Die Frage lautet: Ist die Welt fair und ausgeglichen?
Fair nein.
Ausgeglichen nein.
Fair: Warum verdient der Manager viel mehr, als etwa der Arzt oder der Krankenpfleger. Der Manager leistet im Endeffekt nichts. Er lässt sich von seinen Mitarbeitern und Beratern einen Haufen Papier aufbereiten und sagt dann, dass gespart werden soll, dass effektiver gearbeitet werden soll bla bla bla. Jetzt könnte man ja mit dem Argument der Verantwortung kommen, aber mal im Ernst, welche Verantwortung trägt ein Manager denn? Oh, über tausende Jobs und Mio-Umsätze? Wirklich? Trägt er wirklich Verantwortung? - Nein, das tut er keines wegs. Egal welche Entscheidungen er trifft und welche Konsequenzen das hat, er haftet nicht. Das kostet u.U. eine Menge Leute den Job, die dann aufgrund einer Fehlentscheidung auf der Straße sitzen.
Selbst die Arbeiter in der Fabrik des Managers leisten mehr. Soziale Berufe, die das Leben und Überleben der Menschheit kurz und langfristig sichern und damit die wichtigsten Grundpfeiler unserer Gesellschaft darstellen, werden nicht annähernd so gut bezahlt, wie Manager.
Natürlich allgemein "ist die Welt fair" ist natürlich viel viel viel viel viel viel mehr, als Berufsgruppen. Man könnte jetzt noch mit Krankheiten, Tot, Chancengleichheit für Frauen/Männer Einheimische/"Menschen mit Migrationshintergrund", ja sogar mit Lebensraum und Chancen für Tiere vs Menschen etc pp kommen. Aber um wirklich alle Aspekte zu erfassen müssten wir vermutlich jahrelange Studien durchführen. Allerdings - und da bin ich wohl sehr geprägt von dem Denken aus der Informatik - kann man die Welt wohl auch aus Verundungen all ihrer Aspekte sehen. Da Gehaltsverteilung in Hinblick auf Fairness false ist, kann ich damit verunden, was ich möchte und das Ergebnis bleibt false.
Ausgeglichen: Auch hier nein. Auch hier picke ich mir einen beliebige Variable heraus und zeige, dass diese false ist.

Nehmen wir Materie-Antimaterie-Verteilung auf der Erde. Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen, oder? - Fertig.
Edit:
Es ist aber recht unerheblich, ob die Welt so oder anders ist. Letztlich versucht doch jeder irgendwie für sich den maximalen Nutzen zu ziehen. Das sind eben wir Menschen.
Der Mensch ist der Gegensatz zur Physik. Um ein sehr intuitives Beispiel zu machen: Wenn du ein Gas in einen luftleeren Raum ströhmen lässt, wird es sich gleichmäßig darin verteilen.
Der Mensch macht genau das Gegenteil von dem, was physisch zu erwarten wäre. (Allerdings ist das bei jedem Leben so!) Er stellt ein Ungleichgewicht her. Allein schon durch unseren Stoffwechsel, aber auch durch unsere Lebensweise versuchen wir "Energie" (in bio-chemischer Form oder in Form von Geld, Macht, Besitztümern etc) zu aggregieren, zu häufen und zusammen zu halten, wärend wir alles, was keine Energie liefert oder "wertlos" ist, versuchen zu entfernen (Ausscheidung, Unrat, Müll, Dreck, ....)