[Politik und Gesellschaft] Handgranaten-Attentat auf Flüchtlingsunterkunft in Villingen

In Villingen haben bislang unbekannte Täter gegen 1.15 Uhr eine Handgranate über einen Zaun in der Nähe der Wohngebäude der Bedarfsorientierten Erstaufnahmestelle (BEA) in der Dattenbergstraße geworfen. Sicherheitsmitarbeiter fanden die Granate, die bei dem Vorfall nicht detoniert ist, und informierten die Polizei.

Entschärfer des Landeskriminalamtes brachten die Handgranate gegen 5 Uhr kontrolliert zur Explosion. Die Granate war mit Sprengstoff gefüllt; unklar ist derzeit jedoch, ob ein Zünder vorhanden war.

Es kam zu keinen Personen- oder Sachschäden. 20 Bewohner der Bedarfsorientierten Erstaufnahmestelle mussten während der Sprengung ihre Wohnungen kurzzeitig verlassen.



Bild:
Quelle:
 
Das Alter ist ja auch völlig egal, solange sie der heutigen Bauform ähnelt. Diese Handgranaten sind ja beinahe "idiotensicher".

Die Situation wäre aber mMn völlig anders zu bewerten wenn es sich um eine Stiel-Handgranate der Wehrmacht gehandelt hätte.
Soviel ich weiß wird deren Verzögerungssatz durch Reibung gezündet indem das Ende abgezogen wird und dadurch eine Art Sandpapier über etwas gezogen wird, dass einem Streichholz ähnelt.
Ich vermute mal dass es schon Übung braucht damit das zuverlässig funktioniert, außerdem ist vermutlich ohne Erfahrung gar nicht feststellbar ob die Zündung tatsächlich erfolgte.
 
So ähnlich funktioniert das. Ist aber eigentlich auch idiotensicher...
Ich habe bei Rubys Post angenommen, dass sie das auf meinen Beitrag bzgl. der Räumung/Entschärfung (wegen der Brisanz gealterter Explosivstoffe) gepostet hat. Daher mein Einwand.
 


Sollte heißen, die Handgranate M52 ist kein Relikt des 2. Weltkrieges.


Es wurde bereits offiziell bekanntgegeben, dass es dieser Typ ist und ein Relikt aus dem Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien.
 
Liest du auch, was ich geschrieben habe?
Kopf Wand 1.gif

Woher wollen die denn das Baujahr wissen? Das steht da nicht drauf...
 
Man könnte die Reste der Handgranate auf ihre chemische Zusammensetzung etc hin untersuchen. Hat man Vergleichsmaterial, dann kann man die Herstellungszeit sehr gut eingrenzen. Eventuell kann man sogar die Herstellungscharge ermitteln. Fragt sich nur, ob man diesen Aufwand treiben will.
 
Man könnte die Reste der Handgranate auf ihre chemische Zusammensetzung etc hin untersuchen. Hat man Vergleichsmaterial, dann kann man die Herstellungszeit sehr gut eingrenzen. Eventuell kann man sogar die Herstellungscharge ermitteln. Fragt sich nur, ob man diesen Aufwand treiben will.

Das lohnt natürlich nicht! Übrigens wurden schon solche Teile gefunden, von denen gesagt wurde, sie könnten jederzeit explodieren. Der KMRD hat die Dinger dann eingepackt und abtransportiert. Warum dann in Villingen diese medienwirksame Sprengung?
Wenn man Aluhut-Träger wäre, könnte man das mit der Beseitigung Bestattung von Bin-Ladens Leiche vergleichen... :D
 
Das lohnt natürlich nicht! Übrigens wurden schon solche Teile gefunden, von denen gesagt wurde, sie könnten jederzeit explodieren.
Ich würde das eher als "explosionsfähig" deuten, also wenn jemand den Splint zieht - nicht dass sie jederzeit anlasslos explodieren können.

Wie kommt ihr eigentlich drauf, dass alle Explosivstoffe mit der Zeit instabil werden?

Bei den Großbomben-Blingängern aus dem 2. Weltkrieg (also vom Flugzeug abgeworfene mit bis zu mehreren 100kg) wie erst kürzlich einer auf einer Baustelle ausgebuddelt wurde, ist ja stehts der Sprengstoff völlig in Ordnung und der Zünder das Problem...

Wenn bei letzteren chemisch-mechanische Langzeitzünder verbaut wurden, könnte es tatsächlich jederzeit ohne Einfluss von außen zur Explosion kommen - das ist auch schon einige male passiert in den letzten Jahrzehnten, bisher allerdings immer weit genug weg von Menschen soviel ich weiß.
 
Zuletzt bearbeitet:
das ist ja löblich.
Die Berichterstattung wo anders und die Meinung in der Bevölkerung und hier im Forum ist doch aber eine andere...
Stimmt... Falsche Rückschlüsse zu ziehen, scheint bei dir üblich zu sein. Auch wenn es sich sonst meistens gegen Flüchtlinge richtet.

Es ist also völlig offensichtlich ob jemand das Ding verlor oder warf ohne eine Explosion zu wollen - Splint steckt noch - oder ob eine Explosion gewünscht war aber aus welchem Grund auch immer nicht erfolgt ist.
Alter! Lern mal Duden!
"Offensichtlich" dürfte ziemlich genau das Gegenteil von dem sein was du meinst. ;)


Ortskenntnis und Mobilität vorausgesetzt.

Die Theorie von alter_Bekannter halte ich für durchaus plausibel.
Finde ich weniger plausibel. Ich wage nämlich zu bezweifeln, dass ein Flüchtling gegenüber seinem Schlepper (oder anderen) seine Position mithilfe einer Handgranate wesentlich verbessern kann. Vor allen Dingen nicht auf Dauer.

Wers damit noch nicht kapiert:
Die Wahrscheinlichkeit das jemand dir gezielt schaden zufügt und dich dadurch tötet ist deutlich geringer als das du dich selbst umbringst, Weltweit, inklusive Krieg und Körperverletzungen.
Dummerweise besteht bei einer Handgranate durchaus auch ein gewisses Risiko, sich damit selbst umzubringen.
Das gehört allerdings ebenso wie jetzt erfolgte Schuldzuweisungen nach wie vor in den Bereich der Spekulation.
 
Mich hat unser Hauptmann damals, vor mehreren Jahrzehnten , wahrscheinlich in der Absicht einen Scherz zu machen, auf dem Weg zum Wurfstand gefragt, ob Handgranaten nicht eine tolle Sache wären, die man gerne mit nach Hause nehmen würde. Er hatte wohl erwartet, daß man Angst, zumindest Respekt vor diesen Eiern hätte. Jedenfalls ist im das Gesicht runter gefallen, als ich ihm antwortete: "Ja klar".
Nicht, daß ich so ein Ding haben wollte, aber wenn so ein Schwachkopf meint Smalltalk beim Granatenwerfen machen zu müssen, dann darf er keine ernsthafte Antworten erwarten.

Was hat das mit den Ereignissen in der Flüchtlingsunterkunft in Villingen zu tun?

Egal. Hier geht es ja um Granaten. ;)
 

IUch glaube du hast meine Aussage komplett falsch interpretiert.

Denn genau das war mein Punkt in diesem Kontext kann man eine Handgranate fast garnicht einsetzen ohne sich selbst umzubringen. Ich dachte das wäre aus dem Kontext offensichtlich, was war deiner Meinung nach sonst der Inhalt meines Posts?:confused:

Es ging nie um "auf Dauer" verbessern.:m Wie verbessert man deiner Meinung nach mit Suizid irgendwas auf Dauer?
Es ging darum den heutigen Tag, die akute Bedrohungssituation zu überleben man merkt das einige noch nie verzweifelt waren und das komplett absurd finden, dafür die Statistiken.
 
Wieso sollte eine Prson auf der Flucht eine Handgranate bis in ein Flüchtlingsheim bei sich tragen, wo doch allerspätestens an der österreichischen bzw ungarischen Grenze so ein Ding völlig obsolet geworden wäre?
Wieso kommen immer wieder Flüchtlinge mit Waffen nach Deutschland? Stell dir vor du bist mit Sack und Pack auf der Flucht, dann schaust du regelmäßig in deinem Gepäck nach, was du jetzt gerade noch brauchen könntest?

Diese Person würde sich bei einer eventuellen Überprüfung in Gefahr begeben, da sie flugs im Knast landen könnte.
Knast in Deutschland ist doch absoluter Gewinn. Ein warmes, sicheres Dach überm Kopf, jeden Tag etwas zu essen, leben und wohnen für lau. Zumal ja auch sicher jeder Flüchtling, der hier her kommt obligatorisch fließend Juristendeutsch spricht und selbstverständlich sich sämtliche DE/ EU Gesetze ausführlich zu Gemüt geführt hat. Das ist ungefähr so glaubhaft, wie zu behaupten, du hättest die vollständigen Facebook AGB gelesen. :rolleyes:



Sollte heißen, die Handgranate M52 ist kein Relikt des 2. Weltkrieges.
Es wurde bereits offiziell bekanntgegeben, dass es dieser Typ ist und ein Relikt aus dem Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien.

Woher wollen die denn das Baujahr wissen? Das steht da nicht drauf...
Man muss nicht das Bau<jahr> wissen. Trotzdem weiß man, dass bestimmte Waffen zu bestimmten Zeiten in bestimmten Regionen hergestellt und/ oder verwendet wurden. Beispielsweise kannst du bei einem einem Tiger Panzer mit 100%iger Sicherheit sagen, dass er nicht zur Zeit der Kreuzzüge eingesetzt wurde. Auch ohne, dass auf dem Panzer ein Produktionsdatum aufgeprägt ist. Dazu braucht man nicht mal Raketenwissenschaften studiert zu haben.
Die Granate wurde zur Zeit des zweiten Weltkriegs nicht hergestellt, wenn ich mich nicht täusche. Demnach kann sie nicht aus dem Zweiten Weltkrieg und kein Überbleibsel aus der zweifelsohne dunklen deutschen Vergangenheit sein.

Möglich, aber plausibel ist soetwas wohl nicht.
Für dich oder objektiv? Beachten wir auch mal folgendes: Die M52 ist eine jugoslawische Handgranate.
Welche Länder umfasste Jugoslawien zu der fraglichen Zeit noch gleich? - Spoiler alert: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Vojvodina und Kosovo
Ich will jetzt nicht mit Wahrscheinlichkeiten rechnen, aber für mich klingt es sehr viel plausibler, dass ein Flüchtling der aus einem der fraglichen Länder kommt, sie von dort mitgebracht hat, als dass sie ein deutscher Möchtegern-Nazi in seinem Keller gefunden hat.
Das sind natürlich nur Spekulationen. :unknown:

Alter! Lern mal Duden!
Meinst du das ernst? Entweder ist mein Ironie-Detector defekt oder du hast gerade jeglichen Respekt, den ich vor dir als Diskussionspartner hatte, verspielt.
Wer soetwas in einer Diskussion bringt, ist für mich durchgefallen.
 
Für dich oder objektiv? Beachten wir auch mal folgendes: Die M52 ist eine jugoslawische Handgranate.
Welche Länder umfasste Jugoslawien zu der fraglichen Zeit noch gleich? - Spoiler alert: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Vojvodina und Kosovo
Ich will jetzt nicht mit Wahrscheinlichkeiten rechnen, aber für mich klingt es sehr viel plausibler, dass ein Flüchtling der aus einem der fraglichen Länder kommt, sie von dort mitgebracht hat, als dass sie ein deutscher Möchtegern-Nazi in seinem Keller gefunden hat.
Das sind natürlich nur Spekulationen. :unknown:
Damit widersprichst du jedoch der These, dass ein Flüchtling diese mit sich führte, um Druck auf Schleuser auszuüben. Wieso solte er sie gerade dort erwerben?
Wer im ehemaligen Jogoslawien angekommen ist, der hat es praktisch schon geschafft. Schleuser benötigt man ab dort nicht mehr. Wenn schon, dann kauft man doch eher eine Faustfeuerwaffe, als eine Handgranate, wenn man schon dort soetwas erwerben will.
Das Waffen aus dem ehemaligen Jugoslawien seit den 90iger Jahren ihren Weg nach Österreich und Deutschland gefunden haben, ist auch auch bekannt. War in Österreich vor einigen Jahren groß in den Medien, weil bei einer Waffenübergabe an die Behörden eine Handgranate explodierte, die eine Person getötet hat. Die waren allesamt aus Ex-Jugoslawien geschmuggelt worden.
Auch lässt du meine Einwände bezüglich der Entsorgung in Deutschland völlig aussen vor. Kurzform: Ab in den Fluss und fertig. Sie in der Unterkunft einfach wegzuwerfen wäre echt dämlich.
Aus diesen Gründen halte ich die Mutmassung von alter_Bekannter für objektiv wenig glaubwürdig.

Selbst wenn ein Flüchtling aus den von dir genannten Ländern stammen würde, stellt sich die Frage, wieso er so eine Aktion hätte durchführen sollen?
Gründe ließen sich in der Tat finden, jedoch sind diese wohl weit hergeholt.
Auf die schnelle, würde mir nur Imponiergehabe vor anderen einfallen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus Zeitgründen nur eine kurze Antwort:
Ab in den Fluss und fertig. Sie in der Unterkunft einfach wegzuwerfen wäre echt dämlich.
Wieso wäre das dämlich? Eventuell wusste die Person, dass die Granate nicht zündungsfähig war. Ggf. könnte man auch von bewusstem Einsatz aus Stimmungsmache ausgehen.

Bezüglich der Entsorgung: Hätte hätte Fahrradkette. Natürlich hätte man das hinter vor der deutschen Grenze wegwerfen können. Allerdings erwartest du von Menschen ein nach unserem Rechts- und "Moralverständnis" rationales Verhalten, von Menschen, die ggf. wahrhaftige Todesangst haben und die mit Sicherheit nicht deutsche Waffengesetze kennen. Die Leute hasten nach Europa, ihr Leben ist vermutlich gut 90% der Zeit bedroht, wenn nicht durch Krieg und politische Verfolgung im Heimatland, dann durch die Willkür von Schleppern oder einfach durch die widrigen Bedingungen auf ihrer Fluchtroute. Da ist es fast logisch, dass sie sich - wie gesagt, Kenntnis der Waffengesetze in Deutschland/ EU vorausgesetzt - mal an einem ruhigen Nachmittag 1-2 Stündchen Zeit nehmen, einen abgelegenen Flusslauf suchen, um dort in der EU nicht erlaubte Dinge zu entsorgen. Klingt fast logisch, oder?

Selbst wenn ein Flüchtling aus den von dir genannten Ländern stammen würde, stellt sich die Frage, wieso er so eine Aktion hätte durchführen sollen?
Gründe ließen sich in der Tat finden, jedoch sind diese wohl weit hergeholt.
Sie sind genauso weit hergeholt, wie dass ein Neonazi mehr oder weniger zufällig ein Kriegssouvenir von Opa im Keller findet und damit direkt mal zum nächst gelegenen Flüchtlingsheim fährt.

Wie ich schon sagte, ohne dass mehr Informationen veröffentlicht werden, ist jede dieser Theorien nur eine Theorie. Da kannst du noch trölfzig mal sagen, dass du das eine für unwahrscheinlich hältst, das andere aber für ganz offensichtlich, es bleiben Theorien.
 
Soviel ich weiß stammen die Kriegswaffen die auf arabischen Schwarzmärkten so unterwegs sind zum größten Teil aus sowjetischer Produktion - zumindest würde man das annehmen wenn man sieht womit die da so bewaffnet sind (RPG und AK-47 sind Russlands ewige Exportschlager^^)
Teilweise soll dort auch noch Wehrmachtszeug unterwegs sein (STG44, MG34, MG42,...)

Ich würde jedoch nicht ausschließen dass auch Zeug aus dem Kosovokrieg dort gelandet ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso wäre das dämlich? Eventuell wusste die Person, dass die Granate nicht zündungsfähig war.
Es wäre dämlich, weil man damit einen Aufruhr provozieren würde. Auch wenn der Flüchtling sich der politischen Dimension nicht bewusst wäre, wüsste er doch, dass ein Wurf des Gerätes des Nächtens in seiner Unterkunft massive Probleme auslösen würde. Was wäre also die Alternative? Man entsorgt sie im Geheimen, oder man geht zur Security und präsentiert ihnen das nicht zundfähige Altmetall, wenn er denn der Meinung wäre, dass soetwas kein Problem darstellen würde.

Ggf. könnte man auch von bewusstem Einsatz aus Stimmungsmache ausgehen.
Ein Flüchtling würde mit so einer Aktion gegen wen, oder was Stimmung machen? Wollte er damit ein Zeichen setzen, dass Flüchtlinge bewaffnet sind? Wollte er damit Flüchtlingsgegner zeigen, dass er sich zu wehren weiß? Viel wahrscheinlicher wäre es, wenn ein Flüchtlingsgegner damit ein Zeichen setzen wollte.

Da ist es fast logisch, dass sie sich - wie gesagt, Kenntnis der Waffengesetze in Deutschland/ EU vorausgesetzt - mal an einem ruhigen Nachmittag 1-2 Stündchen Zeit nehmen, einen abgelegenen Flusslauf suchen, um dort in der EU nicht erlaubte Dinge zu entsorgen. Klingt fast logisch, oder?
Alternative: Man wirft sie in der Nacht der Security der eigenen Unterkunft vor die Füsse. Sehr naheliegend. :D

Bezüglich der Entsorgung: Hätte hätte Fahrradkette.
Genau, alles Mutmassungen, die aber nahe legen, dass die Theorie von alter_Bekannter unwahrscheinlich ist, weil sie einige Komponenten enthält, die als unwahrscheinlich anzusehen sind.
Es gibt wahrscheinlichere Alternativszenarien.
 
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