Die Energiewende - Traum oder Trauma?

Wenn man so rechnet, ist der ganze Vergleich doch hirnrissig. Die Subventionen bei EE wären dann eine Art Investition, Entwicklungskosten, Ausgaben für die Markteinführung. Und die Subventionierung konventioneller Kraftwerkte wären als Mittel zur Deckelung der Energiepreise zu sehen, die ja auch ein Standortfaktor sind.

D.h. diese beiden Subventionen verfolgen vollkommen verschiedene Zwecke und sind kein Anhaltspunkt für die Wirtschaftlichkeit der verchiedenen Energieerzeugungsmethoden.

Dämpfung des Vermehrungstriebs bei Windmühlen, wie von der künftigen Bundesregierung vorgesehen, hieße ganz einfach, dass man es mit Entwicklung und Markteinführung der EE aus Rücksicht auf die Finanzkraft des Unternehmens langsamer angehen lassen will.
 
Also müssten die EE auch mindestens 30 Prozent der Energie liefern, um ihren Subventionsbetrag zu verdienen. Tatsächlich liegt der EE-Anteil am Energieverbrauch bei 10 Prozent, ausdrücklich Energieverbrauch, nicht Energieerzeugung.
Ich gehe davon aus,wir reden hier über elektrische Energie.
Im Strombereich stieg der Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2012 auf 22,9 Prozent (2011: 20,5 Prozent) am deutschen Bruttostromverbrauch.
Sind zwar nicht 30, aber doch näher dran als an 10.
Weiter:
Insgesamt betrug im Jahr 2012 der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch (Strom, Wärme, Kraftstoffe) von Deutschland 12,6 Prozent und ist damit gegenüber dem Jahr 2011 um 0,5 Prozentpunkte angewachsen.
Quelle:

Jedoch sind es eben nicht die EE die den Strompreis treiben.
Vereinfacht gesagt (sehr vereinfacht, aber doch für mehr als80% der EEG Summe zutreffend): Die EEG Umlage deckt die Differenz der Einspeisevergütung (Ausgaben zur Erzeugung) zum Börsenpreis ab.
Ist der Börsenpreis am Boden, wird mehr von der EEG Umlage benötigt.
Steigt der Börsenpreis, weniger EEG Umlage.

Den Gesamtpreis (Börsenpreis + EEG Umlage) zahlen wir.
wenn aber
12+14 = 2 + 24
korrekt ist, dann lässt sich nur schwer erklären, wieso man plötzlich auf 28 kommt.
 
203,7 Milliarden! Nur in Deutschland, im Zeitraum 1960-2010, inflationsbereinigt laut

Ich kann aber auch weniger bieten.. laut sind es 1956-2010 nur 17,2 Milliarden in Deutschland gewesen. Nominal natürlich und ohne Müll, Steuer- und Versicherungsvorteile usw.
Die liegen damit sogar unter den 19,5 Milliarden an Subventionen um die Differenz zwischen der Produktionskosten und dem Weltmarktpreis für Steinkohle in den Jahren 2009-2018 bereitgestellt werden, völlig unrealistisch xD

Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo dazwischen.. also bei etwa (203+17)/2 =~ 110 Milliarden. Angesichts der völlig fiktiven Berechnungsgrundlagen ist diese Schätzung genauso legitim wie jede andere. Es wäre wahrscheinlich das sinnvollste die radikalste Liste am oberen Ende zu nehmen und dann die einzelnen Punkte durch zu diskutieren, ob man sie nun akzeptiert oder nicht. Freiwillige vor.

Warum ich Jahrzehnte zusammenfasse? Warum diskutiert ihr über Subventionen der EU27? Richtig weil man seit der großen Bürgerverarschung Bankenrettung mit Millionenbeträgen niemanden mehr beeindrucken kann :rolleyes:

Ansonsten schließe ich mich NecroniX an:
Wenn ich aber nun das Mantra ausgeben die EE sollen in wenigen Jahrzehnten den aller größten Teil der Stromerzeugung ausmachen darf ich nicht die Subventionen an den momentanen Anteil koppeln, weil ich da durch keine neuen Verhältnisse schaffen kann
Mit der Argumentation wurde schließlich schon die Kernkraft durchgedrückt, als sie noch Atomenergie hieß und Kohle zu verbrennen viel günstiger war.
 
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Vor ein paar Jahren wurde der diskutiert eine Art Hervorhebungsstandard für Sarkasmus zu etablieren, damit dieser im Netz nicht so leicht übersehen wird. Inzwischen wird es eher Zeit eine "ich meine das wirklich so" Notation einzuführen :D

Die Atomenergie war zu ihrer Einführung nicht konkurrenzfähig. Nur durch massive staatliche Förderung wurde sie es. Lassen wir die EEs außen vor und sehen uns noch einmal die hohen aktuellen Subventionen für Kohle an: Ohne die Investition in eine Alternative zur Kohle hätten wir, insbesondere im Hinblick auf die 70er und die Ölkrise aus der ein boomender AKW-Bau resultierte, irgendwann vielleicht tatsächlich im Dunkeln gesessen. Nicht 1980 wie von Helmut Schmidts "Beratern" prophezeit, aber düster wäre es sicher geworden. Schade nur, dass man die Energieversorger erst mit Subventionen für AKWs angefixt hat und dann auf die Idee kam woanders zu suchen. Ich denke hier an Growian, ein Paradebeispiel der Sabotage.
 

Vor ein paar Jahren wurde der diskutiert eine Art Hervorhebungsstandard für Sarkasmus zu etablieren, damit dieser im Netz nicht so leicht übersehen wird. Inzwischen wird es eher Zeit eine "ich meine das wirklich so" Notation einzuführen
That's it :D

Die Atomenergie war zu ihrer Einführung nicht konkurrenzfähig. Nur durch massive staatliche Förderung wurde sie es. Lassen wir die EEs außen vor und sehen uns noch einmal die hohen aktuellen Subventionen für Kohle an: Ohne die Investition in eine Alternative zur Kohle hätten wir, insbesondere im Hinblick auf die 70er und die Ölkrise aus der ein boomender AKW-Bau resultierte, irgendwann vielleicht tatsächlich im Dunkeln gesessen
Das wird prinzipiell auf jede Hochtechnologie zu treffen, stärker noch wenn man gegen stark Etablierte konkurrieren muss.
 
Die große Koalition will - wenn sie denn zustande kommt - wegen der stetig steigenden Stromkosten Prepaid Systeme einführen, die dann Stromsperren verhindern sollen:














Da stellt sich doch die Frage: Wenn das Guthaben verbraucht ist und kein Geld mehr da ist, wie soll dann der Strom bezahlt werden?

Es ist ja nicht so, dass Leute mit wenig Geld nicht sowieso schon sparen wo sie können, aber durch die ständig steigenden Abgaben der Strom trotzdem immer teurer wird und wir auch noch die Kosten aufgedrückt kriegen, welche Großfirmen dank der Befreiung von den Umlagen ja nicht bezahlen brauchen.
 
Wie werden die Stromsperren verhindert?

Es wird allenfalls verhindert, daß jemand nicht bezahlt. Außerdem tritt der Kunde in Vorleistung, nicht mehr der Anbieter.

cui bono?
 
Ist doch logisch. Der Energiewirtschaft,die haben keine so hohen Aufwendungen für die Eintreibung der offenen Forderungen.
Etliche Stadtwerke haben solche Prepaid-Zähler seit Jahrzehnten bei Kunden mit (sehr) schlechter Zahlungsmoral eingebaut.
 
Die Stromkosten werden in Deutschland künstlich hoch gehalten. Strom müsste nicht immer mehr zu einem Luxusgut verkommen, wenn denn nicht die ganzen Stadtwerke privatisiert worden wären, denn Strom ist nicht teuer. An den Börsen sinkt der Preis, nur in Deutschland steigt er immer weiter.

Was jetzt die Zahlungsmoral angeht: Zwischen nicht zahlen wollen und nicht zahlen können ist ein großer Unterschied. Viele können nicht mehr bezahlen, selbst wenn sie wollten, weil die Stromkosten einfach zu hoch sind. Da helfen auch keine PrePaid Zähler, denn wenn kein Geld da ist, kann auch nicht via PrePaid Strom freigeschaltet werden.
 
Und da haben wir genau das, was ich meinte, mit "politischer Wille zur Energiewende nicht vorhanden": .

Zeit.de schrieb:
De facto haben sie im Koalitionsvertrag einen Deckel für den Ökostromanteil im Stromnetz festgelegt. Um nur noch 1,7 Prozentpunkte sollen die Erneuerbaren jedes Jahr wachsen.

Ich sach mal: Geil! Bloß nicht der Energieindustrie die aktuell gut laufenden Geschäftsmodelle zerstören. War Altmeier nicht Umweltminister? Klar, da ist es natürlich am besten, den Umweltschutz zu deckeln.
 
Ist schon ein wenig her, dass hier diskutiert wurde, aber aus aktuellem Anlass poste ich hier etwas.

Wer zahlt für den Atomausstieg?
Eigtentlich ganz klar. Die KKW Betreiber sind per Gesetz verpflichtet, Rückstellungen in der Höhe zu bilden, die einen kompletten Rückbau ihrer Kernkraftwerke garantieren.
Auf die Verwaltung dieser Rückstellungen verzichtete der Staat, denn die Konzerne waren damit von ihm betraut waren.

Nun, am Ende des deutschen Atomzeitalters sieht die Sache, oh welch Überraschung, jedoch ein bischen anders aus.

Dumm gelaufen. Dieses Fazit wird die Atomkommission in den kommenden Tagen ziehen. Garniert mit vielen Zahlen und schönen Worten werden die 19 Experten in ihrem Abschlussbericht zugeben müssen, was viele längst ahnen: Die Kernkraftgegner hatten recht. Die Produktion von Atomstrom ist nicht nur gefährlich, sondern auch teuer – und das noch lange nachdem das letzte Kraftwerk verschwunden sein wird.

Die Experten sollten herausfinden, wo das Geld für den Rückbau der Meiler und die Beseitigung des Atommülls herkommen soll. Einerseits, so die politische Vorgabe, möge beides den Steuerzahler doch bitte möglichst wenig kosten. Andererseits dürften die Atomkonzerne nicht so stark belastet werden, dass sie dadurch pleitegingen.

Damit war von Anfang an klar: Es gibt keine einfache Lösung. Theoretisch könnte die Politik den Energieriesen zwar die Rückstellungen wegnehmen, die sie qua Gesetz für den Rückbau der Meiler und die Lagerung des Mülls ansparen mussten. Auch für Folgeschäden könnte sie die Energiekonzerne in die Haftung nehmen. Frei nach dem Motto: Der Verursacher zahlt alles.

Doch das wäre vor ein paar Jahren vielleicht möglich gewesen als RWE, E.on, Vattenfall und EnBW noch viele Milliarden Euro mit Atomstrom verdienten.
Heute geht das nicht mehr, längst sind die Gewinne ausgeschüttet, und jetzt geht es den Energieversorgern schlecht. Schlimmer noch: Auch die Rückstellungen liegen nicht einfach bei einer Bank. Sie stecken in den Unternehmen. Würde die Regierung zu schnell zu viel Geld abziehen, würde sie womöglich diejenigen in die Pleite treiben, die sie doch noch zur Kasse bitten will. Und dann müsste sie selbst für den Atommüll zahlen.

Da vertraut der Staat den KKW betreibern, aber die haben die Kohle einfach an die Aktionäre etc ausgeschüttet. Auf soetwas hätte man echt nie kommen können. :D
 

Auch wenn das Geld in den Unternehmen gebunden ist, ist das noch kein großes Problem. Der Rückbau der AKWs dauert Jahrzehnte, daher ist gar nicht notwendig die Milliarden als Einmalzahlung aufzubringen...
 
Das ist sicher dann ein Problem, wenn Energieunternehmen keine Firmen mit "Lizenz zum Gelddrucken" mehr sind und bei normalen Marktrisiko keine Bestandsgarantie haben.

EDIT: Deutlicher ausgedrückt: Eine Firma, die es nicht mehr gibt, hat auch keine keine Rücklagen.
 
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Auch wenn das Geld in den Unternehmen gebunden ist, ist das noch kein großes Problem.
Natürlich ist es ein Problem, wenn die Geldmittel im Konzern verbleiben und somit keinerlei Garantie verbleibt, dass diese überhaupt dem Rückbau zugute kommen werden.
Ein Rückbau dauert ca 10 Jahre und wenn man ein paar KKWs besitzt und an ein paar anderen beteiligt ist, dann sind das erhebliche Kosten pro Jahr.
Darum sitzt der deutsche Steuerzahler auch in der Kacke, wie man dem Artikel entnehmen kann.
Jeder Arbeitgeber zB hat in einen Fonds einzuzahlen, der im Konkursfall die Löhne an die Angestellten auszahlt. Aus gutem Grund obliegt die Verwaltung der Gelder nicht dem Arbeitgeber. Die KKW Betreiber sind von diesem Prinzip bei den Rückstellungen für den Rückbau ausgenommen. Ebenso bei der Haftung für verursachte Schäden.

Was passiert, wenn die Geldmittel nicht ausreichen? Werden dann die Mitarbeiter, oder gar die Aktionäre den Rückbau freiwillig finanzieren? Sicherlich nicht, das macht denn der Steuerzahler. Getreu nach dem Motto, Gewinne werden privatisiert, Verbindlichkeiten werden sozialisiert.
Einen ersten Vorgeschmack hat man ja schon bekommen, als E.on versuchte sich in 2 Sparten aufzuspalten. Uniper sollte sich unter anderem um die Kernkraft kümmern, die andere Sparte sollte "neue" Energiegewinnungsarten, Infrastruktur etc beinhalten. Tja, wieso sollte man einen Konzern einfach so aufspalten? Könnte es etwas damit zu tun haben, dass nach 3 Jahren bei einem etwaigen Konkurs der einen Sparte die andere nicht mehr für die Verbindlichkeiten der anderen haften würde? Dieses Schlupfloch wurde jedoch geschlossen bzw es wurde angedroht es zu schließen und E.on verzichtete plötzlich auf die Trickserei. Ein Schelm, wer Böses denkt.

Aber vielleicht kommen die Konzerne auch mit ihrer Klage vor einen Schiedsgericht gegen Deutschland durch und der Steuerzahler muss mehrere Milliarden Euro aufgrund des Atomaustieges löhnen. Das nicht wegen dem eingentlichen Ausstieg, sondern wegen Versäumnisse in diversen Ministerien. Dann gibt es entweder wieder eine Sonderdividende für die Aktionäre, oder sie werden freiwillig die Rückbaufonds aufstocken. ;)
 
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Ich hab den Artikel eben gelesen und wollte ihn hier verlinken aber du warst schneller :T

Topic:

War klar, dass das so kommt und es wird noch viel viel teurer werden wenn den Leuten mal klar wird, dass sie nicht wissen wohin mit dem Müll....
 
In Sachen, den KKW Betreibern könne man ja doch vertrauen, weil diese früher damit ordentlich Gewinn gemacht haben und nun zu ihren Zusicherungen stehen werden, ist nun folgendes zu lesen.

Für die mittlerweile angeschlagenen AKW-Betreiber Eon, RWE und Vattenfall, die jahrelang prächtig mit den Reaktoren verdienten, ist das ein Rückschlag. Sie hatten bis zuletzt auf eine Einigung mit der Politik gehofft. Ihr Ziel: die finanziellen Risiken des Atomausstiegs samt noch laufender Atomkraftwerke in eine Stiftung auszulagern - und an den Staat zu übergeben. Dem erteilt die Kommission nun zu Recht eine Absage. Kommissionschef Trittin lehnt das Stiftungsmodell genauso ab wie eine Deckelung der Kosten für die AKW-Betreiber.

Wie geil ist das denn?
Anstatt werthaltige Rückstellungen zu bilden, hat man die Kohle der Stromkunden an die Aktieninhaber, den Vorstand oder an sonst wen ausgezahlt, und nun soll der Staat den ganzen strahlenden Krempel übernehmen. Da stellt sich natürlich nun die rhetorische Frage, wo war denn die Stiftung, als man mit den alten Meilern fett Kohle absahnte?
Und man kanns kaum glauben, aber der Staat hats doch echt fertig gebracht, dieses tolle Angebot abzulehnen. Echt undankbar! :D
 
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Was passiert, wenn die Geldmittel nicht ausreichen? Werden dann die Mitarbeiter, oder gar die Aktionäre den Rückbau freiwillig finanzieren? Sicherlich nicht, das macht denn der Steuerzahler. Getreu nach dem Motto, Gewinne werden privatisiert, Verbindlichkeiten werden sozialisiert.
Einen ersten Vorgeschmack hat man ja schon bekommen, als E.on versuchte sich in 2 Sparten aufzuspalten. Uniper sollte sich unter anderem um die Kernkraft kümmern, die andere Sparte sollte "neue" Energiegewinnungsarten, Infrastruktur etc beinhalten. Tja, wieso sollte man einen Konzern einfach so aufspalten? Könnte es etwas damit zu tun haben, dass nach 3 Jahren bei einem etwaigen Konkurs der einen Sparte die andere nicht mehr für die Verbindlichkeiten der anderen haften würde? Dieses Schlupfloch wurde jedoch geschlossen bzw es wurde angedroht es zu schließen und E.on verzichtete plötzlich auf die Trickserei. Ein Schelm, wer Böses denkt.
Was EON aber nicht daran hindert(e), dass die Aufspaltung vollzogen wurde. Und wenn auch ursprünglich geplant war, die KKW-Sparte ebenfalls an Uniper auszulagern, hat man im September einen Rückzieher gemacht (das geplante Gesetz über die Atomhaftung dürfte die Ursache gewesen sein). Also bleibt die KKW-Sparte bei EON und ggf. wird dann halt EON abgewickelt. Spielt ja auch keine Rolle, wer dem Steuerzahler die Kosten aufbürdet und wer weiterhin Milliardengewinne einstreicht.

Vergessen darf man übrigens nicht, dass EON bisher rund 14,5 Mrd. Euro Rückstellungen gebildet hat. Der gute Kaufmann weiß, dass Rückstellungen den Gewinn mindern. Und was könnte das wohl für die Steuern bedeuten, die ein Unternehmen zu zahlen hat? ;)
Davon abgesehen ist der Verbraucher eh der Dumme. Entweder er zahlt die Kosten über höhere Preise oder aber über Steuern. Insofern ist es eigentlich egal, wer den Rückbau finanzieren muss.
 
Davon abgesehen ist der Verbraucher eh der Dumme. Entweder er zahlt die Kosten über höhere Preise oder aber über Steuern. Insofern ist es eigentlich egal, wer den Rückbau finanzieren muss.
Oder der Staat wäre so verwegen gewesen, schon vor Jahrzehnten die Hoheit über die Rückstellungen zu übernehmen und müsste nun nicht damit rechnen, dass der Steuerzahler löhnt und nicht jene, die dazu verpflichtet wären. Nur so ein Gedanke. Gerüchteweise soll das in anderen Bereichen Usus sein.

War aber ein geiles System. Man casht bei den Kunden ab, weil man offiziell Rücklagen bilden musste und nun soll der Steuerzahler noch mal löhnen, weil das mit der Werthaltigkeit der Rückstellungen irgendwie nicht so geklappt haben, wie es sich die Herren in der Chefetage offiziell vorgestellt haben. Solange die Meiler Cash-Cows waren war alles paletti, aber jetzt wo sie Kosten verursachen werden, beginnt plötzlich das große Mimimi der Betreiber.
 
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