Seit ihr dafür Religionen (in Deutschland) generell zu verbieten?
Verbote sind selten etwas gutes. Aufklärung und Verständnis für eine Atheistische Weltsicht schafft man damit keine. Ist eher kontrapoduktiv, immer wenn man Lebenseinstellungen unterdrückte sahen sich jene die diese lebten eher darin bestätigt, als diese zu hinterfragen.
Habt ihr selber nur für Euch entschieden, dass es nichts für Euch ist, lasst aber andere machen was sie wollen?
Da ich zum Atheismus mit ca. 12 Jahren kam war meine Jugend geprägt davon andere von dem Unsinn Religion abzubringen, Erfolg hatte das allerdings nie, gab nur hohen Blutdruck. Heute, wo ich alt und weise bin (haha) vermeide ich es dieses Thema in Diskussionen anzusprechen. Natürlich gebe ich kontra wenn die Gegenseite ihre Theorien propagiert, aber für mich persönlich sind Gläubige Menschen gleichzusetzen mit jenen armen Leuten die Wahnvorstellungen plagen. Mit denen setze ich mich auch nicht hin und diskutiere diese, das ist völlig fruchtlos.
Abneigung nur gegen Spezielle Religionen? Welche? Warum?
Jeder Glaube an ein Anbetungswürdiges Wesen ist in meinen Augen lächerlich. Da gibt es keine Ausnahme.
Welche Erfahrungen, im Schlechten wie im Guten, habt ihr selber mit Religionen gemacht? Oder kommt eure Einstellung nur vom Höhren-Sagen?
Da gibt es viele. Schlüsselerlebniss war wohl der katholische Religionsunterricht, den ich ab der 5. Klasse besuchen musste. Als ungetaufter, freier Geist. Meine Eltern haben mir keinerlei Doktrin mitgegeben, bei uns zuhause war Religion einfach keinerlei Thema. Es wurde auch nicht darüber gesprochen wie dumm es ist zu glauben o.ä. - Es war einfach absolut nie Thema.
Nachdem ich dann, auf werben unserer Religionslehrers hin, die Bibel gelesen hatte (als einziger in der damaligen Klasse), war es für mich vollkommen absurd dass deren Inhalte ernsthaft besprochen werden, sich Menschen heutzutage noch danach richten, und man zu einem so launigen, geradezu pubertär willkürlich wirkenden Wesen wie dem Gott des alten Testaments betet. Ich wollte das Verstehen, aber egal an wen ich mich wendete, überall wurde vom Gläubigen erstmal verlangt kritiklos Dinge und "Fakten" zu akzeptieren die für mich völlig unhaltbar sind. Dieses Bild wiederholte sich als ich mich mit anderen Religionen befasste, und spätestens der Umstand dass für den Gläubigen der einen Religion alle anderen Religionen irrlehren sind (und umgekehrt) hat mich zu dem schluss gebracht dass Götter nur in den Hirnen ihrer Gläubigen existieren. Somit ist Religion selbst Wertlos, denn ihr innerster Kern ist korrupt. Das ablenken von diesem Fakt durch das ständige herunterleiern von "Religion doch so viel mehr ist etc." , und der immer wiederkehrende vorwurf dass Menschliche Moral nur aus so etwas banalem wie "Bibel" / "Tora" / "Koran" /"Hamschamdudeirollen des großen Schmoff" /etc. entstehen konnte, sind die unangenehmen erfahrungen die ich immer wieder mit Glauben mache.
Woher kommt diese Angst vor fremden Kulturen? "Islamisierung des Abendlandes", was soll das bitte bedeuten? Ist ja nicht so als würden die Moslems daher kommen und alle Christen und Atheisten unterwerfen und sie zwingen zu konvertieren
Menschen haben immer Angst vor veränderung der Zustände in denen Sie leben. Davon bin auch ich nicht frei. Ich denke aber dass die Erkentniss dass das ganze Leben und die Existenz der Menschlichen Rasse seit je her aus Veränderung Weiterentwicklung und Evolution besteht dabei hilft Gewisse Dinge mit einer größeren Gelassenheit zu sehen. Die fehlt natürlich Hooligans und ähnlichen Kleingeistern. Daher die Angst vor allem Fremden.