Hätte dieser Mann für Deutschland singen dürfen?

KaPiTN

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"Darf dieser Mann für Deutschland singen", frage die Bild vor 18 Jahren. Damals ging es um Gildo Horn

Die gleiche Frage schwappte schon wieder über den Kloakentellerrand der Befindlichkeitsseiten der dt. Presselandschaft.Diesmal aber ginf es um Xavier Naidoo und um seine Nominierung durch den für den ESC durch den federführenden ARD-Sender NDR

Das Potential lag für einen Diskussionsthread lag deutlich vor mir, aber ich dachte mir, daß ist zu früh für die Profis* vom ngb da in das Thema einzusteigen, da verschießen versierte Fachkommentatoren nur unnötig ihr Pulver. Warten wir, bis sich der Shitstorm gelegt hat und beurteilen wir das Ergebnis.

Die Frage, auch wenn er jetzt nicht antritt, die Profis unter den Lesern wissen es bereits, heißt natürlich, was dafür oder dagegen spricht, daß Xavier Naidoo Deutschland beim ESC vertreten darf.

Wer jetzt meint, er könne nicht singen, ist hier der Hoëcker.
Es geht um die Frage, in wieweit jemand nicht justiziable, aber abweichende Meinungen vertreten darf, ohne stigmatisiert zu werden. Des weiteren, ob XN überhaupt in diesen Bereich vorgedrungen ist, oder aber vielleicht nur ein paar blöde Sprüche gemacht hat, und Teile seiner Aussagen sogar diskutabel sind.

Ich persönlich meine, daß ich, obwohl er mir, er kann gut singen, immer schon auf die Eier ging, ihn nicht für einen Extremisten halte.
Seine Einschätzung über die Souveränität halte ich formal für falsch, in der Einschätzung, daß die Handlungen nicht souverän wirken, aber für richtig.

Kein der Seiten, die gegen ihn geschrieben haben, haben Quellen angegeben, die den Zusammenhang der Äußerungen zeigen.
Kann uns ein Sänger, selbst mit kruden privaten Privatmeinungen, i, Ausland nicht vertreten, während wir einen Finanzminister haben, der schon in der Vergangenheit krude Verfassungsauffassungen geäußert hat (Relativierung der unantastbaren Menschenwürde im Antiterrorkamp)?


Hätte dieser Mann für Deutschland singen dürfen?










* Vielleicht hatte ich auch nur keinen Bock ;)
 
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Hätte dieser Mann für Deutschland singen dürfen?
Singen ja. Wenns nur das Singen gewesen wäre. Leider repräsentiert er damit sich und auch Deutschland und da will ich definitiv keinen haben, der mit irgendwelchen kruden homophoben und frauenfeindlichen Ideologien kommt, geschweige denn irgendwelche Reichsbürger-Ideen vertritt, die in meinen Augen heutzutage ein ganz gefährliches Maß annehmen.

unbekannt schrieb:
Xavier Naidoo wird ständig nur auf seine politische Meinung reduziert. Wir dürfen nicht vergessen, dass seine Musik auch ziemlich scheiße ist - darüber redet wieder keiner.
 
Interessantes Thema. Mir persönlich geht er tierisch auf den Saqq mit seinem Rumgeheule und pseudochristlichen Gedöns, um es mal nicht Schwallerei zu nennen. Aus meiner Sicht nutzt er das aus, aber das sehen andere sicher anders. Mag auch sein, es liegt daran, dass das ein Kollege ewig lang ständig gehört hat und auch auf so nen Christen-Trip gekommen ist. Ich kann Xavier Naidoo einfach nicht leiden. - Dass er eine gute Stimme hat, steht außer Frage.

Glaub, Paradox fragte mich schon vor nem Jahr, wieso ich den nicht mag, aber ich hab meine Antwort ewig rausgeschoben. Hier also an dieser Stelle passend einen guten Teil meiner Begründung in Form eines . Sorry, aber spätestens seit da kann ich den nicht mehr für ganz zurechnungsfähig halten.

Er ist sicherlich ein netter Mensch. Ich halte ihn keinesfalls für einen Rassisten und auch ganz sicher nicht für einen Schwulenhasser. Dieses eine Lied, bzw. diese eine Strophe, die man ihm da vorhält, reicht nicht für so eine Ansicht. Ich würde ihn sogar fast schon als Philantrop bezeichnen. Aber ich halte ihn auch für ziemlich abgehoben und er legt sich alles so zurecht, wie es ihm passt. Seine Geldhorterei regt mich auf. Und ja, er tut ein paar soziale Sachen, aber jemand, der sagt, er spart lieber die ganze Kohle, damit er seine Heimatstadt schuldenfrei bekommt, wohlgemerkt in Form von 3 Milliarden, dann... ach, ich lass es mal gut sein. - Allein in diesem Interview sondert er dermaßen viel Irrsinn ab, dass ich es gar nicht anfangen will, auseinanderzupflücken.

Was seine GmbH-Geschichte angeht, nun, die seh ich anders. Ich halte dieses Land so oder so für eine Verarsche und Abzocke in verdammt großem Ausmaß, da brauch ich keine GmbH und Reichsbürger dazu. Von dem her würde ich seine Kritik, die er letztlich vermutlich meint, auf die Marktwirtschaft und Politik reduzieren, die in großen Teilen gegen den Bürger oder eben in die eigene Tasche arbeitet. Ob er das nun GmbH nennt oder schlicht jahrzehntelange Verarsche, ist doch egal. Selbst wenn da nicht GmbH oder sonstwas stünde, oder was auch immer für Gesetze gelten würden, dann würde es meiner Meinung eh keinen Unterschied machen, weil halt der Stärkere regiert und das sind die, die Geld und Einfluss haben.

Schäuble und Konsorten sind alles Politiker und da gehts halt nicht ausschließlich um nettes Miteinander, auch wenn die durchaus darauf hinarbeiten sollten und sich natürlich auch benehmen, aber das ist halt eine ganz andere Baustelle. Von dem her finde ich es unerheblich, was solche Leute sagen, wenn ich nun Pro-/Contra-Argumente zum bis zum Erbrechen kommerzialisierten ESC suche.
Der ESC ist Kommerz und soll eigentlich eine nette Art der Völkerverständigung über die Sprache der Musik sein. Der letztere Teil wäre also für Naidoo ideal, denn eigentlich ist er glaub einer, der sowas erreichen möchte und es auch teils beeindruckend schafft. Allerdings frag ich mich, was er überhaupt auf dem ESC sollte, der zu einem sehr großen Teil genau gegen das spricht, was er vertritt. Wobei er sich da eh dauernd widerspricht und wie oben schon erwähnt aus meiner Sicht alles so dreht, wie es für ihn halt passt. Insofern fände ich einen Auftritt dort in gewisser Weise verlogen.

Da ich den ganzen ESC aber für kommerziellen Blödsinn ähnlich wie Weihnachten halte, ist mir das eigentlich vollkommen egal. Soll doch hingehen, wer will. Letztlich gehts dabei eh um nichts außer Geld. Dann hört man noch drei Tage lang den Gewinnersong im Radio und dann wars das doch eh wieder mit der Gemeinschaft der Menschen, die sich über alle Grenzen verständigen. Traurig. Weil sowas wäre schön für die Welt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider repräsentiert er damit sich und auch Deutschland
Die repräsentatieren da doch genau gar nichts. Als ob irgendeiner von denen für auch nur irgendwas stünde, was in deren Heimatländern ist. Außer, dass die Musikrichtung und minimal die Art der Menschen gezeigt werden soll, haben die Leute aus meiner Sicht absolut nichts, was repräsentativ wäre. Wie auch. Das ist viel zu viel Unterschiedliches in den Ländern, was Menschen und Kultur angeht. - Wenn es darum ginge, was soll man denn da schicken? Einen, der Arbeitslose, Konzernchefs, Atheisten, irgendwelche Religiöse, Nazis, Linke, Flüchtlinge, irgendwelche Kriminellen, RTL-Schauer, konservative und uninteressierte 08/15-Leute repräsentiert. Wer setzt da die Maßstäbe und was zählt am meisten? Also wenns darum ginge, wäre er perfekt. Haufenweise, komplett verrückte Leute hier, in allen Richtungen.

Also ich fühle mich auch ganz sicher nicht durch so einen vertreten, oder dargestellt. Genausowenig wie durch Leute aus DSDS oder so. ;-)
 
Xavier Naidoo ist mir als Person und Musiker vollkommen egal. Ich mag ihn einfach nicht.

Dennoch hätte er uns meinetwegen beim ESC vertreten können, gab schon schlimmere Sänger. Da soll es schließlich um Musik gehen und singen kann er wohl.

Der ESC ist mir btw auch so ziemlich egal. Der einzig interessante war imho der erste mit Lena. Habe dieses "Unser Star für Oslo" gesehen und das auch nur, weil es bei meiner Großmutter lief und ich genau zu diesem Zeitpunkt zugegen war. Da war ich direkt überzeugt, dass sie das Ding gewinnen würde. Hätte ich mal Geld drauf gewettet. :D

Den Rest danach habe ich mir nicht mal mehr angeschaut, weil uninteressant. Lena nochmal hinzuschicken ein Jahr später war schon enorm grenzwertig.
 
Na hoffentlich kommen jetzt die Kassierer dran :D

Zum Thema repräsentieren: Lordi? Conchita Wurst? Ich bitte euch...es geht ums auffallen, mehr nicht.
 
Wieso sollte man sich von jemandem repräsentieren lassen, der diesen Staat nicht als Staat anerkannt und noch andere oben genannte Äußerungen tätigt? Hatten die Anrufer gewählt, wie sonst auch, wäre es mir relativ egal gewesen, dann wären die Leute halt selber Schuld gewesen aber so geht das halt nicht.
 
Die BRD GmbH lässt sich halt ungerne von einem Reichsbürger vertreten. Das geht gegen unsere AGB. Wir haben schon alle Hände voll damit zu tun das Volk mit MultikultiHomoAkzeptanz-Chemikalien aus Flugzeugen zu bedampfen, Brunnen zu vergiften und gleichzeitig Nackedei-Fotos aller Bürger an Herrn Obama zu faxen. Da ists keine gute Idee auch noch einen "Erwachten" zu einer solch hochkulturellen Veranstaltung wie dem ESC zu schicken.
Der dann da womöglich mit seinem kalt-laminierten Reichsbürgerausweis wedelt, seinen Welt hit " " mit seinem ebenfalls stark verwirrten Halbbruder Savas performt und so unser sorgsam errichtetes Kartenhaus der Verschwörung und Intrige zum Einsturz bringt!

Nein, nein, nein, das lassen wir mal schön bleiben. Da hat sich unser, gänzlich von Reptilwesen besetzter Schatten-Personalrat einstimmig gegen ausgesprochen. Tut mir leid.
 
Da soll es schließlich um Musik gehen und singen kann er wohl.
Exakt.

Hier geht es um einen europäischen Musikwettbewerb, was die meisten leider schon seit vielen Jahren zu vergessen scheinen. Ich denke nicht, dass wir mit ihm als Teilnehmer den ESC gewonnen hätten. Das hätte dann aber wohl nicht an seinen Aussagen gelegen, sondern einfach nur daran, dass er zwar eine nationale, aber keine internationale Größe ist. Naidoo wäre da einfach zu "gewöhnlich" gewesen... Wäre aber auf einen Versuch angekommen, schlimmer als im letzten Jahr hätte es sowieso nicht werden können ;)
 
Ich frag mich immer noch, wieso Xavier und nicht jemand anderen oder eine andere Band? Ist ja nicht so, dass wir in DE keine vorzeigbaren Künstler haben. Und die Zuschauergemeinde außen vor zu lassen - die brauchen offenbar keine guten Quoten mehr im ÖR, wird ja eh bezahlt.

Aber immerhin wird wieder über ihn geredet, auch ein Art PR...:coffee:
 
Da dieses Eurovisiondingens eh nur noch als Rumalberei zu sehen ist, isses ja nicht schlecht, wenn er nicht auftritt, immerhin wäre das mal ein ernstzunehmender Sänger gewsen, von daher....sollen lieber wieder die Blödel hin, die das Land eh nur ins Lächerliche ziehen. Ich denke, es soll wohl so sein :unknown:

Und witzig, wie Texte von Naidoo wieder mal nicht richtig verstanden werden bzw. ausm Kontext gerissen werden, erinnert mich an den Satz: "der hat den mit Goebbels verglichen" :rolleyes: Es ist immer alles bööööse, wenns von den "unpassenden" Gesellschaftskritikern kommt hm? :cool:


Vielleicht vertritt D ja diesmal eine Frau, die sich nen Bart draufgemalt hat? :m
 
Der ganze ESC ist doch nur noch eine Kommerzlachnummer, und das schon seit Jahren... Ob da jetzt ein Reichsbürger Naidoo aufgetreten wäre oder nicht, wäre mir fast egal gewesen.

Allerdings hab ich mich bei der Ankündigung von Naidoo als Teilnehmer auch gefragt, ob die Herren vom NDR wirklich gewusst haben, wen sie sich da ins Boot geholt haben. Denn das er sich zu zweifelhaften Aussagen bekennt (" ") und bei Aktionen auftritt, die definitiv mehr als sind, kann niemand verleugnen.

Obwohl, vielleicht hatten die vom NDR ja auch ursprünglich endlich eingesehen, das die komplette Veranstaltung nur noch ein Witz ist, und versuchten daher mit einem Künstler ähnlichem Formats zu kontern.
 
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  • #18
Zweifelhaft schon, aber warum ist das in diesem Falle negativ besetzt?

Wäre von ihm bekannt, daß er sich jeden Tag ein Horoskop erstellen lassen würde, hätte sich bestimmt keiner darüber aufgeregt und sich nicht dadurch schlechter vertreten gefühlt, obwohl das auch eine geistige Haltung von jemanden wäre, der sich mit dem Hammer kämmt.

Welche geistigen Fehlleistungen sind akzeptabel und welche nicht? Und warum?
 
Wenn man auf Veranstaltungen, die von bekanntlich rechtsorientierten Organisationen, die teilweise sogar vom Verfassungsschutz beobachtet werden, veranstaltet werden, auftritt, muss man sich auch gefallen lassen, das einem nachgesagt wird, das man auch deren Überzeugungen teilt, oder zumindest nicht ablehnt.

Sowas... ja, sowas finde ich im negativen Sinne zweifelhaft. Genauso wie wenn jemand das Grundgesetz in Frage stellt, weil er meint, das Deutschland noch ein besetztes Land sei.

Wie also will jemand für ein Deutsches Land starten, wenn er selbiges noch nicht mal anerkennt?
 
Er hätte nicht dürfen.

Ich habe nichts gegen seine Mucke, seine Aussagen sind aber eben Quatsch und teilweise "Gefährlich".
Das ist aber nicht der Grund dafür, weswegen ich zu meiner Meinung gekommen bin.

Mich interessiert der ESC nicht, mich interessiert auch Naidoo nicht wirklich.
Deswegen hätte ich Null Probleme damit gehabt, wenn er für Deutschland beim ESC angetreten wäre.

Allerdings gibt es offenbar genug Menschen, für die der ESC etwas bedeutet und die ihn dort nicht sehen wollen.
Und es wird genug Leute geben, denen der ESC zwar egal ist, die aber etwas gegen Naidoo haben.
Da es bei dem ESC nur um Show geht, also darum, wer am lautesten und schrillsten daher kommt, denke ich, das auch diejenigen, die am Lautesten und schrillsten schreien, offenbar die Kritiker der Entscheidung, dann auch das Recht haben, das ihre Meinung zu Konsequenzen führt und er deshalb wieder ausgeladen wurde.

Und da Naidoo dadurch auch keinerlei Nachteile erfährt, eher im Gegenteil (Aufmerksamkeit und das Ersparen der Peinlichkeit, wahrscheinlich nicht zu den Top-Acts zu gehören), habe ich auch kein moralisches Problem damit, dass sich die Schreihälse hier durchsetzen.
 
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