[Politik und Gesellschaft] Homosexuelle Paare dürfen heiraten

Schluss mit Verpartnerungen: Der Bundestag hat heute beschlossen, dass homosexuelle Paare heiraten dürfen – 393 Abgeordnete stimmten dafür, 226 dagegen. Offenbar konnte Angela Merkel die neue Regelung nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, sie stimmte gegen den Gesetzentwurf. 70 Abgeordnete der Union stimmten für die Ehe für Homosexuelle. Zuvor hatten SPD, Grüne und Linke die Abstimmung gegen den Willen von CDU und CSU in den Bundestag gebracht.
Homosexuelle Paare durften bisher nur in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben. Dadurch konnten sie beispielsweise keine Kinder adoptieren, was nur einer Ehe zwischen Mann und Frau vorbehalten war. Bereits im Herbst könnte die Ehe dann auch für Paare mit gleichem Geschlecht gelten, allerdings prüfen Abgeordnete der Union eine Klage vor dem Verfassungsgericht.

Quelle:
 
Zuletzt bearbeitet:
Die AfD hat endlich wieder was zum in Szene setzen und will, wie auch Bundeslauscher Thomas d.M. und Kauderwelscher vors .

Ich kann mir schon vorstellen, dass das Gesetz gegebenfalls zwar nicht aufgehoben wird, aber vielleicht geändert.
Nicht unbedingt zum Nachteil, aber der Wahlkampfschnellschuss war vielleicht nicht ganz durchgedacht.
Obwohl es in anderen Ländern ja schon länger in ähnlicher Form gilt.
Mal abwarten. Bis dahin werden wohl reichlich Ehen geschlossen werden.
 


Dann erfährt die Ehe von der Bedeutung her halt mal ein Upgrade.



Es wäre übrigens nicht das erste Mal, dass das GG angepasst wird. Siehe die ganzen Zusätze bei Einführung von Arbeitslosengeld II. Da sollten die Zusätze bezüglich der Homo-Ehe doch ein Klaks gegen sein.
 
Es wäre übrigens nicht das erste Mal, dass das GG angepasst wird. Siehe die ganzen Zusätze bei Einführung von Arbeitslosengeld II.
Welche Änderungen sollen das konkret gewesen sein?
Im Zuge einer wirklich gleichberechtigten Wehrpflicht (bzw. Abschaffung der Wehrpflicht nur für Männer) hatte ich übrigens schon mal angemerkt, dass für eine GG-Änderung eine qualifizierte 2/3-Mehrheit vorliegen muss.
"Qualifizierte Mehrheit" heißt, nicht die Mehrheit der anwesenden, sondern aller Bundestagsabgeordneten.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich davon gehört hätte, wenn für die Einführung von Hartz-IV solche tiefgreifenden Änderungen vorgenommen worden wären. (Dass die ALG-2-Gesetzgebung zumindest in Teilen verfassungswidrig sein dürfte, streite ich nicht ab.)

Es ist vollkommen legitim, wilde Spekulationen mit wilder Spekulation zu beantworten ;)
Aber auch nur, wenn man von der Ironie quasi erschlagen wird.

Ich finde diese neue "Ehe für alle" aber ganz toll!
Sie betrifft nur eine relativ kleine Minderheit von ca. 5% der Bevölkerung Deutschlands, sie ist außerdem keine Ehe für alle, sondern nur für Homosexuelle. Heteros dürfen ja längst heiraten. Vielleicht schämt man sich aber auch zu sehr, derartig schlimme Wortschöpfungen wie "Homosexuelle" zu benutzen.

- Und jetzt kommt das Beste...
Die "Ehe für alle" hat, u.a. auch als Wahlkampfthema bzw. Koalitionsbedingung, für einen dermaßen großen Aufruhr gesorgt, dass dabei nahezu völlig untergegangen ist, wie der feige Leviathan seine Allmachtsfantasien mit der umgesetzt hat.
Normalerweise hätte man für solch ein Vorhaben, bei dem maaslos und massivst in unsere Grundrechte eingegriffen wird, bis zur nächsten Fußball-EM/WM warten müssen.
 
Wenn es nur wegen Wahlkampf ist und hinterher rudern sie dann zurück bzw. die Homoehe wird dann doch noch abgeschmettert, wäre das eine mega große Verarsche!
 
@Cybercat: An deinem Stand-Up-Programm musst du noch arbeiten. Da schämt sich ja selbst Mario Bart fremd.
 
Ich glaube nicht das Mario Bart mit dem Konzept des Fremdschämens vertraut ist.

PS: Die arme Katze!
 
Ist doch nicht schlimm für die Katze ........ äh, da es hier um Homosexuelle geht ist das aber bestimmt ein Kater.

Naja wie dem auch sei.......... hoffentlich lebt die/der noch ein paar Jahre, daß sich die zusätzlichen Rentenpunkte auch lohnen.:coffee: Erben wird du ja dann auch (mindestens den Pflichtanteil) auch wenn sie mit ihren Geschwister und dem Notar was anderes vereinbart haben.
 
aber längst nicht alle.. es ist in der tat mit die unpassendste medienbezeichnung für ein gesetz (gleich nach dem anti-terror-gesetz)..
Geht so. Davor wurde es nur Homo-Ehe genannt, was sehr abwertend klingt. Der Begriff "Ehe für alle" impliziert dagegen genau das, was Idioten immer ernsthaft hervorkramen: Dass man nun alles heiraten darf, seine Schwester, Kinder, die drei heimlichen Geliebten... Einen schönen, passenden Begriff gibts leider nicht.

Mehr dazu:
 
Wenns halt schon an diesem Verständnis scheitert, braucht man mit solchen Leuten auch nicht weiterreden....führt zu nix.
 
Davor wurde es nur Homo-Ehe genannt, was sehr abwertend klingt.

wird der sache aber gerrecht, denn genau darum geht es und sonst um nix.. wenn es für jemanden "abwertend" klingt, sollte derjenige vielleicht in sich gehen und sich ernsthaft fragen, ob die eigene homophobie wirklich dadurch kuriert werden kann, indem man ein gesetz gegen die eigene überzeugung unterstützt, nur um politisch korrekt zu sein.. ich nehme an, kein einziger homo fühlt sich durch den begriff "homo" abgewertet ;)..
 
ich nehme an, kein einziger homo fühlt sich durch den begriff "homo" abgewertet ;)..
Ich zitiere mal aus dem Leitfaden, den der Bund Lesbischer und Schwuler Journalisten erstellt hat:
Über die Zulässigkeit des plakativen Begriffs „Homo-Ehe“ gibt es unterschiedliche Ansichten. Zum einen kann das Präfix „Homo“ als herabwürdigend verstanden werden (...) Vor diesem Hintergrund halten wir den Begriff dann für zulässig, wenn darunter nicht die Lebenspartnerschaft, sondern die völlige Gleichstellung von homosexuellen mit heterosexuellen Ehen verstanden wird, obwohl es eigentlich bessere Formulierungen gibt.

Niemand wird gesteinigt, wenn er den Begriff verwendet, aber er ist eben auch nicht optimal (Genauso wie "Ehe für alle", finde ich). Tja :unknown: Homophobie bekämpft man nicht durch andere Begriffe, da hast du schon recht. Gleichstellung von Frauen erreicht man ja auch nicht durch ein Binnen-I.
 
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