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Ich hatte vor vielen Jahren einen A-Corsa. Musste im Laufe der Zeit die Türen, einen Kotflügel und den Anlasser tauschen. Hab die ganzen Teile vom Schrott geholt.
Selbst bei einem "wirtschaftlichen Totalschaden", d.h. verzogener Karosserie würde ich eine Reparatur davon abhängig machen, ob der Austausch der Heckklappe + Stoßstange reicht, damit das Auto wieder fahrtüchtig ist (TüV-fähig).
Der TS hatte aber einen Unfall! Sogar einen sehr heftigen, nach den Aussagen.
Vielleicht war ich nicht konkret genug: Ein Auto mit diesen Schäden, auch wenn sie repariert wurden, wird in 2 Jahren keine 1000 Euro mehr wert sein.
Der nächste Punkt ist der: Finden die angebotenen Fahrzeug auch zu DIESEN Preisen einen Käufer?
Ich tendiere weiterhin zum Neukauf. Ich bin aber auch fest davon überzeugt, dass das Auto in den nächsten Monaten / Jahren noch diverse Reparaturen/Ersatzteile benötigt. Hier mal 200 €, dort 500€. Es wird sich summieren. Und nach jeder Reparatur sagt man: aber jetzt habe ich doch gerade erst... investiert, da lohnt sich ein Verkauf nicht.
Also wenn das Auto jetzt ca. 3500€ lt. Gutachten noch wert ist - das ist wenn es im Gutachten steht eher der Händler EK. Nicht der echte Marktwert. Dann ist das Auto auch in 2 Jahren noch mehr als 1000 Euro wert.
Und Reparaturen an so Opel Corsas sind selten so teuer. Da ist keine komplizierte und wartungsintensive Technik drin, wie in AMG Fahrzeugen oder Fahrzeugen mit Turbo, Kompressor und co.
Im Moment gibt es quasi bei Mobile.de keinen Corsa der halbwegs was taugt für unter 2500€, selbes Baujahr, unter 100tkm gelaufen.
Und selbst, wenn man da in den nächsten 2 Jahren noch 1000 Euro für Reparaturen und co. investiert: Günstiger kann man kaum fahren. Vor allem im Vergleich, was du an Wert verlierst, wenn du dir jetzt ein neues Auto kaufst. Wer sich als Privatmensch ein nagelneues Auto kauft, hat meiner Ansicht nach entweder eh zu viel Geld, eine persönliche Abneigung gegen gebraucht oder unbegründete Angst vor Reparaturen.
Wer eine gute nicht-Vertragswerkstatt kennt und da Reparaturen in Auftrag gibt, der muss schon ziemliches Pech haben bei Kosten für Reparaturen, damit der Betrag höher ist als das, was ein Neuwagen in den ersten paar Jahren an Wert verliert.
heute gibt's ein kleines update: ich habe jetzt das gutachten gesehen - die reparaturkosten werden dort mit sage und schreibe 4700€ ohne MwSt. angegeben (mit MwSt. ~5600€)! die 3500 waren eine schätzung des werkstatt-typs (größere freie werkstatt).. weiterhin wurde es nicht als totalschaden eingestuft, sondern der spielraum weitestgehend ausgenutzt.. es gibt offenbar eine regelung, dass eine reparatur noch bis 130% des zeitwerts (vor dem unfall) möglich ist.. der mechaniker hat aber auch gemeint, dass die versicherungen manchmal nicht den vollen betrag (ohne MwSt.) auszahlen, wenn das auto nicht repariert wird bzw. wenn man sich "selbst drum kümmert", das wird aber gerade noch geklärt..
ich konnte auch ein paar fotos machen:
die stoßstange wurde bereits entfernt und eigentlich sieht es schlimmer aus als es ist.. an der karosserie ist nur links eine kleine delle mit kratzern, ansonsten haben die heckklappe und die stoßstange alles abgefangen.. der stoßstangenhalter ist an der linken seite ebenfalls leicht verbogen, aber den kann man auch leicht tauschen..
der plan ist jetzt auf jeden fall das geld von der versicherung zu nehmen (der werkstatt-typ war schon leicht enttäuscht ) und den corsa so günstig wie möglich mit gebrauchtteilen zu reparieren - dann kann sie später noch entscheiden, ob sie ihn gleich verkauft (repariert sollte er schon mindestens 2000-2500€ bringen, oder?) oder weiter damit rumfährt und das versicherungsgeld auf die hohe kante legt, das läuft ja nicht weg.. dann muss sie zumindest nicht jetzt sofort ein neues auto suchen, auch wenn sie es mittelfristig schon vorhat..
übrigens: dieser corsa hat keinen zahnriemen mehr, sondern eine steuerkette.. die reifen sind relativ neu und wie gesagt, immer gut gewartet und technisch einwandfei..
es war nie die rede davon, dass ein neues auto allein vom restwert des corsas und der versicherungssumme angeschafft werden soll, das sollte lediglich die anzahlung sein..
es war nie die rede davon, dass ein neues auto allein vom restwert des corsas und der versicherungssumme angeschafft werden soll, das sollte lediglich die anzahlung sein..
Habe ich schon verstanden. Wollte nur anmerken das ein VW oder Audi mit einem BJ von ~2010 auch mit ~150k Km noch 10.000€ kostet. Hat sich für mich so angehört das davon ausgegangen wird das man mit dem Verkauf den größten Batzen gezahlt hat. Wenn es dann aber ein Auto mit dem genannten BJ und nur 50k km sein soll, dann sind es locker 15.000€. Da würde ich eben den Corsa lieber TÜV-Fertig reparieren und noch eine Weile fahren...
Sicherlich reißt die Steuerkette nicht so schnell wie ein Keilriemen Zahnriemen, aber wenn sie reißt hast du das gleiche Ergebnis wie beim Keilriemen Zahnriemen! Die Kette muss auch hin und wieder neu gespannt werden, dafür berechnen die Werkstätte auch zusätzlich die Kosten für einen Kettenspanner ( ca. 30€ )
Also die Heckklappe muss neu, der Stoßfänger ( Stange, lieber in der Werkstatt machen lassen, denn diese Dinger bestehen aus 1000 Einzelteilen! ), die hintere linke Seitenverkleidung müsste neu... Ich bin kein Experte, aber ich vermute mal, dass mein Schrauber um die Ecke, einen Arbeitslohn von 600-800€ nehmen würde + Schrottplatzteile...
Müsst ihr halt ausrechnen, ich vermute, dass es sich auf jeden Fall lohnen würde den Wagen wieder "unter der Hand" / "Um die Ecke" wieder fit machen zu lassen, wenn der Motor und Rostzustand annehmbar ist. Egal ob man den nun selbst weiter fährt, oder noch verscherbelt...
eigentlich muss eine sterkette nie gespannt werden, ab und an geht mal der spanner kaputt, der ist aber günstig und gut zu wechseln. zahnriemen sind alle 80000 bzw7 jahre dran, ja nach auto natürlich + - .
unterscheide bitte auch zwischen zahnriemen und keilriemen, das eine ist laaaange nicht so schlimm wie das andere.
Hmm, ich würde den Kleinen reparieren lassen. Soweit ich weiss, nehmen Gutachter als Basis die Preise einer Vertragswerkstatt, selten einer freien. Bei myhammer findest du bestimmt eine Werkstatt, die den wieder günstig auf die Beine holt. Und hast bestimmt noch ein wenig Geld übrig.
Solltest du das Geld direkt von der Versicherung nehmen, dann bekommst du den Netto Betrag ausgezahlt. Nur wenn du den Wagen noch verkaufst, zieht sich die Versicherung den Kaufbetrag gleich mit ab.
Kleine Anekdote
So unstabil ist ein Corsa gar nicht. Ich hatte mal mit meinem 3er E36 so einen Kleinen auf meiner Stoßstange. Von aussen nix zu sehen, aber ein erheblicher Schaden hinter der Schürze. Das waren auch mal locker 1800 EUR Schaden, von meinem ganz zu schweigen.
Ein Keilriemen ist doch was völlig anderes, als ein Zahnriemen oder eine Steuerkette!
Keilriemen treibt Lichtmaschine an. Geht er kaputt, ist in der Regel nichts weiter nötig, als einen neuen zu kaufen.
Der Zahnriemen oder die Steuerkette treibt dagegen die Nockenwelle an.
Geht er kaputt, weil er nicht rechtzeitig getauscht wurde, hat man einen Motorschaden (Ausnahme: Freiläufer), weil die Ventile falsch geöffnet werden, oder der Kolben aufschlägt.
Der Tausch von Zahnriemen oder Steuerkette ist mit erheblichem Aufwand verbunden und daher ziemlich teuer.
Würde ich mal fest von ausgehen. Alle, die bei mobile.de drin sind für unter 2500€ haben irgendwie den Motor kaputt, Achsmanschetten undicht oder oder oder.
Also 2500€ locker. Und es ist auch bei solchen Autos bei weitem nicht so, dass so ein "Unfallwagen", der professionell repariert ist so dramatisch weniger Geld wert ist. Eine Vielzahl der Käufer fragt da ja nicht mal nach.
ok, danke für die hilfe - der corsa wird so gut es geht selbst mit gebrauchtteilen repariert und erstmal weitergefahren.. der gutachter hat empfohlen, das ganze über einen rechtsanwalt regeln zu lassen (der ebenfalls von der versicherung bezahlt wird) und außerdem darf man das auto 6 monate lang nicht verkaufen, wenn man es selbst reparieren will, aber das ist alles ok...
es gab keine personenschäden irgendwelcher art, der Lkw hat sie mehr oder weniger vor sich hergeschoben, weil er sie beim rechtsabbiegen übersehen hat (war genau vor ihm im toten winkel, weil er so hoch sitzt und der corsa so klein ist ), alles bei geringer geschwindigkeit..
Es gibt außerdem genug Fälle, wo Leute der Ansicht waren solche Verletzungen wie Schleudertrauma der HWS vortäuschen zu müssen. Grob gesagt kann man ausschließen, dass man solche Verletzungen hat, solang das Fahrzeug nicht ruckartig auf mindestens 10 km/h belscheunigt wurde. Das Gewicht eines LKW reicht dafür locker aus, allerdings nicht eine geringe Geschwindigkeit.
es gibt ein kurzes update.. ich habe die heckklappe mittlerweile gewechselt (245€ inkl. versand bei ebay), passte perfekt, jetzt ist er wieder fast wie neu.. die stoßstange kommt dran sobald ich eine günstig finde (die alte ist zwar zerkratzt, aber man kann erstmal bedenkenlos damit rumfahren)..
nun gehts um die kohle.. die sache hat mittlerweile ein anwalt übernommen (den die versicherung bezahlen muss) und die bescheißerei geht los.. von der versicherung kam erstmal ein brief mit der frage, ob das auto repariert oder verkauft wird und ein angebot von einer "befreundeten" amigo-firma, den kaputten corsa für 780€ abzukaufen - denn der restwert ist laut gutachter 0€ und so würden sie ihr quasi nen gefallen tun ().. gut, die antwort war natürlich, dass der corsa selbst repariert wird und sie mit der kohle rüberkommen sollen..
laut gutachten ist der wiederbeschaffungswert 4500€ und die reparaturkosten 4700€ (ohne MwSt.).. von der versicherung kam nun folgende summe:
+ widerbeschaffungswert
+ gutachterkosten
+ anwaltskosten
- 780€ "restwert" laut angebot
und der letzte punkt ist entweder ein irrtum oder dreister beschiss! die können doch nicht einfach irgendein abgelehntes angebot als vermeintlichen restwert abziehen!? das auto wurde und wird (erstmal) nicht verkauft, entsprechend hat sie auch keine 780€ erhalten.. der gutachter hat einen restwert von 0€ festgestellt (das bestätigt die versicherung ja selbst in dem brief), also müssen sie doch zumindest den wiederbeschaffungswert ohne irgendwelche abzüge erstatten!?
und nochmal zum verständnis: wenn man das auto selber repariert, stehen einem dann die vollen reparaturkosten laut gutachter (ohne MwSt.) zu oder nur max. bis zum wiederbeschaffungswert? die reparaturkosten können ja den wiederbeschaffungswert um bis zu 30% (?) übersteigen, wenn man das auto in einer werkstatt reparieren lässt..
das wird parallel gemacht - ich wollte aber trotzdem wissen, ob sowas gängige praxis ist und wie sie dazu kommen etwas abzuziehen was garnicht in anspruch genommen wurde...
Versicherungsangelegenheiten im KFZ-Bereich sind reiner Kuhhandel und entbehren jeglicher Rechtsgrundlage oder Logik. Die Versicherung versucht die zu zahlende Schadenssumme soweit zu drücken wie sie nur kann. Je nachdem wie hart du bist (bzw. Dein Anwalt), willigst du irgendwann mal ein oder gehst bis ins Gericht. Bei letzterem hängt es auch wieder von der Tageslaune des Richters ab, wieviel Kohle du jetzt wirklich kriegen kannst.