Drogenpolitik

Falsch! Begründe das, wenn du kannst.
Um keiner weiteren Offtopicisierung™ des Themas Vorschub zu leisten verzichte ich auf den philosophischen Aspekt und beschränke mich bei meiner Begründung auf naturwissenschaftliche Argumente ( ;) ): Es gibt ja erstmal mehr als ein Hormon das für Glücksgefühle i.w.S. zuständig ist. Da die verschiedenen "Glückshormone" alle anders wirken, ergibt sich daraus zwangsläufig das es verschiedene Glückszustände gibt (Euphorie und Tiefenentspanntheit z.B. sind beides Glückszustände aber unterscheiden sich durchaus voneinander).

Darüber hinaus gibt es auch keine Skala in der Glück von 0-100 messbar ist, insofern gibt es auch kein Maximum an Glück.


Kommt darauf an, welche Drogen. Heroin macht definitiv glücklich. Kiffen und Alkohol nicht, aber der Nutzer spürt sein Unglück nicht mehr, weil die bewertende Funktion des Verstandes lahm gelegt wurde.

Aber das stimmt doch gar nicht; THC wirkt ganz unterschiedlich, je nachdem welcher Mensch es konsumiert und welches "Set & Setting" vorliegen.

Wie sollte jemand Ahnung von echtem Glück haben, der seinem eigenen chemisch aufhelfen muss?
Es tut mir Leid wenn ich jetzt dein Weltbild erschüttere, aber auch dein ganz "reines" Glück ist lediglich Resultat verschiedener chemischer Reaktionen. Insofern hilft dein Körper dir permanent chemisch aus um Glück zu erzeugen.

Um zum eigenen Thema zurück zu kommen: Im Prinzip gibt es überhaupt keine rationalen Argumente die gegen eine Liberalisierung der Drogenpolitik sprechen, im Gegenteil, für eine Liberalisierung spricht:

1. Alle Versuche verschiedenster Regierungen der letzten 50 Jahre Drogenmissbrauch und Drogenkriminalität zu bekämpfen, von der USA bis zum Iran, haben sich als völlig nutzlos, und sogar völlig kontraproduktiv erwiesen.

2. Wenn man mal drüber nachdenkt ist es vor dem Hintergrund einer freien Gesellschaft extrem pervers erwachsenen Menschen irgendein Verhalten zu verbieten, solange dieses keinen Schaden bei Dritten verursacht. Alleine das ist ausreichend starkes Argument Drogen nicht zu verbieten. Natürlich muss es Einschränkungen geben was das Mindestalter angeht.

3. Dann aber hätte man gleich zwei Vorteile gegenüber der jetzigen Drogenpolitik: Kontrolle. Abgesehen von den positiven volkswirtschaftlichen Effekten (Steuern, Eingespartes Geld aus der Polizeiarbeit) hätte man einen besseren Jugendschutz gewährleistet. Es ist doch einfach so, dass es für einen 14-jährigen wesentlich einfacher ist an Gras als an Kippen ranzukommen.
 
Thomas Fischer, seines Zeichens vorsitzender Richter am deutschen Bundesgerichtshof in Karlsruhe, hat vor kurzem ein interessantes Interview dazu gegeben.

STANDARD: Wenn ich Sie frage, was derzeit strafrechtlich verboten ist, aber legalisiert werden sollte – was antworten Sie?
Fischer: Ich halte die strafrechtliche Drogenbekämpfung für vollkommen gescheitert. Das Recht sollte hier weitgehend liberalisiert werden.

STANDARD: Auch etwa bei Heroin?
Fischer: Ja. Dieser War on Drugs verschlingt Abermilliarden und führt nur dazu, dass gigantische Kartelle massiven Gewinn machen. Suchtbekämpfung ist keine Aufgabe des Strafrechts.

STANDARD: Wie erklären Sie sich diesen Widerstand, Cannabis zu legalisieren?
Fischer: Das kann man nur schwer erahnen. Da stecken irgendwelche Tabuvorstellungen dahinter. Als ob Drogen im weitesten Sinne ein Betrug an der Gesellschaft seien: "Unsereins muss hart arbeiten, und der lässt es sich gut gehen und knallt sich den Kopf voll"…

STANDARD: … was bei Alkohol ja akzeptiert wäre…
Fischer: … ja, genau – zumindest bis zur sozialen Auffälligkeit. Es ist ein irrationaler Neid, dass jemand nicht arbeiten muss und als krank gilt, wo er sich doch ständig in einen Rauschzustand versetzt.

STANDARD: Was ist erlaubt und sollte strafbar sein?
Fischer: Korrpution im Gesundheitswesen. In Deutschland kann sich jeder Kassenarzt von Pharmafirmen bestechen lassen, das ist nicht strafbar. Ein skandalöser Zustand.

 
@joni:
Andere werden das Gefühl kennen, bei dir bin ich mir nicht sicher: stell dir vor, du bist gerade frisch verliebt, total Glücklich.
Dann kommt dein Kumpel, der mit seiner Ehefrau gerade eine kleine Krise hat und daran verzweifelt.
In der Regel sagt man dem dann in einer solchen Konstellation, dass er nicht alles so negativ sehen soll, dass er auch die positiven Dinge sehen soll, dass die Krise bestimmt vergehen wird und sich alles wieder einrenkt.
Weil man sein Glück in der Regel teilen will.

Wenn du Glücklich bist, gute Laune hast, dann grinst du, teilst das unwillkürlich nach außen mit. Erzählst von deinem Glück. Dadurch steigert sich das Glücksgefühl.


Dann stell dir vor, dein Glück endet, deine Liebe hat dich betrogen, du bist unglücklich. Du wirst Miesepetrig. Dein Kumpel hat seine Ehe wieder in den Griff bekommen, strahlt jetzt selbst vor Glück. Du freust dich vielleicht für ihn, aber du denkst dir insgeheim, vielleicht sogar offen, dass er aufpassen soll, weil man nie wissen kann und alles auch ganz schnell vorbei sein kann.

Was meinst du, wie du gerade mit deinen Worten rüber kommst?
Daher meine letzte Einschätzung.

Es ist ein emotionales Argument, aber du argumentierst ja auch rein emotional. In so fern...
 
Man kann es drehen wie man will.

a) Glück ist kurzzeitiges Empfinden
b) Glück "ist" immer chemisch
 
Toll was willst du uns damit jetzt sagen? Kannst du das auch in einen sinnvollen Satz verpacken? Speziell auf die Aussage von KaPiTN bezogen bitte.
 
Thomas Fischer, seines Zeichens vorsitzender Richter am deutschen Bundesgerichtshof in Karlsruhe, hat vor kurzem ein interessantes Interview dazu gegeben.
Mir persönlich ist das Latte, ob Heroin im Kaufland vertickt wird oder nicht. Ich möchte nur nicht, dass die Nadeln und die Leichen überall rumliegen, wie in den goldenen 70'ern.
 
Mir persönlich ist das Latte, ob Heroin im Kaufland vertickt wird oder nicht. Ich möchte nur nicht, dass die Nadeln und die Leichen überall rumliegen, wie in den goldenen 70'ern.

Und dennoch bist du gegen eine Entkriminalisierung? Man muss doch noch nicht mal bis fünf zählen können um diesen Zusammenhang zu erkennen...
 
Mir persönlich ist das Latte, ob Heroin im Kaufland vertickt wird oder nicht. Ich möchte nur nicht, dass die Nadeln und die Leichen überall rumliegen, wie in den goldenen 70'ern.
Werden sie auch nicht. War in Portugal auch nicht der Fall, obwohl sie sogar Heroin entkriminalisiert haben.
Und wenn du doch ab und an einen zugedröhnter Typen zu Gesicht bekommst, dann behandle ihn einfach wie einen "Angesoffenen".
Na, Problem gelöst. Jetzt biste auch auf der Pro-Legalisierungs Seite, oder?
 
Gut, dass du immer Bescheid weißt. Nun ja, es könnte sich so oder doch so ähnlich zugetragen haben. Wenn du endlich mal richtig lesen würdest und deinem Maul nicht andauernd erlauben würdest, deinem lahmen Hirn davonzulaufen.
 
Sucht ist eben nicht nur Chemie, sondern zum gleichen oder größeren Teil Gewohnheit. Nach dem ersten Besäufnis ist man nicht High, sondern man muss kotzen.

Alles kann zur Sucht werden, auch das Essen. Die Leute können nicht mehr damit aufhören bis sie 4 Zentner wiegen und sterben.

Die Fesssucht fordert vermutlich mehr Todesopfer als Heroin.

Früher wurde gemeinsam gegessen, damals war Fresssucht gezügelt.

Das Gleiche früher bei den sogenannten Drogen. Der Konsum war sozialisiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Glück ist Glück.

Schwer zu fassen, aber real.

Glück ist Glück.
Ja, aber Glücksgefühl ist kein Glück sondern künstlich erzeugbar- Entweder direkt chemisch, oder durch eklektische Reize (was meine obige Aussage relativiert. Sonden im Gehirn hatte ich vergessen).

Das Glücksgefühl ist nicht schwer zu fassen, sondern gar nicht. Denn es ist flüchtig und nicht konservierbar.

Real kann man es auch nicht nennen, ist es doch lediglich eine Reaktion, wie z.B. auf einen elektrischen Reiz. Oder Leute sind möglicherweise glücklich, wie nie in ihrem Leben zu vor, dabei ist es nur die Megadröhnung ihres Lebens, und das an dessen Ende.

Sie sterben gerade.
 
Ich wurde bereits das 4. mal mit geringer Menge gebusted, beim erste mal waren es 9g jeweils 3g abgepackt unterschiedlichster Sorten und dazu 4 Joints, die auch zu 70% aus Hanf bestanden. Hab niemals irgendwelche Aggression gegen die Bulizei, immer kooperiert und erst in deren Bericht geschrieben es waren 15g.
 
Glück ist Glück.
Ja, aber Glücksgefühl ist kein Glück sondern künstlich erzeugbar- Entweder direkt chemisch, oder durch eklektische Reize (was meine obige Aussage relativiert. Sonden im Gehirn hatte ich vergessen).

Du vergißt den Menschen. Er muss üben, manche Laster sehr gründlich.

Und dann kommte die Disposition dazu.

Mancher mag es gerne zärtlich.

Mancher ist glücklich, wenn er ausgepeitscht wird.

Dein Begriff vom Glück ist steril, wei Du alle Perversionen ausblendest,
 
Dein Begriff vom Glück ist steril, wei Du alle Perversionen ausblendest,

Und vor allem Zielführend. Wenn man das Prinzip ergründet hat, kann man es auf die Einzelfälle anwenden.

So ist newtonsche Gravitation eine einfache Formel, während Du kein Ende findest aufzuzählen, was alles von Bäumen runter fallen kann.
 
Und vor allem Zielführend.

Was ist denn das Ziel?

Wenn ich korrigieren darf: Die Gravitationstheorie erlaubt die Berechnung der Bewegung von Himmelskörpern.

Was Deine Glückstheorie leistet ist nur ein bißchen Wedeln mit der Wissenschaft.

An allen Vorgängen in Körper ist Chemie beteiligt, diese Erkenntnis ist trivial und inhaltsleer.

Du wendet die Black Box Chemie - was Genauers weißt Du vermutlich nur, soweit die Meien darüber berichtet haben - mit dem Anspruch, Glück zu näher zu bestimmen. Diesen Anspruch erfüllst Du nicht.
 
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