Fahrlässige Brandstifftung am Krefelder Zoo tötet über 30 Tiere

Genauso passend, unpassend oder Blödsinn wie die Äußerung "Es gibt kein Szenario, wo ein Meldesystem geholfen hätte." :unknown:
 
Das Thema Meldesystem hat direkt etwas mit dem Brand zu tun. Deine juristische Unkenntnis aber nicht.
 
Gibt es begründete Zweifel daran das eine einfache Sprenkleranlage mit Alarmventilstation in einem solchen Bereich (Staub, Hitze, Luftfeuchtigkeit) nicht funktioniert?

Mir stellt sich die ganze Zeit die Frage wieso man nicht einfach so-etwas einsetzt. Man kann ja die Flüssigkeiten entsprechend ändern damit diese zur jeweiligen Situation passen.

Ich hoffe diese Art der Diskussion ist hier erlaubt, da es meiner Ansicht nach etwas mit dem Thema zu tun hat.


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Ich persönlich finde es auch schwierig jetzt die Schuld auf die Frauen abzugeben. Meiner Ansicht nach gibt es keinen eindeutigen beweiß der zweifellos zulässt das die Laternen die Ursache waren.

Da es in der Neujahrsnacht passiert ist, könnten es auch Raketen gewesen sein. Glutnester können immerhin über Stunden glühen bevor sie ein Brand auslösen. Wie sehr ihr das ?

(Bevor einer kommt, selbstverständlich ist es nicht schön was passiert ist, aber ich möchte hier nur verschiedene Szenarien diskutieren)
 
Hab da auch was gelesen. Da ist unter anderem ein Besoffener auf die Idee gekommen eine Rakete im eigenen Wohnzimmer zu zünden. Da ist es scheiß egal wie oft die geprüft wird. Die steckt trotzdem die Bude in Brand.

Aber sofort und im Umkreis von 50m - nicht 20min später und 10km weiter.
 
Eine Rakete im Wohnzimmer anzünden ist natürliche Auslese, das geht in Ordnung.

Eine Feuerlöscheinrichtung hätte da durchaus was ändern können. Keine Ahnung, warum das manche abstreiten. Auch die Einsatzkräfte hätten dadurch eher alarmiert werden können. Ganz davon abgesehen sollte die Haltung von Tieren in einem Zoo (zu der ich noch eine ganz andere Meinung habe) unter deutlich andere Auflagen gestellt werden. Wenn der Zoo keine Mittel hat, um solche Gehege entsprechend sicher einzurichten, dann gehören die Tiere da nicht hin. Und wenn der Staat sowas wie Zoos duldet oder vielleicht sogar will, dann ist er in der Pflicht, diese Einrichtungen entsprechend zu kontrollieren und bei Bedarf zu unterstützen. Was natürlich den Tätern in keinster Weise Schuld abspricht.
 
Kai Günther schrieb:
In dem konkreten Fall ist es natürlich so, daß das Feuer von außen kam. Da nutzen Brandmelder im Inneren natürlich auch wenig. Und es ist auch sehr schwierig eine Brandmeldeanlage in solche Gebäude einzubauen. Weil wir haben Staubbelastung, wir haben unterschiedliche Temperaturverhältnisse, wir haben die Tiere, die möglicherweise die Anlage manipulieren können und Brandmelder von der Decke reißen.

Die Tieren hätte es bei den Gegebenheiten auch nicht gerettet, da hätten dann die Polizisten, die mit bereiten Waffen zum Schutz der Feuerwehrleute dort standen, von diesen Gebrauch machen müssen.
 
Ich bin kein Feuerwehrmann und kenne auch dieses Affenhaus nicht, aber eine automatische Rauchabsaugung und Sprinkleranlage hätte doch Rauchgase und Feuer beseitigt - oder irre ich mich da?
 
Ja, Du irrst.
Rauchabsaugung und Sprinkleranlage mögen einen Nutzen haben, wenn innerhalb eines Gebäudes ein Feuer ausbricht.
Hier ist es eine Stahlkonstruktion mit einer Außenhaut und viel Glaswänden. Im Inneren Beton und Bepflanzung und kaum Brennbares.
Das Haus hat also außen gebrannt, da bringen Maßnahmen drinnen nichts.

Wieweit solche Anlagen bei Dachstühlen helfen könnten, als auch bei Kirchen wie z.B. Notre-Dame, wo die Konstruktion unter dem Dach brennen kann, wäre eine andere Frage.
 
Wenn nur die Außenhaut gebrannt hat - wie konnten dann die ganzen Affen sterben? Hätten sich ja nur in der Mitte weit weg vom Feuer hinsetzen müssen?
 
Weil Feuer eine größere Ausdehnung hat als das brennende Material, was von der Hitzewirkung noch übertroffen wird.
Von dem Rauch ganz zu schweigen.
 
Ich bin kein Feuerwehrmann und kenne auch dieses Affenhaus nicht, aber eine automatische Rauchabsaugung und Sprinkleranlage hätte doch Rauchgase und Feuer beseitigt
Ja, mit Sicherheit. Ich verstehe auch nicht, wieso hier vehement abgestritten wird, dass solche automatischen Brandmelde/Löscheinrichtungen etwas gebracht hätten. Stattdessen irgendwas mit "Polizei" und "Waffen". :rolleyes:

Und dafür, dass hier um die Affen so einen Wind gemacht wird, wird dann auf der anderen Seite die Kosten für solche Brandmeldeanlagen ins Spiel gebracht. "Kann sich der Zoo nicht leisten" - auch eine Möglichkeit zu sagen, wie wenig die Tiere (und Menschen) im Zoo denen Wert sind. Immerhin kann zu jeder Zeit ein Feuer bei den technischen Systemen ausbrechen und auch die Mitarbeiter gefährden - ganz unabhängig von Silvester.
Ob Vermieter von Häusern sich auf den Kostenaspekt berufen können? "Nö, die Feuermelder sind zu teuer, die lassen wir mal weg." Ok, zugegeben, beim BER wurde es zumindest versucht.

Ist auch nur zweitrangig - die Frauen gehören natürlich entsprechend bestraft.. allerdings: Solange man sich noch mit Alkohol zuschütten und mit einem PKW andere Leute zu Klump fahren kann - und es als Konsequenz dann für die Täter nur eine kleine Geld"Strafe" oder Bewährung gibt - braucht man sich nicht an den Frauen abzuarbeiten. Die wollten wohl immerhin tatsächlich nichts böses.
 
Der Herr Günther ist nicht nur vom Fach, sondern auch im Bereich dieses Brandes zuständig.
Interessanter wäre es, warum hier ohne Ortskenntnisse Personen erklären können wollen, wie das hätte verhindert werden können. :rolleyes:

Und wenn Du das mit der Polizei und den Waffen nicht verstanden hast, dann frag doch einfach!

Und das was Du zu Alkohol und Straftaten sagst gehört weiterhin nicht zu diesem Thema und bleibt auch weiterhin falsch und totaler Blödsinn.
 
Damit wir uns hier mal nicht weiter im Kreis drehen:

Mit diesem Tweet hat sich der Hersteller bei Weitem keine Freunde gemacht:

Ich weiß ja nicht, wer dort für Social Media zuständig ist, aber das war ja mal eindeutig ein Griff ins Klo :m
 
Von dem Rauch ganz zu schweigen.

Und da die meisten Lebewesen bei einem Feuer nicht durch das Feuer an sich, sondern durch eine Rauchgasvergiftung sterben, liegt es immer noch nahe, in solchen Tiergefängnissen Brandschutzanlagen zu installieren. Ein Rauchabzug zieht nicht nur den giftigen Rauch ab, sondern auch extrem heiße Luft. Somit wird ein Ausbreiten des Feuers zumindest erschwert.

Es ist Irrsinn und Dummheit gegen Brandmelde- und bekämpfungsanlagen in solchen Einrichtungen zu sein.

Ich bin übrigens ausgebildeter Feuerwehrmann, wenn auch im Schwerpunkt Strahlenschutz.
 
Es geht nicht darum gegen Brandschutzanlagen zu sein, sondern um die Tatsache, daß in diesem Fall dadurch keine Leben hätten gerettet werden können.
 
Mal für die anderen als Erklärung. Wir reden hier nicht von Büros, Wohnräumen oder Schulräumen. Nicht einmal von einem Altersheim voller bettlägeriger Bewohner. Es geht hier um Wildtiere. Und auch wenn man das gerne vergißt, um potentiell gefährliche Tiere.







Denken wir uns mal die 4 Terrarien mit den Kleintieren weg, dann bleiben 4 Gehege. 2 für Orang-Utans, denn selbst innerhalb einer Art muß man teilweise separieren, eines für die alten Gorillas und dann noch das Schimpansengehege.

Jetzt machen wir mal ein Gedankenexperiment und denken uns das Feuer weg und denken nur an eine Übung. Es besteht also für die Feuerwehrmänner keine sonstige Gefahr, kein Zeitdruck und die Tiere sind nicht in Todesangst und Panik.
Aufgabe: Evakuierung von 4 Gehegen über einen einzigen Zugang durch den Wirtschaftsteil.

- Die Affen aus verschiedenen Gehegen dürfen sich nicht begegnen.
- Die Affen kennen die fremden Gestalten in voller Montur nicht.
- Die Feuerwehrleute kennen keine Tiere und haben keine Ahnung, wie mit ihnen umzugehen ist
- wohin mit den Tieren?


Bei Feuer ist das Ganze dann noch schwieriger.

Vielleicht wird jetzt noch dem einen oder anderen, dem das bislang noch entgangen ist, klar, was für ein Dilemma hier vorliegt.
Das Feuer ist nämlich nicht die einige Gefahr für das Leben der Tiere, sondern es kommt noch die Pflicht die Bevölkerung vor ihnen zu schützen dazu.

Ich erinnere dabei an den Ausbruch von "nur" 2 Schimpansen 1985 in Köln, auch wenn da noch die Tierhaltung konzeptionell anders war und der Affe Petermann ein tragischer Fall von falsch verstandener Affenliebe, die aus heutiger Sicht undenkbar erscheint.
 
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