[Sonstiges] Männliche Küken dürfen weiter getötet werden

Wie das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden hat, verstößt das Töten männlicher Küken direkt nach dem Schlüpfen nicht gegen das Tierschutzgestz. Das Gericht bestätigte damit mehrere Urteile von nordrhein-westfälischen Verwaltungsgerichten gegen einen Erlass der rot-grünen Landesregierung.

Nach dem Tierschutzgesetz ist das Töten genau dann erlaubt, wenn es einen vernünftigen Grund dafür gibt. Nach Auffassung des Gerichts ist dieser gegeben, da die Brütereien männliche Küken nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand aufziehen können.

Revision wurde vom Oberverwaltungsgericht nicht zugelassen, eine Beschwerde gegen die Entscheidung ist jedoch beim Bundesverwaltungsgericht möglich.



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Nach dieser Begründung dürfe man also auch Alte und schwer Kranke Menschen um die Ecke bringen, weil es nur mit unverhältnismäßig großen Aufwand möglich ist diese würdig zu pflegen und zu versorgen. Das es nämlich nicht funktioniert sieht man ja leider in vielen Alten- und Pflegeheimen. Zum Kotzen.
 
Ihr macht ja gerade als ginge jetzt plötzlich deswegen die gesamte Menschheit den Bach herunter.
Die menschliche Gesellschaft ist optimiert. Klar gibt es Schlachthöfe wo täglich zig tausende Tiere zu abgepackter Nahrung verarbeitet werden.
Wer das verwerflich findet, sollte mal rüber ins Tierreich schauen. Raubtiere betäuben ihre Beutetiere auch nicht, bevor sie sie fressen. Da passiert es dann auch mal, dass ein Beutetier schwer verletzt wird und elendig leidet, bevor es verreckt. Das ist Leben pur.
Ich finde einzig die Urteilsbegründung unverhältnismäßige Kosten als vernünftigen Grund einzustufen, für ziemlich daneben. Das entbehrt jeglicher Logik. Würde ein Staat nach dieser Logik handeln, würde folglich das gesamte Sozialsystem eingestellt werden.
 
Wer das verwerflich findet, sollte mal rüber ins Tierreich schauen. Raubtiere betäuben ihre Beutetiere auch nicht, bevor sie sie fressen. Da passiert es dann auch mal, dass ein Beutetier schwer verletzt wird und elendig leidet, bevor es verreckt. Das ist Leben pur.

Das Argument geht total an der Sache vorbei, bzw. ist es ein Gegenargument.

Im Tierreich wird getötet, um zu fressen. Die Millionen Küken ißt aber kein Mensch.

Wenn 1/4 bis ein 1/3 der Tiere, die aus dem Meer gefischt werden, nicht gegessen sind, sondern als Futter verwertet sind, bedeutet das , daß, wenn man ein Schwein ißt, dafür viel mehr als nur ein Tier getötet wurden.

Das kann man vertretbar finden, aber nicht mit Hinweis auf das Tierreich.

Nicht als Tierfutter zugelassen (bislang), aber ein spannendes Thema ist übrigens Fliegenlarven als Eiweißlieferant.
 
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Euch sollte man wahrscheinlich nicht erzählen, was man früher mit frisch geborenen Katzen gemacht hat, oder? :D
 
Da wird n (schwäbisch) Diehl gnomma und druff gschla und danach finden se n schönes Grab, entweder die Mülltonne oder landen im Bach.
 


Der Mensch hat vieles mit Tieren gemacht und macht auch heute noch vieles. Der Mensch bindet in manchen Gegenden auch heute noch rasierte Orang Utan-Weibchen auf einen Tisch und lässt diese gegen Geld von kranken WIchsern besteigen. Alles keine Argumente. Deswegen darf man ja was scheiße finden, oder?
 
Ich wusste es lange nicht. Und obwohl ich es jetzt weiß und es nicht gut finde, kaufe ich immer noch billiges Hünchenfleisch im Supermarkt. Scheiß Doppelmoral, aber leider fehlen mir tatsächlich die Alternativen und das obwohl ich auf dem Land lebe.
Es gibt nur noch ganz wenige Bauern, die frei laufende Hühner haben und die auf Märkten anbieten. Auf unserem Wochenmarkt keine. Und wenn, würde ich sie dann kaufen, wenn es 2 oder 3 mal so teuer ist?

Ich bin als Verbraucher moralisch nicht integer. Wär ich es, wäre ich wie eine gute Bekannte ultra-vegan. Nichts aber auch gar keine tierischen Produkte, von der Nahrung bis zur Bekleidung.

Trotzdem finden ich es nicht gut, wie für mich die Industrie die Nahrung produziert. Von einer *humaneren* (sorry mir viel keine bessere Bezeichnung ein) Aufzucht über den Transport bis zu ihrer Tötung. Die Standards haben sich schon sehr verbessert aber wie man sieht gibt es noch Lücken. Hier wird diese hoffentlich bald durch das Prüfverfahren der befruchtetet Eier geschlossen.

Letztendlich fühle ich mich nicht schlecht, wenn ich Fleisch esse. Aber auch nicht gut, wenn ich solche Nachrichten lese.


PS:
Parallelen dazu lassen sich auch zu sehr vielen Non-Foodprodukte ziehen. Wir sind als Verbrauche sehr gut konditioniert und die meisten juckt das auch nicht (mehr)...
Aber das ist ein andere Thema.

PPS:
Und jetzt, um so mehr ich darüber nachdenke, fühle ich mich schlecht. Sollte ich keine Nachrichten mehr sehen...? *Zum "Gedanke des Tages" schiel.*


...
 


Ich ess gern Fleisch. Und Fakt ist eben: Wenn ich jetzt damit aufhöre, stirbt kein einziges Tier weniger. Ist eben so. Dann frisst das ein anderer....Ich kann nix erreichen, ich kann maximal mit einem "ruhigen Gewissen" für mich selbst aus dem Thema raus gehen.
Beim nächsten Einkauf greife ich dann - unbewusst, weil heute gar nicht mehr erkennbar - vielleicht zu einem Nestle-Produkt, die woanders ihre Moral-Baustellen haben und schon müsste ich vor dem Regal wieder in Tränen ausbrechen. Das is einfach nix.

Dennoch find ichs scheiße. Aber ich allein hab keine Macht.
 
@Hector:

Das meine ich ja. Die Kosumentenwelt in der wir leben ist verzwickt und oft sehr hässlich. Das mag nicht jeder sehen und vielen ist's auch egal. Bei meinem täglichen Konsum denke ich auch nicht daran, ich konsumiere nicht bewusst. Und im Augenblick denke ich: Leider. Tatsächlich glaube ich wohl, das man was verändern kann, es aber nicht geschieht weil man zu eingefahren, zu bequem oder einfach uninteressiert ist. Oft auch zu arm. Die Industrie weiß das und sie gibt viel Geld dafür aus, damit wir uns beim Konsumieren wohl fühlen. Und das Funktioniert, wie man sieht.

Und obwohl ich jetzt gerade auch mein Konsumverhalten reflektiere, ich weiß aus Erfahrung, die Erkenntnis hält nicht lange. Darum bin ich froh über solche Nachrichten, von alleine würde ich mich nicht bewegen. Und wer weiß, vielleicht konsumiere ich in Zukunft dann doch ein *wenig* bewusster. Denn der stete Tropfen höhlt den Stein.
 
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Natürlich. Ich bin politisch sehr interessiert und auch Mitglied in einer Partei :p Ich weiß ja, was du mir sagen willst. Aber es ist eben nicht alles nur schwarz und weiß... :/
Es gibt auch Sachen, die finde ich scheiße und mache sie trotzdem. Das ist nicht integer, aber menschlich. *steine verteil zum werfen*

Ich kann sowieso null kochen etc....wenn ich anfange, mich beim verfügbaren Essen einzuschränken, dann verhungere ich ^^
Politisch hingegen, kann ich meine Ansichten im Alltag ohne großen "Gesichtsverlust" vertreten.....von daher...
 


Du schleppst Dich Sonntags zur Urne, obwohl das keinen Einfluß auf das Ergebnis hat? ;)
 
Ich habs nochmal editiert, sry.
Oder anders: Ich mag ja Fleisch. Ich finds geil. Ich will damit nicht aufhören. Nur die Hintergründe, wie es auf den Teller kommt, sollten halt anders sein.
 
Ihr habt in eurer bisherigen Diskussion aber (irgendwie) vergessen zu erwähnen, im Gegensatz dazu das ein Tier ein anderes (Beute)tier, aufgrund von Hunger, jagt und tötet und auffrisst und ob ein Mensch bewusst (ja wir Menschen können bewusst denken!) auslöscht, damit dies der finanziellen Ausrichtung und dem Bedarf in dem Kram passt, liegt ein himmelweiter Unterschied.

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Ich esse ja selbst gerne Fleisch und ich würde, da ich es mir leisten kann (obwohl ich weder reich bin!), auch etwas mehr ausgeben, wenn ich weiß das die Qualität des Produkts besser ist, es mir besser schmeckt - also ganz egoistisch. Ich würde aber, wenn ich so darüber nachdenke, auch verlangen wollen das mein "Essen" sich nicht in dem eigenen Mist suhlt oder sonst irgendwie krank oder verwahrlost lebt bis es auf meinem Teller kommt.

Und nein, ich bin eigentlich nicht jemand der sich jeden Bericht über Schlachthöfe ansieht und sofort der Welt verlautbaren muß wie eklig wir das behandeln was wir eigentlich essen wollen würden - aber dann letztendlich wohl auch irgendwo nicht mehr verspeisen wollen würden, wenn man die Realität ernst nimmt. Macht Sinn oder?

Man muß es aber in der heutigen Zeit leider nicht nur daran bemessen wie schön das Leben eines solchen Tieres ist - sondern auch um wir den Bedarf den wir nun alle einmal haben, auch wirklich noch mit "normalen" Zuchtverfahren befriedigen können. Es würde vermutlich doch irgendwo sehr eng und vor allem auch exklusiv werden, Fleisch zu essen.
Und wir Menschen werden auch nicht weniger und auch nicht "weniger Hungrig".

Wenn man sich jetzt noch Statistiken zu Übergewicht durch "Fresssucht" heranziehen würde, würde einem auch klar werden das "All you can eat" so auch nicht funktionieren kann und das über kurz oder lang in die Hose geht - neben den Schäden an Tier, Menschen selbst und unserer Umwelt.

Ich will auch gar nicht so weit ausschweifen, aber je mehr ich so darüber nachdenke, desto weiter ziehen sich doch die Kreise wie unsere Generationen "fehlgeleitet" sind. Wir wollen immer mehr, immer billiger, immer schnell und vor allem auch immer und überall - ohne auf etwas verzichten zu müssen.

Manchmal frage ich mich ob manche Menschen überhaupt wissen was Hunger ist, nicht wenn der letzte Burger 2 Stunde zurück liegt.

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Ich meine, natürlich hat man als Konsument die Kraft, Signale an die Industrie zu geben - und der Gedanke von Hector "wenn ich es nicht esse, frissts wer anders" ist absolut verfehlt.
Nur helfen die (Kauf)signale der Einzelnen - ich diskutiere das immer gern mit unseren Fischbeständen und die Wahl den Norwegischen Lachs zu kaufen oder eben nicht... - natürlich nur langsam. Ohne Masse bewegt sich da nichts.

Mei, radikaler Veganer muß erstmal noch kein Mensch werden, vielleicht mal in 5-10 Generationen(?) wenn alles langsam überbevölkert.. und die Anbauflächen für Produktionsgüter (auch Nahrung zum Großteil) fehlen - aber man sollte sich einfach mal bewusst machen das wir nicht im Schlaraffenland leben wo wir immer und überall zulangen können und dürfen.

Und das unser handeln immer Konsequenzen hat, ob wir das wollen oder nicht.

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Zum Thema, natürlich ist es schlimm wenn gesagt wird das man männliche Küken abtötet, weil sie einfach nicht gut genug ausgebeutet werden können.
Aber es hilft ja unter anderem auch dabei die Tiere vor sich selbst zu schützen, oder warum gibt es in Spanien Hahnenkämpfe? Die sind untereinander nicht so friedliebend oder gar rational sich nicht gegenseitig aufs Horn zu nehmen. Vermutlich gibt es aber auch noch andere Probleme die die Aufzucht von einer hohen Anzahl männlicher Tiere mit sich bringt.

Eigentlich ist es aber auch zum Teil nicht mehr die "Natürliche Selektion" wie es in der Tierwelt vorkommt, wenn man bei domestizierten Tieren darüber sprechen kann.., aber hier muß der Mensch ja selbst in die Natur eingreifen und bestimmen wer überlebt und wer nicht. Grausam und bestimmt auch kein Spaß.
Aber halt, damit das System so wie wir es alle zusammen Formen - durch Kaufentscheidungen und Meinung - weiterlaufen und operieren kann.

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Vielleicht seht ihr das ja ähnlich wie ich?
 
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Findest du das cool oder lustig?

In Anbetracht der ganzen scheiß Katzenbilder im Netz finde ich das eigentlich nicht nur lustig sondern empfehlenswert. Irgendwie muss man der Dinge ja Herr werden.

Vielleicht muss man es auch mal selbst gemacht haben, kann ja sein.

Wenn Dir das alles nicht passt, dann hör auf, Hühnerfleisch zu essen. Denn es gibt keine bzw. kaum Verwendung für männliche Küken. Es sei denn Du nimmst sie alle bei Dir zu Hause auf. Wohin also mit den Viechern? Freilassen, oder was haste vor? Zieh halt in einen Hühnerstall, wenn Dich das glücklich macht, aber manche Dinge waren schon immer so und auch Du wirst sie nicht ändern (können).

Imho ist der Tot des Kükens immer noch besser als wie ein Legehuhn in einer Batterie zu enden. Oder als Papagei im Käfig.
 
Katzen kann man aber sterilisieren oder kastrieren. Und das tun die aller meisten Tierheime bzw. Katzenbesitzer auch.

Ist ja nicht so das wir hier Zustände wie in Spanien haben, wo die Katzen wie die Kängurus in Australien wirklich den Menschen beeinträchtigen, weil ihre Population zu groß geworden ist als das der Mensch sie, nur noch, schwer bändigen kann.

Aber ein Katzenbesitzer weiß sowas. Und solche Informationen über die Populationssprünge in den Generation hängen auch in den Tierheimen und Vereinen aus.

Aber man sollte hier klar differenzieren, eine Katze wird nicht zum Verzehr gezüchtet - sie ist vorwiegend ein Haustier, während ein Huhn/Hahn zum Verzehr herangezogen wird..

Sind, meiner Meinung nach, also zwei paar Schuhe und kann man so nicht vergleichen.

Und ich find solche Praktiken Katzen/Kätzchen zu erdrosseln, ertränken oder Tot zu schlagen echt widerlich! Und heutzutage kann man gegen die Vermehrung sehr wohl etwas unternehmen, wenn es einem nicht passt - und ich sags auch nochmal, das tun die meisten Besitzer auch. Weil die Tiere (Katzen) dann ruhiger werden.
 
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