[Politik und Gesellschaft] NSA: Geheimdienste haben Zugriff auf Daten von App-Nutzern

Alter, Aufenthaltsort oder sexuelle Präferenzen der User werden laut Zeitungsberichten von den Geheimdiensten NSA und GCHQ über Anwendungen wie "Angry Birds" oder "Google Maps" gesammelt. Der britische "Guardian", die "New York Times" und die "Plattform ProPublica" hatten dieses am Montagabend übereinstimmend aus den Unterlagen von Edward Snowden veröffentlicht. Die Geheimdienste bedienen sich demnach gezielt entwickelter Werkzeuge, um aus einer Vielzahl von Apps Informationen zu ziehen. Diese Daten reichen vom Modell des Smartphones und der Bildschirmgröße bis hin zu persönlichen Informationen. Doch nicht nur Apps, sondern auch soziale Netzwerke und vor allem Kartendienste werden von den Geheimdiensten angezapft. Manche Apps teilten demnach sogar die sexuelle Orientierung und spezielle sexuelle Präferenzen dem Geheimdienst mit.

 
Es ist wahrscheinlich einfacher, die Techniken zu nennen, auf die die NSA keinen Zugriff hat. :D

Vorläufig ist mein Kühlschrank noch sicher. :p
 
Wenn das alles stimmt, sind die Geheimdienst schwachsinnig, aber harmlos.

Vielleicht sind die gesammelten Daten für die Markt-, Trend- und Meinungsforschung interessant.

Aber für wen sonst?

Ein Institut für Demoskopie zu beauftragen wäre billiger.
 
Was ist daran denn harmlos?

Es gibt Menschen, die wollen sich nicht outen und werden durch sowas erpressbar.
 
Find erstmal einen, den zu erpressen sich für den Geheimdienst lohnt. Und wenn Du den gefunden hast, wird er sowieso individuell bedient durch Beschatter und andere Agenten.

Das mit der Sexualität ist nur ein Grund von vielen. Durch die Apps kriegt man sehr viele Infos, die für allerlei Dinge brauchbar sind.

Würde man sonst so viel Geld und Mühe dafür verschwenden, wenn die keinen Profit daraus gewinnen?
 
Es ist wahrscheinlich einfacher, die Techniken zu nennen, auf die die NSA keinen Zugriff hat. :D

Vorläufig ist mein Kühlschrank noch sicher. :p

Richtig und nein, oder glaubst du, dein Brotaufstrich wurde nicht vor und nach Gebrauch chemisch analysiert und mehrfach auf Kampf- insbesondere Sprengstoffe getestet? :p


Dass Apps die puren Privatsphäreschleudern sind, ist ja nichts neues und wer ständig nach dem Standort von Paris Hilton sucht, ist entweder Paparazzi oder steht auf die alte. Also wirklich das ist jetzt mal nichts neues. Zumal ohnehin die Berechtigungen bei Apps selbst den letzten Idioten zum Nachdenken anregen sollten. Wieso sollte eine Kartenapp meinen Namen, Blutgruppe, Haarfarbe, Irisscan, DNA, Fingerabdruck, sexuelle Vorlieben, Furtzgeräusche und eigentlich alles andere, was beschreibbar ist, von mir benötigen? Trotzdem drückt man doch wie gehirn amuptiert "Ja", wenn nach selbigen Berechtigungen gefragt wird. Es ist ja nicht so, als würde das wirklich geheim passieren, die Apps fragen ganz offen danach..
 
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  • #10
Aber für wen sonst?

Im Artikel heißt es auch, diese Daten könnten Fragen beantworten wie etwa: "Wo war meine Zielperson, als sie das gemacht hat?" oder "Wohin ist meine Zielperson unterwegs?"

Für die Entwicklung von Ausgangsmaterialien von Personen bzw. Personenkreisen kommt die Durchdringung und pflege der Personenkontrolldaten bestimmt keine unerheblich Bedeutung zu. Sie ermöglicht die spätere planmäßige Realisierung von Maßnahmen.
 
Wieso sollte eine Kartenapp meinen Namen, Blutgruppe, Haarfarbe, Irisscan, DNA, Fingerabdruck, sexuelle Vorlieben, Furtzgeräusche und eigentlich alles andere, was beschreibbar ist, von mir benötigen?

Mich würde eher interessieren, wer überhaupt auf der Welt diese Daten benötigt, und was er mit ihnen anfangen soll, wenn er sie mal hat. Ich kann mir keine sinnvolle Nutzung votstellen. Villeicht ist das einfach l'art pour l'art oder eine Marotte.
 
Werbetreibende und das NSA..

Für Werbetreibende ist es interessant, ob sie bei google Maps lieber Werbung für Kondome schalten oder für MyLittlePony. Allgemein, wenn in Berlin Kreuzberg häufig nach Edelchina-Restaurants gesucht wird, könnte das auch Anlass sein dort ein entsprechendes Lokal zu eröffnen etc. Also dass man die Informationen nutzen kann, steht wohl außer Frage.
 
Na ganz klar, jede Information kann dir zur Erstellung eines "psychologischen Profils" (ich glaube das stammt sogar aus den USA) beitragen. Außerdem weißt du ggf. wohin sich eine Person wann wo wie bewegt. Eventuell weißt du, welche und wie du Agenten in Gruppen einschleußen kannst, etc.
 
Glaube ich nicht.

Aus dieser Datenmenge lassen sich nur hinsichtlich irgendwelcher Kriterien gleichartige Gruppen bilden, wie die konventionelle Markt- und Meinungsforschung das macht. Das sind dann vom Umfang her immer noch riesige Gruppen. Zum individuellen Psycholprofil ist es noch ein ganz weiter Weg, und auf dem kommt man durch Kenntnis der Displaygröße keinen Schritt weiter.
 
Das spielt ja keine Rolle. Über das Handy (hier kennst du die Einzelperson ohnehin wahrscheinlich noch nicht) kommst du an die Telefonnummer, durch die Telefonnummer an die Einzelperson, außerdem kannst du ggf. Erkennungsmerkmale herausfinden, etwa wenn die Person Bilder von sich auf dem Telefon hat.
 
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  • #17
Glaube ich nicht.
Zum individuellen Psycholprofil ist es noch ein ganz weiter Weg, und auf dem kommt man durch Kenntnis der Displaygröße keinen Schritt weiter.

Die Displaygröße ist dabei von nachrangiger Bedeutung.

Unter anderem haben sie dabei Wege gefunden, die bei der Nutzung von Google Maps auf dem Smartphone anfallenden Standortdaten inklusive des aktuellen Aufenthaltorts des Nutzers, Adressbücher, Freundeslisten, Anruflisten und EXIF-Daten von per Facebook, Twitter, LinkedIn und ähnlichen Diensten veröffentlichte Fotos zu sammeln.
-winfuture​

Hier lassen sich wesentlich mehr Sachverhalte und damit im Zusammenhang stehende Personen erfassen. Denkst Du nicht?
 
Wie siehts denn mit den ganzen Navi Zeugs aus? Würde doch die Kollektion vervollständigen, wenn man die Navi Daten flächendeckend sammelt. Gerüchteweise soll der eine oder andere Terrorist schon mal ein Auto benutzt haben.
 
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  • #19
Möglich ist das bei Geräten die senden können schon. Auszuschließen ist es bei neueren und eingebauten Geräten mit speziellen Service nicht.:unknown:

Hier noch einmal das Thema als Video.
 
Wie siehts denn mit den ganzen Navi Zeugs aus? Würde doch die Kollektion vervollständigen, wenn man die Navi Daten flächendeckend sammelt. Gerüchteweise soll der eine oder andere Terrorist schon mal ein Auto benutzt haben.

Ja, nein, vielleicht. Normalerweise bestimmt dein Navi ja selbst seine Position. Dabei werden die Signale von 4 Satelliten empfangen. 3 brauchst du dabei für deine Position auf der Erde zu bestimmen und einen für deine Geschwindigkeit. Normalerweise sendet dein Navi allerdings selbst keine Signale. D.h. das Navi fungiert nur als Empfänger. Wie gesagt, aus diesen Satellitendaten ermittelt dann dein Navi die Position und die Bewegungsgeschwindigkeit. Damit ein Dritter deine Position/Geschwindigkeit heraus bekommen könnte, müsste er entweder gleich die entsprechenden (berechneten) Daten von deinem Navi abgreifen oder zumindest müsste er ein Signal von deinem Navi bekommen.
Ob Navis selbst etwas aktiv senden können, weiß ich nicht. Allerdings wird das wohl zumindest nicht über die Satelliten laufen. Diese haben (zumindest wird das so gesagt) gar nicht die Rechenkapazität, um die tausenden Nutzerdaten zu verarbeiten, die anfallen würden.
 
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