Einstellungen zu Religion in Deutschland

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Also könnte man zwar zu dem Konsens kommen, dass sie zwar AUS der Kirche kamen, aber auch von der Kirche unterdrückt wurden.

Das ist der übliche Lauf der Dinge. Die große Industrie hat die handwerkliche Produktion marginalisiert, aus der die entstanden war. Und die Wissenschaft ist nun mal aus der Religion entstanden. Keine Religion am Anfang, keine Wissenschaft später.

Anfangs hat Gott mitgeholfen. Zum Beispiel beim Gesetz, dass alle Körper gleichschnell fallen. Wie hat Galileo das rausgekriegt. Nicht experimentell, sondern mittels Religion.

Nehmen wir an, schwere Körper fallen schneller als leichte. Kann das sein? Nein. Und warum?

Wir binden einen schweren und einen leichten Körper zusammen. Der Kombikörper müsste einerseits langsamer fallen als der schwere allein, weil der leichte Körper seinen Fall verzögert. Andererseit müsste der Kombikörper schneller fallen, weil er ja nun schwerer ist. Konklusion: In einer von Gott dem Schöpfer geschaffenen Welt dürfen korrekte Schlussfolgerungen nicht zu einander widersprechenden Ergebnissen führen. Also ist die Prämisse falsch.


Aber es gibt auch Zeitgemäße Problematiken, die gegen die Religionen erkämpft werden:
Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, etc

Man muss genau hingucken. Die Kirche kann auch progressiv sein. Für beide Haltungen gibt es Beispiele.
 
Ich hab, soweit ich weiß, in keinem meiner Beiträge das Wort Gott, die Bibel, irgendwelche Gebote, oder eine mystische Figur erwähnt, oder? ;)
Vielleicht sollte man einmal Abstand davon nehmen, Gott als menschliches Wesen oder als Figur zu sehen, sondern meinetwegen als Energie oder sowas. Aber um Gott geht es doch im Grunde gar nicht. Zumindest mir nicht.

Auch geht es nicht um Unterwerfung, Kirche oder Sekten :D

Ich finde es nur etwas, wie soll ich es ausdrücken, eingeschränkt (:D) all das, was ich mir selbst nicht erklären kann, zu verwerfen und die Erfahrung, die viele Menschen gemacht haben (zum Thema Nahtod), als Spinnerei abzustempeln.

Glaubst du an die Seele? Ich für mein Empfinden glaube, dass jedes Lebewesen sowas besitzt. Die Seele ist etwas, dass das Lebewesen individuell macht und zu dem macht, was es ist. Warum sollte dieses Ding nicht auch außerhalb der körperlichen Hülle irgendwas sein? :unknown:
 
Ah, da liegt der Crux begaben, ich hab das mit Gott irrtümlicher weise, wegen dem Film angenommen :unknown:
Dafür entschuldige ich mich.

Ich finde es nur etwas, wie soll ich es ausdrücken, eingeschränkt (:D) all das, was ich mir selbst nicht erklären kann, zu verwerfen und die Erfahrung, die viele Menschen gemacht haben (zum Thema Nahtod), als Spinnerei abzustempeln.
Ich verwerfe nicht alles, was ich mir nicht erklären kann.
Ich gehe nur davon aus, dass es Naturgesetzen unterliegt (vllt auch welchen, die mir/der Menschheit) Unbekannt sind.
Und ich gehe davon aus, dass sich Naturgesetze nicht widersprechen, tun sie dieses ist eins oder beide Falsch.

Auch Psychologische Ereignisse sind keine Spinnereien.
Aber sie finden in meinem Kopf Statt. Wenn ich Halluzinationen habe, sind sie real. Allerdings sind sie nur in meinem Kopf real. Wie meine Emotionen und Gefühle für mich real sind.

Aber auch die Unterliegen Physikalischen Naturgesetzen

Glaubst du an die Seele? Ich für mein Empfinden glaube, dass jedes Lebewesen sowas besitzt. Die Seele ist etwas, dass das Lebewesen individuell macht und zu dem macht, was es ist. Warum sollte dieses Ding nicht auch außerhalb der körperlichen Hülle irgendwas sein? :unknown:

Nein, Glaube ich nicht.
Die Individualität des Menschen bestimmt sich aus seiner Physischen Beschaffenheit:
Gene, Umwelteinflüsse.
UND
Erfahrung und dessen Verarbeitung.

Aber wir sind wieder beim Thema Glauben.
Gegen Glauben habe ich nix, solange er nicht zu Religiös motivierten Ungerechtigkeiten führt.
 
@Topic: Ich denke es sind sich doch alle einig, dass jeder Mensch glauben, denken, tun und lassen kann was er will, solange er nicht in die Freiheitssphäre eines anderen eingreift. Würde die Gesetzeslage diesem Ideal entsprechen wäre ich sehr zufrieden! :)
 
Seit ihr dafür Religionen (in Deutschland) generell zu verbieten?
Verbote sind selten etwas gutes. Aufklärung und Verständnis für eine Atheistische Weltsicht schafft man damit keine. Ist eher kontrapoduktiv, immer wenn man Lebenseinstellungen unterdrückte sahen sich jene die diese lebten eher darin bestätigt, als diese zu hinterfragen.

Habt ihr selber nur für Euch entschieden, dass es nichts für Euch ist, lasst aber andere machen was sie wollen?
Da ich zum Atheismus mit ca. 12 Jahren kam war meine Jugend geprägt davon andere von dem Unsinn Religion abzubringen, Erfolg hatte das allerdings nie, gab nur hohen Blutdruck. Heute, wo ich alt und weise bin (haha) vermeide ich es dieses Thema in Diskussionen anzusprechen. Natürlich gebe ich kontra wenn die Gegenseite ihre Theorien propagiert, aber für mich persönlich sind Gläubige Menschen gleichzusetzen mit jenen armen Leuten die Wahnvorstellungen plagen. Mit denen setze ich mich auch nicht hin und diskutiere diese, das ist völlig fruchtlos.

Abneigung nur gegen Spezielle Religionen? Welche? Warum?
Jeder Glaube an ein Anbetungswürdiges Wesen ist in meinen Augen lächerlich. Da gibt es keine Ausnahme.

Welche Erfahrungen, im Schlechten wie im Guten, habt ihr selber mit Religionen gemacht? Oder kommt eure Einstellung nur vom Höhren-Sagen?
Da gibt es viele. Schlüsselerlebniss war wohl der katholische Religionsunterricht, den ich ab der 5. Klasse besuchen musste. Als ungetaufter, freier Geist. Meine Eltern haben mir keinerlei Doktrin mitgegeben, bei uns zuhause war Religion einfach keinerlei Thema. Es wurde auch nicht darüber gesprochen wie dumm es ist zu glauben o.ä. - Es war einfach absolut nie Thema.
Nachdem ich dann, auf werben unserer Religionslehrers hin, die Bibel gelesen hatte (als einziger in der damaligen Klasse), war es für mich vollkommen absurd dass deren Inhalte ernsthaft besprochen werden, sich Menschen heutzutage noch danach richten, und man zu einem so launigen, geradezu pubertär willkürlich wirkenden Wesen wie dem Gott des alten Testaments betet. Ich wollte das Verstehen, aber egal an wen ich mich wendete, überall wurde vom Gläubigen erstmal verlangt kritiklos Dinge und "Fakten" zu akzeptieren die für mich völlig unhaltbar sind. Dieses Bild wiederholte sich als ich mich mit anderen Religionen befasste, und spätestens der Umstand dass für den Gläubigen der einen Religion alle anderen Religionen irrlehren sind (und umgekehrt) hat mich zu dem schluss gebracht dass Götter nur in den Hirnen ihrer Gläubigen existieren. Somit ist Religion selbst Wertlos, denn ihr innerster Kern ist korrupt. Das ablenken von diesem Fakt durch das ständige herunterleiern von "Religion doch so viel mehr ist etc." , und der immer wiederkehrende vorwurf dass Menschliche Moral nur aus so etwas banalem wie "Bibel" / "Tora" / "Koran" /"Hamschamdudeirollen des großen Schmoff" /etc. entstehen konnte, sind die unangenehmen erfahrungen die ich immer wieder mit Glauben mache.


Woher kommt diese Angst vor fremden Kulturen? "Islamisierung des Abendlandes", was soll das bitte bedeuten? Ist ja nicht so als würden die Moslems daher kommen und alle Christen und Atheisten unterwerfen und sie zwingen zu konvertieren
Menschen haben immer Angst vor veränderung der Zustände in denen Sie leben. Davon bin auch ich nicht frei. Ich denke aber dass die Erkentniss dass das ganze Leben und die Existenz der Menschlichen Rasse seit je her aus Veränderung Weiterentwicklung und Evolution besteht dabei hilft Gewisse Dinge mit einer größeren Gelassenheit zu sehen. Die fehlt natürlich Hooligans und ähnlichen Kleingeistern. Daher die Angst vor allem Fremden.
 

Das selbe hätte wohl ein alter griechischer Wissenschaftler gesagt, bei E=mc²

Oder wenn man jemanden vor 200 Jahren gesagt hätte, dass man mit einer Hand großen Maschine ohne Kabel telefonieren kann :D

Wie du siehst. Rational ist es, zu akzeptieren, dass du sehr wenig weißt und etwas aufgeschlossener wirst.

Dein Hass auf Religion ist total kindisch und kleingeistig
 

ad. absurdum.

Vermutlich weist du nicht mal was die Gleichung bedeutet. :rolleyes:

--- [2014-12-10 20:08 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Sieh bitte ein, dass Der Islamische Gott, Genau so eine Erfindung der Menschheit ist, wie Krishna, Montezuma und Odin.
 


Vielgötterei-Religionen kann man schon mal ausschließen. Da Ockhams Rasiermesser. Bist du vertraut was Ockham aussagt? Lex parsimoniae

Bleiben noch die Monotheistischen. Setzt du deine Vernunft ein, ist es gar nicht so schwierig den richtigen Gott und die richtige Religion zu finden.
 


Sparsamkeitsprinzip. Warum sollte ein vernunftbegabter Mensch davon ausgehen, dass das Universum von mehreren Göttern erschaffen wurde, wenn als Erklärung ein einziger ausreicht?

Wenn deine Geldbörse verloren geht, vermutest du ja auch nicht, dass der von 20 Leuten geklaut wurde, sondern das eine Person sie gefunden hat.

Warum, die waren lange vor den Monotheisten da....

Naja, wenn man lange genug forscht, dann findet man bei den meisten Vielgötterreligionen einen Schöpfergott. Wer weiß, was die Menschen am Anfang glaubten und dann mit der Zeit verunstaltet haben?
 

Das wird mir zu albern...
Geh wieder in den Islamismus Thread und bekehre die Leute da.

Das Problem ist ja nicht Ob ein Gott existiert,
Das Problem, wenn einer existiert, ist der Weg dahin.

Geht man also mal Spaßeshalber davon aus, dass es einen Monotheistischen Gott gibt.
Haben wir ne Menge Optionen:
Welcher von Menschen gemachten Schrift und welcher Interpretationsweise davon müssen wir Folge leisten?

Und dein vergleich ist mal wieder Völlig hirnrissig.
Polytheismus ist für mich nämlich wesentlich Plausibler, schließlich hast du ner Behörde ja auch verschiedene Sachbearbeiter für verschiedene Themen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es findet noch heute Anwendung in der Wissenschaftstheorie und der wissenschaftlichen Methodik. Steht man vor der Wahl mehrerer möglicher Erklärungen für dasselbe Phänomen, soll man diejenige bevorzugen, die mit der geringsten Anzahl an Hypothesen auskommt und somit die „einfachste“ Theorie darstellt.

Ockhams Rasiermesser ist gute Philosophie und wird heutzutage angewandt, wo ist das denn albern? Oo

Geh wieder in den Islamismus Thread und bekehre die Leute da.

:m

Wer redet hier denn jetzt vom Islam schon wieder?

Und das soll reif sein? Puh :D
 
Wie z.B. das Gott existiert. Für dich wird es dann aber zu spät sein und genau deswegen ist dein Bild vom Leben irrational.

Ich zitier mich mal selbst:
Die meisten Religionen binden ihre Gläubigen über die Generierung von Schuld und Sünde an sich. Es sind Einschränkungen und Verbote, die uns die Religionen diktieren wollen.
Ok, ich hab da die Angst und die daraus resultierende Strafe noch vergessen.

Harley Quinn: Wissenschaft ist nicht gegen Religionen gerichtet. Die Wissenschaft hat nicht das Ziel, die Religionen zu widerlegen oder zu verunglimpfen. Dass das trotzdem passiert, ist halt einfach das Nebenprodukt der Vermehrung unserer Erkenntnisse und unseres Wissens.
 
Wer redet hier denn jetzt vom Islam schon wieder?


Setzt du deine Vernunft ein, ist es gar nicht so schwierig den richtigen Gott und die richtige Religion zu finden.

Du bist Muslima...
war einfach nur ne Ahnung...
Orkhams Rasiermesser, wenn du auf eine wahre Religion (Oxymoron) hinaus willst, wird es höchst wahrscheinlich deine eigene Sein.

--- [2014-12-10 20:31 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---


Setzt du deine Vernunft ein
Den hatte ich noch vergessen...
Tu ich, dass ja der Grund, warum ich alle Religionen ablehne.
 


Ich bin absolut deiner Meinung, dass die Wissenschaft gar keine Antworten auf metaphysische Fragen liefern kann, aber aus genau diesem Grund, finde ich dort auch keinen halt. Wenn es um mein "Seelenheil" geht, sind Religionen rationaler, weil sie eine Wahrheit bieten, die mir die Wissenschaft nicht bieten kann. Ich bin pragmatisch. Meine Lebenszeit ist zu kurz und deswegen habe ich nicht den Luxus darauf zu warten, dass der Hawkings die echte Wahrheit findet. Ich muss schneller sein.

Welcher von Menschen gemachten Schrift und welcher Interpretationsweise davon müssen wir Folge leisten?

Studiere alle monotheistischen Religionen ausführlich und mache dir dein eigenes Bild, welches am authentischsten ist und für dich am meisten Sinn ergibt.

Polytheismus ist für mich nämlich wesentlich Plausibler, schließlich hast du ner Behörde ja auch verschiedene Sachbearbeiter für verschiedene Themen.

Also wenn Thor mal wieder Stress mit Loki hat, findest du besser, als einen Allmächtigen Gott?

Gibt es mehrere starke oder allmächtige Götter, können sie gar nicht allmächtig sein, weil sie sich gegenseitig behindern würden. Das Universum ist geordnet und kein Chaos. Der Weltraum heißt deswegen Kosmos. Kosmos ist genau das Gegenteil von Chaos und das bekommst du nicht hin, wenn mehrere Köche den Brei verderben.
 
Es soll jeder glauben an was oder wen er möchte. Solange man das für sich selbst oder in der Glaubensgemeinschaft auslebt ist dagegen auch nichts einzuwenden. Mit solchen Menschen habe ich keinerlei Probleme.

Menschen die einem erzählen wollen, dass es einen Gott geben muss, nur ihr Gott der einzig Ware ist und sie anderen Menschen das auch noch aufzwingen wollen sind das Allerletzte.
 
Jeder darf natürlich glauben was er möchte und davon überzeugt sein, was er will. Aber wenn jemand behauptet, dass das glauben an Nichts, rational und vernünftig wäre, dann ist das meiner Meinung nach schlicht falsch.
 
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