Ich hatte mal vor einigen Jahren was mit Wirecard zu tun, ich hatte mir dort eine Mastercard besorgt, als meine Bank noch keine kostenlosen Kreditkarten angeboten hat.
Ich habe das Kundenkonto sehr sehr schnell wieder geschlossen, als ich die Sauereien in den AGBs gelesen hatte. Nutzte man die Kreditkarte über einige Zeit nicht, hat man eine "Vertragsstrafe" bekommen, die weit über einer normalen Jahresgebühr liegt und andere Fallstricke. Ich denke mal solche Klauseln haben vor Gericht keinen Bestand, da sie versteckt mitten in den AGBs sind und nicht für den Verbraucher auf Anhieb ersichtlich.
Das bei eine Nicht-Benutzung sehr hohe Kosten anfallen wäre ein Fall hier für:
Als ich dann einige Zeit später mitbekommen habe, das Wirecard sehr viele Kunden für bargeldloses Bezahlen an sich binden konnte und nun einige Milliarden schwer war dachte ich mir nur:
"Wie hat diese unseriöse Klitsche das denn geschafft? Die hatte doch schon immer Gegenwind wegen nicht sauberer Geschäftspraktiken"
Jeder wusste, das Wirecard ein riesen Scam ist, schon seit Jahren, aber die ganzen BWLer/Börsianer/Aktionäre haben bewusst die Augen zu gemacht um die utopische Rendite einzufahren. Den Satz "Wenn es zu schön ist um wahr zu sein, dann ist es nicht wahr" gibt es an der Börse nicht, jeder denkt, er wäre schlauer als alle anderen und Profit geht über alles.
Ich habe tatsächlich kein Mitleid mit den Geschädigten, entweder die wussten, worauf man sich einlässt oder die waren schlicht und ergreifend zu blöd für die Börse. Einem Unternehmen Geld anzuvertrauen, das schon seit 13 Jahren öffentlich in der Presse im Verdacht steht Geschäftszahlen zu manipulieren, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.