Hm, Jamika wäre eine interessante Konstellation geworden (Das heißt nicht gut, aber hey, Mal was neues). Das ausgerechnet die FDP alles abbricht hätte ich nicht gedacht, die ersten drei Wochen schien ja eher die CSU zu stänkern, während von den Grünen einige Kompromisse kamen. Der "atmende Rahmen" war genau das, was CDU und CSU vorher zur Obergrenze beschlossen haben.
Was sich Lindner und Kubicki davon erhoffen kann ich nicht sagen, gefühlt würden sie bei einer Neuwahl auf denselben Wert kommen. Merkel zu stürzen klappt so nicht, da sie in der CDU alternativlos ist. Die CSU hat sowieso gerade eigene Probleme, mit der Horstdämmerung.
Wenn man die Berichte so liest und Beiträge schaut, dann wird alles ziemlich aufgeblasen, von Chaos bis Krise. Was für ein Unsinn. Es gibt drei Möglichkeiten, das ist kein Chaos. Es ist halt ungewohnt. Eine Minderheitenregierung wird schnell langweilig, weil alles anstrengend ist und kaum etwas vorangeht. Wer sich über die Kompromisse der Groko geärgert hat, wird mit einer Minderheitenregierung nicht glücklich. Achja, Groko geht ja auch. Wenn die SPD in die Bedeutungslosigkeit verschwinden will, dann soll sie dem zustimmen. Ansonsten steht es ihr frei, Koalitionsgespräche abzulehnen wie auch der FDP. Bleiben nur noch die Neuwahlen. Würde das viel ändern? Vielleicht. Wenn die SPD schon vorher klarmacht: Wir wollen keine Groko und setzen auf R2G. Das würde es noch etwas spannender gestalten. Ansonsten sehe ich keine großen Veränderungen.
Interessante Zeiten.