[Sonstiges] Drei Geschwister ertrinken in Löschteich

Im Neukirchener Ortsteil Seigertshausen in Nordhessen sind am Samstag drei Geschwister in einem öffentlich zugänglichen Feuerlöschteich ertrunken. Ein Zeuge meldete der Feuerwehr, dass ein Junge ins Wasser gefallen sei. Der bewusstlose Fünfjährige wurde von Anwohnern aus dem Teich geborgen, starb jedoch am späten Abend an den Folgen.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte stellte sich heraus, dass noch zwei weitere Kinder der Familie vermisst werden. Seitens Polizei und Feuerwehr wurde nach den Vermissten gesucht, Taucher konnten das achtjährige Mädchen und ihren neun Jahre alten Bruder allerdings ebenfalls nur noch tot aus dem Löschteich bergen.

Die Polizei geht von einem Unglück aus, ein Verbrechen wird ausgeschlossen. "Ein Notfallseelsorger spendet der Familie Trost."


Bild:
Quelle:
 
Die können das Ding auch Zuschütten.

Die meisten Löschteiche stammen aus einer Zeit vor der flächendeckenden Trinkwasser versorgung und werden heute nicht mehr benutzt (oder von den Ökos als Biotope requiriert).
Die anderen stammen aus den 70er Jahren nach der Waldbrandkatastrophe,als -in einem Anflug von Hysterie - wieder gebuddelt wurde.

Vorgeschrieben sind sie nur in Gewerbe und Industrie gebieten.
Diese bevorzugen jedoch (Genau wie die Feuerwehren) Zisternen.
Zisternen sind nämlich weder verschlammt, noch zugewuchert und wesentlich leichter zu entpumpen.
 
Zuschütten? Es gibt abertausende frei zugängliche Gewässer.
 
@Seedy: 700 Seelen-Ort, maximal be 150er Leitung. Reicht gerade mal für eine Einsatzgruppe, bei mehr kommt dann wenn's drauf ankommt nur noch heiße Luft aus der Leitung. Da ist so ein 3000 Kubikmeter fassender Löschteich schon ne gute Hilfe.
 
@Hezu:
du kommst mit nem h150 auf 1000-1500 l/min.
Ich weiß ja nicht, was du vor hast, aber du sollst das Haus nicht in ein Swimmingpool verwandeln :D

Damit kannst 10-15 C-Rohre gleichzeitig befeuern, wenn du die brauchst hast du ein ganz anderes Problem.

Ebenso kannst du zwei h150 auf der gleichen Stichleitung benutzen.
Du bekommst zwar nicht die doppelte Menge (liegt so bei 20-30% Gewinn).
Das liegt daran, dass die Leitungen selber etwas mehr Wasser fördern, als durch den Hydranten raus kommt.


Du hast natürlich recht, es ist immer schön noch so ein Ding in der hinter Hand zu haben.

Grade in Ländlicher Gegend waren die früher Goldwert.
Heute, wie gesagt, ist flächendeckende stabile Trinkwasserversorgung und du hast fast überall noch ein wasserführendes Fahrzeug greifbar.
(die ganzen alten TSF8 und LF8 werden fast alle durch LF10/6 <- wasserführend und TSF-W ersetzt.
Es hat sich nämlich herausgestellt, dass das selbst die 500l auf dem Fahrzeug oft schon ausreichen und einen unschlagbaren Zeitvorteil bringen.

Dazu ist der Verbrauch durch effektiven Innenangriff und Hohlstrahlrohr extrem gesunken.


Innerorts sind das heute eigentlich nur noch Zierteiche.
 
Da es jetzt zu OT wird...
Ebenso kannst du zwei h150 auf der gleichen Stichleitung benutzen.
Nur bei Ring-, nicht bei Stichleitung. Weißt du wie es dort im Ort ausschaut? Und 10 - 15 C-Rohre an einer Versorgungsleitung ist Wunschdenken, egal wo.

Und bei Großschadenslagen ab Wohnhausbrand in Vollausdehnung hast du mit den 500 l nur den berühmten Tropfen auf dem heißen Stein, mehr aber auch nicht.
Falls du noch mehr darüber diskutieren willst, können wir das gerne per PN machen, hier braucht das glaub ich nicht tiefergehender erläutert werden.

Hier im Thread reicht: 100%ige Kindersichere Absicherung solcher Löschteiche ist nicht machbar, da sie als Löschteiche immer noch ihren Sinn haben.
 
Ich find das gar nicht so OT - außerdem sehr interessant - die Sinnhaftigkeit des Löschteiches stellt sich ja durchaus und das es ein wenig technischer / nerdiger / detaillierter wird darf im ngb eigentlich keinen stören ;). Ich finde das sehr erhellend wenn es mal über Stammtisch 'Niemand braucht mehr Löschteiche' vs. 'Ich vermute die haben noch einen Nutzen' hinaus geht.
 
Stammtisch 'Niemand braucht mehr Löschteiche' vs. 'Ich vermute die haben noch einen Nutzen' hinaus geht.

Das niemand mehr Löschteiche braucht, stimmt auch nicht.
Sie sind in einigen Gebieten sogar Gold wert.
Es ging speziell um Löschteiche innerorts - diese halte ich für bessere Zierteiche :unknown:

Moorbrunnen und Waldgräben - sind aus Erfahrung, Notwendig.

Über den Wasserverbrauch bei Brandeinsätzen und generelle Notwendigkeit gegenüber Großschadens lagen, ja das ist eine andere Diskussion.
Dazu brauch man eh noch viel mehr Infos über den Ort.



Was Sicherung von Wasserstellen generell aussieht.
Eventuell seh ich das auch etwas zu locker.
Ich komme aus einer moorigen Gegend und bin noch eins dieser Kinder, die tagsüber "verschwunden" waren - in etwa so wie Metal_warrior es beschrieben hat.

Außerdem fließt hier ein Fluss mitten durch die Stadt und im Wohngebiet haben wir mehrere Rundelle, wo in der Mitte eine alte Kuhtränke ist.
Es ist außerdem von Gräben durchzogen.

Wenn man sowas "kennt", weiß man wie gefährlich das werden kann.
Die meisten kennen eben nur ihre Badestellen. Schlick, Schilf und Schlamm + abgeschrägte Kanten - da kommt man nicht so leicht raus.
Auch machen sich die wenigstens ein Bild davon, wie eklig schwer man mit Nassen Klamotten ist.
Wer das DLRG Zeichen hat, dürfte wissen wovon ich rede. :confused:
Da kann es schon eine Mammutaufgabe sein sich selber raus zu bekommen, geschweige denn alleine jemand anderen dort raus hohlen zu wollen.


Generell stehe ich weiterhin dazu:
Kinder machen Unsinn, Leute ertrinken, Eltern sind auch nur Menschen: trifft das alles zusammen passieren schreckliche Dinge
Es ist ganz normal, dass sowas hin und wieder mal vorkommt. - So traurig es auch ist.


Dennoch, wenn sowas passiert sollte man sich in Erinnerung rufen:
Wie wichtig das hier ist:
Metal_Warrior schrieb:
Meine Eltern haben halt statt Verboten ein Set an Grundfähigkeiten vermittelt, mit denen man selbst entscheiden und sich aus gefährlichen Situationen rauslavieren konnte.


Das man ein Auge führ Gefahren entwickelt.
Das man weiß, was es für eine Gefahr ist.
Das man weiß, wie man ihr begegnet.
Das man weiß, wo man Hilfe bekommt, falls es schief lief.

Das halte ich für wesentlich wichtigere Erziehung als Sag Bitte und Danke und geh Spongebob gucken.

Wobei auch das nicht vor Unfällen wie diesen schützt.
Das waren Dorfkinder, die werden eigentlich Erfahrung mit sowas gehabt haben.

Zum Tathergang?
Ich vermute ganz stark, dass Opfer 2 und 3 auf Kosten einer gescheiterten Rettungsoperation gehen.

Das ist ein häufiges Verhalten bei Kindern, dass sie statt Hilfe zu hohlen, Hilfe Leisten wollen.
Nun hat man mit 9 Jahren leider weder die Kraft, noch die Erfahrung um das vernünftig zu machen - deswegen geht das in die Hose.


wow, das ist wieder mehr geworden, als ich wollte.
 
Furchtbar, was da passiert ist. :(

Die armen 3 Kiddies. :( So früh schon aus dem Leben gerissen. :(

Aber wo waren die Eltern? Wenn ich weiß, dass meine Kinder nicht schwimmen können, würde ich sie nicht unbeaufsichtigt an einem Teich spielen lassen oder bleue ihnen ein, nicht am Teich zu spielen. Mit Helikopter Eltern hat das nichts zu tun, sondern mit Aufsicht. Wenn die Kiddies nicht schwimmen können - nicht unbeaufsichtigt an tiefe Gewässer lassen.
 


Ach hör doch auf. War als Kind oft auf dem Land, auch an Badeseen, Flüssen, Teichen. Eltern haben dafür gesorgt, dass ich frühzeitg schwimmen lerne und auch aufgepasst. Nicht immer, aber bei Seen und Teichen und Flüssen immer. Am Meer auch. In der Stadt hatten wir auch unsere Abenteuerspielplätze, aber als wir so klein waren, haben Eltern aufgepasst. Ohne zu überwachen.
 
@Ruby:
Wie oft warst du früher einfach so ohne deine Eltern aus dem Haus?
Hast im Hinterhof gespielt, oder sowas?
 
Ach du warst auch mal auf dem Land?

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, und da kam es auch im Grundschulalter schon vor*, das man sich mit seinen Freunden traf, um in den Wald zu radeln, ganz ohne Eltern, und die wussten nicht mal, in welche Richtung wir abfuhren.

Zudem kommt es auch drauf an, wir quirlig ein Kind ist, wenn man nen Wirbelwind hat, brauchst du nur mal ne Minute nicht aufpassen, und er ist weg, ohne zu wissen, wohin, und ohne das du was als Elternteil falsch gemacht haben könntest.

*im Sommer eigentlich täglich
 
@ Seedy: Wir hatten gar keinen Hinterhof. Und wenn ich schreibe Abenteuerspielplatz, dann meine ich das auch so. Aber es ist schon gut, wenn die Eltern dafür sorgen, dass die Kinder frühzeitig schwimmen lernen.




Mal? :D :D :D

Oh durch Gegenden radeln, wo man sich verfährt, das kenn ich auch. :D Und da gab es noch keine Handys.

Aber an Gewässern haben die Eltern immer aufgepasst.
 


Du musst aufpassen, für soviel Empathie kann man hier gebannt werden!
Frag nicht nach den Eltern, das waren eben keine Hubschraubereltern,
weeßte wie? Die haben ihre Sprößlinge, vermutlich alle Nichtschwimmer,
mit dem Löschteich alleine gelassen. Kinder sind eben so, die können
auch mal ertrinken. Also, pass auf, was du hier sagst!!!! :(
 
@Ruby:
Ich rede nicht von "Abenteuer" Spielplatz.
Ich frage einfach, wie oft du damals das Haus verlassen hast, ohne Aufsicht.
Bist du mit 9 Jahren 24/7 unter Beobachtung gewesen, oder hast du einfach mal das Haus verlassen?
 
@Ruby: Was bringen dir aufpassende Eltern, wenn sie nicht mal wissen, wo du bist?

Was bringt dir Schwimmunterricht, wenn du als 9-jähriger in Panik verfällst, weil dein 5-jähriger Bruder gerade ertrinkt?
 


Mit 9 war ich oft genug allein draußen, außer wenn wir in der Nähe von Seen und Teichen und Meer waren.

Das heißt doch nicht, dass ich unter Beobachtung war. Aber meine Eltern haben halt aufgepasst und mich nicht irgendwo allein rumgurken lassen, wo es lebensgefährlich für mich ist.

Ich weiß ja nicht, was du unter Abenteuerspielplatz verstehst. Baustellen, Berge, Hügel, Wald... halt überall, wo man rumtoben kann. Auf Bäume klettern und so. :D Mit dem Fahrrad ein paar km von Zuhause unterwegs sein und so.

Aber es wird nur der 9jährige erwähnt. Die anderen beiden waren doch weitaus jünger. Klingt nach Eltern, die ihre Verantwortung auf den 9jährigen abgewälst haben, damit er auf seine Geschwister aufpasst.
 


Mit 9 war ich oft genug allein draußen, außer wenn wir in der Nähe von Seen und Teichen und Meer waren.
Dir ist nicht klar, dass der See MITTEN IM DORF IST?

Das 5 Minuten alleine draußen reichen um im Teich zu ertrinken?


Alleine damit das du bestätigst alleine draußen gewesen zu sein, gibt mir recht.
Danke.
 


Mein Bruder konnte mit 5 schon schwimmen.
Wenn ich als Elternteil weiß, er kann es nicht und mitten im Dorf ist ein tiefer Teich,
muss ich mich verdammt noch mal kümmern!!! Der Hubschrauber kommt dann
nämlich zu spät. Also sind die Eltern in der Pflicht!!! :dozey:
 
Aber es wird nur der 9jährige erwähnt. Die anderen beiden waren doch weitaus jünger. Klingt nach Eltern, die ihre Verantwortung auf den 9jährigen abgewälst haben, damit er auf seine Geschwister aufpasst.

Klingt nach, Erdbeer, Ruby und Mandy - Die einfach Irgendwem die Schuld geben wollen :unknown:
Gott, wenn man euch so liest, ist Feminismus echt ne beschissene Idee.
Hoffe hier kommen bald mal ein paar andere Frauen aus der Anonymität um das Frauenbild wieder richtig zu rücken.
 
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