Der nächste Energieanbieter ist pleite: Prokon

Ich kenne da einen Anbieter im Netz, der will sogar mehr als 6% bieten.

Versuchs mal. :D

Man sollte als Otto Normal nicht in die Geschäfte einsteigen, mit denen andere sich gegenseitig betrügen. Das hat auch nichts mit Verwerflichkeit zu tun sondern mit Leichtsinn.
 
Trotzdem sind Sachen wie "Deppen, selber schuld bla" schon hart.
Denn ohne diese Leichtsinnigen wäre unsere Gesellschaft sicher nicht so wie sie ist. Die Leichtgläubigen halten die Reichen reich und die Marktwirtschaft am Funktionieren :p

Übrigens falle ich da nicht drunter, hab ich nie gesagt, hatte nur den Prospekt in der Hand und dachte mir "aha, gibt ja doch noch was, wo man Zinsen gibt". Ich leg grundsätzlich nur da an, wo es nicht "windig" ist :D
(wenn demnächst Cortal pleite geht, nehm ich alles zurück!)
 
Nur Schwachsinnige geben Anlegern 6 Prozent, wo sie das Geld von der Bank doch viel billiger bekommen können.

Den Schwachsinn anderer Leute sollte man nicht ausnützen. Wer es doch tut, riskiert halt dabei, dass er am Ende selbst der Dumme ist.

Ich habe kein Mitleid mit den Anlegern.
 
Nur Schwachsinnige geben Anlegern 6 Prozent, wo sie das Geld von der Bank doch viel billiger bekommen können.

Das hat schon gute Gründe, dass Fonds sowohl Eigen- als auch Fremdkapital haben: Ohne Eigenkapital gibt es ganz einfach kein Fremdkapital, oder nur zu wesentlich höheren Kosten. Das solltest du eigentlich wissen.
 
Es wird weniger riskant durch mehr Eigenkapital. So schwer ist das doch nicht zu verstehen.

Sobald du deine Gedanken entwirft hast, wirst du es merken.
 
Das ist einfache Mathematik. Rechne ein paar Szenarien mit unterschiedlichen Eigenkapitalanteilen durch. Mehr Fremdkapital erhöht immer das Risiko, für Kreditgeber und Eigentümer. Ein Fonds, der ohne Fremdkapital auskommt, und der nur 2 Prozent Rendite erwirtschaftet, geht nicht pleite. Wenn diese 2 Prozent aber darauf verwendet werden müssen, die Zinsen für das Fremdkapital zu bezahlen, und das nicht einmal ausreicht, macht der Fonds zunächst Verluste, irgendwann ist er dann pleite. Dann verlieren Kreditgeber und Eigentümer ihr investiertes Geld, je nachdem, was nach der Auflösung noch übrig bleibt.
 
Aber selbst die reinen Stromkunden haben sich jetzt angeschissen.

wieso? schlimmstenfalls muss man für 1-2 monate zum grundversorger, das sollte auch einen hartzer nicht die existenz kosten (zumal er die monate vorher beim billiganbieter ordentlich gespart hat).. jahresvorauszahlungen sollten gerade für leute ohne finanzielle absicherungen grundsätzlich nicht in frage kommen, einfach weil sie in der regel keinen großen batzen geld auf dem konto haben..
ich hatte 2012/2013 mit löwenzahn energie (flexstrom) und vorkasse ordentlich schwein gehabt, weil der bonus im vorkassebetrag enthalten war.. nach der vertragslaufzeit sind sie dann pleite gegangen und ich bin netto mit 15-16cent/kWh davongekommen - aber das mache ich nie wieder :D..
der aktuelle anbieter verrechnet den bonus auch nicht mit den abschlagszahlungen, d.h. falls er vor vertragsende pleite geht, zahle ich in etwa soviel wie beim grundversorger - ein "risiko", das man durchaus eingehen kann, selbst wenn das geld nicht so locker sitzt..
 
Jahresvorauszahlungen werden eigentlich von allen Strompreis-Portalen nicht empfohlen.
 
Ein Bekannter von mir, der von Bilanzanalyse ziemlich viel Ahnung hat, hatte sich vor einigen Jahren mal die veröffentlichten Zahlen angesehen. Es war wohl schon damals so, dass der Verwendungszweck für die Ausgabe weiterer Genussrechtsscheine ausschließlich darin bestand, die Zinsen für die bereits bestehenden Genussrechte zu bezahlen. Und das Aufnehmen neuer Schulden zum Bezahlen der Zinsen für die bestehenden Schulden ist nie eine gute Idee. Das war aber bei Prokon schon seit vielen Jahren bekannt.

Trotzalledem scheinen wohl die Mitarbeiter und auch viele Anleger hinter Prokon zu stehen:


Zumindest wenn man die Artikel über Prokon so liest, kann man wohl sagen, dass das technische und ethische Konzept hinter Prokon durchaus sympathisch und gut war. Nur der wirtschaftliche Ansatz war wohl nicht so ganz ausgereift.
 
IN einem solchen Fall, bei Vorkasse-Vertägen und Insolvenz des Anbieters gebe ich beim Wechsel zurück zum Grundversorger einen höheren Zählerstand an.

Soll heißen: Wenn ich noch 500 Euro zurück bekommen müsste, die ich mir aber wegen der Insolvenz von der Backe putzen kann, reche ich halt aus wie viel Strom ich dafür noch bekommen hätte.
Die Kw/h's rechne ich zu dem aktuellen Zählerstand dazu. Dann habe ich Strom für schlechte Zeiten in Reserve.

Frage mich warum auf die Simple Idee noch keiner gekommen ist. Alle jammern nur das das Geld weg ist:m


Edit: Ich bezog mich in diesem Post NUR auf diejenigen die Stromkunden bei einem insolventen Energieversorger waren.
Nicht die die Genussrechte hatten bei denen, als sie 8% Rendite hörten sich das Gehirn von Vernunft auf Gier umgeschaltet hat.
 
Genau,

und die Stromversorger sind so verblödet, daß sie solche Unregelmäßigkeiten nicht merken.

Abgesehen davon wäre es eine Straftat (Betrug).
 
Ich sehe da keinen Betrug. Insolvenzverschleppung ist Betrug. (Zwar nicht in dem jetzigen Fall aber oft genug vorgekommen)
Betrug ist das was das deutsche Insolvenzrecht mit dem Endkunden macht. (Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen)

Ich zeige Vertrauen, werde mit günstigen Konditionen gelockt wenn ich quasi dem Anbieter einen Kredit gebe. Dann werde ich ganz böse verarscht. Das ist Betrug. (Rede nur mal in Ich-Form. Bin kein betroffener)

Und wenn der Grundversorger dumme Fragen stellt wegen dem Mehrverbrauch, dann ist halt die Heizung ausgefallen und man musste 2 Monate leider elektrisch heizen.
Weil der Vermieter nicht aus den Puschen kommt. Damit ist der Drops gelutscht.
 
Deine Argumentation ist einfach nur abenteuerlich.

Wenn Du betrogen wirst kannst Du den Rechtsweg beschreiten. Jedenfalls kannst Du nicht einfach selber rechtswidrige Maßnahmen ergreifen.
 
Betrug ist das was das deutsche Insolvenzrecht mit dem Endkunden macht. (Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen)

wieso? du weißt doch, worauf du dich einlässt.. genauso haben die unternehmen die arschkarte, wenn du als kunde bei peter zwegat die finger hebst und dann niemandem mehr was schuldig bist - no risk, no fun..

und das mit dem zählerstand bescheißen ist weder neu noch legal, auch wenn es im kleinen stil (!) wohl kaum verfolgt wird - das risiko bleibt trotzdem, wenn dann doch mal jemand zum ablesen vorbeikommt.. du kannst zwar versuchen dich auf gutenberg-art rauszureden ("ich wusste garnicht was ich da aufschreibe"), aber gerade in dem kontext insolvenz und vorteilnahme gegenüber anderen gläubigern wird sich ein richter ggf. nicht darauf einlassen, muss halt jeder selbst wissen..

rechtlich musst du dich wie jeder andere auch hinten anstellen - einen höheren zählerstand vorlügen erhöht de facto den schuldenberg des insolventen unternehmens, der dann von der allgemeinheit getragen werden muss, während du fein raus bist: du bereicherst dich unerlaubt auf kosten der allgemeinheit (und wer sagt, dass du genau deinen restwert zurückbekommst? du könntest auch einen beliebig höheren betrag vorgaukeln)..
 
Wenn Du betrogen wirst kannst Du den Rechtsweg beschreiten. Jedenfalls kannst Du nicht einfach selber rechtswidrige Maßnahmen ergreifen.
Den eigenen Anwalt bezahlen, dadurch noch mehr Kosten zu haben und sich ganz ganz weit hinten anstellen wo eh nichts zurück zu bekommen ist.


(und wer sagt, dass du genau deinen restwert zurückbekommst? du könntest auch einen beliebig höheren betrag vorgaukeln)..
:m
Würde überhaupt nichts bringen.
Dann hält der Insolvenzverwalter die Hand auf und will den Differenzbetrag.

Und wie bereits erwähnt, ich bin davon nciht betroffen.
Ausserdem gibt es Online-Tarife wo keiner zum ablesen raus kommt. Da kommt ne E-Mail und dann darf man seinen Zählerstand online eindackeln.

Aber macht was Ihr wollt.
Hier sind mir jetzt zu viele "Moralapostel"
 
@Cybercat:

Eine Jahresvorauszalung entspricht ja logischerweise ungefähr dem gesamten Jahresverbrauch. Und den gesamten Jahresverbrauch willst Du nun durch eine falsche Angabe zurückholen und das soll nicht auffallen?

Die Versorger machen Plausibilitätsprüfungen mit den angegebenen Zählerständen und wenn die extrem abweichen klingelt es an Deiner Haustür: "Ich möchte den Stromzähler ablesen." :D

Natürlich kommt der Ableser des Grundversorgers bei Unstimmigkeiten vorbei und will den Zähler sehen.

Hier sind mir jetzt zu viele "Moralapostel"

Muhahahaha ...... :p
 
Ich sehe da keinen Betrug. Insolvenzverschleppung ist Betrug. (Zwar nicht in dem jetzigen Fall aber oft genug vorgekommen)
Betrug ist das was das deutsche Insolvenzrecht mit dem Endkunden macht. (Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen)

Ich zeige Vertrauen, werde mit günstigen Konditionen gelockt wenn ich quasi dem Anbieter einen Kredit gebe. Dann werde ich ganz böse verarscht. Das ist Betrug. (Rede nur mal in Ich-Form. Bin kein betroffener)
Warum formulierst du es nicht so, wie du es schreiben würdest, wenn ein anderer betroffen wäre. Wenn du so dämlich bist und trotz aller Warnungen ein Jahr Vorkasse leistest... :rolleyes:

Übrigens hast du ja keinen Mehrverbrauch. Denn wenn dein Zählerstand laut deiner Angabe 1000 kWh anzeigt, du aber nur 600 verbraucht hast, wird der Prüfer einen Minderverbrauch von 400 kWh feststellen. Und das erklär jetzt mal mit elektrischen Heizstrahlern. :m

B2T:
Dass Prokon letztendlich doch in die Pleite rutscht, war nach den Schlagzeilen ja abzusehen. Und dass die Anlage hohem Ausfallrisiko ausgesetzt war, hätten die Anleger auch wissen können oder sogar müssen. 6-8% Zinsen sind schon eine Hausnummer. Froh sein können die Anleger, die nicht bis zuletzt mit ihrer Rückforderung gewartet haben.
Erstaunlich ist allerdings, dass es anscheinend immer noch Anleger gibt, die ihr Kapital nicht abziehen oder sogar noch weiter investieren wollen.
 
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