Drogenpolitik

Hanfprodukte haben kein analgetisches Potential

Komplementäre Onkologie schrieb:
(...)Die Gabe von THC in der Einzeldosis von 10 mg wird in der Regel gut toleriert, hat leicht sedative Effekte und analgetisches Potenzial. Die stärker wirksame Dosis von 20 mg führt in der Regel zur Somnolenz, Ataxie und Visusstörungen, sodass eine Dosissteigerung zur Verbesserung des analgetischen Potenzials oft nicht möglich ist.(...)

 
Außerdem gibt es ne Wechselwirkung mit Opiaten/Opioide, sodass bei chronischen Schmerzpatienten die Dosis der Opis gesenkt werden kann :T

Könnt ihr euch an die Aspirinstory erinnern die eine Zeit lang rumging?
Von wegen ca. 1000 - 5000 Tote durch Aspirin jährlich in Deutschland.

Tote durch Cannabis = 0.
Mit dem richtigen Arzt kann man bald sogar Cannabisblüten gegen einfache Kopfschmerzen aufgeschrieben bekommen, nur wird da vermutlich die Krankenkasse die Kosten nicht erstatten wollen.


Danke für euren Zuspruch Kenobi van Gin und HoneyBadger, ich bin selbst total gespannt :)
 
"Komplementäre Onkologie" ist ein Euphemismus für end stage disease oder Wirklichkeitsverleugnung. So ähnlich wie Impfverweigerung. Für mich kein Thema.

Außerdem gibt es ne Wechselwirkung mit Opiaten/Opioide, sodass bei chronischen Schmerzpatienten die Dosis der Opis gesenkt werden kann
Natürlich, das würde ich nie bestreiten.

Trotzdem haben sie ihren Platz in der Medizin, weil sie dem Patienten helfen, mit Schmerz und Leid seiner Krankheit besser zurecht zu kommen.

Wenn du besser mit deinem Schmerz zurecht kommst, benötigst du möglicherweise weniger Opiate.
 
"Komplementäre Onkologie" ist ein Euphemismus für end stage disease oder Wirklichkeitsverleugnung. So ähnlich wie Impfverweigerung. Für mich kein Thema.

Ich unterstelle Dir jetzt mal, Du hast in die Quelle nicht einmal hinein geklickt und einfach mal blindlinks die Scheuklappen aufgesetzt. Der Artikel selbst sagt, dass THC keine Wirkung auf Tumore hat, jedoch analgetisches Potenzial aufweist. Insofern wird nicht gesagt, dass das die relevante Alternative zur herkömmlichen Behandlung ist, sondern zeigt nur eine weitere Sichtweise auf.
Wenn jemand die Wirklichkeit verleugnen will, müsste er das auch tun. Ich sehe hier nicht, dass das getan wurde.
 
@HoneyBadger: Wenn ich den Link anklicke, bekomme ich leider die Meldung, dass die Seite entweder nicht angezeigt werden kann, oder ich dazu keine Berechtigung besitze (sinngemäß) :unknown:
 
Jeder Stoffabhängige [...]

Da endet Dein Beitrag. Außer, Du kannst anhand glaubhafter Quellen nachweisen, dass es eine Cannabis-/THC-induzierte, körperliche oder signifikant psychische Abhängigkeit gibt. Zudem bitte die medizinisch/suchtpräventiv sinnvolle Begründung, wieso die Illegalität von Cannabis überhaupt besteht, historisch gesehen.

BTW, in Hessen (mglw. u. a.) gibts noch die Todesstrafe. Und Erdogan konnte Böhmermann verklagen. Alles Beispiele für veraltete Gesetze, deren Sinnhaftigkeit vielleicht vor -zig oder hunderten von Jahren angenommen wurde, die aber heute keiner Hinterfragung standhalten.
 
Vergiss niemals, dass das so nicht stimmt:

  1. Der Marihuana-Konsum ist nicht verboten:
    Wer krank ist und eine Ausnahmegenehmigung, z.B. durch Attestierung über einen Arzt, vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten hat, darf Cannabis konsumieren.
    Ansonsten gilt: .
  2. Privater Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in engen Grenzen bei schwerkranken Patienten erlaubt:
    Auch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied im April 2016, dass ein schwerkranker Patient zu Therapiezwecken zu Hause Cannabis anbauen darf (BVerwG 3 C 10.14). Damit hatte die Klage eines an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Mannes in dritter und letzter Instanz Erfolg. Der 53-Jährige aus Mannheim ist seit 1985 an MS erkrankt und lindert die Symptome seiner Krankheit seit vielen Jahren mit Cannabis. Im Herbst 2016 erlaubte das BfArM dem Mann den Anbau von Cannabis.
    Die damals erteilte Ausnahmegenehmigung ist bis Sommer 2017 gültig. Sie sieht vor, dass der Patient in seiner Wohnung bis zu 20 Pflanzen züchten darf. Neben weiteren Auflagen gilt, dass es maximal 130 Pflanzen im Jahr sein dürfen. Außerdem müssen alle überflüssigen Pflanzenbestandteile vernichtet und die abgeernteten Blüten in einem speziellen Behälter aufbewahrt werden.
 
@HoneyBadger:
Es ist zwar schön das nochmal so gut aufgeschlüsselt zu sehen, mir aber durchaus alles bewusst und bekannt.
Es war eigentlich mehr ein Schwerz in Bezug auf Jesters Antwort auf Metas Post ;)
 
Mit dem neuen Gesetz, welches diesen Monat in Kraft treten sollte, ist der Anbau dann aber wieder verboten ;)
Deswegen heißt das neue Cannabis als Medizin Gesetz in Legalisierungskreisen auch Anbauverhinderungsgesetz.

Das ist nur eine Reaktion auf das erwähnte Gerichtsurteil.
Von sich aus humanitär handeln, wer glaubt das bei unserer beknackten Regierung und in dem Fall Mortler?
 
Außer, Du kannst anhand glaubhafter Quellen nachweisen, dass es eine Cannabis-/THC-induzierte, körperliche oder signifikant psychische Abhängigkeit gibt.
Es ist mir rätselhaft, wie jemand noch daran zweifeln kann. Lies die von mir erwähnte Lancet-Studie.




Zudem bitte die medizinisch/suchtpräventiv sinnvolle Begründung, wieso die Illegalität von Cannabis überhaupt besteht, historisch gesehen.
Warum sollte es sinnlos sein, psychotrope Substanzen (damit meine ich auch Alkohol und Nikotin) nicht zu verbieten? Die Zahl aktiver Alkoholiker in Deutschland liegt um 6%, schon Zwölfjährige rauchen auf dem Schulhof Hanfprodukte.
 
Es ist mir rätselhaft, wie jemand noch daran zweifeln kann. Lies die von mir erwähnte Lancet-Studie.
Du zitierst eine Studie und meißelst Deine Aussage damit in Stein. Eine andere Studie wird zitiert und es ist für Dich Wirklichkeitsverleugnung? Für mich verhält sich das wie mit den Islamisten. Die interpretieren die verfügbaren "Quellen" (in dem Beispiel der Koran) auch wie sie wollen. :rolleyes:

Warum sollte es sinnlos sein, psychotrope Substanzen (damit meine ich auch Alkohol und Nikotin) nicht zu verbieten?
Weil das mit der ja auch damals schon so gut funktioniert hat.
 
Warum sollte man etwas verbieten dessen Konsum der freien Entscheidung unterliegt?
 
Warum sollte es sinnlos sein, psychotrope Substanzen (damit meine ich auch Alkohol und Nikotin) nicht zu verbieten? Die Zahl aktiver Alkoholiker in Deutschland liegt um 6%, schon Zwölfjährige rauchen auf dem Schulhof Hanfprodukte.

JETZT können wir miteinander reden (auch wenn Du vermutlich nicht "nicht zu verbieten", sondern "zu verbieten" meintest - zumindest gehe ich mal davon aus). Ich bin Deiner Meinung - es wäre theoretisch sinnvoll, sowohl Alkohol, als auch Nikotin zu verbieten. So lange aber beides erlaubt ist (und massiv besteuert wird), komme mir keiner mit einem Cannabis-Verbot.

Ob Dein angedachtes ich-verbiete-alles-Dekret eine Revolution einen Volkssturm auslösen würde im Sinne der Bürger wäre, ist eine andere Frage. Wäre nicht eine funktionierende Prävention besser? Uh-oh... wir drehen uns im Kreis. Just sayin'

Aber im Ernst: selbst als Raucher bin ich für ein Verbot von Nikotin (genau genommen vom Rauchen, das Nikotin an sich ist ja nicht das Problem, sondern die karzinogenen Stoffe, die beim Verbrennen des Tabaks entstehen), weil es massive Schäden verursacht. Macht Sinn.

Ein Verbot von Alkohol halte ich nicht für notwendig, weil es bei angemessenem Umgang damit keine Probleme gibt.

Ebenso wenig ein Verbot von THC.
 
Ein Verbot von Alkohol halte ich nicht für notwendig, weil es bei angemessenem Umgang damit keine Probleme gibt.

Darum gehts imo gar nicht.
Man sollte sich eher fragen, was man mit eine Verbot überhaupt erreichen will -> Weniger Konsum, weniger Schäden für die Volksgesundheit.
Würde das erreicht? -> NEIN!

Erinnert sich noch jemand an die Alkoholprohibition in den USA und wie gut das funktioniert hat? :D

Edith: Damn :o
Also passender formuliert: Die oben von HoneyBadger erwähnte, nicht funktionierende Prohibition ist imo das Hauptargument gegen ein Verbot.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kleines Update zu Cannabis als Medizin:


Die wichtigsten Inhalte:
Das Gesetz zu Cannabis als Medizin tritt morgen in Kraft. (Leider hab ich erst nen Arzttermin für den 22. bekommen)
Die Dosierung wäre wohl ganz doll schwer, daher wird dazu geraten lieber fein zermahlene Blüten, vordosiert in Papiertütchen mit Dosierlöffel an die Patienten auszugeben :m
Das ne Gebrauchsanweisung dazu getan werden soll finde ich an sich richtig.
Es wird auch empfohlen, entweder einen Vaporiser zum Verdampfen der Inhaltsstoffe zu verwenden.

Oooder aber und jetzt kommts:
Die vom Apotheker zerkleinerten Blüten sollen in einen Tee gelöst werden.
Aber bloß keinen mit fetthaltiger Sahne etc!!! Dann könnten die Wirkstoffe ja sogar wirken oh nein!!111elf

Ich hoff das ist ein Fehler der pharmazeutischen Zeitung, anders fehlt mir das Verständnis total.


Das sind imo wieder vorgeschobene Gründe um blos niemanden mit der pösen Droge Cannabis rumlaufen zu lassen,
nicht dass die Medizin noch genauso aussieht wie die pöse Droge.


Ich bleibe gespannt, was für Stolpersteine wir noch in den Weg geworfen bekommen.
Ich komme mir ziemlich für dumm verkauft und bevormundet vor.
Immerhin bin ich volljährig und hab nen IQ über 80..
 
@saddy:
Als ich das grade gelesen habe, habe ich gedacht das ist nen schlechter Scherz.

Die Dosierung von Cannabis ist so ziemlich das einfachste was es gibt... da ist selbst Kaffee kochen komplizierter.
Tee ist ja nochmal absoluter Humbug. Das geht zwar, allerdings ist das schon ein Kunststück daraus eine vernünftige Wirkung zu erzielen.


Wenigstens der Teil mit Vaporizer ist Sinnvoll...
 
Dem Kiffer hilft Cannabis ebenso, mit Schmerz und Leid seines Lebens besser zurecht zu kommen. Was er aber nie zugeben wird, weil es für chronischen Schmerz und chronisches Leid in seinem Leben mental keinen Platz gibt.

Wieso sollte er dies nicht "zugeben"?
Es wird keine Kiffer geben, die nicht wissen, daß sie da eine Droge konsumieren und dies vielleicht auch noch mit dem guten Geschmack begründen.
 
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