Na das er net mit Wattekügelchen beworfen wird ist wohl jedem klar, oder? ...

Dass genau aus diesem Grund Folter weltweit geächtet wird, ist wohl jedem klar, oder?
das ist aber dann doch zu sehr Hollywood.
In der Realität geht es ja oft nicht darum was zu gestehen, sondern darum Informationen zu erhalten.
Diese Informationen können sowohl mit als auch ohne Folter falsch sein.
Wir reden hier ja nicht von der spanischen Inquisition wo es nur um ein Geständnis ging.
Ein Geständnis ist eine Information. Er musste auch nichts gestehen, sondern nur die Information herausgeben, wo die Bomben versteckt sind.
Im Übrigen ist diese Einstellung, der Zweck heiligt alle Mittel, einfach nur barbarisch und zum Kotzen.
Erstaunlicherweise wird genau diese Rechtfertigung aber häufig von den Menschen angeführt, die sich sonst als die größten Moralapostel aufspielen.
Aber wir sollten nicht so überheblich sein. Die Methoden eines Unrechtsstaates auf dt. Boden sind auch gerade mal 25 Jahre her.
Da würde ich schon eher auf so etwas wie das Milgram-Experiment verweisen.
Und auch hier bleibt zu sagen: Was getan werden kann, wird getan. Denen guckt keiner so wirklich auf die Finger, so what? Also keine Überraschung.
Nicht nur das. Nimmt man mal konkret das Waterboarding, spielt es für mich keine Rolle, ob ein Ertrinken nur simuliert wird oder jemand tatsächlich zu ertrinken droht. Die Auswirkung ist nahezu identisch und Todesangst hat der Delinquent in beiden Fällen.
Der wesentliche Unterschied besteht lediglich in den möglichen Konsequenzen für denjenigen, der Folter anwendet. Während die Chancen, tatsächlich an Waterboarding zu sterben wohl eher gering zu sein scheinen, sehen die möglichen Folgen beim Ertränken wohl anders aus. Und sind zudem auch noch ganz konkret nachweisbar. Deshalb spricht man beim Waterboarding ja von weißer Folter.
Wenn der Gefolterte auf Grund der Todesangst an Herzversagen stirbt, ist das halt so - hat ja mit Folter nichts zu tun.
