Also ich find das immer wieder interessant, wie so eine Anreihung von Kleinigkeiten manchmal so herrlich schiefgehen kann und wie hirnlos manche Kennwortrichtlinien sind. Aber ich muss ein wenig dazu ausholen.
Wie der eine oder andere in meinem Thread im Netzwerkforum schon gelesen hat, hab ich ein wenig an der Anbindung der Solarwechselrichter von unserer PV-Anlage gebastelt. Der ursprüngliche Grund dafür war aber, dass einer der Wechselrichter kaputt war und getauscht werden musste. Die ganz am Anfang montierten Wechselrichter waren der totale Schrott und drei von zwei bei diesem Modell (Effekta ES3300) sind mittlerweile bei uns bereits kaputt, beim Onkel zwei von drei. Einer brannte uns innerhalb der Gewährleistung durch, einen tauschten wir dann defekt 2017 und das Ersatzgerät aus der Gewährleistung dieses Jahr. Jedenfalls war der im Jahr 2017 montierte vom Hersteller SMA Solar und daher bestellte ich Anfang der Woche beim Elektriker meines Vertrauens ein zweites solches Gerät um kompatibel zu bleiben. Pünktlich zum Montagetermin des neuen Wechselrichters funktionierte dann der alte auch wieder, obwohl er zuvor eine ganze Woche tot war.
Wir haben uns dann dazu entschieden, ihn trotzdem zu tauschen, weil ein weiterer Ausfall mehr als naheliegend ist. Also neuen Wechselrichter montiert und in das bestehende Netzwerk eingebunden. Soweit auch kein Problem. Per Browser auf den Wechselrichter gegangen und dieser wollte prompt, dass ich ein neues Kennwort vergebe. Richtlinien:
Mindestens ein Großbuchstabe, Kleinbuchstabe, Sonderzeichen (nur -_!? möglich) und zwischen 8-12 Zeichen. Ja, weil das Sonderzeichen jetzt das Kennwort sooo dermaßen sicher macht, wenn ich genau vier Zeichen zur Auswahl freigebe. Die Zeichenbegrenzung fördert die Sicherheit noch zusätzlich, weil ich alle Kennwörter <8 und >12 Zeichen schon mal gar nicht probieren muss. Jedenfalls hat mich die Kennwortrichtlinie in dem Moment etwas genervt, weil ich mit dem PC drauf war, wo mein Kennwortmanager nicht oben war. Daher wollte ich das Thema auf später vertagen und zunächst den Wechselrichter im Sunnyportal (Onlinemonitor/-logger vom Hersteller) registrieren, weil ich gerade alle benötigten Daten vorliegen hatte.
Als ich dann später den Wechselrichter noch konfigurieren wollte, konnte ich plötzlich kein Kennwort mehr vergeben. Der Grund, wie ich dann herausfand: Bei der Konfiguration des alten Wechselrichters 2017 hatte ich bereits ein Kennwort vergeben, was im Sunnyportal hinterlegt wurde und das wurde beim Registrieren und Verknüpfen mit dem Bestands-Wechselrichter automatisch auf den neuen Wechselrichter übertragen. Und das Kennwort finde ich nun nicht mehr. Wie toll, jetzt hab ich nicht nur einen Wechselrichter wo ich das Kennwort nicht mehr weiß und mühevoll mit PUK des Herstellers zurücksetzen darf, nein *trommelwirbel*, ich hab gleich zwei davon. Zudem muss ich mich per Bluetooth mit dem Wechselrichter verbinden, brauche aber vermutlich eine Windows-Software, also ein Notebook was Bluetooth kann (wenn ich das richtig sehe). Könnte kotzen.