[Netzwelt] Muslime gegen den Islamismus

Zu Beginn des Ramadans veröffentlichte ein Mobilfunkbetreiber aus Kuwait ein von dem in den Emiraten bekannten Popstar Hussein al-Jasmi gesungenes Anti-Terror-/ Anti-Krieg-Video.
Auch wenn es sich hierbei mutmaßlich im eine Marketingkampagne handelt, so ist die Botschaft doch eindeutig und wird von der muslimischen Gemeinde zur Zeit stark gefeiert.

Unangetastet dessen, ob und welcher Form man gläubig ist, kann dieses Video durchaus als Appell an den Frieden interpretiert werden.


 
Hast Du nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden, was ich hier geschrieben habe. Natürlich würde ich nicht.
Und das Thema Terror ist Muslimen schon deshalb nicht unbekannt, weil die meisten Opfer islamistischen Terrors Muslime sind.

Du bringt ein Mittel zur Verteidigung an der Teilnahmelosigkeit an, und entwässerst es im nächsten Satz.

Ja, aber der Glaube bekriegt sich in sich? - Sind wir nur ein Nebenschauplatz der die Auswüchse zu spüren bekommt? Frage an dich.

Wenn die Muslimen schon keine gute Stellung haben, warum versucht dann nicht der Großteil der da ist, dagegen auf die Straßen zu gehen, darum geht es ja.
 
Du bringt ein Mittel zur Verteidigung an der Teilnahmelosigkeit an, und entwässerst es im nächsten Satz.

What?

Ich habe geschrieben, daß die Muslime sich nicht distanzieren müssen. Dann hast Du gesagt, das müßten die Christen ja auch. Darauf habe ich geantwortet, daß sie das weder tun, noch müssen.

Jetzt mal ernsthaft. Die sollen wegen Attentätern auf die Straße gehen? Das wird die natürlich dermaßen beeindrucken, daß sie brav zu hause bleiben.
 


Wie vielen der "verblendeten" würde es helfen, wenn sich mal 1000de andere Gläubige distanzieren, von solchen Taten.
Das die alle gegen diese lebenden Waffe👎 sind?

Und damit meine ich nicht ihre Moschee....
 
Es würde ja vllt ein symbolisches Zeichen setzen, wenn einfach alle Menschen, egal welcher Religion oder Herkunft, "protestieren", es aber auf eine Religion abzuwälzen und dann zu meckern wenn niemand hingeht...Oh bitte.
 
Aber die, die auch betroffen sind, und nicht die, die eigentlich gar nichts mit dem Kampf dieser Religion gemein haben.
 
Die Muslime haben auch nichts damit zu tun. Kommt das nicht an?
 
@theSplit
Ich frage mich gerade, was du überhaupt erwartest?
Was ist mit einer Person, die nicht demonstrieren geht?
Welchen Vorwurf kann man dieser machen?
Welche Rückschlüsse kann man aus der geringen Teilnehmerzahl ableiten? Unvermögen der Veranstalter? Faulheit der Zielgruppe? Desinteresse der Zielgruppe am Thema? Was?
 
Hat es aber nicht mit Ihrer Religion zu tun?

--- [2017-06-20 22:49 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Ganz klar. Desinteresse. - So würde ich es sehen.
 
Generell ein Armutszeugnis die niedrige Beteiligung.
Wenn morgen einer im Namen des ngb.to Boards drei Menschen absticht, dann würde man hier reagieren und sich abgrenzen auch wenn der Typ nichtmal nen User hier war. Schauen dann schließlich alle auf das ngb.to Board und verbinden das erstmal damit.
Habe das auch so gesehen, dass 30%(?) - jedenfalls viele - vermutlich keine Moslems waren.. ja, selbstredend ist jemand mit europäischer Ethnie in Deutschland mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein Moslem.
 
Wenn morgen einer im Namen des ngb.to Boards drei Menschen absticht, dann würde man hier reagieren und sich abgrenzen auch wenn der Typ nichtmal nen User hier war.

Aber ganz sicher nicht. Aber vielleicht ein gutes Beispiel. Hier herrscht genug Pluralismus, um das absolut überflüssig zu machen und man grenzt sich jeden Tag genug ab.
 


Gilt das auch für diejenigen, die den Anschlag auf die Charlie Hebdo Leute abgefeiert haben?


Die Begründung, dass Ramadan = friedlicher Monat ist übrigens mehr als lächerlich. Siehe als neuestes Beispiel Brüssel. Den Terroristen interessiert nicht, ob Ramadan ist oder nicht.

Ich hätte es toll gefunden, wenn sich mehr Muslime gegen den Terror ausgesprochen hätten und an der Demo teilgenommen hätten. Wenn man bedenkt, wie viele Muslime bei der Pro Türkei Demo in Köln waren, wie viele Muslime bei dem Erdogan-Wahlkampf vor ein paar Jahren teilgenommen haben. Es ist traurig, dass diese wichtige Distanzierungs Demo so kaum jemanden mobilisieren konnte.

Gehen wir mal von Desinteresse aus. SChon echt traurig.
 


Ja. Von denen muß man sich auch nicht distanzieren.

Auf wievielen Demos seit Ihr denn schon gewesen. Hattet Ihr 1993 auch alle Kerzenwachs auf den Ärmeln?
Das war für viele sicher ein gutes Gefühl, sich als Deutsche von rechter Gewalt zu distanzieren. Aber irgendwann waren diese Demos und Aktionen so inflationär, daß die Leute des ganzen überdrüssig wurden.

Ich freue mich über jeden Demokraten, aber ich erwarte keine Lippenbekenntnisse. Die, die sich jetzt beklagen, wären bei 50.000 auch nicht zufrieden gewesen.
 


Dass der Ditib abgesagt hat, ist doch eigentlich schon ein deutliches Zeichen, meinste nicht? Und die Begründung ist so etwas von an den Haaren herbei gezogen.

Abgesehen davon, welchen Einfluss der Ditib auf hier lebende Muslime hat. Wenn man das jetzt auch noch betrachten würde, käme man vielleicht auf den Trichter, dass einem verdammt großen Teil der Muslime die Terroranschläge scheiß egal sind oder sie diese tolerieren bzw. akzeptieren oder wie im Fall von z.B. Charlie Hebdo (aber auch etlichen Terroranschlägen danach) wohlwollend gegenüberstehen und diese sogar bejubeln.

Dass bei dieser wichtigen Demo für den Frieden und gegen den Terror gerade mal ein paar Hundert Muslime dabei waren, ist schon echt traurig.
 
Dass der Ditib abgesagt hat, ist doch eigentlich schon ein deutliches Zeichen, meinste nicht?

Natürlich meine ich das nicht. Die sind ja kein Sprachrohr der hier lebenden Muslime. sondern der türkischen Regierung.
Es ist schon ziemlich unverfroren, aus Deinem Problem mit Türken und der Türkei hier etwas zu konstruieren, um Muslime zu diskreditieren.
 
Vielleicht von mir auch mal eine Meinung zur niedrigen Teilnehmerzahl. Ist aber nur eine unter vielen.

Wir haben die Demonstrationsfreiheit. Jeder darf also für oder gegen etwas sein und dafür auf die Straße gehen.
Zu dieser Freiheit gehört aber genauso nicht daran teilzunehmen.
Das werden aber nur die Leute nachvollziehen können, die schon etwas älter sind und sich an die staatlich verordneten Demonstrationen erinnern.

Diese Zeit und diesen Staat hatten wir schon einmal.
Weigerte man sich, weil man an dem Tag für die Familie da sein wollte, musste man über kurz oder lang mit Repressalien rechnen.
 
Das war für viele sicher ein gutes Gefühl, sich als Deutsche von rechter Gewalt zu distanzieren. Aber irgendwann waren diese Demos und Aktionen so inflationär, daß die Leute des ganzen überdrüssig wurden.
Was ja absolut positiv und wünschenswert ist, das es so großen Zulauf bei Demos gegen Rechte damals gab. Würdest du nicht sagen, die Demos haben zu einem besseren Klima und positiverer Wirkung der Gesellschaft beigetragen?
Man hat ein Zeichen gegen Rechte Gewalt setzen wollen und getan, das selbe wäre heute wieder schön, mit Rechter Gewalt und mit (vermeindlichen) Islam-Terror.

Wenn ich das mal quantifiziere: In Köln gingen damals 100.000 auf die Straße, das sind grob 10% der Einwohnerzahl.
Jetzt auf der Demo waren von den 120.000 Muslimen ganz entgegenkommend gerechnet 2.000, also ca. 1,6%, eine ganze Größenordnung weniger und 2.000 als Ausgangswert ist ja in Wahrheit noch geschönt.
Gut, jetzt gab es ja noch politischen Zwist. Dennoch bleibt da ein enttäuschender Beigeschmack.

Diese Kolumne wird euch btw. gefallen: , die geht argumentativ in eine euch sehr ähnliche Ecke :).
 
Wenn die Muslimen schon keine gute Stellung haben, warum versucht dann nicht der Großteil der da ist, dagegen auf die Straßen zu gehen, darum geht es ja.
Müssen sie denn? Kann man sich nicht auch ohne eine Demo vom (islamistischen) Terror distanzieren?
Natürlich könnte man mit so einer Demo ein deutliches Zeichen setzen. Aber wieso wird das immer nur von Muslimen erwartet? Wann und wo gab es denn Demos, um sich von den NSU-Morden zu distanzieren?
Wann und wo gibt es denn z.b. Demos gegen linke Gewalt in der ?
Ich behaupte mal, dass ich eher links einzuordnen bin und trotzdem verabscheue ich das Vorgehen und distanziere mich auch davon. Nur habe ich dummerweise auch noch etwas anderes zu tun, als eine Demo zu besuchen, geschweige denn, selbst eine zu starten.
Merkwürdigerweise besteht da dann auch Einigkeit mit den Moslems, die ich so kenne und mit denen ich mich so unterhalte. Tatsächlich ist auch ohne Demo niemand dabei, der Terroranschläge jeglicher Form gutheißt.

Die Absage der DITIB sagt nicht alles, aber sehr viel! Den Ramadan vorschieben war mehr als lächerlich, arbeiten können sie, aber auf eine Demo, das geht auf keinen Fall.
Tja, stell dir mal vor, zur Arbeit sind die meisten Menschen verpflichtet, weil sie ihren Arbeitsvertrag erfüllen müssen und weil ohne Arbeit kein Geld ins Haus kommt. Eine Demo wird dagegen in der Freizeit abgehalten und ist zum Glück keine Pflichtveranstaltung.
 
Es ist offensichtlich gescheitert, innerhalb von zwei Wochen 10.000 Muslime gegen Terror auf die Straße zu kriegen. 500 bis 2.000 Teilnehmer sind ein Flop. Was bedeutet das? Vielleicht kommen beim nächsten Mal mehr, beim übernächsten Mal noch mehr etc. Nicht jede Demo startet gleich bei 10.000. Oder die Muslime bleiben auch in Zukunft Zuhause, weil sie sich nicht für etwas rechtfertigen möchten, mit dem sie nichts zu tun haben, nämlich IS-Terror. Oder diesem gar einen muslimischen Anspruch zuerkennen wollen. Wer bei einer Demo gegen Rechts Zuhause bleibt, ist ja auch kein Nazi-Terrorist oder heißt das gut.

Für die Meckerer ist es eh egal, ob 10.000, 100.000 oder gleich alle 1,5 Milliarden Muslime auf die Straße gehen. Wenn am nächsten Tag eine Bombe in Kabul oder Paris explodiert, schreibt der Erste wieder voller Häme "Das hat sicher nichts mit nichts zu tun" unter den Facebook-Beitrag von Spiegel Online und fühlt sich unglaublich clever.
 
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