Mutmaßlich rechtsextreme Chatgruppe der Polizei in Mülheim a.d. Ruhr aufgeflogen

Offensichtlich lässt sich das nicht vermeiden.
Aber das mit dem Menschen verstehe ich nicht, liest sich so als könne das wie die Pest schuldlos jeden treffen ;)
 
Darüber darf man sich nicht wundern. Wie überall gibt es auch bei der Polizei Menschen mit falschen Einstellungen. Das lässt sich imho gar nicht vermeiden. Dass da aber irgendwas unter den Tisch gekehrt wird, kann ich mir nicht vorstellen, denn dafür ist das öffentliche Interesse viel zu groß.
Lol
 
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  • #23
Ich nehme an, die Belegschaft der Polizei spiegelt den Bevölkerungsdurchschnitt wieder. Die werden weder besonders autoritätsgläubig sein, noch häufig einem Analcharakter zugeordnet werden können.
 
Ich glaube schon, dass sich in manchen Berufen manche Charaktere häufen.
 
Mein Punkt ist, wenn eine ganze Dienstgruppe da teils aktiv, teils passiv mit drin hängt, dann steht der Verdacht im Raum, dass das nicht nur eine zufällig Häufung ist - was durchaus sein kann - sondern dass es Rahmenbedingungen bei der Polizei gibt, die das begünstigen. Vielleicht geht der Gruppenzusammenhalt zu weit und man sollte Gruppen stärker durchmischen. Vielleicht haben Polizisten das Gefühl, dass es keine funktionalen Prozesse gibt, so etwas anonym zu melden. Womöglich gibt es solche Prozesse auch nicht. Vielleicht gibt es eine allgemeine Atmosphäre von "Politisch Inkorrekt" in Richtung Migration bei der Polizei, die das Gefühl vermittelt, dass solches Verhalten von Vorgesetzten gebilligt ist.

Muss nicht sein, kann aber sein. Eigentlich (imHo) wäre es Aufgabe des Verfassungsschutzes, solche Tendenzen zu identifizieren und Informationen dazu zu sammeln, aber was ich so mitbekommen habe ist der diesbezüglich keineswegs zuverlässig und das wäre für sich genommen schon ein strukturelles Problem.

Wieso ermittelt jetzt die Nachbar-Polizei (gerade im Ruhrgebiet ist das ein schlechter Witz), wieso gibt es keine spezielle NRW-Dienstbehörde beim LKA, die sich mit sowas befasst? Auf mich wirkt schon der Ermittlungsprozess wie ein strukturelles Problem.
 
Warum sinds eigentlich immer nur mutmaßliche Nazis, aber jeder kleinste Verdacht macht einen sofort zum Ratsmitglied des Zentralkomitees der Antifa?
 
Wolltest du nicht mal was über selektive Wahrnehmung schreiben?
 
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  • #28
Ironie im Internet, ich vergaß.

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Der Innenhorst besitzt ähnliche geistige Fähigkeiten und Logik wie der derzeitige potus. Was dem einen sein Corona, ist dem anderen seine Nazipolizei.
Höhere Fallzahlen sind nicht durch das Problem bedingt, sondern durch den Betrachter und dem Ausmaß der Untersuchung.
 
Wolltest du nicht mal was über selektive Wahrnehmung schreiben?
Ja, z.B. wieso ich eigentlich immer nur die dämlichen Posts von dir wahrnehme....

--- [2020-09-20 09:37 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Kameras sind richtig und wichtig.
 
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  • #30
So so. Die Aktenlage sagt also aus, daß ihm die Hand "ausgerutscht" ist und das dies menschlich erklärbar sei.

Fehlt nur noch, daß ihm das mehr weh getan hat, als dem Jungen.
 
Tja, dein Freund und Helfer.

Zunächst müsste geklärt werden ob die Nachrichten eben nur Nachrichten sind oder aber ob die betroffenen Personen ihren Beruf nicht mehr richtig ausgeübt haben wie z.B. durch das Drangsalieren von Menschen mit bestimmten Attributen was kaum nachweisbar sein wird. Ähnlich wie
bei der .

Pro Jahr wird die Zahl der Anzeigen gegen Polizisten mit 1.600[14] bis 2.000[15] beziffert. Von den Anzeigen führen 2–3 %[16] zu einer Anklage. 2010 lag die Zahl abgeschlossener Ermittlungen gegen Polizisten bei 2.133, von denen 63 zu einer Anklage oder zu einem Strafbefehl führten. Dass über 93 % der Verfahren eingestellt wurden, erklärt Prof. Tobias Singelnstein dadurch, dass die Ermittlungen im Ermittlungsverfahren (das der Staatsanwaltschaft untersteht), in den meisten Fällen von der Polizei selbst durchgeführt werden.[17]

Im Vergleich mündeten 20 % aller insgesamt 4,5 Millionen Ermittlungsverfahren im Jahr 2013 in Deutschland in eine Anklage oder einen vergleichbaren Strafbefehl, etwa 30 % wurden mangels Tatverdachts eingestellt. Von den 4.553 Ermittlungsverfahren (nicht nur wegen Gewalt-Anwendung) gegen Polizisten in diesem Zeitraum wurden fast 90 % mangels Tatverdachts eingestellt.[18] Offizielle Zahlen zu Polizeigewalt werden nicht erhoben.

Bei einer polizeiinternen Befragung in den Jahren 1998 und 2001 von Amnesty International „[…] waren 25 Prozent der Beamten der Meinung, hin und wieder sei es durchaus akzeptabel, mehr Gewalt anzuwenden als erlaubt. Und sechs von zehn Polizisten gaben an, auch gravierender Gewaltmissbrauch von Kollegen werde nicht immer berichtet oder angezeigt.“[19]

Dies bedeutet nicht, dass alle Polizisten schlecht sind, allerdings hat ihr Fehlverhalten viel zu selten ernsthafte Konsequenzen. Logisch da Polizisten nicht gerne gegen sich selber ermitteln, da man dann beim Rest unten durch ist also schützt man sich und die Kollegen. Ferner liegt es auch nicht im Interesse der Staatsanwaltschaft gegen die Polizei vorzugehen da man i.d.R. abhängig von der Polizei ist. Leider sind auch die Aussagen von Polizisten vor Gericht mehr wert als von anderen Zeugen. Vielleicht handelt die Politik bevor wir Zustände wie in den USA haben, vielleicht haben wir schon ähnliche Zustände und ignorieren/tolerieren es.
 
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  • #32
Polizisten haben das grundsätzliche Problem, dass sie unter anderem dafür bezahlt werden, Gewalt auszuüben aka Zwangsmaßnahmen durchzusetzen. Ich finde es aber dramatisch, dass angesichts solcher anhaltender Fälle keine Bodycams eingeführt werden.
Die Polizei sitzt ja auch vor Ort und auch generell am längeren Hebel. Warum wurde der Typ nicht vorher oder während des Einsatzes einkassiert stattdessen? Erst ein Einsatz nach der Ohrfeige ist dies offenbar geschehen.
 
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  • #34


Die Frage lautet, warum wurde der überhaupt "einkassiert"? Was für eine Rechtfertigung sollte es da gegeben haben, außer die Identitätsfeststellung war vor Ort nicht möglich?
 


Die Frage lautet, warum wurde der überhaupt "einkassiert"? Was für eine Rechtfertigung sollte es da gegeben haben, außer die Identitätsfeststellung war vor Ort nicht möglich?
Finde ich persönlich wenig relevant, kann mir aber verschiedenes denken. Wir sind ja eh schon abgedriftet, es geht ja um Rechtsextremismus bei der Polizei.
 
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  • #36
Rechtsextremismus ist nur die Spitze dessen, wenn Polizisten das Recht nicht schützen, sondern dagegen verstoßen oder sie es mißbrauchen.
Das ist sehr wohl relevant, wenn die Polizei dermaßen in die Freiheitsrechte eines Bürgers eingreift. Vielleicht war das auch reine Repression und Machtdemonstration, also weiteres Unrecht.

Man ist ja den Satz "Wir können uns hier unterhalten oder auf dem Revier" aus fast jedem Krimi gewöhnt, aber deshalb bleibt es ja dennoch Bullshit und die Polizei hat keine Befugnis Leute einfach mal so mitzunehmen.

Derweil sieht man in Dresden keinen Grund für ein Disziplinarverfahren, wenn ein Polizist einem Bürger mit tödlicher Waffengewalt droht:
"Schubs mich und du fängst dir 'ne Kugel"

[video=picflash;Dresden0KKQ44.mp4]https://www.picflash.org/picture.php?key=0KKQ44&action=show[/video]
 
Die Handlung des Polizisten in Dresden finde ich vollkommen in Ordnung. Die Äußerung hätte nicht sein müssen. Man muss halt alles sehen und nicht nur das, was einem gerade passt.
 
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  • #38
Hätte nicht sein müssen aber war in Ordnung?
 
Ja, die Handlung des Beamten, welche du wahrscheinlich bewusst verschweigst. Oder nicht kennst, was für sich sprechen würde. Nicht die Äußerung des Beamten.

Im im Nachgang aller Handlungen ist die Äußerung sogar nachvollziehbar. Aber dennoch nicht oke.
 
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  • #40
Die Handlung war die Hand an die Waffe zu legen und zu drohen:"Schubs mich und du fängst dir 'ne Kugel"

Also wie bei der Ohrfeige, nachvollziebar aber nicht ok?

Also spricht doch nichts dagegen, den Fall disziplinarisch aufzuarbeiten.
 
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