Mir persönlich geht es mit der aktuellen Regierung eigentlich ganz gut, dürften einige denken. Wieso da unnötig Risiko eingehen und so einem egozentrischen Selbstbediener wie dem Peer-lusconi die Chance geben sich eine Stufe höher erst mal selbst weiter die Taschen voll machen?
Das konnten die von der SPD unter dem Deckmantel der "Gemeinsamkeit" und "gegen Ungerechtigkeit" schon immer sehr gut. Schröder hat es vorgemacht, sitzt jetzt im Vorstand von einer Firma für die er Projekte durchgewunken hat wie die Ölpipelines Richtung Osteuropa. Das ist vermutlich auch das große Vorbild vom Steinbrück. Der eine posiert vor der Wahl mit dicker Zigarre und im Designeranzug, der andere raucht nicht, packt den Stinkefinger aus. Da gibt es wie ich finde durchaus Parallelen.
Zum ersten Teil: In dieser Illusion leben leider viele, ich glaube auch das, ist der Hauptgrund warum Merkel gewählt wird. Es ist weniger das Gefühl, das sie die "richtige" ist, sondern mehr die Angst, wie es ohne sie wäre. Besonders wenn man ständig um die Ohren gehauen bekommt wie es in Griechenland, Spanien, und auch Frankreich aussieht. Dazu noch oft genug in den Medien was vom "Jobwunder" erzählen, und schwupps kommt man sich so vor als hätte man ein riesiges Glück mit Frau Merkel, und ohne sie würde es hier aussehen wie in Portugal.
Zum zweiten Teil: Diesen Vorwurf kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich denke Steinbrück ist wohlhabend genug, ihm ernsthaft zu unterstellen er würde aus monetären Gründen Kanzler werden ist mehr als lächerlich, genau wie seine Aussage zum Kanzlergehalt aufgenommen wurde. Man kann schon fragen, warum der wichtigste Mensch in der BRD nicht annähernd soviel verdient wie ein x-beliebiger Banker. Ich würde darauf allerdings eher ableiten die "Managergehälter" zu senken, als das Kanzlergehalt zu erhöhen.
Und mit der Griechenlandrettung kann man natürlich prima das dumme Volk auf seine Seite ziehen: Wie oft sehe ich bei Facebook und co. diese beknackten Beiträge wo arme Mütter der Merkel schreiben, dass es ihnen selbst schlecht geht und sie das Geld mal nicht nach Griechenland schicken soll, sondern im eigenen Land ausgeben soll. Natürlich verschenken. Denn das tut sie ja so haben diese Mamis wenigstens den Eindruck auch in Griechenland. Dass wir Deutschen z.B. im Moment auch davon profitieren, dass die Zinsen so niedrig sind wie noch nie für Kredite, das sagt niemand. Hätten die Mamis das Geld, gäbe es diesen Vorteil für die Deutsche Volkswirtschaft nämlich schon mal nicht.
Aber das ist ja auch nur die halbe Wahrheit. Wie soll es den langfristig mit dem Euro, bzw. seinen Mitgliedern weitergehen? Ewig alle paar Monate ne neue Ladung Kohle schicken wird nicht reichen, tut es ja jetzt schon nicht. Und eine unterbewertete Währung ist auch nicht nur gut, bspw. ist der Lohn der deutschen Arbeiter damit ja auch unterbewertet, was den Binnenkonsum schädigt, eine Entwicklung die man ja seit längerem schon beobachten kann.
Ich würde also nicht sagen, dass man der CDU z.B. direkt irgendwas als sehr großen Fehler anlasten kann.
Wir haben wenig Arbeitslose. Die Wirtschaft läuft einiger maßen. Ich sehe da gar nicht so viele Punkte, wo die SPD es wirklich so viel besser machen könnte.
Je besser jemand etwas macht, je größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anderes, der ihn ersetzen soll, es erst mal viel schlechter macht. Große Reden schwingen können sie alle. Sich wirklich in irgendwas bewiesen hat sich die SPD schon lang nicht mehr. Außer eben labern. Und das ist meine Meinung, die ich hier vor niemandem rechtfertigen oder erklären muss. Es ist meine persönliche Sicht und der Einfluss auf mein Leben.
Wenn ich z.B. arbeitslos wäre oder es werden will, dann würde ich sicher auch anders wählen.
Naja, NSA, Drohnen-Debakel, etc. pp. aber ohne Skandale kommt ja keine Regierung aus.
In Sachen Krisenmanagement hat die CDU das jetzt 8 Jahre (davon 4 mit Hilfe der SPD) relativ gut gemacht, aber Politik ist eben nicht zum verwalten da, und genau das macht die CDU.
Zu den Arbeitslosen: Diese schöne (eher geschönte) Statistik verdankt die CDU ja nicht zuletzt der Regierung Schröder. Wenn du dir anschaust wie viele Menschen nicht von ihrer Arbeit leben können, und das mal auf die Arbeitslosenzahlen addierst ist das eher ein Armutszeugnis. Die Wirtschaft läuft einigermaßen, aber Wachstum sieht anders aus.
Ich weiß was du meinst, mir persönlich geht es finanziell, perspektivisch, auch gut, aber wenn ich an die Zukunft denke (nicht zwangsläufig an meine Eigene) sehe ich die mit der aktuellen politischen Richtung eher suboptimal.