[Politik und Gesellschaft] Muslimische Lieder im Weihnachts-Gottesdienst?

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Der Zentralrat der Muslime und Politiker von SPD und Grünen schlagen vor, dass als Zeichen gegen Pegida und für das friedliche Zusammenleben der Religionen auch ein islamisches Lied in den christlichen Weihnachtsgottesdiensten erklingen könnte.

Grünen Politiker Grünen Omid Nouripour dazu:
„Es wäre ein tolles Zeichen des friedlichen Zusammenlebens der Religionen, wenn in der Kirche ein islamisches Lied gesungen würde und in der Moschee ein Weihnachtslied".
Der baden-württembergische SPD-Abgeordnete Thomas Funk stimmt ihm zu: „Wir brauchen Verständnis, Achtung und Toleranz.“ Dies ließe sich „mit einem Lied befördern“.
Auch Aiman Mazyek (Vorsitzende des Zentralrats der Muslime) schloss sich mit einem konkreten Vorschlag an: „Tala‘a al-badru alayna“ („Heller Mondschein leuchtet“) des zum Islam konvertierten Cat Stevens, der nun Yussuf Islam heißt.
Mazyek weiter:
„Das wäre ein wunderbares Zeichen des Friedens und der Anteilnahme“.

Offizielle Stellungnahmen der katholischen oder evangelischen Kirche zu dem Vorschlag liegen noch nicht vor.

Quelle:

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Nachtrag: Lt. Bildblog, welche mit Omid Nouripour, ist die ganze Sache von der Bild Zeitung komplett falsch rübergebracht worden. Es wurden dem Politiker Sätze in den Mund gelegt, die er nicht so gebracht hat, nur um den Beitrag bringen zu können.

Quelle:
 
@widarr:

Guck dir mal Interviews an, er meint er bestand darauf, dass die bösen im Film keine Muslime sind. ;) weil es zu platt ist und stereotypisch
 
Sie haben also irgendo hingekotet. Mhm.
Was ist das Argument bei "in sozialen Brennpunkten", bzw. der Zusammenhang mit "Asylantenheim(e)"?

So oder so sind *das* Gründe dafür, einen eh schon total verwahrlosten Ort für Flüchtlinge (unter denen es sicherlich sehr unangenehme Menschen gab) *samt* ihrer selbst anzuzünden und nebendran zu johlen?!
Ich habe niemals gesagt, daß ich es gut heiße, was da geschehen ist. Ich denke nicht, daß du vor Ort warst. Ich könnte mir aber gut vorstellen was passiert wäre, wenn diese Zustände in einem Villenviertel passiert wären. Hier wären es nicht die bösen Rechten gewesen, sondern die Polizei die unter dem Beifall der Villenbesitzer "aufgeräumt" hätten. In meinen Augen ein Fehler in der Politik die zuviele Ausländer auf einen Haufen gesetzt haben. Und nein es waren nicht die Vietnamesen (die übrigens hier schon deutlich länger wohnten) die für diesen "Mist" verantwortlich waren sondern die hineingepressten Romas.

Dennoch rücke ich von meiner Meinung nicht ab, wo ich mich aufhalten muß ich micht den Gewohnheiten/Kulturen anpassen.
 
Wurde schon erwähnt das die Nachricht gar keine ist, sondern nur eine selbstzusammengelogene Story der Bildzeitung? Nicht das Pegida und wie der ganze Rotz heißt über Weihnachten noch die Argumente ausgehen.
 
Es sieht leider grad nicht so aus, als könnten die großen Religionen einen hilfreichen Beitrag für eine bessere Welt leisten, ganz im Gegenteil. Ich hoffe wirklich, dass die Menschen diese atavistischen Angewohnheiten bald ablegen.
 
@B3n: Geht's noch? Wenn du was sagen willst, sag's direkt.

Ansonsten schließe ich mich Jan_de_Marten in dem Punkt an, dass man - nur, weil man eine Sache erklärt, diese nicht automatisch gutheißen muss. Wahre Hintergründe eines Geschehnisses können das gesamte Geschehnis in ein anderes Licht rücken.
In Rostock Lichtenhagen ging es nämlich eben nicht einfach um ein paar Rechte, die die Ausländer raushaben wollten, sondern da da sind richtig üble Missstände aufeinander getroffen, die dazu geführt haben und die auf ein Versagen der Politik zurückzuführen sind.
Ein Wunder, dass die Menschen dort noch nicht dafür verantwortlich gemacht worden sind, dass die Asylsuchenden da in derart unwürdigen Zuständen leben mussten, weil sich niemand aus der Politik darum geschert hat, dass all die Menschen irgendwo untergebracht werden konnten. Man hat sie einfach angekarrt und dann dort sich selbst überlassen.
Wären sie direkt irgendwo untergekommen, würde ich behaupten, wäre es nie zu diesen Ausschreitungen gekommen. Denn allein Vietnamesen lebten dort schon Jahrzehnte in nicht geringer Zahl und es hat nie jemanden gekümmert, sie gehörten und gehören einfach dazu.

Was geschehen ist, ist tragisch in vielerlei Hinsicht und nicht zu entschuldigen. Aber es ist zu erklären. Und die Erklärung beinhaltet eben mehr als "eine rechtradikale Stadt, die nach der Wende das erste Mal auf Ausländer traf und diese sofort aus ihren Wohnungen ausräucherte, weil sie mit dem ihnen Fremden nicht umgehen könnte." Es war eben ganz und gar nicht so.
 
Zum einen machst du es dir wirklich einfach, alles der Politik und ihrem Versagen anzulasten. Die Politiker einer parlamentarischen Demokratie sind die verlängerten Arme des Volkes (genauer: des Wählers). Die sind ja nicht vom Himmel gefallen. Zum anderen ist es Aufgabe der Verwaltungen, für einwandfreie Unterkünfte von Einwanderern zu sorgen. Die Politiker müssen sich zwar von deren Funktionieren überzeugen, aber nicht jeden Tag. Und drittens ist es die Pflicht jedes dazu fähigen Bürgers, einzuschreiten wenn Menschen verbrennen. Diese von Religion und politischen Ansichten unabhängig bestehende humanistische Pflicht kann nicht mit Verweis auf die Versager anderswo im Staat ignoriert werden. Seit den Zeiten der Aufklärung ist man sich in unserem Kulturraum darin einig, dass Menschen nicht angezündet werden.
 
@Endor: Ich ignoriere gar nichts. Ich erkläre, dass die Situation nicht entstanden ist, wie es verbreitet wurde und immer noch wird. Die Ursache wurzelt nun mal in einem politischem Fehlverhalten, damit trägt sie die Schuld dafür. Und für mich ist alles Politik was mit Entscheidungen der Stadt zu tun hat. Fakt ist, entsprechende Behörden und auch der damalige Bürgermeister wurden mehrmals informiert und um Hilfe gebeten - die wussten alle Bescheid. Kurz bevor es eskalierte, haben sie die Stadt verlassen.

Es geht nicht darum für das gesamte Ereignis die Schuld nur der Politik in die Schuhe zu schieben - sie ist der Verursacher.
Was letzten Endes daraus wurde - die Taten, die begangen wurden ist natürlich in der Verantwortung der Menschen dort. Dafür tragen sie die Schuld.

Und erzähl mir nix von Wahlen - ich darf mal lachen, '92! Denk mal drüber nach.
 
In Rostock Lichtenhagen ging es nämlich eben nicht einfach um ein paar Rechte, die die Ausländer raushaben wollten,

Mag alles sein. Aber wenn in Sachsen Häuser , in denen Vietnamesen wohnen, angezündet werden, dann klingt der Satz "Und trotzdem treiben die Sachsen die Vietnamsen nicht mit Feuer und Mistgabeln aus der Stadt." wie Hohn, mindestens aber falsch.
 
Ich habe gerade das Bild, welches einen DEUTLICHEN rechtsverstoss dargestellt hat, entfert inkl. Post. So eine Polemik muss echt nicht sein und wird auch nicht gerne gesehen...
 
Übrigens sagt diese ganze Geschichte mehr über die Springerpresse aus als über Muslime oder Pegida:
 
Mir geht es vor allem darum, dass das Anzünden von Menschen eine unmittelbare Reaktion aller Anwesenden erfordert. Da gibt es kein Wegsehen oder Davonstehlen, egal wer da warum brennt bzw. brennen soll. Das kann auch nicht delegiert werden.

Mit '92 hast du recht, damals bevölkerten seltsame Menschen die politische Welt in Ostdeutschland.
 
wer provitiert von so einer Aktion?

- Pegida
- Islamisten

der Aufrufer hat entweder kein Hirn, oder er hat eigentlich eine andere Absicht verfolgt
 
da fände ich es deutlich sinnvoller, den leuten mal wirklich transparent zu zeigen, wohin denn ihre gaben wirklich gehen... aber nur weil weihnachten ist, geht ja nicht jeder wunsch in erfüllung.
 


Die sind doch viel zu mächtig, ob man wirklich gegen Springer ankommt?

Die erlauben sich echt zu viel. Die gehen für Clicks über leichen
 
@kuromi:


Entschuldigt bitte meinen Beitrag, war nicht die beste Art und Weise meinen Punkt rüberzubringen. Ich wollte mit dem Bild im Kontrast zu Kuromis Beitrag darauf hinaus, dass da nicht Stoiber oder die "westlichen Medien" rumgegröhlt und rumgezündelt haben, sondern ganz normale Menschen und die sind für das was sie tun verantwortlich. Ich wollte damit aber niemanden angreifen oder in irgendeine Ecke stellen.

War nicht die feine englische Art. Ich spar mir das in Zukunft und schreib dann lieber ein paar Sätze mehr dazu.
 
Wenn ich ins Ausland gehe, dann passe ich mich auch, soweit es mir möglich ist, der "fremden" Kultur an. Ich schlachte und fresse in Indien keine Kühe, ich laufe in der Türkei nicht mit Straßenschuhen durch Moscheen und werfe mit Naziparolen um mich herum. Ich fordere für jeden die gleichen Spielregeln, denn jeder ist im Ausland Ausländer.

aha, und wo gibst du für all das deine "kultur" auf? das was du aufzählst, sind dinge, die in den jeweiligen ländern gesetzlich geregelt sind - und dass sich ausländer in jedem land an die jeweiligen gesetze halten müssen, steht doch auch garnicht zur diskussion :unknown:..

was ist überhaupt diese kultur, die die kanaken aufzugeben haben, wenn sie in SCHLAND leben wollen? sprache lernen, wenn man langfristig bleiben will? - kein thema, das sieht ja auch das gesetz vor.. was sollen sie noch an "kultur" aufgeben? zuhause deutsch sprechen? (verlang das mal von allen CSU-mitgliedern ;)..) das kopftuch abschnallen und den bart abrasieren? (natürlich nicht den bart, man will sich ja integrieren..) den vorgarten hübsch gestalten, kuckucksuhren aufhängen, falschparker denunzieren und die nachbarn bei jeder gelegenheit anschnäuzen? oder verlangst du ernsthaft, dass die chinesen in deutschland anfangen hax'n und sauerkraut zu essen? :D also, von welcher kultur sprichst du? weißt du überhaupt selbst, was du eigentlich forderst!? es ist mir bei solchen "kanaken vs. abendland"-diskussionen immer total unklar, was die ganzen demonstrierenden vollidioten von den kanaken eigentlich wollen :confused:..
 
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