Die Angst im Dunkeln - ist unsere Gesellschaft wirklich so grausam?

Sogar bei den sexuellen Belästigungen wäre ich vorsichtig und würde unterstellen, dass viele Medienberichte das aus Sensationsgeilheit falsch wiedergeben. Und in Einzelfällen könnte ich mir sogar gut vorstellen, dass viele Frauen erst ein bisschen rumflirten, dann irgendwann kalte Füße kriegen und von sexueller Belästigung sprechen [...]
Ne ich rede hier von diversen Frauen die irgendwann in den frühen Morgenstunden hier bei mir in unmittelbarer Umgebung (laut dem damaligen Polizeibericht) in dunkle Ecken und Hauseingänge gedrängt wurden mit den Ziel diese eben zu vergewaltigen. Also aus Frau wäre es mir hier teilweise auch mulmig bzw. k.A. ob ich alleine heim laufen wollte.

Das mit den Messerstechereien nimmt halt einfach allgemein zu. Früher hab ich es nie erlebt das irgendwelche Druffies einfach so 3 Leute mit dem Messer niedergestochen haben. Und das direkt in der Innenstadt. Wo eben hunderte Menschen herum springen. Siehe hier z.B.
 
Es kommt zum Teil darauf an, wo (Region) du dich aufhältst. Bei uns im Dorf kannst du nachts die Tür offen lassen. ;)
In anderen Regionen/ Stadtvierteln läuft nicht mal die Polizei freiwillig rum.

Natürlich sind das Extreme und natürlich kann man der ein oder anderen Situation auch durch entsprechendes Verhalten aus dem Weg gehen. Letztlich würde ich es aber nicht darauf ankommen lassen und die Gefahr zu verleugnen ist sicherlich auch nicht korrekt.
 
an den Gegenden in denen man sich aufhält

zum großen Teil dürfte es auch daran liegen.

Das Problem ist doch aber nicht die Statistik wie und ob überhaupt schon mal was passiert ist.
Das Problem ist die reelle, potentielle Gefahr.

Und auch wenn man auf dem Dorf seit Jahren schon die Tür nicht abgeschlossen hat und nie was passiert ist, dann heißt das doch nicht das nichts passieren kann. Auch dort besteht eine potentielle Gefahr.
Wie groß oder klein die ist, ist doch juck.
Wenn man durch ein simples Schlüsselumdrehen im extrem seltenen Einzelfall dann sein Leben gerettet hat, dann sollte man vielleicht doch abschließen...

Ist wie das Fahrradhelm-Problem.
Nur weil jemand seit Jahrzehnten ohne Helm fährt und ihm nie was passiert ist heißt das eben nicht, das nie was passieren wird und man ohne Helm sicher ist.

Übertreiben sollte man es natürlich nicht.
Aber wenn man konsequent alle Eventualitäten ignoriert, weil man sie noch nicht persönlich erlebt hat, oder sie sehr, sehr unwahrscheinlich erscheinen, dann wird es im schlimmsten Fall halt tödlich.
Dann kann man sich auch viele Versicherungen sparen die auch nur auf einen extrem unwahrscheinlichen Fall abzielen.

Es hängt auch stark davon ab, was einem selbst schon widerfahren ist.
Hat man mal einen Einbruch miterlebt, dann wird man doch ganz andere Angst vor einem neuerlichen Einbruch haben als wenn man das noch nie erlebt hat.
Selbiges gilt für Überfälle, Vergewaltigung usw.

In der heutigen Zeit haben viele doch komplett verlernt Gefahren zu sehen und richtig einzuschätzen.
Man wird vom Staat, vom Elternhaus und eigentlich von allen behüttelt und betüttelt.
Alles wird vermeintlich sicher gemacht.
 
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Je nach Alter der Kinder ist es wohl auch sinniger diesen den Umgang mit solchen Situationen eventuell auch Selbstverteidigung beizubringen statt nur Angst zu machen. Sowas führt automatisch aus der Opferrolle heraus. Mit Angst lebt es sich definitiv schlechter.
 
Nun ja, gab es z.B. letztes Jahr erst ne . Sowas wurde früher nicht gleich mit Messern geregelt. Ich persönlich finde schon das sowas zu nimmt. Leider. Hätte ich ne Tochter, ich glaube ich würde schon schlecht schlafen irgendwie...
 
das stimmt so nicht.

Früher passierten solche Sachen auch, wurden aber in den Medien nicht so aufgebauscht, oder besser, gar nie erwähnt.
Angst und Terror verkauft sich gut, das hat man gelernt.

Die Medien spielen uns eine extrem gefährliche Welt und Gesellschaft vor.
Die Wahrheit ist, in Deutschland ist es heute so sicher wie nie zuvor.
Einfach mal Statistiken lesen.
 
Hast du meinen verlinkten Artikel nicht gelesen?

Umso erstaunlicher, dass die baden-württembergische Landeshauptstadt in Sachen Faustrecht in negativer Hinsicht führend ist: 6901 Körperverletzungen registrierte die Polizei in Stuttgart – so viele wie noch nie. Selbst vor 20 Jahren, als es noch erheblich mehr Kriminalität gab, hatte es fast nur halb so viele Fälle gegeben. Selbst die böse Main-Metropole ist da relativ ein Waisenknabe – mit lediglich 5671 Körperverletzungen.

Quelle
 
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  • #28
Ist wie das Fahrradhelm-Problem.
Nur weil jemand seit Jahrzehnten ohne Helm fährt und ihm nie was passiert ist heißt das eben nicht, das nie was passieren wird und man ohne Helm sicher ist.
Aber der Fahrradhelm schützt vor einer realen Gefahr. Wenn ich mich im Stadtverkehr auf's Fahrrad setze, dann weiß ich genau, dass eine tatsächliche Möglichkeit besteht, auf den Kopf zu fallen. Ist das wirklich mit der "Gefahr" vergleichbar, die durch den bloßen Aufenthalt im Freien bei Nacht entsteht?

Man wird vom Staat, vom Elternhaus und eigentlich von allen behüttelt und betüttelt.
Alles wird vermeintlich sicher gemacht.

Interessant, dass Du es so rum siehst, ich auf mich wirkt das nämlich irgendwie genau andersherum: Gerade durch die Installation von Überwachungskameras und ähnlichen Maßnahmen, fördert man doch das Bild der kriminellen Gesellschaft.


Gut, dass es von der Region abhängt, glaube ich ebenfalls, aber das ändert für mich nichts daran, dass ich eine Angst vor dem Aufenthalt in der Öffentlichkeit übertrieben finde. Als Nicht-Stuttgarter kann ich das natürlich nur bedingt bewerten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Wahrheit ist, in Deutschland ist es heute so sicher wie nie zuvor.
Einfach mal Statistiken lesen.

Zumindest subjektiv finde ich, dass die Armut und somit auch der Frust in der Bevölkerung stets wächst.
Was machen junge Leute zum Teil um ihren Frust abzubauen?

Einen Schuldigen suchen oder ein "Frustabbauobjekt"


Es kommt immer auf die Wohngegend an.
Als ich noch "oben" gewohnt hab, bin ich zwar auch nachts durch den Assiblock marschiert, aber mir ist nie was passiert. Das mag daran liegen, dass ich vllt nicht unbedingt der "Opfertyp" bin und Gefahren und vor allem Menschen recht gut einschätzen kann.

Hier "unten" hingegen ist der Altersdurchschnitt 65+.
Wenn hier einer Stress sucht, dann der verbitterte Nachbar, der nicht ausgelastet ist und die Polizei anruft, weil ich mit einem Reifen auf dem Bordstein stehe und er da nicht durchkommt. (Er geht alle 7 Tage mal raus und da hätte ein Elefant durchgepasst)
 
Aber der Fahrradhelm schützt vor einer realen Gefahr. Wenn ich mich im Stadtverkehr auf's Fahrrad setze, dann weiß ich genau, dass eine tatsächliche Möglichkeit besteht, auf den Kopf zu fallen. Ist das wirklich mit der "Gefahr" vergleichbar, die durch den bloßen Aufenthalt im Freien bei Nacht entsteht?.

Nicht unbedingt im Freien. Meine größten "Sorgen" habe ich immer nachts am Bahnhof. Da sind dann nur die besoffenen von dennen einige ziemlich agressiv sind und mit Worten nichtmehr zu beruhigen sind. Da musste ich schon ein paar mal mich meiner Haut erwehren oder im Fall wenn es zuviele waren wegrennen und eben mit dem Taxi heim.
 
Zumindest subjektiv finde ich, dass die Armut und somit auch der Frust in der Bevölkerung stets wächst.

seit wann?
Seit dem 2.WK?
Seit dem 1.WK?
Seit den 50ern? 70ern?

Im Vergleich zu den Kriegsjahren ist es hier doch herrlich ruhig geworden. Auch davor dürfte es durchaus unsicherer gewesen sein...
Und in den 70ern? Hm, Terror, RAF usw.
Ich denke, wie sicher es auf der Straße ist, hängt viel von der Gegend ab.
 
Ich habe aber nie eine Situation beobachten können, in der jemand ernsthaft bedroht wurde.
Das ist wohl sehr abhängig vom Wohnort. In meiner Jugend (...sagen wir mal: vor 20 Jahren ;)) war es in der Gegend aus der ich komme (ländlich) durchaus gang und gäbe, dass man spontan und ohne Grund verprügelt wurde. Direkte Freunde von mir erlitten so z.B. Finger-, Arm- und Beinbrüche (kein Witz). Wie gesagt: Das war normales Programm damals und fand auch völlig unprovoziert statt.
Heutzutage scheint es in dieser Region wesentlich friedlicher zuzugehen (hörensagen, wohne nicht mehr da). Es ist also zumindest dort kein "früher war alles besser".
 
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Gut, dass es von der Region abhängt, glaube ich ebenfalls, aber das ändert für mich nichts daran, dass ich eine Angst vor dem Aufenthalt in der Öffentlichkeit übertrieben finde. Als Nicht-Stuttgarter kann ich das natürlich nur bedingt bewerten.
Ich hab hier auch keine Angst wenn ich Nachts durch die Gegen marschiere. Das fände ich auch übertrieben. Es ist wohl wahrscheinlicher das ich von einem Taxi überfahren werde wie die Fresse voll zu bekommen ;) Da müsste schon häufiger was passieren. Denke die Meisten übertreiben (trotz der steigenden Gewaltbreitschaft) da etwas. In DE muss man allgemein wohl keine Ahngst haben was auf die Nuss zu bekommen. Außer du strahlst das dermaßen aus, also dieses Opfer mäßige.
 
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  • #34
Nicht unbedingt im Freien. Meine größten "Sorgen" habe ich immer nachts am Bahnhof. Da sind dann nur die besoffenen von dennen einige ziemlich agressiv sind und mit Worten nichtmehr zu beruhigen sind. Da musste ich schon ein paar mal mich meiner Haut erwehren oder im Fall wenn es zuviele waren wegrennen und eben mit dem Taxi heim.

OK, das überrascht mich, denn dann wäre ich zumindest an diesem Bahnhof auch erst mal vorsichtig. Muss denn jeder damit rechnen, von denen angemacht zu werden oder kann das auch damit zusammenhängen, dass Du von der Kleidung her als Metaller auftrittst? Selbstverständlich dürfte das so nicht sein, ganz egal wie Du aussiehst und was Du trägst - aber jetzt bin ich einfach neugierig, ob Max Mustermann ohne ein auffälliges Outfit ebenfalls damit rechnen muss.
 


Wenn es ganz viele sind, dann bist du als Metaller eher prädestiniert für Ärger.

Wenn es weniger sind lassen sie dich meist brav in ruhe, da Metaller im Allgemeinen recht wehrhaft sind und die "Agressoren" meist selber ihr fett wegbekommen :D

Ansonsten sind es meist besoffene Aggro-Berlin HippHopper und die pöpeln wirklich alles an, egal ob Metaller, Player, Popper oder andere Hopper.

Meine Verlobte fährt an dem Bahnhof täglich zur Arbeit. Sie wurde schon so oft am hellichten Tag belästigt, das sie nurnoch mit Pfefferspray rumläuft.

Das schlimme ist eigentlich, das eine Frau mitten im Bahnhof/im Zug belästigt wird und KEINER was tut.

Daher hat sie nun Pfefferspray und ich habe sie gedrängt das im Zweifel auch einzusetzen.

Die letzte Story ist, das einer ihr mittem im Zug die Handtasche wegenommen und drin rumgewühlt hat.
Sie hat sie ihm dann entrissen und ist direkt zum Zugführer gerannt, falls er ihr hinterher wollte.

Zukünftig klatscht sie so einem halt direkt das Spray ins Gesicht.
 
Ich muss sagen das variiert stark von Stadt zu Stadt, da wo ich jetzt wohne wurde ich eigentlich nur eingeladen mit zu trinken.

Zu nem geschenkten Bier sag ich nicht nein.:unknown:
 
Muss denn jeder damit rechnen, von denen angemacht zu werden oder kann das auch damit zusammenhängen, dass Du von der Kleidung her als Metaller auftrittst?
Ich trete nicht als Metaller auf, am entsprechenden Bahnhof, später am Abend, meist tolle Vororte wo die LAN's sich rudelweise treffen und auch die Polizei komischerweise nie vor Ort ist, (im HBF hat es dagegen immer so rund 30 Polizisten vor Ort :rolleyes:) wird eh meist jeder angepöbelt der alleine ist oder nicht gerade wie ein Psycho auftritt. Da hab ich mir manchmal auch schon "scheiße" gedacht. Aber hilft ja nix, entweder die Plätze meiden oder eben mit dem Risiko leben. Bisher hatten die maximal halt ein großes Maul. Mir tun die dann aber auch immer etwas leid wegen der Kombination aus niedrigem IQ, schlechter Schulbildung und Migrationshintergrund. Sowas ist aber auf jeden Fall eine Ausnahme, denke nicht das man sich normalerweise tagsüber an Bahnhöfen sorgen machen muss. Da wird man maximal mal nach Kippen, Drogen oder Alk angeschnorrt...

Hast du was spezielles vor oder woher kommt dein Interesse? :D
 
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