[Politik und Gesellschaft] 5000 Neonazis am Wochenende in Thüringen erwartet

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Rock gegen Links? Die rechte Szene hat in der thüringischen Kleinstadt Themar ein Rockkonzert organisiert – wohl das größte Treffen dieser Art 2017 in Deutschland. Am Wochenende werden bis zu 5000 Neonazis erwartet. Normalerweise leben in Themar 2913 Menschen. Ein ehemaliges AfD-Mitglied hat sein Grundstück für das Konzert zur Verfügung gestellt.

Klagen des Landkreises gegen die Veranstaltung hatten vor Gericht keinen Erfolg. Außerdem finden wegen dem Konzert zahlreiche Gegendemonstrationen statt. Rund 1000 Polizisten aus ganz Deutschland werden die Veranstaltung absichern.

Unter anderem treten auf: Stahlgewitter, Blutzeugen, Flak und weitere Künstler aus der rechtsextremen Szene.

Quellen: , ,

Korrektur, 16. Juli: Ein ehemaliges AfD-Mitglied vermietet den Platz, kein aktives.
 
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Als quoten-linker muss ich an dieser stelle darauf hinweisen dass
Kein Gerede nur die Tat,
Stoppt den skrupellosen Staat
Strommast sägen, Bomben legen,
Ab und zu ein Attentat
Sprengt die Knäste
Sprengt Paläste
Sprengt die Schweine in die Luft
Sprengt die Banken
Sprengt die Schranken
Jagt die Bonzen in die Flucht

Nehmt euch, was sie euch genommen
Nehmt euch das, was euch gehört
Macht kaputt, was euch kaputt macht
Macht kaputt, was euch zerstört

Noch ein Aufruf zur Revolte
Noch ein Aufruf zur Gewalt
Viel zu lange gab's Unterdrückung
Steinigt diesen Staat!
echt gute stimmung im saal macht und wiwdasr das konzert natürlich auch unter Protest verlassen haben.
 
Wieso ist G20 hier überhaupt ein Thema?

bei G20 waren zehntausende, eher hundertausend Demonstranten.

Wenn auch nur ein Viertel davon (25.000) Linksterroristen waren, läge Hamburg in Trümmern.
G20 war eine Politische Veranstaltung gegen die es aus allen politischen Milieus Protest gab.
Die Vergleiche hinken also brutal.

Die hier als freundlich-ökumene Treff gesellschaftsoffener Konservativer dargestellte Veranstaltung ist ja unstrittig eine rechtsradikale Versammlung.
Und bei der offen zurschau getragenen Gesinnung, hat sich da auch sicherlich keiner vom rechten Flügel der CDU hinverirrt.
 
Das Konzert ist ja nicht das Problem, eher die Vereinsmäßige Organisation von Rechtsradikalen.
Aber Gesinnung kann man halt nicht verbieten, nur Handlungen bzw. Dinge wie Musikstücke oder Neonazi-Symbole.
Aber wenn sich dann 5000 Idioten friedlich treffen auf privatem Grund ist das nunmal so und auch irgendwie überhaupt nichts aufregendes.
Wenn die dann den Hitlergruß machen u.ä. ist das wiederum verboten und wird jetzt ja offenbar auch verfolgt.

Es ist auch festzustellen, dass Rechtsextremismus und Linksextremismus prinzipbedingt verschieden sind, sich gegen verschiedenes richtet und die Gewalt bzw. Straftaten entsprechend nicht unbedingt immer vergleichbar sind. Dennoch sind beide Gruppen Verfassungsfeindlich und gefährlich.
Und stehen sich übrigens auch quantitativ nach den offiziellen Zahlen in nichts nach was Körperverletzung und Sachbeschädigung angeht.

Jedenfalls ist es auf vielen Ebenen unplausibel, so etwas wie die G20 Ausschreitungen mit dem Konzert da zu vergleichen um zu einer Aussage wie 'die Rechten sind ja wohl friedlicher' zu kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@BurnerR:
Obwohl ich dem rest zustimme, dem ersten Teil muss ich widersprechen. Ein paar bands zu buchen und ein gelände zu mieten halte ich jetzt nicht für besorgniserregende organisation, bzw. Strukturen.
In einem land mit 80-90 millionen einwohnern sind auch 5k fans von schlechter Musik keine große Zahl.
 
Achso, das kam dann falsch rüber. Ich meinte das allgemeiner und bezogen auf NPD oder rechtsradikale Heimatvereine u.ä., nicht konkret bezogen auf die Organisation des Events. Solche Strukturen (siehe auch organisierte Kriminalität) sind ja das große Problem bzw. Gefahrenpotenzial.
Und man kann sie nicht verbieten. Also das formale Existieren von bestimmten Vereinen ja schon im Prinzip, aber dadurch gehen die Menschen ja nicht nach Hause und hören auf, sich zu organisieren.
Ich wollte darauf hinaus: Wenn man auf solche Events schaut, dann schaut man auf 'Das falsche Ende der Fahnenstange'. Was für ein seltsam-passendes Bild in diesem Kontext.
 
@BurnerR: Ein paar bands zu buchen und ein gelände zu mieten halte ich jetzt nicht für besorgniserregende organisation, bzw. Strukturen.

Ich schon. Hier wird ein Raum geschaffen wo sich ein paar nahezu hirntote Arschlöcher treffen um sich in ihrer beschissenen, menschenverachtenden Hass-Ideologie zu bestärken und sich dabei noch übertrumpfen wer da die größe denkverquere Sozialkatastrophe ist um sich dann von anderen dafür bejubeln zu lassen.

In unserer Gesellschaft sollte es kein Forum geben, wo man für das Arschloch sein noch Anerkennung bekommt.

Solange sich jede Generation dieser Vollpfosten noch gegenseitig in ihrer Dummheit bestärkt hört das nie auf.

Und um für unsere relativierer einen G20-Vergleich zu liefern: Wenn auf der G20, Demos wegen dem "Vermummungsverbot"
Nach dem § 17a Abs. 2 VersammlG, dass in diesem Punkt von den meisten Bundesländern übernommen wurde, ist die Vermummung bei Versammlungen eine Straftat und wird gemäß § 27 Abs. 2 bzw. § 29 Abs. 2 VersammlG mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe unter Strafe gestellt.
mit Wasserwerfer gestürmt werden, sollte hier
Strafgesetzbuch (StGB)
§ 86a Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1.
im Inland Kennzeichen einer der in § 86 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 4 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen verbreitet oder öffentlich, in einer Versammlung oder in von ihm verbreiteten Schriften (§ 11 Abs. 3) verwendet oder
2.
Gegenstände, die derartige Kennzeichen darstellen oder enthalten, zur Verbreitung oder Verwendung im Inland oder Ausland in der in Nummer 1 bezeichneten Art und Weise herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt.

(2) Kennzeichen im Sinne des Absatzes 1 sind namentlich Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen. Den in Satz 1 genannten Kennzeichen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.
(3) § 86 Abs. 3 und 4 gilt entsprechend.
ja mind. Tränengas + Gummigeschosse zum Einsatz kommen oder?
 
Das Vermummungsverbot wurde vorgeschoben, um ne Handhabe zu haben, wo keine war.

Du willst also, dass der Staat sich noch mehr lustige Sachen ausdenkt und dann bei anderen Gelegenheit anbringt, wo unter normalen Bedingungen kein Einsatz gerechtfertigt wäre? :confused:

Hier wird ein Raum geschaffen wo sich ein paar nahezu hirntote Arschlöcher treffen um sich in ihrer beschissenen, menschenverachtenden Hass-Ideologie zu bestärken und sich dabei noch übertrumpfen wer da die größe denkverquere Sozialkatastrophe ist um sich dann von anderen dafür bejubeln zu lassen.
Das denken sicher auch einige über das Forum hier. "Sich über gute Gesetze aufregen, den Datenschutz wahren, wo doch Terroristen unser Land überrennen, alles hirntote Arschlöcher..."

Jeder hat das Recht auf ne eigene Meinung, auch wenn sie in den Augen anderer scheiße ist. Das ist eben die unangenehme Seite der Meinungsfreiheit.
 
In unserer Gesellschaft sollte es kein Forum geben, wo man für das Arschloch sein noch Anerkennung bekommt.
Ist aber nunmal weitgehend unvermeidlich, jedenfalls solange es genug Deppen gibt und wir in einem Rechtsstaat leben.
 
Und um für unsere relativierer einen G20-Vergleich zu liefern: Wenn auf der G20, Demos wegen dem "Vermummungsverbot" mit Wasserwerfer gestürmt werden, sollte hier ja mind. Tränengas + Gummigeschosse zum Einsatz kommen oder?

Hier kommt es ja wohl weniger auf das potentielle Strafmaß beim Entschließungsermessen an, als vielmehr auf Ausmaß und Schwere der Störung oder Gefährdung.
 
Die Frage wird sein, wer dann mehr Randale machen wird: Linke oder rechte Spinner.

Genau darauf habe ich gewartet. :rolleyes:

Kaum taucht hier irgendwo ein Thema zu den Rechtsextremen auf, wird es umgehend zur Hetzjagd auf Linke missbraucht.

Laut Polizei gab es 43 Strafanzeigen gegen Veranstaltungsteilnehmer (unerlaubter Waffenbesitz, Nazisymbole, Körperverletzung) und keine einzige gegen die friedlichen Demonstranten.

Dass Neonazis ihre Aufläufe als Privatveranstaltungen tarnen, ist ein jahrzehntealter Hut.
Schon 1983 hat hier bei uns ein bekannter Nazi ein ausserhalb gelegenes Vereinsgelände zur Geburtstagsfeier seiner damals zwölfjährigen Tochter angemietet. Dann haben über Hundert gewalttätige Mitglieder der Wiking-Jugend (frühere militärisch geführte, schon lange verbotene Jugendorganisation der NPD) dort ein Zeltlager aufgebaut und sind uniformiert mit Messern und Pistolen bewaffnet ins Dorf eingefallen. Es ist nicht bei Naziparolen geblieben, sie haben zahlreiche Häuser beschmiert, Reifen zerstochen, Autos demoliert und auch Leute verletzt. Als Höhepunkt haben sie dann das Kriegerdenkmal geschändet und Kränze mit Nazisymbolen niedergelegt. Habe selbst geholfen, den Dreck zu entfernen (heute wäre ich nicht mehr so tapfer) und einige blaue Flecken davongetragen. Vier Polizisten in zwei Streifenwagen haben sich dezent im Hintergrund gehalten und auf ihre Gesundheit geachtet. Verstärkung ist erst eingetroffen, als das Gesindel (Danke an Gauland für die Formulierungshilfe) wieder am abrücken war.
Auch in den Folgejahren hat besagter Nazi in der Umgebung wiederholt die gleiche Karte gespielt und "private" Feiern veranstaltet, auf denen dann z.B Naziliedermacher wie Frank Rennicke aufgetreten sind.
 
Über Neonazis, die auch auf Privatfeiern ihre Tattoo-Hakenkreuze neckisch mit Kinderpflaster überkleben -müssen-. (Siehe weiter oben die Fotostrecke, wer's aushält)

Meine Fresse, wie sehr diese Dumpfbacken mich anwidern.
 


Ja und? Was immer da '83 war, hier trifft es nicht zu.

Sie haben das als Versammlung angemeldet. Als Privatveranstaltung hätte es nicht stattgefunden.
 
@KaPiTN: Hatte die Nachricht lange vor dem Thread hier irgendwo im Videotext gelesen. Dort war von einer Privatveranstaltung die Rede. Daher habe ich mich auch sofort an den Skandal um die Wiking-Jugend erinnert. Den Thread hier habe ich wegen der OT-Ausraster unserer einschlägig bekannten Kandidaten nur schnell überflogen. :o Wo ist das Unschuldssmilie, wenn man es mal braucht? ;)

Unser südhessischer Aushängenazi verdient sein Brot übrigens hauptsächlich dadurch, dass er ein heruntergekommenes sächsisches Hotel samt einer grossen Veranstaltungshalle an
rechtsextreme Organisationen (Versammlungen, Tagungen, Wahlkampfveranstaltungen und lustige Liederabende) vermietet.
 
Das ist natürlich eine andere Dimension. Ich hatte grade eher das Bild von nem Freiluftgehäge im Kopf. Daher störte es mich eher weniger.
 
Die marode Halle ähnelt in der Tat eher einem Freiluftgehege. Unsere Bauaufsicht hier hätte längst den Abriss verfügt. In einigen Biotopen der neuen Bundesländer fühlt sich die Brut eh besonders wohl. Bei Autonomen sprechen Teile der CDU und sämtliche CSU-Vertreter (sie haben sogar Beckstein reanimiert) dann von "rechtsfreien Räumen"
 
Das wundert Dich? Das dürfte ja wohl der Wahrheit entsprechen daß in der roten Flora nur rechtsfreie Räume gibt. :D
 
(sie haben sogar Beckstein reanimiert)
Bestimmt nur weil der Experte für solche Angelegenheiten nicht mehr unter uns weilt...
Als Veteran von Wackersdorf hätte der da andere Worte gefunden :D
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