Drogenpolitik

Breaking Bad hatte nie das Ziel aufzuklären. Dort wird eine fiktive Geschichte erzählt, die ein Thema behandelt, dass es tatsächlich gibt. Das ist Unterhaltung. Nichts Ideelles, nichts Politisches und auch nichts Medizinisches.

Weiß ich doch.

Aber gerade deshalb enorm stark in der Breitenwirkung, stärker als was Pädagogisches. Die Serie ich richtig gut bis perfekt.

Kann was Pädagogisches da mithalten?
 
Dank dir.

Ja - ich bin da ganz bei dir. Die Sinnhaftigkeit des "ob oder ob nicht" steht da für mich auch außer Frage. Dennoch will ich niemanden bevormunden, der sich entgegen meines persönlichen Verständnisses dafür entscheidet, sich das Zeug zu geben.

--- [2015-10-20 18:42 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Es ist wahrscheinlich schwierig, da pädagogisch mithalten zu können. Warum? Ganz einfach. Sich so eine gut gemachte Serie anzusehen, die dazu auch noch unheimlich unterhaltsam ist, spricht die Freiwilligkeit des Medienkonsums natürlich eher an, als der Zwang sich einen pädagogisch wertvollen Beitrag anzusehen. Das gilt für jung und alt.
 


So blöd das klingen mag, evtl. macht gerade das Gesehene den besonderen Reiz aus es zu probieren. Die Serie ist grandios, kein Zweifel, aber vielleicht entstehen eben dadurch auch falsche Vorstellungen, u.a. dass man als Dealer reich oder einflussreich werden kann. Oder aber dass man ungestreckten Stoff erhalten kann sofern man Kontakte hat, m.W. werden in der Serie nun nicht grad die typischen Meth-Junkies bloßgestellt. Klar, ein jeder sieht dass das Geschäft illegal ist, man sieht aber auch dass Walter White und Jesse dadurch verdammt viel Geld verdienen und ihren Lebensstil ändern und der klassiche Junkie wird nur mal eben kurz nebenbei gezeigt (z.B. die Prostituierte). Als Präventionsarbeit taugt die Serie daher m.E. eher weniger auch wenn sie viele (junge) Menschen sehen oder gesehen haben.
 


Wenn ich zurückdenke, ist die Jugend eine Phase, in der man sich mit Selbstmordgedanken trägt. Als fiktive Flucht vor einer Gesellschaft, der man nicht gewachsen ist. Zu meiner Zeit waren Drogen überhaupt kein Thema, aber stattdessen die Fremdenlegion, wo die Chancen für Verrecken gut waren, und dann würden sie einen daheim beweinen. Tatsächlich zur Fremdenlegion gegangen ist man natürlich nicht, die Schwelle war zu hoch. Aber mit Drogen kann man am Selbstmord naschen, ohne gleich vollendete Tatsachen zu schaffen. Der Selbstmord erscheint als eine Reisebuchung, von der man noch zurücktreten kann.

Mit Aufklärung über das wahre Schicksal der Junkies und Dealer erreicht man vermutlich wenig, weil die Wahrheit hässlich ist und deshalb keinen interessiert. Ich finde, „Breaking Bad“ macht es besser, weil die Serie den Jugendlichen Identifikationsmöglichkeiten bietet, dort, wo Jesse eine Freundin findet, die Walter White sterben lässt, obwohl er sie leicht retten könnte.

Eigentlich wir dort ein altes Motiv weider aufgenommen, nämlich die Geschichte von Romeo und Julia. Wegen diese Geschichte wurden schon Sturzbäche von Tränen vergossen, aber die Tränen waren heilsam, und die sie vergossen haben überlebten.
 
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das nennt sich dann aber natürliche Selektion.
Wer erwachsen ist und so blöde ist sich irgendwas reinzupfeifen ohne die Risiken zu kennen, dem gehört es auch nicht anders.
Kann man natürlich so sehen. Auf der anderen Seite könnte man mit diesem Argument auch gleich jegliche Form von Fremdinformation sein lassen. Jemand liest keine wissenschaftlichen Artikel zu den Schäden durch das Rauchen? Tja, Pech gehabt! Dann wollte er es wohl nicht anders. Wie, du wusstest nicht, dass Alkohol schädlich ist? Dumm gelaufen!

Im Prinzip ist natürlich bei Drogen davon auszugehen, dass die irgendwelche negativen Auswirkungen auf den Körper haben. Allerdings sagen das auch wir, die wir vermutlich einen gewissen Grundstock an Erkenntnis in uns tragen. Und da finde ich es doch vielleicht ein bisschen vermessen, andere Leute ins offene Messer laufen zu lassen, wenn man die Möglichkeit hätte, es zu ändern. Das ists eben nicht, wie unsere Gesellschaft funktioniert/en sollte.
 
Im Prinzip ist natürlich bei Drogen davon auszugehen, dass die irgendwelche negativen Auswirkungen auf den Körper haben. Allerdings sagen das auch wir, die wir vermutlich einen gewissen Grundstock an Erkenntnis in uns tragen. Und da finde ich es doch vielleicht ein bisschen vermessen, andere Leute ins offene Messer laufen zu lassen, wenn man die Möglichkeit hätte, es zu ändern. Das ists eben nicht, wie unsere Gesellschaft funktioniert/en sollte.

Glaubst Du wirklich, dass heute, wo man sich vor Warnungen vor gesundheitlichen Risiken kaum noch retten kann, dass also heute tatsächlich noch darüber jemand aufgeklärt werden müsst, dass Nikotin, Alkohol und Drogen schädlich sind? Ich denke, da bildest Du Dir zuviel ein. So schlau wie wir es sind, ist heute jeder.

Warum denkst Du so? Ich glaube, es geht nicht in Deinen Kopf hinein, dass Menschen sich vorsätzlich zerstören wollen. Die Lust an der Selbstzerstörung wird verdrängt, weil das herkömmliche Denken sie nicht akzeptieren kann.
 
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@Nero: Ich habe das Gefühl, dass du nicht in meinen Kopf gucken kannst. Das werf ich dir nicht vor. Aber dann tu auch nicht so ;)
Ich gehe davon aus, dass heute jeder weiß, dass Zigaretten und alkoholische Getränke schädlich sind. Das war aber nicht immer so. Manche wissenschaftliche Zusammenhänge werden eben erst in unserer Zeit bekannt. Das gilt genau so auch für die Wirkung von Substanzen, die wir zu uns nehmen, sein es nun neue Substanzen oder schon lang verwendete. Und an dieser Stelle ist Aufklärung wichtig, finde ich.
 
Hanf ist doch gesund. Nicht so ein Gift wie Alkohol und Tabak. Hanf ist gesund. Ein Kekschen in Ehren kann keiner verwehren. Gut, dass ich nicht saufen muss!
 
Wir können davon ausgehen das Menschen zumindest in westlichen Zivilisationen über die Gefährlichkeit von gewissen Genussmitteln Bescheid wissen, beispielsweise bei Zigaretten. Was aber noch diskutiert wird (zwischen Personen oder auch eine Person mit sich allein, wenn ihr versteht wie ich das meine) ist der Risikograd. Klar kann man akzeptieren das Rauchen schädlich ist, aber hey, die Menge macht es, oder?

Falsche Selbsteinschätzung und konsumbegünstigende Relativierung der Gefahr sind eher das "Hot Topic" als die Verbreitung des Bewusstseins über prinzipielle Gefährlichkeit von Stoffen.
 
Was ist "Gefährlichkeit"? Etwas absolut abstraktes, mit dem man im Alltag nichts anfangen kann.

Eine Gefahr ist klar. Eine heiße Herdplatte oder Balancieren auf 10 Meter Höhe.

"Gefährlichkeit" bedeutet, daß sich das Risiko für ein ungewünschtes Risiko statistisch erhöht.
Das betrifft aber auch tierisches Fett oder Weißmehl.
 
Warum gehen Kinder so gern auf dünnes Eis? Weil es rikant ist

Warum klettern sie gern auf hohe Bäume?

Warum lieben sie Mutproben?

Warum fahren sie auf dem Rummel Geisterbahn? Und Kettenkartussel und Schiffschaukel?

Warum genießen wir Krimis?

Man könnte das endlos fortsetzen. Bunjee Jumping? Extremklettern? Autorennen?

Der Mensch ist eben nicht so einfach gestrickt, dass er einen fest verdrahteten Risikominimierungsalgoritmus eingebaut hat.
 
Deshalb muss der Staat was tun. Männer zeigen riskantere Verhaltensweisen als Frauen, sitzen häufiger im Knast, nehmen häufiger und größere Mengen Rauschgift. Ein Testosteronblocker im Trinkwasser würde für eine erste Entspannung sorgen.
 
Im Prinzip ist natürlich bei Drogen davon auszugehen, dass die irgendwelche negativen Auswirkungen auf den Körper haben.

Hanf ist doch gesund. Nicht so ein Gift wie Alkohol und Tabak. Hanf ist gesund. Ein Kekschen in Ehren kann keiner verwehren. Gut, dass ich nicht saufen muss!

Das kann ich beides so nicht unterschreiben. Im Grunde gilt bei allem, was man sich einverleiben kann -

Männer zeigen riskantere Verhaltensweisen als Frauen, sitzen häufiger im Knast, nehmen häufiger und größere Mengen Rauschgift.

Das hat nun was genau mit den zuvor aufgeführten Argumenten oder überhaupt dem Thema zu tun? Ich steig mal mit ein. Kartoffelsalat.

Ein Testosteronblocker im Trinkwasser würde für eine erste Entspannung sorgen.

:m

Deshalb muss der Staat was tun.

Ich plädiere dafür, dir einen auf staatskosten finanzierten Therapeuten zur Seite zu stellen. Und ganz dringend wegsperren... :rolleyes:
 
Wenn du dir vor lauter *facepalm* die Sicht verdeckst, wirst du nie über den Tellerrand sehen.

Um zu wissen, dass sich ein präpariertes Trinkwasser auf alle auswirkt, sprich auch auf die, die nicht in irgendeiner Form straffällig geworden sind, brauche ich weder Augen noch Ohren. Dafür reicht der gesunde Menschenverstand noch gerade eben aus. Und da muss ich noch nicht einmal Argumente wie z.B. dass es sich zwangsläufig negativ auf die Entwicklung pubertierender Jungen auswirken würde, hinzuziehen, um das verstehen zu können.
 
Ich kenne einige pubertierende Jungen, da ist kein einziger, der Trinkwasser trinkt. Und wenn doch, wird er halt ein Mädchen. Es gibt schlimmere Schicksale.
 
Deshalb muss der Staat was tun. Männer zeigen riskantere Verhaltensweisen als Frauen, sitzen häufiger im Knast, nehmen häufiger und größere Mengen Rauschgift. Ein Testosteronblocker im Trinkwasser würde für eine erste Entspannung sorgen.
Wie man an dir sieht, pfeiffen sich auch Frauen des öfteren was echt Übles rein. :D
P.s, willste nen Keks? Für Trolle habe ich ganz Spezielle.
 
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