[Politik und Gesellschaft] CIA-Folter brutaler als bislang angenommen

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Schon seit Jahren ist bekannt, dass der US-Geheimdienst CIA im Rahmen des "Kampf gegen den Terror" Verdächtige folterte. Nun scheint es jedoch so, als sei das ganze Ausmaß der Folter der Öffentlichkeit bislang verborgen geblieben. Die britische Zeitung "Daily Telegraph" berichtet unter Berufung auf Sicherheitskreise, die Agenten seien noch brutaler vorgegangen als bislang bekannt. Insbesondere bei den Verhören von Khalid Sheikh Mohammed, dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September, seien die Agenten weit über das bislang eingeräumte sogenannte Waterboarding hinausgegangen.

"Sie haben nicht nur Wasser über die Köpfe oder Kleider geschüttet", zitiert der "Telegraph" die Sicherheitsquelle. "Sie hielten ihn bis an die Schwelle des Todes unter Wasser. Ein Arzt war dabei um sicherzustellen, dass sie nicht zu weit gingen." Auch ein zweiter Gewährsmann sagte der Zeitung, die Folter sei "weit über das hinausgegangen, was sich die Menschen vorstellen".

Der US-Senat will demnächst einen Bericht über die Verhörmethoden bei Terrorverdächtigen veröffentlichen. Grundlage sind bislang geheime CIA-Dokumente. Die Veröffentlichung werde die Öffentlichkeit "zutiefst schockieren", sagte eine dritte Quelle dem "Telegraph".

Quelle:
 
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  • #21
Mein Stand des Wissens ist auch, dass unter Folter gewonnene Informationen höchst unzuverlässig sind. Das Opfer versucht nämlich meistens irgendwann, das zu sagen, von dem es glaubt, dass der Folternde es hören will, damit der aufhört. Das kann die Wahrheit sein - muss aber nicht. Und wie NecroniX auch schon sagte: genug nette Behandlung und wir wären auch alle Terroristen mit einem ganzen Stapel Bomben im Keller...
 
Todesstrafen, Folter, Angriffskriege, Abhören von Freunden und Unterwanderung des Internets.

Wer gehört eigentlich zur Achse des Bösen? Bin komplett verwirrt
 
Wobei, nüchtern betrachtet, falsche Informationen sich als Fallstrick erweisen. Liefer ich nämlich unter Folter falsche Informationen damit sie aufhören werden sie dann beim nächsten Durchgang - schließlich wird ja überprüft ob die Information richtig oder falsch ist - bestimmt nicht aufhören nur weil ich etwas sage sondern sie werden gezielt nachfragen und noch mehr Folter anwenden damit ich nicht doch breche und ihnen richtige Informationen liefer.
 
Guantanamo ist doch quasi ein rechtsfreier Raum, da toben sich die Amis richtig schön aus unter der Flagge der Terrorismusbekämpfung. Dass dort, nachweislich(!), auch Unschuldige gefoltert wurden, ist ein "Kollateralschaden", der für die Amis aber nicht weiter Besorgnis erregend oder problematisch zu sein scheint, denen klopft ja eh keiner auf die Finger, wer auch? Obamas Wahlversprechen, die Einrichtung zu schließen liegt schon laaange zurück. Alles Schnee von gestern!

Waterboarding ist ja simuliertes Ertrinken und m.E. sehr effektiv um an Informationen zu kommen (ob wahr oder in Folge der Folter gelogen sei mal dahingestellt), aber ich glaube die nutzen noch ganz andere Werkzeuge der Folterung die uns bisher nur aus anderen Ländern bekannt sind.

Foltermethoden gibt es viele, ich denke die Amis sind da auch sehr kreativ und die eine oder andere Variante mit Schmerzen wird da sicherlich auch schon Anwendung gefunden haben. Wieso auch nicht? Denen traue ich alles zu.
 
Bisher scheint es aber so, als würden sie sich auf weiße Folter beschränken...

Bin gespannt ob mal was von anderen Methoden rauskommt.
 
Richtig, bisher kennen wir nur weiße Folterungsmethoden, aber ich bin gespannt was noch alles ans Tageslicht kommt.

Ich behaupte einfach mal, nicht alle Insassen lassen oder ließen sich mit diesen Methoden "knacken". Ein paar Schläge mit dem Knüppel, Taser-Einsatz oder gezogene Nägel können da u.U. schon effektiver sein. Das lässt sich doch auch mal kurz und bündig "zwischendurch" anwenden wenn die Kooperationsbereitschaft nicht wie gewünscht ausfällt.
 
Die Amerikaner die im Irak geköpft werden, tragen nicht ohne Grund die Orangenen Anzüge aus Guantanamo.

Dieser Al Baghdadi war ja auch dort und wurde vermutlich gefoltert. Dass ist dann das Ergebnis der Folter.

Durch Gewalt ein haufen Irrer erzeugt und jetzt auf empört machen
 
Der Amerikanischen Bevölkerung ist das ganze doch sowieso fast egal. Ich diskutieren hin und wieder mit Freunden über solche Sachen und nur wenige Menschen haben überhaupt etwas gegen Folter und Todesstrafen, und einiger dieser Personen wollen auch noch Jura studieren. Viele Menschen machen sich kaum Gedanken, die einzigen Interessen die man hat sind Computer Spiele, Sex oder die schönste Frau zu sein, das irgendwo Menschen gefoltert werden ist doch egal und wenn sie es tun dann haben sie es ja verdient. Und was man so auf Reddit liest ist ja noch schlimmer.
 
Der Amerikanischen Bevölkerung ist das ganze doch sowieso fast egal. Ich diskutieren hin und wieder mit Freunden über solche Sachen und nur wenige Menschen haben überhaupt etwas gegen Folter und Todesstrafen, und einiger dieser Personen wollen auch noch Jura studieren. Viele Menschen machen sich kaum Gedanken, die einzigen Interessen die man hat sind Computer Spiele, Sex oder die schönste Frau zu sein, das irgendwo Menschen gefoltert werden ist doch egal und wenn sie es tun dann haben sie es ja verdient. Und was man so auf Reddit liest ist ja noch schlimmer.

Das land der Menschenrechte und Freiheit und Demokratie :D Und in den Sozialen und Menschlichen dingen sind die uns 1000 Jahre voraus :)
 
Bisher scheint es aber so, als würden sie sich auf weiße Folter beschränken...
Würde mich jetzt wirklich arg wundern wenn die da nicht noch ganz andere Sachen abziehen. Da werden sicherlich auch ab und an Menschen sterben. Es bekommt halt keiner mit.

In meinen Augen sind die in dem Moment auch nicht besser als die ganzen "Schurkenstaaten"...
 
Wenn sogar in den Besserungsanstalten Kinder starben und verscharrt wurden, vielleicht noch aktuell, dann würde es mich wundern, wenn es beim Geheimdienst keine "Verluste" geben würde.

Aber wir sollten nicht so überheblich sein. Die Methoden eines Unrechtsstaates auf dt. Boden sind auch gerade mal 25 Jahre her.
 
bein Geheimdienst arbeiten aber in diesem Bereich geschulte Profis.
 
Und auch hier bleibt zu sagen: Was getan werden kann, wird getan. Denen guckt keiner so wirklich auf die Finger, so what? Also keine Überraschung.
 
Außerdem ein "Fun Fact" zu Waterboarding etwas sarkastisch ausgedrückt. Als damals die Amerikaner erfuhren, dass einige Japaner Waterboarding bei Amerikanern angewandt hatten, hat man die Japaner hingerichtet.

;)

So ändert sich dann alles



"McCain is referencing the Tokyo Trials, officially known as the International Military Tribunal for the Far East. After World War II, an international coalition convened to prosecute Japanese soldiers charged with torture. At the top of the list of techniques was water-based interrogation, known variously then as 'water cure,' 'water torture' and 'waterboarding,' according to the charging documents. It simulates drowning." Politifact went on to report, "A number of the Japanese soldiers convicted by American judges were hanged, while others received lengthy prison sentences or time in labor camps."

Das muss man sich mal klar machen. Damals wurde Nazijapan wegen solchen Taten bestraft und die Amerikaner machten das im Jahr 2000+...

Damn
 
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Na das er net mit Wattekügelchen beworfen wird ist wohl jedem klar, oder? ...
:m
Dass genau aus diesem Grund Folter weltweit geächtet wird, ist wohl jedem klar, oder?


das ist aber dann doch zu sehr Hollywood.
In der Realität geht es ja oft nicht darum was zu gestehen, sondern darum Informationen zu erhalten.
Diese Informationen können sowohl mit als auch ohne Folter falsch sein.
Wir reden hier ja nicht von der spanischen Inquisition wo es nur um ein Geständnis ging.
Ein Geständnis ist eine Information. Er musste auch nichts gestehen, sondern nur die Information herausgeben, wo die Bomben versteckt sind.
Im Übrigen ist diese Einstellung, der Zweck heiligt alle Mittel, einfach nur barbarisch und zum Kotzen.
Erstaunlicherweise wird genau diese Rechtfertigung aber häufig von den Menschen angeführt, die sich sonst als die größten Moralapostel aufspielen.

Aber wir sollten nicht so überheblich sein. Die Methoden eines Unrechtsstaates auf dt. Boden sind auch gerade mal 25 Jahre her.
Da würde ich schon eher auf so etwas wie das Milgram-Experiment verweisen.

Und auch hier bleibt zu sagen: Was getan werden kann, wird getan. Denen guckt keiner so wirklich auf die Finger, so what? Also keine Überraschung.
Nicht nur das. Nimmt man mal konkret das Waterboarding, spielt es für mich keine Rolle, ob ein Ertrinken nur simuliert wird oder jemand tatsächlich zu ertrinken droht. Die Auswirkung ist nahezu identisch und Todesangst hat der Delinquent in beiden Fällen.

Der wesentliche Unterschied besteht lediglich in den möglichen Konsequenzen für denjenigen, der Folter anwendet. Während die Chancen, tatsächlich an Waterboarding zu sterben wohl eher gering zu sein scheinen, sehen die möglichen Folgen beim Ertränken wohl anders aus. Und sind zudem auch noch ganz konkret nachweisbar. Deshalb spricht man beim Waterboarding ja von weißer Folter.
Wenn der Gefolterte auf Grund der Todesangst an Herzversagen stirbt, ist das halt so - hat ja mit Folter nichts zu tun. :rolleyes:
 
Das Opfer versucht nämlich meistens irgendwann, das zu sagen, von dem es glaubt, dass der Folternde es hören will, damit der aufhört.

Alle, bis auf Picard. :cool:

Die Amis tun dies um uns alle vor Terrorismus zu schützen, also habt mal etwas mehr Respekt!
 
Die Amis tun dies um uns alle vor Terrorismus zu schützen, also habt mal etwas mehr Respekt!
Vor Freunden, die uns so lieb haben, dass sie all unsere Aktivitäten aus lauter Fürsorge überwachen, hat man doch immer Respekt!
Darum sind die USA ja soo beliebt. :D
 

Ein Geständnis ist eine Information. Er musste auch nichts gestehen, sondern nur die Information herausgeben, wo die Bomben versteckt sind.
Wer ein Entscheidungsträger, in der Kategorie eines Präsidenten z.B. , ist der wird sich in einer Situation, in der hunderte oder tausende Menschen durch z.B. eine Bombe sterben könnten, die Frage stellen müssen ob man nun foltert oder nicht!
Versetzt euch doch mal in die Position und stellt euch die Frage:Jetzt foltern,dies würde evtl. 1000 Menschen zu retten können, oder eben keine Folter anwendete und damit das Leben von 1000 Menschen riskieren?!
 
@NecroniX
Es gibt in der UN Menschenrechtscharta nur 2 absolute Verbote. Sklaverei und Folter. Nicht mal das Recht auf Leben gehört dazu. Und wieso?
Weil nur eine einzige Ausnahme der Folter Tür und Tor öffnen würde, wenn es die Herrscher wollen.

Ausserdem frage ich mich, wieso in deinem hypothetischen Fall der Bombenleger für Folter empfänglich sein soll? Der braucht nur einer Weile der Folter zu widerstehen und die Sache ist gegessen. Na, was tut man da? Richtig, man foltert seine Frau und seine Kinder. Wenn damit auch nur ein Leben gerettet werden kann, muß das wohl legitim sein. Oder gibt es eine Grenze, wen man foltern darf und wieviele Leben man damit möglicherweise retten könnte?
 
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Es gibt in der UN Menschenrechtscharta nur 2 absolute Verbote. Sklaverei und Folter. Nicht mal das Recht auf Leben gehört dazu. Und wieso?
Weil nur eine einzige Ausnahme der Folter Tür und Tor öffnen würde, wenn es die Herrscher wollen.
Das hält trotzdem viele Staaten nicht davon ab zu foltern...

Ausserdem frage ich mich, wieso ein in deinem hypothetischen Fall, der Bombenleger für Folter empfänglich sein soll? Der braucht nur einer Weile der Folter zu widertehen und die Sache ist gegessen.
Hier kann ich nur wieder "Unthinkable" empfehlen...

Filmplot:
Es geht um einen Attentäter der genug radioaktiven Sprengstoff gestohlen hat um daraus schmutzige Bomben zu bauen. In einem Bekennerschreiben gibt er zu 3 Bomben an unbekannten Orten versteckt und mit einem Zeitzünder versehen zu haben. Daraufhin wird der Attentäter festgenommen und gefoltert, dieser gibt die ersten zwei Bombenorte preis. Den Dritten will er auch nicht verraten nachdem seine Frau und seine Kinder gefoltert werden. Am Ende wird seine Frau getötet und danach gibt er auch den dritten Ort bekannt und so können die drei Bomben entschärft werden. Der Film endet mit der Explosion der vierten Bombe.
Dieses Szenario stellt eben Nutzen und Kosten auf die Waage und überlässt am Ende dem Zuschauer, die Frage ob die Folter nun richtig war oder nicht.
 
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