[Sonstiges] Chocolatey – Windows-Paketmanager

Das basiert auf der Annahme das die meiste Software einen Installer braucht, das ist aber nicht der Fall. In den meisten Fällen wird garnix besonderes konfiguriert und die Installer sind lediglich das einzige Angebot weil sie bekloppterweise akzeptierter sind und man durch zugepackte Werbung Geld machen kann. Technisch wärs keine große Herausforderung. In den wenigsten Fällen wird was konfiguriert und in noch weniger Fällen was Systemspezifisches. Welche bedeutenden Entscheidungen triffst du deiner Meinung nach täglich bei Installern? Das abwählen von Bloat zählt nicht aus bereits genanntem Grund.
 
Ich lade mir soweit es geht auch nur portable$Programm.zip oder eben $Programm.zip runter anstatt $Programm.exe. Installer sind meist zum Maleware (ask.com usw.) verteilen oder für den Komfort aber eben in den meisten Fällen auch komplett überflüssig.
 
Ich bevorzuge ebenfalls Portable Apps. Wenn etwas nicht von Haus aus portable angeboten wird zerlege ich den Installer mit 7Zip und erhalte mit 70% Wahrscheinlichkeit eine Programm-EXE die sich direkt starten lässt. Was sich dagegen sperrt installiere ich in einer VM und kopiere die Programmdaten auf meinen Hostrechner.

Was Paketmanager unter Windows betrifft will ich jetzt mal nur in den Raum werfen dass es den Windows Installer mit parametrisierbaren MSI-Paketen schon seit über 15 Jahren gibt. Stellt sich nur die Frage warum MSI nicht verbreitet ist, bzw. Microsoft kein richtiges enterprisetaugliches Deployment-Tool welches auf den Windows Installer aufbaut anbietet.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #45
Schau dir Ninite an. Es ist möglich.

Warum Ninite anschauen, wenn Chocolatey das auch kann und zudem noch Open Source Software ist? ;)

mittelfristig wird er für den "home"-bereich (inkl. "poweruser") eher uninteressant sein, dazu müssten sich erstmal alle softwareentwickler auf einheitliche installationsroutinen einigen
Im Enterprise-Bereich kann man ohne Probleme einen eigenen Server mit Choco-Packages bereitstellen und sämtliche Software neu verpacken. Wer im geschäftlichen Umfeld keine MSI-Pakete anbietet, wird i.d.R. von den Kunden, die eine Software zum Paketmanagement nutzen, dazu gezwungen.

Es gibt ja nicht nur Choco als Paketmanager, sondern auch Matrix42s Empirum, Ninite und PDQ Deploy, um mal die bekanntesten zu nennen.

ich kann mir nicht vorstellen, dass man alle möglichen optionen (von einzugebenden seriennummern bis abzuwählender junkware) mit einem paketmanager sinnvoll konfigurieren kann (oder!?)..
Doch, das geht. Ohne Probleme über CLI-Switches oder über mehrere Pakete mit den unterschiedlichen Konfigurationsoptionen im Install-Script.

dasselbe problem gibts natürlich auch beim updaten, wo eben nicht jeder updater mit einem zentralen paketmanager kompatibel sein wird
In der Regel übernimmt der Paketmanager die Updates und ein eventuell vorhandener Updater des Herstellers wird abgestellt – wäre auch Schwachsinn, im Hintergrund dutzende Updater laufen zu lassen, wenn man einen Paketmanager hat.

es ist eben nicht die linux-welt, wo sich entwickler hin und wieder an standards halten ;)
Das müssen sie gar nicht. Im Open-Source- und Enterprise-Bereich sind die Lizenzen so gestrickt, dass man die Software ohne Probleme selbst neu paketieren kann. Ich habe mal in einer IT-Firma gearbeitet, in der zwei Mitarbeiter ausschließlich für die Klärung der Lizenzen und Durchführung von Software-Paketierungen zuständig waren.

wenn sich ein paketmanager wirklich mal durchsetzt, werden sich auch die softwarehersteller um kompatibilität bemühen..
OneGet ist ja das, was von Microsoft schon propagiert wird, Chocolateys Methode ist also quasi schon der Standard. Proprietäre Software wird sich als Standard nicht durchsetzen können.

Ich finde, dass Microsoft da zu wenig tut. Hätten sie einfach ein paar tausend Euro in NuGet/OneGet/Chocolatey investiert, um das zu einem konkurrenzfähigen (sprich: ins System integrierten und einfach zu bedienbaren) Produkt zu machen, anstatt den Windows App Store hochzuziehen, wären wir vielleicht schon an einem Punkt, an dem Windows angenehm administrierbar wäre.

Stellt sich nur die Frage warum MSI nicht verbreitet ist, bzw. Microsoft kein richtiges enterprisetaugliches Deployment-Tool welches auf den Windows Installer aufbaut anbietet.
Sowohl SCCM als auch AD (mit GPO) erlauben eine Remote-Installation von MSI-Paketen. Deswegen ist im Enterprise-Bereich auch MSI Standard ;)

Und selbst wenn nicht: MSIs kann man auf einfache Art und Weise selbst erzeugen.
 
Packetmanager für Enterpriseumgebungen gibt es genügend. Unsere Client Jungs nutzen für unsere Clients so ein Teil und ist super genial.
 
Packetmanager für Enterpriseumgebungen gibt es genügend.

Nein, eben nicht. Genau das ist das Problem. Ich muss zugeben dass ich von OPSI verwöhnt bin da es damit egal ist ob man 100 lokale Maschinen direkt oder 10.000 Rechner in 30 Standorten über 30 Deploymentserver verwaltet. Der Mehraufwand liegt dabei nur darin pro Standort einen leeren Depotserver zu installieren und ihn danach mit dem Hauptdepotserver zu vernetzen, über Internet wird dieser dann mit Software befüllt. Im Vergleich zu OPSI sind mir bekannte enterprisetaugliche Lösungen wie zB. Zenworks einfach ihr Geld nicht wert (sau teuer, unzuverlässiges Deployment, instabiler Client) oder wie die Verteilung per GPO viel zu rudimentär. Mit WSUS hat Microsoft bewiesen dass sie das Know How für sinnvolles Deployment mit Logging, Statusrückmeldungen, Visualisierung usw. haben, mit dem MSI-Installer wurde auch das perfekte Mittel zum Zweck geschaffen, aber eine Administrationskonsole dafür ist auch in Zukunft nicht in Sicht.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #48
Packetmanager für Enterpriseumgebungen gibt es genügend. Unsere Client Jungs nutzen für unsere Clients so ein Teil und ist super genial.
Es heißt "Paketmanager" und nicht "Packetmanager".

Inwiefern ist die Existenz von anderen Paketmanagern ein Argument gegen Chocolatey?

Das ist wie wenn du sagen würdest, dass dein Chauffeur ja einen Rolls Royce benutzt und deswegen alle Autos von anderen Fahrzeugherstellern unnötig sind.
 
Sicher, stehts so im Duden? Ich seh in dem Fall keine Grund es nicht zu übersetzen oder wurde das irgendwo explizit als Eigennamen deklariert?

Hast recht ich hab die Schreibweisen durcheinander geworfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Thread Starter Thread Starter
  • #50
Im Englischen wäre es "package manager", klein und auseinander. Das deutsche Wort für packet ist "Paket", aber die Diskussion können wir gerne in einen Anglizismenthread auslagern ;)



(see what I did there? :p)​
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe es nur mal überflogen. Ich habe das Tool mal ausprobiert. Bei mir wird nur ein Teil meiner Programme unterstützt. Dazu ist der Umstieg von Standard auf diesen Weg ziemlich unkomfortabel. Ich müsste jedes Programm löschen und neu darüber einspielen, damit es erfasst wird.
Das zusammen macht es uninteressant. Die Befehle kann man zwar noch hinnehmen. Ist aus Komfortgründen eher subattraktiv. Nette Idee. Für mich nicht wirklich brauchbar umgesetzt.
 
Was fehlt dir dann am ConfigMgr ?
Klar hat MS das passende Enterprise-Tool das sich ohne weiteres auf mehrere 100.000 Clients skallieren lässt.
 
unsere jungs nutzen altiris von symantec genail ist dass ich auch hier in peking einfach den rechner neu machen lassen könnte. weltweit einsetzbar ohne probleme. klar ist eine 100% stelle aber wir haben es auf 3 leute aufgeteilt.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #55
genau. Ich mag auch eher den Ansatz "one job, one tool" und würde die Fernwartung mit PowerShell, RDP o.ä. durchführen, die Installation dann mit Chocolatey.

Falls man einen PC komplett über das Web aufsetzen will, kann man eine Lösung nutzen, die im Chipsatz integriert ist, und dann davon z.B. PXE-Boot ausführen.
Oder man installiert zusätzlich Linux auf dem Rechner und erledigt das Imaging von Windows über eine Busybox (z.B. Alpine Linux, das braucht kaum Speicherplatz).

Eine große Firma, die für solche Remote-Management-Lösungen wie (früher: Altiris) die Zielgruppe ist, sollte das auch locker mit FLOSS hin bekommen.
 
Keine Ahnung ist nicht mein Job, sondern weiss nur welches Produkt dafür eingesetzt wird. Die Jungs reden immer vom Altiris desshalb habe ich es auch so geschrieben.

Falls mein Rechner neu gemacht werden muss, mache ich ein Netzwerkboot, innert 30 Min via LAN und 60 Min via WiFi ist der Rechner neu gemacht.

--- [2016-03-29 10:16 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Was hat aber sowas mit nem einfachen Paketmanager, wie man ihn unter Linux kennt, zu tun?
Hat jemand etwas von einem Pinguin gesagt? Geht wie gesagt einfach auch mit dem Altiris.
 
Eine mehrere 10.000€ Teure Enterprise Software-Management Lösung hat aber nichts mit einem kostenfreien Paketmanager für einen einzelnen lokalen PC zu tun :D
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #58
Doch, denn Chocolatey soll explizit auch als System für die Softwareverwaltung von Endgeräten in einer Enterprise-Umgebung verwendet werden. Das ist nicht einfach nur eine Software für Privatanwender, ich glaube du verwechselst hier das öffentliche Repository auf chocolatey.org mit den tatsächlichen Möglichkeiten der Software ;)

habe ich ja schon genannt.
 
nunja zumindest fehlt Chocolatey wohl die Speicherung welche Software wo installiert ist und somit bei einer re-installation dort wieder installiert werden sollte.
Inbegriffen das Inventory was wo wie oft installiert ist.
Auch ein Logging was wo erfolgreich installiert wurde bzw / bis zu welchem Schritt / Wo evtl. der Fehler ist.

Keine Frage das kann man alles drum-rum scripten.. irgendwann wird das aber recht komplex. Kommt aber natürlich auch extrem auf die Struktur an die man verwaltet, was die Zielsetzung ist und was umsetzbar ist :D
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #60
nunja zumindest fehlt Chocolatey wohl die Speicherung welche Software wo installiert ist [...]
Inbegriffen das Inventory was wo wie oft installiert ist.

Wie meinst du das? Alle Software, die du mit Chocolatey installierst, kannst du auch mit Choco aktualisieren. Wenn man natürlich Sachen am Paketmanager vorbei installiert (wovon analog auch jeder Linux-Admin abraten würde), geht das logischerweise nicht. Das bietet aber auch keine andere mir bekannte Software.

Du kannst aber bei Chocolatey sowohl pro Installation als auch pro Paket angeben, wohin das installiert werden soll, soweit ich weiß. Habe leider gerade keine Zeit für RTFM, da ich das "Problem" auch noch nicht hatte... Die Dokumentation soll aber in den nächsten Monaten noch weitaus verbessert werden.

Hoffentlich kommt auch bald™ eine 1.0 von Choco raus :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben