Das war ungünstig formuliert. Mit "schlimmer" ist in dem Fall gemeint, dass die Spionage im größerem Aufwand betrieben wird, sich also "schlimmer" auf die Meinung "Spionage ist schlecht" bezieht.
Das Staaten sich untereinander ausspionieren, finde ich ebenfalls nicht schlimm. Ist ja dann im Grunde nur eine ständige Kontrolle des Systems, in dem wir alle leben. Schlecht wird es nur dann, wenn ein zu großes Ungleichgewicht entsteht und sich dadurch einige Nationen große Vorteile verschaffen können. Quasi Machtmissbrauch, wenn man so will.

Was ich aber ganz und gar nicht in Ordnung finde, ist das Ausspionieren von den Bürgern, insbesondere den jeweils eigenen. Warum? Weil es sich bei Bürgern nicht um ein System handelt, wie es bei einer Regierung der Fall wäre. Einer einzelnen Person kann durch Spionage erheblicher Schaden zugeführt werden und nicht zuletzt gibt es dabei nicht die Möglichkeit, ein Gleichgewicht herzustellen. Ein Staat hat viel mehr Macht als ein einzelner Mensch. Selbst wenn eine gegenseitige Kontrolle mögliche wäre (was definitiv aber schon nicht der Fall ist), dann wäre es immer noch so, dass sich besagte Person niemals wehren könnte, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät. In diesem Fall muss man also - unabhängig von der gesetzlichen Lage - einsehen, dass dieses System auf dauer in einer Unterdrückung enden könnte; und wenn die Möglichkeit besteht, dann wird es früher oder später auch Umstände geben, unter denen sie eintritt. Das sollten wir ja mittlerweile alle aus der Geschichte gelernt haben: Wenn es die Möglichkeit gibt, Macht auszuüben, wird es immer jemanden geben, der sie an sich reißt. In der Theorie muss das nicht schlecht sein, in der Vergangenheit ist ein solches System aber früher oder später immer ins Schlechte verfallen. Spätestens dann, wenn die Korruption zu groß wird (siehe China beispielsweise).
 
Meines Wissens haben Obama und Merkel nicht geheiratet.

Deutschland und die USA auch nicht.
 
"Deutsche Kanzlerin = hochrangiges Ziel" bedeutet:

a) Deutschland ist wichtig. Darfst Dir auf dir auf Brust klopfen.

b) Merkel ist kein Trottel. Obama traut ihr zu, dass sie ihn behumst, wenn dies im natioalen Interesse Deutschlands liegt.

Das ist laut Amtseid auch ihre Pflicht. Sie hat nicht geschworen:

"Ich sage meinen amerikanischen Freunden immer die volle Wahrheit".

Sie hat geschworen, Schaden vom deutschen Volks abzuwenden, nur das Beste für es zu tun, etc.

Und wenn es für Deutschland besser ist, die Amerikaner zu beschummeln, dann muss sie das tun.

Obama glaubt, dass sie es tun wird, er respektiert sie. Und deshalb wird sie abgehört.

Vlt hören sie sie auch einfach nur ab weil sie es können ;) Und am ende schauen sie ob sie auch das macht was sie gesagt bekommt ;)

wenn dies im natioalen Interesse Deutschlands liegt.
Das ist laut Amtseid auch ihre Pflicht.

Was sie inenpoltitisch tut sieht man ja sehr gut ... und der Volkeswille gehört schonmal mehr oder weniger nicht dazu ;)

Meines Wissens haben Obama und Merkel nicht geheiratet.

Deutschland und die USA auch nicht.

Ach nicht ? Naja wen wir nicht verheiratet sind dan können sie ja ihr Besatzungstruppen wieder abziehen aus Deutschland ;) und ihren ganzen NSA scheiss können sie auch gleich wieder mitnehmen ;) Und dies alleine ist schon ein Grund unsere Kanzlerin abzuhören und berichte darüber zu erstellen ;)
 
Nicht schlimm?
Aber, aber, auspionieren unter Freunden, das geht ja nun gar nicht.

Wieso nicht? Sind doch keine Freunde, mit denen man abends trinken geht, scheiße baut und sich blind vertraut. Wir reden hier von Politik. Die USA ist ein Verbündeter, nicht mehr und nicht weniger. Das heißt aber nicht, dass man sich blind vertrauen sollte, was so manche Dinge angeht. Sonst läuft man der Gefahr, ein ganz böses Erwachen zu erleben.


Was sie inenpoltitisch tut sieht man ja sehr gut ... und der Volkeswille gehört schonmal mehr oder weniger nicht dazu ;)

Ich bin zugegebenermaßen kein Fan von ihr, aber ganz allgemein: Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen dem, was am Sinnvollsten wäre, und dem, was das Volk will. Warum? Weil das Volk in erster Linie egoistisch ist und da jeder an sich denkt. Während man aber als unabhängige Regierung etwas durchziehen kann, wovon man sich verspricht, dass es dem Allgemeinwohl auf Dauer helfen wird, auch wenn es vorerst sogar zu einer Verschlechterung führen könnte. Wenn ein Land auch in Zukunft die eigene Existenz und den Wohlstand gesichert haben will, dann kann das niemals passieren, indem man das einfache Volk entscheiden lässt, weil da jeder nur sein eigenes Überleben im Sinn hat. Klar, dazu hat auch jeder das Recht, aber aus dem Grund gibt es ja Wahlen, bei denen Parteien gewählt werden können, die den eigenen Interessen entsprechen. Ich muss vermutlich nicht erklären, wie eine Regierung funktioniert, aber letztendlich wird aus verschiedenen Parteien eine Regierung gebildet und diese hat den Auftrag, das zu tun, was sie für richtig hält - und nicht weiter das Interesse des Volkes in dem Sinne zu berücksichtigen, dass die Bürger bei Entscheidungen aktiv eingebunden werden.
 
Ich bin zugegebenermaßen kein Fan von ihr, aber ganz allgemein: Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen dem, was am Sinnvollsten wäre, und dem, was das Volk will. Warum? Weil das Volk in erster Linie egoistisch ist und da jeder an sich denkt.

Ich halte das Volk nicht für dumm. Mann muss es dem Volk nur richtig erklähren. Und den sin dahinter Zeigen und das es einen Langfristig etwas bringt.

aber aus dem Grund gibt es ja Wahlen, bei denen Parteien gewählt werden können, die den eigenen Interessen entsprechen. Ich muss vermutlich nicht erklären, wie eine Regierung funktioniert, aber letztendlich wird aus verschiedenen Parteien eine Regierung gebildet und diese hat den Auftrag, das zu tun, was sie für richtig hält - und nicht weiter das Interesse des Volkes in dem Sinne zu berücksichtigen, dass die Bürger bei Entscheidungen aktiv eingebunden werden.

Is nur ziemlich Blöd wen man als Bürger eine Partei wählt und diese dan genau das gegenteil bzw sich garnicht dran hält was sie Versprochen haben ...

Ich halt nichts von diesen Regierungsmethoden ... ich bin der Meinung es geht auch mit echter Demokratie ;) Dazu muss aber erstmal ein echtes Demokratie Verständniss aufgebaut werden ...

Und das geht sicherlich nicht mit diesen Regierungen die wir bis jetzt hatten ;) und nicht mit dieser Art von Poltikern ....
 
Zurück
Oben