Geplante Obsoleszenz - eure Meinungen und Erfahrungen

Logitech gibt doch 3 Jahre Garantie... hast du versucht die Garantie in Anspruch zu nehmen?
 
@alter_Bekannter
Woher sollen die Statistiken zu sowas kommen?
Ich wollte damit nur sagen, dass Logitech meiner Meinung (mitunter) Markenprodukte herstellt...
Statt Statistiken könnte man sich jetzt Rezensionen dazu auf verschiedenen Seiten bzw. Testberichte anschauen und bevor du es sagst - man muss natürlich darauf achten, dass diese nicht "gekauft" sind.

@Pleitgengeier
Ebenso meine MX518.
Manchmal hat man einfach (mehrmals) Pech.

GreeZ psp
 
Ach moment, die gibts doch! Amazon Reezensionen...

Damit ist das Thema nur leider in den meisten Fällen vom Tisch da widerlegt...:rolleyes:

Das Leute mit negativen Erfahrungen tendenziell öfter bewerten ist ja wohl logisch und
dennoch haben die meisten Artikel überwiegend positive. Außerdem tausch Amazon
ja teilweise sogar auf Kulanz noch nach den Garantiezeitraum aus. Genauso wie die meisten
anderen Händler vermutlich auch. Mal abgesehen von diversen sehr knapp kalkulierenden
Hardwareshops, aber dann gibts immer noch meiner Erfahrung nach sehr kooperative Hersteller.
 
Natürlich geht es hier vorwiegend um die Negativen Erfahrungen.
Die Kulanz der Händler wird nach 4 Jahren aber zuende sein sprich, tauscht man ein Gerät 1x per Garantie oder Kulanz um und es geht (wegen geplanter Obsoleszenz) wieder in 2 Jahren kaputt steht man trotzdem dumm da.
Als ob die Garantie die Qualität des Produktes sonderlich aufwerten würde.
Die Powerbank, die kaputt gegangen ist würde ich mittlerweile mit 1-2 Sternen bewerten.
Dass ich per Garantie eine neue bekam würde ich zwar in einer Rezension positiv erwähnen, aber die Rezension bezieht sich auf das Produkt und nicht auf Kulanz oder Garantie!
Schlechte Rezensionen eines Produktes lassen auch nicht auf schlechte Leistungen der Händler schließen.

GreeZ psp
EDIT

Deswegen ist es eben wichtig, sich die schlechten Bewertungen vor dem Kauf anzusehen.
Wenn man Glück hat sind Funktionen betroffen, die man nie nutzt - dann ist das egal.
 
"Am Schrott wachsen wir. Nicht als Menschen. Nicht als Gesellschaft. Als Konsumenten. Als Einnahmequelle für Konzerne."


Es ist durchaus ein inhärentes Problem des kapitalistischen Weltbildes. Sicherlich nicht in allen Bereichen, wie schon angesprochen sind die Lebenszyklen neuer Techniken teils wirklich sehr gering, weil (vermeintliche) Innovationen eben im Takt von Monaten auf den Markt geworfen werden. Andererseits gibt es durchaus Bereiche, in denen es nicht so elementar wichtig ist, stets das neueste Modell bereit zu halten. Eine Waschmaschine wäscht halt (ja, alte Modelle verbrauchen mehr Strom). Eine ausreichend dimensionierte LED leuchtet. Ein Mixer mixt. Da ist man nicht unbedingt im Zugzwang, ständig nachrüsten zu müssen. Es widerspricht aber nun mal dem Heiligen Gral des Wachstums und daher ignoriert man geflissentlich ökologische Folgeschäden und Ressourcenausbeutung. Aus kapitalistischer Logik heraus, macht es Sinn die Lebensdauer von Produkten zu begrenzen, sofern eben alle mitziehen und Konkurrenz verhindert wird. Es sollte mich wundern, wenn das nicht auch den Konzernen bewusst wäre. Ein gesundes Maß an Skepsis ist durchaus angebracht.
 
Lustig ist aber, dass sich jeder einzelne darueber aufregt, wir alle zusammen es aber aendern koennten, indem zb. per Gesetz die Garantiezeit auf 5 oder mehr Jahre erhoeht wird.
 
Aus kapitalistischer Logik heraus, macht es Sinn die Lebensdauer von Produkten zu begrenzen, sofern eben alle mitziehen und Konkurrenz verhindert wird. Es sollte mich wundern, wenn das nicht auch den Konzernen bewusst wäre. Ein gesundes Maß an Skepsis ist durchaus angebracht.
Warum? Du hast ja die Wahl, beispiel Waschmaschine.
Du kannst eine billige für 250€ kaufen die 5 Jahre hält oder eine Miele für 800€, die ewig hält... :unknown:
Es gibt einfach Produkte, bei denen "Geiz ist geil" auf lange Sicht teurer ist...
 
Die Garantie hat nur nichts damit zu tun... Die Garantie und all ihre Leistungen sind freiwillig, selbst wenn man die Garantie auf 5 Jahre erzwingt - kann die Firma ohne weiteres festlegen das die Garantie nur bei 8000m über dem Meeresspiegel gültig ist.

Die Argumentation der FDP finde ich grundsätzlich nicht ganz falsch - ich kaufe durchaus auch mal "Schrott" mit Absicht - wenn ich ein Gerät voraussichtlich nur einmalig verwende oder 1x im Jahr verwende und mir die Qualität dafür ausreicht - reicht auch ein sehr billiges Gerät aus das diesen Anforderungen entspricht.
Es gibt ja jetzt auch so Spezialisten die im Baumarkt dann einen 10€ Winkelschleifer kaufen, damit anfangen alle Türen in einem Mehrfamilien-Haus zu schleifen und nach 2 Tagen in den Laden zurück kommen und auf Gewährleistung ein neues haben wollen weil "warum auch immer-" das Gerät im 10h dauerbetrieb seinen Geist aufgegeben hat.

Auch wenn ein Gerät in neuerer Form wesentlich Umweltfreundlicher ist (z.B. auch Stromsparender) - macht es Sinn das der Verbraucher dazu "gezwungen" wird irgendwann mal ein neues Gerät zu kaufen, wobei man dann eher davon Spricht keine Nutzungsdauer von 10 Jahren festzulegen.

Ich bin definitiv auch gegen geplante Defekte in Elektronischen Geräten, habe wie so mancher hier schon oft Elkos verlötet um ein Gerät wieder flott zu bekommen - nur leider ist eine Regelung wohl wirklich nicht so einfach möglich ist, die für alle Sinnvoll ist.

Eine Idee hätte ich evtl., die Beweislast-umkehr der Gewährleistung nach 6 Monaten zu kippen - und eine Ausnahme für extra gekennzeichnete "Billig-Artikel" zu machen bei denen der Käufer bewusst in Kauf nimmt nur z.B. 1 Monat Gewährleistung zu haben und dafür in der jeweiligen Produktsparte einen vergleichsweise geringen Preis zahlt.
 
Na wartet mal was TTIP in der Hinsicht bringt.
EMV-Bestimmungen? Netzfilter? Flammhemmende Werkstoffe? Sicherheitsmaßnahmen?

Alles geschäftsschädigende und gewinnmindernde Hindernisse für die man dann DE vor Geheimgerichten verklagt.

Und Gewährleistung? Dass ich nicht lache, soll der Kunde doch froh sein wenn das Ding überhaupt funktioniert!
 
Die Argumentation der FDP ist deshalb pervers, weil sie mal wieder von Lohnverhältnissen aus den 60er Jahren ausgehen. Schau dir die Entwicklungen im Reallohnsektor der letzten 20 Jahre mal an. Das hat nicht mehr viel mit "entscheiden" zu tun. Billige, kurzlebige Produkte für die Working Poor/Arbeitslosen, die sowieso schon fast 100% ihres Einkommens direkt wieder für den Lebenserhaltungskonsum benötigen. Und die werden damit wieder geschröpft.
 
Die Argumentation der FDP finde ich grundsätzlich nicht ganz falsch - ich kaufe durchaus auch mal "Schrott" mit Absicht - wenn ich ein Gerät voraussichtlich nur einmalig verwende oder 1x im Jahr verwende und mir die Qualität dafür ausreicht - reicht auch ein sehr billiges Gerät aus das diesen Anforderungen entspricht.
Ja klar:
fdp schrieb:
Es könne aber auch aus ökologischen Gründen wichtig sein, Geräte nach einer bestimmten Zeit auszutauschen.
Ich kauf mir jedes Jahr eine neue Kamera, weil bei der alten die Plastikzahnräder des Objektivs ausgeleiert sind (meine persönliches Erfahrung, siehe weiter oben). Dann sind die 4 Kameras in 4 Jahren natürlich ökologisch sinnvoll. :m

Nee, sorry. Wir hatten uns mal über die Rewe-Aktion einen gekauft. WMF ist ja deutsche Traditionsmarke, macht man also nichts falsch. Tja, in der Tat hab ich den Mixer nur 2x im Jahr benutzt. Aber beim letzten Weihnachtsplätzchenbacken ging eben nichts mehr. Dabei hab ich das Teil weder mit zuviel / zu schwerem Teil belastet noch zu lange laufen lassen. Das Teil war einfach nur eine Schrottkonstruktion. Da stand ich nun vor meiner Teigschüssel mit diesem blöden WMF-Schrott-Teil. Von WMF kommt mir zumindest nichts mehr in Haus, was irgendwie einen Stromstecker dran hat. So kann man auch ein Firmen-Image zugrunde richten.

Nachfolger wurde dann ein Siemens, da ich meine Frau leider nicht davon überzeugen konnte, einen zu kaufen. Meine Mutter hat den Vorgänger davon, gekauft 1972. Und der geht noch immer zuverlässig.

Die Argumentation der FDP ist deshalb pervers, weil sie mal wieder von Lohnverhältnissen aus den 60er Jahren ausgehen. Schau dir die Entwicklungen im Reallohnsektor der letzten 20 Jahre mal an. Das hat nicht mehr viel mit "entscheiden" zu tun. Billige, kurzlebige Produkte für die Working Poor/Arbeitslosen, die sowieso schon fast 100% ihres Einkommens direkt wieder für den Lebenserhaltungskonsum benötigen. Und die werden damit wieder geschröpft.
Korrekt. Wer wenig Kohle hat, kauft logischerweise erst mal das, was er sich leisten kann. Heißt dann "Einsteigermodell". Da der Ärger dann zu groß wird oder der Schrott zu schnell kaputt geht, wird das nächste "Einsteigermodell" gekauft. Im Endeffekt geben dann grad die Hartzer mehr Kohle für irgendwelche Geräte aus als die Leute, die tatsächlich Qualität kaufen. Dummerweise verankert sich die Billig-Denke dann auch fest im Kopf der Leute.
Beim Staubsauger hab ich vor kurzem einen gekauft. Die Modellreihe wurde wohl ab 1987 gebaut. Das Teil ist generalüberholt und funktioniert klasse. Man merkt, dass es kein Billigschrott ist.

Es gibt ja jetzt auch so Spezialisten die im Baumarkt dann einen 10€ Winkelschleifer kaufen, damit anfangen alle Türen in einem Mehrfamilien-Haus zu schleifen und nach 2 Tagen in den Laden zurück kommen und auf Gewährleistung ein neues haben wollen weil "warum auch immer-" das Gerät im 10h dauerbetrieb seinen Geist aufgegeben hat.
Richtig so. Dummheit des "Spezialisten", weil er dann alle 2 Tage in den Baumarkt rennen muss. Strafe für den Baumarkt, so einen Schrott zu verkaufen. Ein Winkelschleifer ist nun mal ein Werkzeug, dass zu funktionieren hat.

Auch wenn ein Gerät in neuerer Form wesentlich Umweltfreundlicher ist (z.B. auch Stromsparender) - macht es Sinn das der Verbraucher dazu "gezwungen" wird irgendwann mal ein neues Gerät zu kaufen,
Allerdings ist die geplante Obsoleszenz meist direkt an die Garantie-/Gewährleistungsdauer gekoppelt.

Eine Idee hätte ich evtl., die Beweislast-umkehr der Gewährleistung nach 6 Monaten zu kippen - und eine Ausnahme für extra gekennzeichnete "Billig-Artikel" zu machen bei denen der Käufer bewusst in Kauf nimmt nur z.B. 1 Monat Gewährleistung zu haben und dafür in der jeweiligen Produktsparte einen vergleichsweise geringen Preis zahlt.
Leider würde das ein Kaufverhalten auslösen, was ökologisch vollkommen unverantwortlich wäre.
 
@musv
Stimme dir absolut zu.
Es wäre natürlich überaus interessant zu wissen wie lange dieselbe Kamera mit Alu-Zahnädern halten würde bzw. was als nächstes kaputt gehen würde.
Firmen, die ihre Produkte verkaufen werben doch jedes Jahr mit neuen Verbesserungen - um das tun zu können müsste man die bestehenden Produkte eigentlich Anhand der meist verkauften Ersatzteile bzw. Defekte verbessern!
Genauso natürlich auch bei Autos - schauen was kaputt geht und diese Teile verbessern - so ein Projekt würde ich gerne mal sehen.

GreeZ psp
 
Warum? Du hast ja die Wahl, beispiel Waschmaschine.
Du kannst eine billige für 250€ kaufen die 5 Jahre hält oder eine Miele für 800€, die ewig hält... :unknown:
Es gibt einfach Produkte, bei denen "Geiz ist geil" auf lange Sicht teurer ist...

Naja, ich hab auch schon bei ziemlich teuren Haushaltsgeräten Konstruktionen gesehen, die irgendwo zwischen "Leichtsinn" und "Sollbruchstelle" einzuordnen sind. :D
Gerade bei Elektronikprodukten sind Preis und Qualität eigentlich recht schwach korreliert (anders als beispielsweise bei einem Sofa oder einem Bett), gute und schlechte Produkte unterscheiden sich häufig nur in ein paar Pfennigartikeln.
 
Schön zu sehen war auch letztens das "Getriebe" eines Mixers - alles Plastikteile.
Die eigentlich teuren Teile (Motor & Schalter) sind ja alle noch funktionsfähig, aber man kann das Gerät dann nicht mehr benutzen.

GreeZ psp
 
Richtig so. Dummheit des "Spezialisten", weil er dann alle 2 Tage in den Baumarkt rennen muss. Strafe für den Baumarkt, so einen Schrott zu verkaufen. Ein Winkelschleifer ist nun mal ein Werkzeug, dass zu funktionieren hat.


Allerdings ist die geplante Obsoleszenz meist direkt an die Garantie-/Gewährleistungsdauer gekoppelt.

Das heißt es sollte nur Geräte von hoher Qualität geben?
Ich bin mir eben nicht sicher das es IMMER nur an cent-Artikeln liegt die das Gerät stabilier machen, das ein guter Winkelschleifer dann für 200€ dann eine gigantische Gewinnspanne hat und in der Produktion auch nur 3€ kostet? - Nur vernünftige Teile nutzt?

Für mich gibt es eben durchaus auch einen Markt für günstig produzierte Geräte - das heißt ja eben nicht zwingend das ich dieses Gerät alle 4 Monate dann weg schmeiße und neu kaufe sondern nur seltener und für einfachere dinge nutze.

Das es Quatsch und Absicht ist extra billige Verschleißteile zu nutzen wie die Kunststoff-Zahnräder bezweifle ich ja nicht und finde ich eben so scheiße - und gehört für mich Verboten! Nur ich stelle mir die Frage wie eine Regelung aussehen müsste die allen oder möglichst vielen Gerecht wird.
Eine vernünftige Lösung dafür habe ich noch nicht gelesen.
Eine Garantierte Mindestbetriebsdauer von 5 Jahren halte ich eben bei sehr vielen Produkten auf dem Markt im Moment für nicht möglich.
 
@drfuture
Ich finde man sollte bzw. darf das gar nicht alles regeln.
Viele mögen behaupten es ginge ohne Regelungen nicht, aber ich finde, es muss einfach mal mehr Hersteller geben, die ehrlich sind - damit werden die auch genug Kohle machen und letztendlich müssen die anderen nachziehen weil sich das herumspricht.

GreeZ psp
 
Warum? Du hast ja die Wahl, beispiel Waschmaschine.
Du kannst eine billige für 250€ kaufen die 5 Jahre hält oder eine Miele für 800€, die ewig hält... :unknown:
Es gibt einfach Produkte, bei denen "Geiz ist geil" auf lange Sicht teurer ist...

ja is klar, Miele zockt genauso dreist ab, les dich mal durch :unknown:
Nur haste da deine 1000€ nach 2 Jahren Garantie schon verschleudert und stehst da. Bei ner 250€ Maschine weißte wenigstens, dass du nach 2 Jahren eh nix mehr erwarten kannst.

Hatte bis vor kurzem eine Bauknecht Waschmaschine (wie die vorher auch, die hielt 19 Jahre). Und hoppla, exakt nach 2,5 Jahren Elektronik futsch. Wenn Hersteller sowas absichtlich bauen, dann heißt es für mich: kein Bauknecht mehr, kein Gerät, aus Ende. Denken die nicht weiter oder kaufen die Leute sich erst recht wieder eine? tja :rolleyes:

Jetzt hab ich ne Gorenje hier stehen, die vermutlich mittlerweile bessere Innenteile hat als Mister Bauknecht mit 2 Jahren Extragarantie. Da hab ich 4 Jahre was davon, rentiert sich mehr als die sogenante "Qualität" made in Germany, die in Germany auch nur die Klappe draufbasteln :confused:
 
Das Problem ist auch, dass viele Leute keine Ahnung haben und denken, dass 2 Jahre viel sind bei einer Waschmaschine, die fast täglich genutzt wird.
Dem ist aber eben nicht so - die Dinger sollten eigentlich mindestens 10 Jahre halten.
Solche Leute würden sich dann nach 2 Jahren dieselbe nochmal kaufen ;)
Bei den Waschmaschinen waren es laut einer Doku, die ich vor längerem gesehen habe die Heizstäbe, die so gerne kaputtgehen was wohl früher nicht der Fall war.

GreeZ pspzockerscene
 
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