[Politik und Gesellschaft] Eilmeldung: Amoklauf in Leutershausen / Ansbach

Ein Mann hat offenbar bei einem Amoklauf im Leutershausener Ortsteil Tiefenthal im Landkreis Ansbach bereits zwei Menschen getötet und ist noch auf der Flucht. Der Mann hat offenbar aus einem Mercedes-Cabrio heraus auf eine 82 jährige Frau geschossen. Die Frau starb noch am Tatort. Anschließend fuhr er weiter und erschoss im Orsteil Rammersdorf einen Radfahrer. Weiter hat er auf einen Landwirt und weitere Autofahrer geschossen.

Der Mann befindet sich noch auf der Flucht. Meldungen über seine Verhaftung sind noch nicht bestätigt.
Weiteres ist noch nicht bekannt.

 
Warum willst du es denn verbieten? Ein Polizist und Soldat wird trotzdem noch legal an die Waffen kommen, was ein Verbot zusätzlich noch unnötig macht. Ich bin auch kein Fan von Waffen, aber ein Verbot macht einfach keinen wirklichen Sinn.
 
Selbstmorde sind für mich nicht relevant. Besser jemand erschießt sich als vor den Zug zu springen.

Jemand, der mit einer Waffe vor sich hin sinniert und dann den Abzug drückt, macht etwas ganz anderes als vor den Zug zu springen. Deine Aussage ist extrem menschenverachtend.

Polizei und BW ist genauso eine Notwendigkeit wie die Jagd. Trotzdem wird immer wieder gefordert diese abzuschaffen weil ja ach so viele Menschen erschossen werden.

Die Jagd ist notwendig? Stimmte ich zu, wenn es nicht so übertrieben werden würde. Da werden ganze Arten vollkommen unnötig gejagt und teils auch ausgerottet, einfach nur, weil man jagen will und nicht der Notwendigkeit wegen. Da muss mMn viel mehr reguliert und Tiere vor dem Monster Mensch geschützt werden.
 
Das mit dem sinnieren musst du mir erklären. Warum ist es falsch wenn sich jemand erschießt und besser wenn er sich vor einen Zug oder von einer Brücke wirft. Oder Gift nimmt was ev. Nicht richtig wirkt?
Welche Arten werden hier denn ausgerottet? Wobei ich dir zustimmen das man bei Jagd vorsichtig sein muss. Zum Spaß oder der Trophäe wegen auf Tiere schießen find ich auch scheiße.
 
Das mit dem sinnieren musst du mir erklären. Warum ist es falsch wenn sich jemand erschießt und besser wenn er sich vor einen Zug oder von einer Brücke wirft. Oder Gift nimmt was ev. Nicht richtig wirkt?

Wieso besser? Das meinte ich damit nicht. Aber jemand, der nicht die Möglichkeit hat, sich eine Kugel in den Kopf zu jagen, wird nicht automatisch vor einen Zug springen. Oder überhaupt dann Selbstmord begehen, einfach weil ihm die anderen Arten zuwider sind.
 
@Trolling Stone:
Hab da keine Erfahrung mit aber meinst du nicht das jemand der sich wirklich töten will das unabhängig von der Tatwaffe macht? Wenn man wirklich verzweifelt ist findet sich da sicherlich ein Weg. Aber da kenn ich mich wie gesagt nicht aus, ist nur meine Einschätzung.
 
Eine Waffe zuhause zu haben nimmt einem allerdings schon mal eine große Hürde. Wenn diese nicht wäre, wie würde man sich dann entscheiden?
Es wird in den meisten Fällen eventuell sogar so sein, dass derjenige eine andere Suizidart wählen würde. Die statistisch häufigste ist Erhängen, vermutlich wird derjenige dann darauf zurückgreifen.

Aber wenn sich ein paar Menschen dann überhaupt nicht erst umbringen, dann wäre durch das Waffenverbot (oder eine bessere Regulierung wie das Trennen von Munition und Waffen bei Sportschützen) schon mal etwas zum besseren verändert worden.

Waffen wurden dazu erfunden, um andere Lebewesen und auch (mittlerweile vor allem) Menschen zu töten. Ich sehe eigentlich keinen wirklichen Sinn dahinter, damit noch Sport zu betreiben. Jagd, Polizei, Sicherheit: reicht.
 
Unter dem Gesichtspunkt von 800-1000 Leuten, die sich in Deutschland vor den Zug schmeißen, sollte man mit Rücksicht auf die Lokführer, aber auch wegen der Millionen Pendler, die Waffengesetze vielleicht sogar lockern. Gerade in der letzten Woche vor den Sommerzeugnissen ist es jedes Jahr das gleiche. Obwohl, wenn ich darüber nachdenke, dann ist gerade bei letzterem aus mehreren Gründen das nicht der beste Ansatz.
 
Wer sich nicht erschießen kann, bringt sich halt anderweitig um. Da seh ich keine Probleme. Das Grundbedürfnis ist da und Erschießen ist glaub eh nicht so arg häufig.

Was das Training angeht, so müsste man dann auch Kampfsport verbieten. Oder Bodybuilding. So Leute richten dann mehr Schaden an. Halte ich aber auch für Unsinn.

Insgesamt seh ich auch nicht so das Problem darin, dass sich jemand auf irgendeine spezielle Art umbringt, sondern darin, warum er das tut. Alles davor hat meist viel mehr Auswirkungen auf die Umwelt und die Person selbst.
 
Wir fassen zusammen: Wer sich umbringen will, weil er zu Lebzeiten eh keinen interessiert hat, soll die Leute dann auch wenigstens nicht noch mit seinen Überresten belästigen.

Oder anders ausgedrückt: Ist das Problem, dass sich Leute zeitlebens selbst erschießen, oder dass sie andere erschießen? Und zur Strafbarkeit: Der Bau einer Atombombe ist sicher auch nicht so ganz rechtskonform, lässt sich jemand davon abhalten? ->Ja! Einfach weil es dadurch erschwert wird an das Zeug zu kommen und hier sieht es ähnlich aus.
 
Du vergleichst ernsthaft das Beschaffen einer Atombombe mit dem Beschaffen einer illegalen Waffe? Ist ja super angebracht.
 
Wie kommt jemand der Matsche im Hirn hat, legal an einer Waffe?
Vielleicht, indem der Mensch, als er die Waffe besorgt hatte und die Besitzerlaubnis bekommen hatte, noch vollkommen normal war.
Psyche ist kein Fixpunkt sondern ändert sich im Laufe des Lebens.

Und sicher könnte man mit einen Verbot dafür sorgen, dass sowas weniger mit legalen Schusswaffen passiert. Nur findet sich dann halt ein anderes Tatmittel. Für mich ist da Kosten-Nutzen eines Verbotes nicht gegeben.
Welche "Kosten" würde denn ein Waffenverbot mit sich bringen?
Dein Vergleich von Autos und Waffen hinkt. Autos brauchen Menschen für ganz alltägliche Dinge und man kann nahezu nicht darauf verzichten. In Großstädten mag das noch gehen, da alternative (öffentliche) Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, aber in ländlicheren Gebieten oder wenn man schlich einen Arbeitsplatz "weiter weg" hat, kann man heutzutage nicht mehr auf Autos verzichten. Auf Waffen kann die Zivilbevölkerung verzichten. Hobby und Freizeit gehört nicht zu den Dingen, die man als tatsächlich "notwendig" bezeichnen kann. Zumal es hier auch um Zivilbevölkerung geht. Es soll ja nicht verboten werden, dass etwa Polizisten (oder Jäger) keine Waffen mehr besitzen dürfen. Wobei auch bei der Polizei anzustreben wäre weniger tödliche Waffen einzusetzen.


Ein KFZ ist allerdings primär zum Transport von A nach B gemacht. Waffen sind primär dazu gemacht um Dritte zu verletzen oder töten zu können (oder auf Kunstziele zu schießen) und sind wir mal ehrlich, letzteres ist eher das Argument der Waffenlobby, denn um auf Kunstziele zu schießen bräuchte man keine tödlichen Waffen. Dazu würde auch die Softair mit 0,0001 bar reichen, die mit Wattebällchen schießt.
 
Dann mach ich einen Jagdschein und kann weiter schießen?! Entweder verbietet du es ganz oder lässt es bleiben.
Ein Verbot von was auch immer ist immer mit "Kosten" verbunden. Es ist immer ein Einschnitt in die Freiheit des Einzelnen. Das dir das persönlich als nicht Betroffenen egal ist kann ich verstehen. Nur ist das keine Argumentation. Für andere ist es halt wichtiger. Motorräder sind zum Beispiel reine Spaßgefährte genauso wie Autos mit mehr als 80PS. Könnte man alles verbieten und Menschenleben retten. Macht man aber nicht und ist auch gut so.

Edit: Softairs reichen nicht. Genauso wie man Rugby nicht verbietet mit dem Argument dass man auch Handball spielen könnte.
 
Der Amokschütze stand wohl unter Drogen-Einfluss.
FAZ schrieb:
Bei seinem Amoklauf mit zwei Toten in Mittelfranken hatte der mutmaßliche Täter Drogen im Blut. Wie die Staatsanwaltschaft Ansbach am Montag mitteilte, stand der 47 Jahre alte Mann während der Taten „akut unter dem Einfluss von Cannabisprodukten“. Das hätten Blut- und Urinproben ergeben, die dem Beschuldigten nach seinen Taten entnommen worden seien.

Wie hoch die Konzentration der Drogen war und wie stark der Mann dadurch möglicherweise beeinträchtigt war, wollte ein Sprecher der Behörde nicht sagen. Ein Sachverständiger stellte zudem fest, dass der Schütze in den ein bis zwei Wochen vor den Taten ebenfalls wiederholt Hanf-Produkte zu sich genommen hatte. In der Wohnung des Mannes, die seinen Eltern gehört, hatte die Polizei 18 Cannabispflanzen gefunden.

Quelle:

Drogenprobleme, dazu wohl ja auch noch seit Jahren ... Bei sowas frag ich mich immer, wie solche Leute bei der Waffenprüfung (hier zuletzt 2013 laut Zeit online) durchkommen...
 
Da steht nichts davon, dass er ein Drogenproblem hatte, geschweige denn, wie lang, häufig oder wieviel er konsumiert hat. Selbst wenn er 18 Pflanzen in der Bude stehen hat, muss das noch nicht heißen, dass er dauernd geraucht hat. Und selbst wenn, dann muss auch das nichts großartig heißen. Ebensowenig muss sowas irgendwem auffallen, oder er solches zu Zeitpunkten irgendwelcher möglichen Tests gemacht haben.

Auch zu Art und Intensität seiner psychischen Probleme steht da nichts. Das kann alles mögliche in vielerlei Variation und Stärke, sowie Dauer sein.

Von dem her seh ich da bisher keinen Zusammenhang mit einer Prüfung oder Gründe, die dagegen sprächen, wobei ich auch nicht weiß, wie sowas abläuft, also ob man jede Behandlung oder was auch immer nennen muss, oder diese Leute sowas prüfen dürfen, was ich eigentlich eher bezweifeln würde.
 
Wenn man im bekifften Zustand zur Waffe greift und wahllos Menschen tötet, gehe ich schon davon aus, dass irgendwas problematisch war.

Bekifft war er, und wenn jemand sowas schon zu Hause anbaut, gehe ich mal davon aus, dass das nicht zur Fasergewinnung genutzt sondern regelmäßig geraucht wurde.

Edit: Ok, gut möglich, dass er bei der Prüfung nicht solche Probleme hatte wie jetzt, und auch der Konsum weniger oder gar nicht vorhanden war, ist ja schließlich schon 2 Jahre her.
 
Dann ist es aber erst einmal ein Symptom, nicht unbedingt die Ursache.
 
Ja, ich würde schon auch davon ausgehen, dass er zu den Dauerkonsumenten gehört, aber auch da gibts welche, die haben halt ne Weile lang nix und der da hat vielleicht auf seine Ernte gewartet. Vielleicht wollte er auch nur Kohle machen und hat halt ab und an geraucht, wobei ich es eher bezweifeln würde. Aber auch solche Leute gibts.

So oder so muss das halt nicht viel bedeuten. Nur weil jemand kifft, heißt das nicht, dass er ein Problem mit seinem Leben hat, bzw. andersrum. Auch bringt einen nicht das eine dazu, dass man plötzlich Menschen erschießt. Das Problem, was gesucht wird, dürfte schlicht ein anderes sein und das hier muss eben nichts heißen.

Interessanter wären seine psychischen Probleme, bzw. deren Ursachen.

Edit: Er dürfte eher zu den Menschen gehören, die öfters rauchen, oder zumindest die Tage zuvor schon. Sonst wäre der gar nicht mehr fit genug gewesen, um noch rumzurennen und Leute zielsicher abzuschießen. Bei einem Dauerkonsumenten dagegen, bzw. mit ein paar Tagen Vorlauf, wirkt das kaum noch. Aber wie gesagt, ich seh da keinen wirklichen Zusammenhang. Seine Probleme und Beweggründe waren aus meiner Sicht definitiv andere.
 
Man sollte sich wirklich überlegen, ob man das Kiffen legalisieren will.

Auf den Webseiten, wo über die Tat berichtet wird, heißt es immer wieder, Kiffen ist harmlos, Kiffen macht nicht süchtig, Kiffen hat keine Nebenwirkungen.

Anscheinend ja doch.
 
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