Bei den eFuels und dem Wasserstoff sehe ich aktuell den ökologischen Aspekt für mich nicht gegeben. Bei den eFules brauche ich riesige Mengen Strom um die zu erzeugen und dann zu verbrennen. Da könnte ich auch gleich den Zwischenschritt auslassen und den Strom gleich ins eAuto kippen. Auch fallen bei der Verbrennung dieser eFuels wieder Luftschadstoffe an.
Beim Wasserstoff ist es aktuell leider ähnlich. Wasserstoff gibt es, soweit ich weiß, nur als grauen Wasserstoff, als Abfallprodukt aus der Industrie. Der ist leider zum einen ökologisch fragwürdig und mit ca. 10 Euro das kg dazu noch recht teuer. Bei ca. 1,5 kg / 100 km sind das aktuell 15 Euro/100 km für Wasserstoff (6 Liter Diesel ca. 8 Euro / 8 l Super 11,60). Weiterhin, da möchte ich mich den e-Auto Kritikern anschließen, ist der Tankvorgang ja viiiiiiel zu lang und damit gar nicht mehr praxistauglich. Es wird zwar immer mit den 5 Minuten geworben, aber realisitisch ist das ab dem zweiten Auto an der Säule schon gar nicht mehr zu schaffen. Druckaufbau, einfrierende Zapfpistolen (Verletzungspotential) etc. verlängern die Tankzeit über Gebühr. Hinzu kommt die aktuell sehr geringe Zahl an Zapfsäulen.
ein Thread aus Californien, wo Wasserstoff-Autos als Compliance-Cars sehr verbreitet waren. Ich bin mir nicht sicher, ob man das ordentlich skalliert bekommt.
In Süddeutschland gibt es aktuell ein Pilotprojekt im Wasserstoff-LKWs im Nahverkehr. Das scheint ganz gut zu funktionieren im Nah- und Mittelverkehr.
Edit: Weil es jetzt 3x auf Twitter in meiner Timeline gelandet ist.
Da ging es die Woche wohl auch bei Lanz drum und da wurde auf Twitter jetzt mehrfach geteilt, dass Herbert Diess (Chef von VW) dem Wasserstoffhype eine Absage erteilt.