Für so ein Konzept mit Sprintrennen wäre das gar keine dumme Idee. Das bringt auf jeden Fall immer recht viel Spannung weil dann die guten Fahrer viel überholen müssen. Selbst mit Reverse Grid waren meist immer die gleichen vorne, die mussten sich eben bei den Reverse Grid Rennen nur etwas mehr anstrengen. Das hat man in der Tourenwagen-WM bzw. heute WTCR gesehen. In den Jahren wo erst Citroen etc. und Hyundai alles in Grund und Boden gefahren haben, da waren die Rennen mit Reverse Grid echt spannend. Meist waren die nach zwei Runden durch das halbe Feld, aber manchmal hatten die echt zu kämpfen und das bot Spannung ohne Ende bis zum Schluss. In der TCR-Germany findet das auch Anwendung und funktioniert ebenfalls ganz gut.
Das funktioniert also auch in Rennserien ohne Einheitsfahrzeuge ganz gut. Man hat ja gesehen, dass es auch auf das Setup ankommt. Während Hamilton recht gut durch das Feld gekommen ist konnte Bottas nicht so wirklich den Vordermann angreifen. Das ist auch immer eine Frage vom Setup, so steht es ja auch in dem Artikel, den Shaunie verlinkt hat. Mercedes stellt die fahrzeuge aktuell so sein, dass man eine Runde super schnell ist und dann von vorne das Rennen gestalten kann. So müsste man dann einen anderen Weg gehen.
Ich würde mir eher auf Strecken wie Monza ein spezielles Qualifying wünschen. Das war ja letztes Jahr auch so, dass alle super spät raus sind um Windschatten beim Vordermann zu bekommen und es in Summe wie ein Bummelzug wirkte und sich damit ein Haufen Fahrer die Runden versaut haben. Sowas wie Ein Shoot-Out, wo jeder Fahrer am Stück zwei schnelle Runden alleine auf der Strecke hat und dann ohne Verkehr eine Zeit setzen kann.
Das werden wir im Dezember beim zweiten Rennen in Bahrain auch erleben. Das wird ja auf dem äußeren Kurs stattfinden und der besteht fast nur aus Geraden. Da ist also der Windschatten wieder extrem wichtig und der Kurs ist so kurz, dass man bei den notwendigen Abständen für guten Windschatten gar nicht alle Autos auf die Strecke bekommen würde.