Fingerabdrucksensor meines S5 umgehen

So, da ich eine PN bekommen habe und meine Antwort jetzt in eine ganze Anleitung mutiert ist, poste ich die hier mal schnell.

Timo schrieb:
wenn ich "Datei" --> "Neu" wähle, dann kann ich unter "Erweiterte Einstellung" Parameter vorgeben. Aber was meinst du mitr "Dialog"? Bezeichnest du damit an sich die Parameter? Oder muss irgendwo "Dialog" stehen? Und du sagts 300 dpi (dots per inch) - was muss ich oben bei der Bildgröße eingeben? Also über den Erweiterten Eisntellungen? Dann kommt eine X- und Y - Achse - dort jeweils 300 eintragen? Daneben kann man aus einer Dropbox Angaben auswählen, aber "dpi" ist nirgendwo dabei.


Du bist schon im richtigen Dialog (^^) – hab dir mal einen Screenshot gemacht:

zf2XPZb.png

DPI = Dots per Inch, PPI = Pixel per Inch. Meistens verwenden die Leute das synonym, aber PPI meint eigentlich eine Pixeldichte an Monitoren und DPI eine Punktdichte z.B. beim Druck. Das ist nicht 1:1 zu übersetzen, aber in der Praxis sind die beiden Begriffe synonym.

Da wir hier in einem Rastergrafikprogramm arbeiten, sind es natürlich Pixel per Inch. Die 300 kannst du wie oben beschrieben einstellen, dann noch die Größe auf irgendwas beliebiges einstellen – ich hab das hier mit 600*600px gemacht – und weiter gehts. Dann importierst du noch den Scan deines Fingerabdrucks auf eine neue Ebene und passt die Ebenengröße über Ebene → Ebene skalieren... auf die gemessene Breite an:

aYmhDXY.png

Hier kannst du ja – da du vorher die "richtige" PPI-Zahl eingestellt hast, die du später auch beim Drucken verwenden musst – ohne Probleme eine Einheit in cm angeben. Das Programm rechnet dann automatisch die passende Pixelgröße aus ;)

Ich habe im Beispiel-Screenshot eine andere Pixeldichte (72ppi) gewählt, wenn das vorkommt kannst du die PPI-Zahl über Bild → Druckgröße... wie beim Neu-Dialog einstellen.


Ich denke, jetzt sollten alle Fragen ausgeräumt sein. Alles weitere kannst du ja dann mit einer einfachen Google-Suche beantworten, ich dachte nur ich erkläre es noch einmal detailliert hier. :p
 
Denkst du, Timo raubt eine Bank aus mit dem Fingerabdruck?
Was ich denke, spielt dabei eigentlich eine untergeordnete Runde. Ich verweise dezent auf Beitrag 17 und auf den Umstand, dass im Zweifel ein Beschuldigter seine Unschuld beweisen muss, so lange und weil biometrische Sicherungsverfahren mit bpsw. Fingerabdruck bisher als sicher gelten.
Natürlich kannst du über Politiker, Ermittlungsbeamte etc. lachen, wenn (oder besser weil) die vielleicht so naiv sind und an eine 100% Sicherheit glauben. Die wird das aber vermutlich nicht interessieren.

Vergleichbar dürfte das vermutlich mit der "unknackbaren" PIN bei EC-Karten sein, bei denen natürlich auch erst mal ein Nachweis erbracht werden musste, dass PINS z.B. durch Ausprobieren geknackt werden konnten.
Oder bspw. hier ein aktuelleres Vorgehen.

Die angebliche "Sicherheit" schützt vor allen Dingen erst mal den Anbieter bzw. richtet sich im Missbrauchsfall gegen den Benutzer.

Im Übrigen möchte ich dem TS hier auch gar nichts unterstellen, stelle aber auch nicht - wie du - automatisch in Abrede, dass sich evtl. jemand mit unlauteren Absichten hier Tipps abholen möchte.
Vorwerfen, wenn man das so nennen möchte, kann man unserem lieben Timo allerdings, dass er hier gefragt hat. Ich hätte es ganz einfach ausprobiert und wüsste vermutlich längst, wie ich einen richtigen Fingerabdruck faken könnte. Und das ganz ohne Diskussionsbedarf und ohne Wartezeiten auf eine passende Antwort. Also frei nach Mario Barths Freundin: Nicht quatschen - machen...! :p
 
Meine Argumentation war nur, dass man mit einem Fingerabdruck sicher keine Bank ausrauben kann, weil Fingerabdrücke als einziges biometrisches Merkmal durch kein Security-Audit durchrutschen.

Was irgendwelche Leute mit ihren iPhones machen ist natürlich deren Problem, hier über offensichtliche Schwachstellen in Authentifizierungsmethoden zu quatschen ist auf keinen Fall verwerflich und meiner Meinung nach sogar eher der allgemeinen Sicherheit dienlich.

Wenn schon Teenager wissen, wie man Fingerabdruckscanner umgeht, werden sich die Verantwortlichen vermutlich zwei Mal überlegen, den neuen supersicheren Tresor nur mit einem Fingerabdruck sichern zu lassen.

Wer sich auf Fingerabdrücke verlässt, ist ein Idiot. Das wird jeder Gutachter bescheinigen und das ganze Dilemma durch Security by Obscurity zu verschleiern hilft überhaupt niemandem. Wie gesagt, es gibt schon Videos zur konkreten Sache, mit ein paar Minuten googlen wäre man sicher auch darauf gekommen. Aber im infantilen Alter des TS weiß man unter Umständen nicht, wie man richtig eine Suchmaschine bedient.

Ist natürlich auch nicht toll, alles drei Mal wiederkäuen zu müssen. Aber mich selbst hat dieses Thema interessiert und wenn ich der Ansicht wäre, meine Mühe würde einem unlauteren Zweck dienen, würde ich das sicher nicht machen.

Kurze Ergänzung zur Sicherheitslücke an sich: Man sollte immer etwas, das man bei sich trägt (z.B. Fingerabdruck, Keycard, Schlüssel) mit etwas kombinieren, was man weiß (PIN, Passwort, Muster). Wenn man das nicht macht, hilft einem der schönste Finger oder die sicherste Karte nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch mal ein kurzer Einwand in Meta-Richtung, bevor ich nochmal versuche, was sachliches beizutragen: Derzeit sind halt Weihnachtsferien, wenns um ne Arbeitsbeschaffungsmaßnahme geht, kann man ruhig den jugendlichen Experimentiergeist mit Ideen und Hilfestellungen füttern, wenn man seine Zeit dafür zu begrenzt hält, lässts man halt bleiben, gab dazu kürzlich auch einen sehr ausführlichen Beitrag von Kugelfisch.

Zurück zur Sache: Vielleicht ist das viel interessantere, als zu zeigen, dass es prinzipiell funktioniert, was ja bereits geschehen ist, wie tolerant das System tatsächlich ist. Also nachdem du eine erfolgreiche Kopie deines Fingers angelegt hast, die vom Handy auch erkannt wird, kannst du mal ein bisschen am Fingerabdruck drehen, einen Wirbel entfernen, einen hinzufügen, den Fingerabdruck deutlich größer oder deutlich kleiner machen usw. Die Ergebnisse dessen wären sicherlich auch für die interessant, die hier "unnötig" schreien :)
 
Mich würde vor allem interessieren: Wenn ich mich in den Finger schneide, dass es richtig rumsaut, kann ich dann immer noch mein Handy entsperren? *scnr*
 
Aus aktuellem Anlass:

Golem.de schrieb:
Schon vor zehn Jahren etwa erwarteten Rieger und Ron kaputte Biometrie. Mittlerweile ist es soweit: Iris-Scanner sind leicht zu knacken. Mit modernen Fotoapparaten und guten Druckern ist es möglich, die notwendigen Daten zu reproduzieren. Kompromittierte Passwörter lassen sich leicht austauschen - das ist bei einer Iris jedoch nicht so einfach. Ähnlich sieht es bei Fingerabdrücken aus. Der Sensor des iPhone 5S wurde seinerzeit in wenigen Tagen überwunden, obwohl der Apple-Sensor deutlich besser ist als die Sensoren, die in sicherheitsrelevanten Bereichen etwa vom Staat eingesetzt werden.
 
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  • #28
Zunächst an alle VIELEN DANK!!!

Konnte leider nicht früher antworten - viel zu lernen :(

@ Elgitarre

Mit dem Scanner 1:1 Scannen und Größe beibehalten.

O.K., vielen Dank!!

@Kugelfisch

Anderseits ist das Vorgehen dann, wenn diese Grössen bekannt sind, unnötig aufwändig.

Also Monitor hat 1920 x 1080 Pixel, es wird ein Brother DCP-195c Drucker verwendet und ich nehme entweder IrfanView oder besser Gimp.

Aber welche Konfig des Programmes (also Bildbearbeitung) meinst du?

Druck auf diesen Wert setzen

Wie geht das denn genau?

@phre4k

Lass dir von ein paar Idioten die Teilnahme an diesem Forum nicht vermiesen. Bei mir kommen manche Menschen auf die Ignorierliste und ich versuche sie so gut es geht zu übergehen. Wie im echten Leben – vielleicht hast du das schon einmal gehört – gibt es Menschen, die Scheiße verzapfen, natürlich auch in Foren. Wenn dich im echten Leben in der Schule einer nervt, wechselst du doch auch nicht gleich die Schule, oder?

Hehe, des stimmt. Aber eigentlich sind alle nett :T


In GIMP – übrigens einem sehr guten, freien Bildbearbeitungsprogramm – würde ich dazu die Druckgröße per Datei → Neu... Dialog (unter Erweitert) oder später unter Bild → Druckgröße auf 300dpi setzen und dann den Fingerabdruck ausschneiden und auf eine extra Ebene legen.
Diese Ebene dann über Ebene → Skalieren auf die entsprechende Breite (mein Zeigefingerabdruck ist ca. 1,6cm breit) skalieren. Über Datei → Drucken → Bildeigenschaften kannst du dann die Ausgabedruckgröße noch einmal überprüfen (sollte allerdings stimmen) und ausdrucken.


VIELEN DANK!!! Soabld ich zeit habe, wered ich das testen.

@bevoller

Es soll tatsächlich Leute geben, die sich für ihre kriminellen Vorhaben Tipps in Foren suchen

Also derjednige sollte es lieber lassen, da er definitv zu wenig weiß.

@accC

Daraus folgere ich, dass es keinen Sinn macht dem TS jetzt beizubringen, wie er vorgehen soll.

Ich möchte es aber gerne selber probieren.

@Teufelskreis

DEine anleitung ist auch wirklich umfangreich, danke!

@phre4k

Du bist schon im richtigen Dialog (^^) – hab dir mal einen Screenshot gemacht:

Danke!
 
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