[Politik und Gesellschaft] Minderjährige Frauen im Einkaufszentrum "Sophienhof" belästigt

25.02.2016 - Am frühen Donnerstagabend zwischen 17:30 und 19:30 wurden drei junge Frauen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren im Kieler Einkaufszentrum Sophienhof belästigt. Zunächst wurden die drei Mädchen von zwei Männern mit Migrationshintergrund im Alter von 19 bzw. 26 beobachtet, verfolgt und schließlich gefilmt und fotografiert. Die Täter verbreiteten die Aufnahmen über soziale Netzwerke, woraufhin sich weitere Männer der Gruppe anschlossen. Schließlich umfasste der Mob 30 Männer. Sexuelle Übergriffe wie in der Silvesternacht sollen jedoch nicht stattgefunden haben.

Die drei Mädchen im Alter von 15, 16 und 17 Jahren wurden zunächst von den beiden Haupttätern afghanischer Herkunft in einem Restaurant beobachtet, fotografiert und auf Video aufgenommen. Nachdem diese das Bild- bzw. Videomaterial mutmaßlich über soziale Netzwerke geteilt hatten, gesellten sich weitere Afghanen mit Flüchtlingshintergrund zu der Gruppe. Auf diese Weise bildete sich schließlich ein Mob von 30 Männern, welche den Mädchen nachstellten. Zwischenzeitig konnten zwei der drei Mädchen dem Mob lösen, kehrten jedoch nach einer Weile aus Sorge um ihre Freundin zum Tatort zurück, wo auch die Täter sie wieder aufspürten.

Besorgte Passanten, die das Geschehen beobachteten, alarmierten zunächst den Sicherheitsdienst des Einkaufszentrums, der wiederum die Polizei einschaltete. Die eintreffende Polizei nahm noch in der Nacht die zwei Haupttäter sowie zwei weitere Verdächtige fest. Die Kieler Beamten gaben an bei der Vernehmung der Verdächtigen massiv bedroht, beleidigt und sogar körperlich angegriffen worden zu sein. Den Verdächtigen wird Körperverletzung sowie versuchte schwere Körperverletzung vorgeworfen. Die Hauptverdächtigen blieben vorerst in Gewahrsam, die anderen beiden Männer befinden sich wieder auf freiem Fuß. Es wurde jedoch Anzeige erstattet.

Die Kieler Kriminalpolizei hat inzwischen eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und um sachdienliche Hinweise gebeten.
Laut durch einen Polizeisprecher bestätigten Medienberichten, haben sich bereits weitere Frauen gemeldet, die über ähnliche Erfahrungen im Einkaufszentrum Sophienhof berichten. Gegenüber Spiegel Online bestätigte der Polizeisprecher, dass es sich dabei jedoch nicht um Vorfälle von dem selben Donnerstagabend handele. Der Sprecher erklärte zudem, die Meldung weiterer Fälle zu erwarten gewesen sei, denn viele Frauen wenden sich "ganz typisch für diese Art von von Scham geprägten Delikten" nicht sofort an die Polizei.

In den "Kieler Nachrichten" wurde von Klagen einiger Geschäftsleuten aus dem Sophienhof über wachsende Probleme mit Gruppen von jungen Männern berichtet. Etwa seit dem Jahreswechsel hätten die Diebstähle in einem Modegeschäft deutlich zugenommen. Ob ein Zusammenhang mit dem Fall vom Donnerstag Abend besteht, ist derzeit unbekannt.



Quellen:
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Bildquelle:
By Mehlauge (eigenes Archiv) [( ) or ( )], via Wikimedia Commons
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Druck mag es geben, da bin ich bei Dir, aber den müssen die Verantwortlichen tragen.
Mir ging es, daß ist aber vielleicht OT, die Polizisten zu "schützen".

Früher führte man das Heer an.
Ist heute ein General noch ein Soldat?
Ist OT.

Mir geht es darum, daß nicht die Polizei der Buhmann ist.
 
Mir geht es darum, daß nicht die Polizei der Buhmann ist.

Wirst lachen, mir auch:
Es ging darum, dass eben die Polizei quasi genötigt wird angaben zu machen.
Diese angaben, dann falsch oder verfälscht veröffentlicht werden.

Die Polizei kann am Anfang der Ermittlungen eben nur mit dem Arbeiten, was ihr gesagt wird.
Wenn sich diese Angaben im Laufe der Ermittlungen als falsch oder unvollständig darstellen, wird es eben erst im Laufe der Ermittlungen klar.

Wenn die Medien allerdings Tatsachen als erster verkaufen wollen, können sie diese eben nicht Abwarten.
So wird aus einem "mutmaßlich" von der Polizei schnell ein "Es ist so" in der Presse.


Ich kenne das aus eigener Erfahrung:
Da hat die Presse bei uns aus einem "Brandstiftung ist zur Zeit noch nicht auszuschließen" ein "Die Feuerwehr glaubt an Brandstiftung" gemacht.
 
Nein Ich lache nicht. Kommunikation ist nicht immer einfach. ;)
 
@KaPiTN, Seedy: Ich glaube zwischen Verdacht und definitiver Tatsache zu unterscheiden, sollte nicht so schwer sein. Es geht schließlich nicht um Atomphysik und von einem durchschnittlichen Polizeibeamten/-sprecher erwarte ich, dass er in der Lage ist, diese Differenzierung sowohl zu erkennen, als auch zu kommunizieren. Die Aussagen der Polizei waren jedoch eindeutig und offenbar eindeutig falsch. Hätten Unklarheiten bestanden, so hätte auch die 0-8-15 Aussage ausgereicht:
"Zum derzeitigen Zeitpunkt können wir uns noch nicht zu den Vorfällen äußern."
 
Dann hätte man sich aber wieder dem Vorwurf ausgesetzt, Vorfälle mit Ausländern/Flüchtlingen vertuschen zu wollen.
Tatsächlich soll aber laut die Polizei insbesondere bei Delikten mit Flüchtlingsbezug berichten, während über Berichte mit Deutschen gar nicht erst berichtet werden würde. Es ist also mittlerweile sogar längst umgekehrt als das, was gewisse Hetzer immer skandieren. Nicht Vergehen von Flüchtlingen werden unter den Teppich gekehrt, sondern die von deutschen Straftätern. :rolleyes:
 
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