Cyber-Mobbing Extrem - Der Fall Drachenlord

Wenn man mir jetzt sagen könnte, wie viele Klicks er so durchschnittlich pro Monat hat, dann könnte ich damit einen Großrechner füttern, der mir dann nach ein paar Tagen sein monatliches Einkommen daraus präsentiert. ;)

deutsche jewtuber verdienen praktisch nix, wenn sie nicht gerade kosmetik an kinder vermarkten.. 1€ für 1000 views ist hochgegriffen, eher deutlich weniger bei "kontroversem" content.. wie heißt sein channel? würde mich wundern, wenn irgendeiner dieser "vlogger" mehr als 100€ im monat macht - aber vielleicht reichts ja zusammen mit dem hartz4, wenn man sonst keine ausgaben hat..
 
Ich würde es dennoch als Geschäftsmodell framen, er verkauft sich selbst so wie andere auch im Fernsehen. Erfolgreich ist er damit ja, dass er das vermuteterweise nicht gut in Geld umwandelt spielt da keine Rolle.
Von daher schadet er mit seinem Geschäft bzw. Selbstdarstellung anderen Menschen bewusst -> Laden dicht machen.

Das ist zu unterscheiden von Kanälen / Menschen, die vor allem durch Inhalte provozieren. Hier wurde eine Kunstfigur erschaffen, die sicherlich zu gutem Teil keine 'Kunst' und nicht 'künstlich' im engeren Sinne ist, klar ist das bei einer reality-porn-inszenierung aber nicht zu trennen.
 
Wie wärs mit dem Dschungelcamp?
Die Hater glotzen alle TV - RTL ist zufrieden, er bekommt Geld - er ist zufrieden und der Mob hat was zu tun, weil sie etwas zu meckern haben. Alle sind zufrieden.

BurnerR schrieb:
Von daher schadet er mit seinem Geschäft bzw. Selbstdarstellung anderen Menschen bewusst -> Laden dicht machen.
Will da wieder einer Gesetze umschrieben, oder wie willst du das hinbekommen?
Er selbst schadet ja nicht anderen Menschen mit seinem Tun, sondern der "Schaden" entsteht erst durch das Handeln anderer Personen. An diese muss man sich zuerst halten. Genau das tun ja die Behörden in einem sehr behutsamen Maße. Bei der letzten Aktion des Mobs wurden zB "Polenböller" gegen sein Anwesen geworfen. Würden die Behörden ernst machen, dann kann man daraus problemlos einen Sprengstoffanschlag konstruieren, da das vom Gesetz her gedeckt ist. Bei Flüchtlingsunterkünften gehts ja auch. Auch verursachte so ein Böller einen Brand, was einer Brandstiftung gleich kommt. auch hier könnten die Behörden das große Fass aufmachen, wenn sie denn wollten.
 
Zuletzt bearbeitet:
auch die bildzeitung schadet mit ihrem geschäft anderen menschen bewusst, aber meinungs- und pressefreiheit ist nunmal ein grundrecht, das man für 17,50€ im monat als abo bekommt (ob man es braucht oder nicht) ;)..
 
Genau das tun ja die Behörden in einem sehr behutsamen Maße. Bei der letzten Aktion des Mobs wurden zB "Polenböller" gegen sein Anwesen geworfen. Würden die Behörden ernst machen, dann kann man daraus problemlos einen Sprengstoffanschlag konstruieren, da das vom Gesetz her gedeckt ist. Bei Flüchtlingsunterkünften gehts ja auch. Auch verursachte so ein Böller einen Brand, was einer Brandstiftung gleich kommt. auch hier könnten die Behörden das große Fass aufmachen, wenn sie denn wollten.

Es ist kein Mob und das ist ja auch Teil des Problems.
Das sind individuelle kleine Grüppchen, die untereinander nicht für die Taten einer jeweils anderen haftbar machen kannst.

Du brauchst da auch nix zu konstruieren, dass sind ja faktische Straftaten, das Problem ist viel eher die Täter zu finden.
 
Es ist kein Mob und das ist ja auch Teil des Problems.
Das sind individuelle kleine Grüppchen, die untereinander nicht für die Taten einer jeweils anderen haftbar machen kannst.
Natürlich kannst du nicht alle dafür verantwortlich machen, aber Individuen bzw verabredete kleine Gruppen schon. Täter und Mittäter eben.
Es wird ja nicht so sein, dass einer in der Gruppe plötzlich einen Polenböller wirft und keiner hatte bis zu dem Zeitpunkt des Wurfes Ahnung davon. Da müssen die anderen der Gruppe eben schön die Klappe halten und ganz überrascht tun, wen sie einen hops nehmen.
 
wen sie einen hops nehmen.

Das ist der Punkt, den ich eben angesprochen habe.
Du musst also einen erwischen.
Nun, die laufen weg und triffst auf die nächste Gruppe und keiner weiß mehr, welche Gruppe geworfen hat... wenn du sie überhaupt erwischst.
 
Das neue Polizeigesetz ist in Bayern noch nicht durch, oder?
Damit wäre der Spuk schnell vorüber. Da dürfen die dann jeden ohne Anfangsverdacht kontrollieren.

Wenn die da die fremden Autos bis zur letzten Radmutter auseinandernehmen, kommen die sicher nicht wieder.
 
Bei dem Fall fällt es mir schwer für irgendwen Empathie zu empfinden.

Das ist ein Aufeinandertreffen eines geistig zurückgebliebenen Mannes / Mann mit sehr niedrigem IQ und Tendenz zu Wutausbrüchen auf der einen, und von Gruppendynamik / Nervenkitzel getriebenem "Hass" junger Menschen, die ihre geistige Reife noch nicht erreicht haben auf der anderen Seite. Kennt man ja schon von Fällen wie Chris Chan.

Die Aufmerksamkeit die der "Drachenlord" dadurch bekommt ist vermutlich die einzige in seinem Leben. Von daher wird er es auch nicht schaffen sich von der ganzen Sache zu lösen, denn er hat nichts dem er sich statt dessen zuwenden könnte. Wenn man so ein geistig beschränkter Mensch ist, hat man es schwer, das sage ich ohne mich lustig zu machen. Wenn einem die Fähigkeit fehlt Konsequenzen des eigenen Handelns über einen längeren Zeitraum abzusehen, dann ist das Leben eine unberechenbare Hölle. Da kann man auch nicht z.B. aus Fehlern lernen und es das nächste mal anders machen...

Und das ist es auch was die "Hater" so amüsiert und anstachelt, neben dem "Gewinn von Ansehen" für die krasseste Aktion, innerhalb dieser "Gruppe".
Wie gesagt, eine traurige Dynamik.
 
Will da wieder einer Gesetze umschrieben, oder wie willst du das hinbekommen?
Er selbst schadet ja nicht anderen Menschen mit seinem Tun, sondern der "Schaden" entsteht erst durch das Handeln anderer Personen.
Mein Argument ist, dass er bei dem Ganzen die Schädigung Dritter billigend in Kauf nimmt und zwar nicht aufgrund seiner Inhalte im engeren Sinne, sondern seiner Selbstinszenierung bzw. inszenierung einer Kunstfigur - die Unterscheidung ist irrelevant.
Von daher ihn erstmal per einstweiliger Verfügung an weiteren Videos/Streams hindern und dann eben die Billigung der Schädigung Dritter beklagen, zum Beispiel. Wir reden hier aber natürlich alle als Rechts-Laien.

An diese muss man sich zuerst halten. Genau das tun ja die Behörden in einem sehr behutsamen Maße. Bei der letzten Aktion des Mobs wurden zB "Polenböller" gegen sein Anwesen geworfen. Würden die Behörden ernst machen, dann kann man daraus problemlos einen Sprengstoffanschlag konstruieren, da das vom Gesetz her gedeckt ist. Bei Flüchtlingsunterkünften gehts ja auch. Auch verursachte so ein Böller einen Brand, was einer Brandstiftung gleich kommt. auch hier könnten die Behörden das große Fass aufmachen, wenn sie denn wollten.
Ja, absolut, das hätte die Polizei von Anfang an machen müssen, hart durchgreifen auch bei den Anklagen. Oder machen sie es sogar (jetzt)?
 
Mein Argument ist, dass er bei dem Ganzen die Schädigung Dritter billigend in Kauf nimmt und zwar nicht aufgrund seiner Inhalte im engeren Sinne, sondern seiner Selbstinszenierung bzw. inszenierung einer Kunstfigur - die Unterscheidung ist irrelevant.
Von daher ihn erstmal per einstweiliger Verfügung an weiteren Videos/Streams hindern und dann eben die Billigung der Schädigung Dritter beklagen, zum Beispiel. Wir reden hier aber natürlich alle als Rechts-Laien.

Sofern seine Videos von der Meinungsfreiheit gedeckt sind (hab ich keine Ahnung, hab kein einziges je gesehen und werd ich auch nie) wirst du da nicht viel Chancen haben. Sonst wäre der Deutsche Staat ja auch Mitverantwortlich für die Schäden vom G20 Gipfel, denn immerhin hat er durch das Veranstalten des Gipfels die Schäden billigend in Kauf genommen....
 
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  • #72

Jein - wo willst du da allgemein die Grenze ziehen, wenn Dritte sich selbst nicht am Riemen reißen können nur weil sie sich aus welchen Gründen auch immer getriggert fühlen und damit auch Unbeteiligte belästigen/schädigen? Sonst erschaffst du wunderbar eine Erpressermasche, "hör auf xyz zu senden/sagen sonst schlag ich dieses Schaufenster ein, damit würdest DU es billigend in Kauf nehmen" - klar finde ich auch, dass er, wenn er ernsthaft Hilfe will oder bekommen sollte, er erstmal radikal aus der Schusslinie raus muss und nichts mehr sendet, aber du kannst sowas nicht per Gesetz verbieten.
 
Ich unterscheide in dem Argument explizit zwischen der Erschaffung einer Kunstfigur und Meinungsäußerungen.
 
Das neue Polizeigesetz ist in Bayern noch nicht durch, oder?
Damit wäre der Spuk schnell vorüber. Da dürfen die dann jeden ohne Anfangsverdacht kontrollieren.
Doch, ist schon durch. Offiziell gehts gegen die phösen Terroristen, aber wer war der erste bei dem es angewandt wurde? Ein "Kommunist", der angeblich eine Körperverletzung begangen hat. Total der schurkische Gefährder.
 
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  • #75

Auch wenn er zwischendurch immer mal wieder etwas von "das ist meine Rolle" gestammelt hat, er ist keine Kunstfigur, das ist eindeutig er selbst und selbst bzgl. Selbstinszenierung und freier Meinungsäußerung passt manchmal kaum ein Blatt, wer will das entscheiden ab wann es was ist?
 
Ich unterscheide in dem Argument explizit zwischen der Erschaffung einer Kunstfigur und Meinungsäußerungen.

die kunstfigur ist meinungsäußerung und einschränkungen dieser sind gesetzlich klar geregelt.. außer bei konkreten aufrufen zu straftaten gibts nicht ansatzweise eine rechtsgrundlage für irgendwelche einstweiligen verfügungen..
 
Genau aus diesem Grund war meine Idee ja der Ansatz über die Bewährungsauflagen.
z.B. Reinschreiben, dass er sich von Veröffentlichungen im Internet fernhalten muss.
 
Tja, der Drache ist schon ein Fall für sich. Seine Haider ebenso.
Ich bin mal im TS unterwegs gewesen und die machten da den ganzen Tag nichts anderes, als Zitate von Rainer die ganze Zeit abzuspielen und darüber zu lachen. Und nur über ihn am herziehen. Langweilig war das.

Er bannt dann völlig willkürlich Leute und zu ihm bekommt auch kaum wer Zugang. Also hat er schon ne völlige Mauer um sich herum und kann kaum wem vertrauen.

Es ist schon interessant, wie sich das Ganze über die Jahre hinweg entwickelt hat und ich beobachte das am Rande mal weiter, was da noch so kommt.
 
Genau aus diesem Grund war meine Idee ja der Ansatz über die Bewährungsauflagen.
z.B. Reinschreiben, dass er sich von Veröffentlichungen im Internet fernhalten muss.

das wird verfassungsrechtlich schwierig, wenn es nicht "freiwillig" ist.. seine verurteilung/bewährung ist ja nicht die unmittelbare folge seines internetauftritts, im gegensatz z.b. zu drogenkonsum, also wo abstinenz eine bewährungsauflage ist (und an sich auch kriminelle handlungen impliziert).. und selbst wenn das durch juristische zauberei machbar wäre, ist es bloß eine pause für ein paar monate..
 
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  • #80
Der mit Abstand seriöste Beitrag kommt aus Österreich, natürlich redet er sich in dem Interview(!!!) vieles schön und sich selbst gänzlich raus, aber der Bericht bekommt immerhin die Fakten mal zusammen und spiegelt das ganze recht differenziert wieder:

 
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