Mindestlohn - Sozialpolitischer Bumerang?

Meine Befürchtung ist das wie so ziemlich alles in diesem Land die "Mindestlohn-Entscheidung" halbgar getroffen wird "aus einer populistischen Laune hinaus" ohne das man sich Gedanken um Entlastungen für kleinere Betriebe macht,
denn im Gegensatz zu der Meinung mancher Leute sind nicht alle Unternehmer "pöse Bonzen Schweine", die meisten können es sich einfach kaum leisten ihre Angestellten anständig zu bezahlen.
 
... ohne das man sich Gedanken um Entlastungen für kleinere Betriebe macht

Was soll denn das jetzt wieder?

Willste Mindestlohn oder willste keinen?

Mindestlohn heißt, dass der Unternehmer ihn zahlen muss. Punkt, fertig, aus, Schluss, Amen.

Keine Hintertüchen, dass der Staat dem Unternehmer das Geld in die Tasche stopft.
 
@Malfunctioning Eddie:
Es sind keine "pöse Bonzen Schweine"? Wie soll ich das verstehen? Nenn doch bitte mal ein Beispiel, wen es da besonders hart treffen würde.
Diese Unternehmer schicken ihre Angestellten mit einem Gehalt nach Hause, von dem man in Deutschland nicht leben kann. Das machen sie Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Und das machen sie, weil sie es sich erlauben können. Weil sie z.B. immer Leute vom Jobcenter bekommen, die für dieses lausige Gehalt arbeiten wollen (müssen).
Gerade die Unternehmer, die behaupten keine Schweine zu sein, sollten doch zumindest einen Lohn zahlen, wovon die Leute leben können.
 
kein mensch egal ob unternehmer oder ein threadstarter sollte "schwein" genannt werden. Wer Menschen Schweine nennt, der will auch schlachten. (Karl August Groskreutz). andere menschen zu entmenschlichen ist immer die vorstufe um gegen sie physische gewalt anzuwenden. die haltung die dahinter zum vorschein kommt ist widerwärtig.
 
Na ja und die Gewalt erst, die gegen die Angestellten ausgeübt wird, weil diese dann jeden Monat mindestens einmal aufs Amt rennen müssen, um alles abzugeben. Aber in der Realität mehr als einmal pro Monat, wenn die Leiste nix gebacken kriegt oder wieder Sanktionsandrohungen und Termine anstehen. Aber der arme Unternehmer darf nicht Schwein genannt werden. Okay, isser halt das Arschloch. (Gehört wenigstens zum menschlichen Körper.)
 
Ohne hier jeden Beitrag durchgelesen zu haben meine bescheidene Meinung zu einem Deutschlandweitem Mindestlohn.

Das vorgeschlagene Konzept ist ... mist und ist meines Erachtens rein populistischer Natur von "linken" Parteien.

Jedoch ist das Konzept nicht durchdacht und vergisst einen Haufen an Variablen und Grundsätze die auf den Lohn miteinwirken.

1. Bezahlung nach Leistung ...
Es ist geregelt wie sich ein Lohn zusammensetzt. Ein Mindestlohn würde bei den unteren Schichten dieses Grundprinzip zerstören. Der gelernte Friseur der eine Ausbildung hinter sich hat soll so viel verdienen wie ein Hauptschulabbrecher der die Straße kehrt? Da würde ich mich als Friseur aber echt verarscht fühlen. Jedoch würden gelernte Berufe mit ungelernten Berufen gleichgesetzt. Das wiederstrebt mir volkommen. Als nächstes kommt dan (überspitzt) Doktoren sollen so viel verdienen wie Friseure.

Der 2. und wichtigere Punkt ist. Die Region wird bei diesem Entwurf volkommen ignoriert. Die LEbenserhaltungskosten sind nicht gleich. Es stimmt sehr wohl das Friseuere (Ich habe keine Ahnung warum alle statistiken die heranziehen ...) in Bayern, München(>10€) mehr verdienen als welche die im Osten leben (<9,5). DAs klingt unglaublich ungerecht, das aber der Friseur in München eine Meiten hat die ca das 3 Fache ist, Lebensmittel teurer sind usw. wird bei dieser Statistik volkommen außer Acht gelassen. Aber ja alles ist unfair die einen verdienen mehr als ich das ist total ungerecht ... Nicht umsonst spielt die Region in eine normale Gehaltsberechnung mit ein.

Aufgrund dieser 2 Punkte ist für mich das vorgeschalgene Konzept ein volkommener Humbug. Ich sage nicht das nichts geändert gehört. Leistung soll bezahlt werden, aber bitte doch mit vernünftigen Regeln. Eine regionale und (Grob)Branchen Regelung würde wesentlich effizienter und vorallem hilfreicher sein, als so eine globale Regelung.

Am Ende zahlt jeder Erhöhung doch wir selbst, denn steigende Lohnkosen bedeuten steigende Preise. Das was die Personen mehr verdienen wird zu 150% vom Rest genommen. DAdurhc steigen logishcerweise wieder die Lebenserhaltungskosten und wir drehen uns im Kreis, das die Personen zu wenig verdienen :-)
 
Ohne hier jeden Beitrag durchgelesen zu haben meine bescheidene Meinung zu einem deutschlandweiten Mindestlohn.

Das ist wohl ein Grund für deine Aussagen. Wir waren hier schon etwas weiter als nur Meinungen bekannt zu geben.

Es ist geregelt wie sich ein Lohn zusammensetzt. Ein Mindestlohn würde bei den unteren Schichten dieses Grundprinzip zerstören. Der gelernte Friseur der eine Ausbildung hinter sich hat soll so viel verdienen wie ein Hauptschulabbrecher der die Straße kehrt?

Alles schon durch, unabhängig davon dass gelernte Friseure schon heute oft weniger verdienen als ungelernte Hilfskräfte. Auch nach dem Mindestlohn ist der Arbeitsmarkt im unteren Lohnbereich nicht außer Kraft gesetzt, nur findet alles ab 10 Euro statt; sollten für 10 Euro Lohn zu viele Personen einfache Tätigkeiten und zu wenige Personen anspruchsvollere Tätigkeiten ausüben wollen, werden die Löhne für letztere steigen. Damit ist auf ganz marktwirtschaftliche Weise sichergestellt, dass nicht jeder dasselbe verdient, auch wenn sich die konkrete Art der Differenzierung vielleicht von der von dir gewünschten unterscheidet. Mein Tipp: gelernte Friseure werden eher bei 10 Euro hängen bleiben als ungelernte Bürohilfskräfte. Für die gibt es ja bereits jetzt i.d.R. mehr als 10 Euro.

Am Ende zahlt jede Erhöhung doch wir selbst, denn steigende Lohnkosten bedeuten steigende Preise. Das, was die Personen mehr verdienen, wird zu 150 % vom Rest genommen. Dadurch steigen logischerweise wieder die Lebenserhaltungskosten und wir drehen uns im Kreis, dass die Personen zu wenig verdienen :-)

Zu 150 Prozent? Wie kommst du darauf? Und wer ist wir?

Dass die Kosten für viele Güter steigen bezweifelt niemand, aber bleiben wir mal realistisch: Bei der seit 15 Jahren stagnierenden Inlandsnachfrage ist schon die vollständige Kostenweitergabe an den Endkunden eine Utopie, von Aufschlägen darauf brauchst du gar nicht erst zu phantasieren. Am Ende wird alles etwas teurer, das hilft uns auch, endlich mehr als 2 Prozent Inflation zu erzielen und die wirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone auszugleichen. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass jeder vernünftig bezahlt werden kann. Letztendlich ist eben nichts umsonst, auch nicht gerechte Entlohnung. Oder hast du jemals geglaubt, den einen einen größeren Anteil zu geben geht auch, ohne den Anteil anderer zu verkleinern?
 
Aus volkswirtschaftlicher sicht macht ein mindestlohn nur sinn, wenn die erhöhten ausgaben auch erhöhte einnahmen auf der anderen seite produzieren.
da die unternehmen die mehrkosten nicht tragen werden, bekommen sie sicher zuschüsse durch den staat. für den staat lohnt sich es also nur, wenn die mehreinnahmen auch wieder in den konsum fließen, was wiederrum erhöhte steuereinnahmen zur folge hätte.

das kann man sehen wie man will... aber der normale bürger interessiert sich einen scheiß für das große ganze und das auch zurecht
 
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