Bundestagswahl 2017

Wie wird sich die SPD-Basis entscheiden?

  • Ja zur GroKo

    Stimmen: 10 34,5%
  • Nein zur GroKo

    Stimmen: 19 65,5%

  • Umfrageteilnehmer
    29
  • Umfrage geschlossen .
Würde jeder die Partei wählen, die seine Interessen vertritt, sähe die Verteilung ganz anders aus und so ein Quatsch wie das "taktisch Wählen" wäre gar nicht im Gespräch.
Wer "taktisch" wählt, hat meiner Ansicht nach das Wahlsystem nicht verstanden..
Ich will Rot-Rot-Grün, von mir aus auch Rot-Grün. Ich kann nun die SPD wählen oder die Grünen. Ich bekomme aber nicht, was ich will. Ich will keine Groko, ich will kein Schwarz-Gelb. Was soll ich tun?

Ich weiß, das die Parteien das Land nicht zugrunde richten werden, solange die AfD keine Macht hat, daher mache ich mir keine großen Sorgen. Aber warum nicht taktieren, wenn man nicht bekommt was man will?
 
@Meta: Wenn es so eindeutig uneindeutig ist, erschließt sich mir der Versuch oder Sinn eines "taktischen Wählens" noch weniger.

@Seedy: Der Zeitpunkt ist überschritten, als es noch realistisch gewesen wäre. Jetzt ist es idealistisch, dass jeder so wählt, wie es eigentlich gedacht ist, was jedoch selbstverständlich sein sollte.
Es ist doch traurig.

@Dieter85:

Ich will Rot-Rot-Grün, von mir aus auch Rot-Grün. Ich kann nun die SPD wählen oder die Grünen. Ich bekomme aber nicht, was ich will. Ich will keine Groko, ich will kein Schwarz-Gelb. Was soll ich tun? [...]

Wenn ich an deiner Stelle wäre und das taktische Wählen anwenden wollen würde, würde ich Die Linke wählen.
Eine starke SPD koaliert mit der CDU, wenn es mit den Grünen zusammen nicht reicht. Eine Linke wird niemals mit der CDU koalieren und umgekehrt. Eine schwache SPD wird einem Angebot der Linken aber nicht widerstehen.
 

Aktuelle Umfragen?
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Ich sehe da nicht mal den Hauch einer Chance für eine RRG-Mehrheit.
Gut...jetzt kann man sagen "das sind nur Umfragen"...ja...das stimmt, aber wenn man sich die Zahlen mal so anguckt, dann hat die Union ja alleine fast schon so viele Stimmen wie RRG zusammen.
 
Oh ach ja - die Umfragen ... oy, ...
Ja keine Ahnung, was ich da noch sagen soll.

Hillary weint auf ihr Buch.
 
@Seedy: Der Zeitpunkt ist überschritten, als es noch realistisch gewesen wäre. Jetzt ist es idealistisch, dass jeder so wählt, wie es eigentlich gedacht ist, was jedoch selbstverständlich sein sollte.
Es ist doch traurig.

Mehrheiten.
Wenn ich mit meine Meinung alleine bin, hänge ich mich an die Mehrheit die am nähsten an meiner Meinung ist.

Selbst, wenn es 5000+ Parteien für jede Gesinnung gebe, müssten die ja im Parlament auch wieder Mehrheiten zusammen schustern.
Auf der Ebene hier hab ich wenigstens noch Mitspracherecht was die Kompromisse sind.

Taktieren heißt so zu wählen das das Endergebnis am nähsten an den eigenen Interessen ist.
 

Das ist aber eine theoretische Diskussion. Die Umfragen werden ja entsprechend gewichtet und berücksichtigen das Verhalten der Wähler.
Das klappt ja idR auch ganz gut. Bei der AfD hat man zuletzt mehrfach daneben gelegen und sie unterschätzt, aber das sollte man inzwischen im Griff haben.

Die Ergebnisse werden so sein, wie die Umfragen es aufzeigen. Da bin ich mir sicher. Die vielfach beschworenen "Unentschlossenen" verteilen sich letztlich dann doch wieder entsprechend der Anteile auf die Parteien.
Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass die "taktischen Wähler" nur deshalb so wählen, weil sie die Umfragen kennen.
Aber die Umfragen sind ja eben so, weil die Leute so wählen (wollen). Das dreht sich argumentativ im Kreis.

Interessant wäre mal die Frage, wie viele Wähler überhaupt "taktisch" wählen.
 
@Seedy: Du meinst wie die ganzen SPD-Wähler, die die SPD hochgewählt haben, damit es für rot-rot-grün reicht, weil sie dachten an die Linke oder die Grünen ist die Stimme verloren und dann koaliert die SPD mit der CDU und sie haben wieder die CDU? Weil die ja dann natürlich auch die tatsächliche Regierungspartei ist - jede Partei, die mit der CDU koaliert, hat praktisch nichts mehr zu sagen.
Sich der Idiotie der Mehrheit zu beugen, indem man sich daran beteiligt, macht einen selbst zum Idioten.
 
Hillary weint auf ihr Buch.
Oh nein, Umfragen lagen nicht ganz richtig. Alle müssen falsch sein, immer :rolleyes:

2013:
[TABLE="width: 500"]
[TR]
[TD]Partei
[/TD]
[TD]Umfrage zwei Tage vor der Wahl
[/TD]
[TD]Amtliches Endergebnis
[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]CDU/CSU[/TD]
[TD]39%[/TD]
[TD]41,5%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]FDP[/TD]
[TD]6%[/TD]
[TD]4,8%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]SPD[/TD]
[TD]26%[/TD]
[TD]25,7%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Grüne[/TD]
[TD]9%[/TD]
[TD]8,6%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Linke[/TD]
[TD]9%[/TD]
[TD]8,4%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]AfD[/TD]
[TD]4%[/TD]
[TD]4,7%[/TD]
[/TR]
[/TABLE]


Wie immer waren die Umfragen ziemlich nah dran. Aber klar, warum soll man sich schon daran orientieren, die SPD landet garantiert bei 47 Prozent, die NPD bei 15 und ob es die AfD wohl in den Bundestag schaffen wird? Da ich alle Umfragen für Bullshit halte und auf die US-Wahl verweise, weiß ich das leider nicht.
 
@Seedy: Ja dann los, erklär's bitte. =D

Denn für mich stellt sich taktisches Wählen so dar, dass die Mehrheit letztendlich immer ihre Stimme der CDU oder SPD gibt, weil sie glaubt alle anderen Parteien sind ja zu klein und CDU oder SPD vertreten dann wenigstens noch entfernt ihre Interessen.
Du hast dann also ne eher rechts orientierte Partei und ne rote Partei, die so tut, als sei sie sozial. Eigentlich zwei gegensätzliche Parteien. Jene, die CDU wählen, wollen keinesfalls die SPD, jene die SPD wählen, wollen keinesfalls die CDU - am Ende haben beide Wählergruppen indirekt das gewählt, was sie keinesfalls wollten und haben auch genau das bekommen.

Inwiefern ist das besser gegenüber dem Gedanken einfach direkt das zu wählen, was sich am meisten mit den eigenen Interessen deckt?
Da behält man wenigstens noch seine Würde.
 
@Dieter85: Habe ich nicht gesagt und auch nicht gedacht. Nur Umfragen müssen eben auch nicht immer korrekt sein und sind nicht in Stein gemeißelt. Darum gings mir. Keiner weiß, was noch passiert. Auch, wenn es nur noch ein paar Tage sind. Mir bedeuten Umfragen halt einfach nichts und ich empfinde sie sogar als eher schädlich. Ich find's einfach erschreckend auf welche Weise einige gedenken ihr Wahlrecht zu gebrauchen. Wenngleich das natürlich trotzdem jedem seine eigene Entscheidung bleibt, wie er seine Stimme verwenden möchte.
 


Es geht hier um Überlegungen zum taktische Wählen. Es geht nicht darum, daß jeder Wähler taktisch wähle sollte.
Und wenn man sich von keiner Partei ausreichend vertreten fühlt, wählt man nicht nach Partei, sondern nach erhofftem Ergebnis. Das ist völlig legitim und nicht dumm.

Es hat keiner gesagt, daß man nicht die Linke wählen darf, nur weil keiner mit denen spielen will.
 
Nur Umfragen müssen eben auch nicht immer korrekt sein und sind nicht in Stein gemeißelt.
Allerdings sind Umfragen wirksam und eben oft nah an der Realität. Es wird immer Ausreißer geben, aber du vertraust auch einen Sicherheitsgurt, wenn er nur in 9 von 10 Fällen Leben rettet. Diese Umfragen-Bashing in letzter Zeit geht mir ziemlich auf die Nerven.

Wenngleich das natürlich trotzdem jedem seine eigene Entscheidung bleibt, wie er seine Stimme verwenden möchte.
Eben :T Wir haben das Recht taktisch zu Wählen. Wir haben das Recht nicht zu wählen. Wir haben das Recht ungültig zu wählen. Wir haben das Recht eine Partei zu wählen, die unsere demokratische Grundordnung abschaffen möchte (NPD, nicht AfD). Wir haben das Recht rassistische Vollidioten zu wählen (jetzt die AfD). Wir haben das Recht Satireparteien zu wählen, die politisch nichts verändern wollen. Wir haben das Recht kleine Parteien zu wählen, die es nie in den Bundestag schaffen werden. Wir haben das Recht etablierte Pateien zu wählen.

Das sind ganz schön verrückte Freiheiten. Zum Glück.
 
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