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Thema: Drogenpolitik

  1. #2576
    Brillenschlange Avatar von Kenobi van Gin
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    Re: Drogenpolitik

    Jo, hatte ich auch gelesen. Wobei die Autoren selbst zu bedenken geben, dass sie nicht ausschließen können, dass Menschen, die bereits eine Psychose oder entsprechende Symptome haben, andersrum auch eher zu Cannabis greifen und sich beides dann gegenseitig verstärkt. Ist einfach schwierig, hier über empirische Studien wirklich belastbare Ergebnisse zu bekommen.

  2. #2577
    ★★★★☆ (Kasparski) Avatar von Jester
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    Re: Drogenpolitik

    Auszug: Fast 30 Prozent der Menschen mit diagnostizierter Psychose gaben an, täglich Cannabis konsumiert zu haben, in der Kontrollgruppe waren es knapp sieben Prozent. Von den Konsumenten mit Psychose gaben weitaus mehr (37 Prozent) Nutzer an, starkes Cannabis zu verwenden, als in der Kontrollgruppe (19 Prozent).

    Well. Daraus lassen sich theoretisch eine ganze Menge Dinge ableiten. Das wichtigste ist wohl, nicht täglich (& vermutlich massiv) besonders starkes Cannabis zu konsumieren. Regelmäßig saufen endet bei anfälligen Menschen auch im Desaster.

    Direkt danach kommt, dass man - wenn man als Betroffener merkt, das etwas sich in eine falsche Richtung entwickelt - seinen Konsum [an psychoaktiven Substanzen] eventuell überdenken und sich ggfs. professionelle Hilfe holen sollte. Mal im Ernst: das weiß jeder. Jeder Trottel. Oh Überraschung, ich bin psychisch labil, flüchte mich in massiven Konsum einer (oder vlt. auch mehrerer, das wird hier nicht beleuchtet) psychoaktiver Substanzen und habe nun eine Psychose. Seltsam. DAS hab ich nun nicht erwartet.

    Vielleicht aber auch könnte man das so interpretieren, dass ohnehin für Psychosen anfällige Menschen auffällig oft zu Cannabis (oder Drogen im Allgemeinen) greifen und daher die ganze Erhebung ad absurdum führen, n'est-ce que c'est pas?

    Aber so ist das mit den Statistiken ja immer. Gegeben sei eine Gruppe von 100 Menschen, davon 10 mit einer Labilität in psychischer Hinsicht, verbunden mit anderen Problemen. Alle kiffen täglich mehrfach starkes Kraut. 11 kriegen eine Psychose. Was sagt das nun über den kausalen Zusammenhang zwischen THC-Konsum und Psychosen aus im Blick auf die Allgemeinheit? Nichts.

    Aber über den kausalen Zusammenhang zwischen psychotischen Menschen und übermäßigen THC-Konsum.

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  3. #2578
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    Re: Drogenpolitik

    Der Thomasius der da im Spiegel Artikel zitiert wird, ist was Cannabis angeht so was wie der Pfeiffer in Bezug auf Killerspiele.

    Bei einer Legalisierung=Regulierung, könnte der Gesetzgeber Grenzwerte bestimmen.
    Das geht bei dem unregulierten Schwarzmarkt aber nicht.

    CBD z.B. wirkt sogar antipsychotisch und dämpft die THC Wirkung.
    Ist in einem Großteil der Schwarzmarkt Ware leider kaum oder gar nicht mehr enthalten.

  4. #2579
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Drogenpolitik

    @Jester:

    Wie jetzt?

    Grundsätzlich sagt die Korrelation nichts über einen kausalen Zusammenhang aus, bei übermäßigem Konsum aber schon?

    Und jeder Trottel weiß, daß man ordentlich gefestigt sein muß, damit man von übermäßigem THC-Konsum keine Psychose bekommt?

    Wie kommst Du i.ü. darauf, daß labile Persönlichkeiten dies in ihrer Selbstwahrnehmung erkennen?
    Noch erstaunlicher ist die Annahme, ein Mensch in einem psychotischen Zustand wäre sich dessen bewußt.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Kokser
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  5. #2580
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    Re: Drogenpolitik

    @KaPiTN: im Ernst?
    Für diesen Beitrag bedankt sich m6rley
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  6. #2581
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Drogenpolitik

    @Jester:

    Sicher
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  7. #2582
    Mitglied Avatar von Bernd
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    Re: Drogenpolitik

    gesundheitspolitischer Hinsicht verheerende Folgen hat
    Wie sieht es denn in Kanada und den Vereinigten Staaten so aus? Bevor man spekuliert sollte man vielleicht mal zu denen rüber sehen. Chaos ist ja dort nicht ausgebrochen, und der Artikel selbst bringt auch nur schwache Argumente.

    Der Artikel ließt sich einfach wie die Hausaufgabe eines faulen Schülers der sich mit dem Thema nicht auskennt. Die erste dubiose Studie ausgraben und diese höher stellen als sie eigentlich ist.

    Denn wie schon von anderen erwähnt würde die Legalisierung denn verkauf von niedrig THC haltigen Drogen vereinfachen.

  8. #2583
    Brillenschlange Avatar von Kenobi van Gin
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    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von Bernd Beitrag anzeigen
    Der Artikel ließt sich einfach wie die Hausaufgabe eines faulen Schülers der sich mit dem Thema nicht auskennt. Die erste dubiose Studie ausgraben und diese höher stellen als sie eigentlich ist.
    Ohne mich selbst groß mit der Datenerhebung und -aufbereitung auszukennen würde ich behaupten, dass es einfach extrem schwierig ist, über Studien, also Befragungen und Untersuchungen von Menschen zu einem bestimmten Thema, verlässliche Aussagen zu bekommen. Du kannst halt schlicht nie alle relevanten Einflussfaktoren im Blick haben und alle störenden eliminieren. Und ich nehme an, du kannst auch kaum genügend Teilnehmer für so eine Studie bekommen, um wirklich aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen. (Jaja, klar können Studien "repräsentativ" sein. Aber um wirklich kausale Zusammenhänge erkennen zu können, müssten die Gruppen noch um einige Hausnummern größer sein und wirklich alle Einflussfaktoren überblickt werden können.)

    Insofern würde ich das nicht mit der "Hausaufgabe eines faulen Schülers" vergleichen. Studien sind eben eine Form des wissenschaftlichen Arbeitens und möglicherweise für manche Thematiken nicht so gut zu gebrauchen wie für andere

  9. #2584
    Mitglied Avatar von Bernd
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    Re: Drogenpolitik

    @Kenobi van Gin: Das sehe ich ja auch so, mit "Hausaufgabe eines faulen Schülers" meinte ich lediglich das (in diesem Fall) der Journalist eine Studie als Beweis genommen hat obwohl Studien hier nicht geeignet sind. Ich meinte nicht das Studien allgemein den Hausaufgaben fauler Schüler gleichen.

    Denn selbst bei größeren Anzahlen von Befragten kann man nicht auf das ganze Land schließen. 1000 Leute für eine Befragung kriegt man nicht so schnell zusammen, und selbst das wäre noch ein kleiner Pool.

  10. #2585
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    Re: Drogenpolitik

    Der Journalist redet nicht von Beweisen, sondern berichtet nur über eine Studie. Dazu fügt er Aussagen von anderen Wissenschaftlern zu dieser Studie als Zitate hinzu, selber zieht er keine Schlüsse. Es bleibt dabei nicht unerwähnt, daß es sich um eine Korrelation handelt.

    Eine Befragung unter mehr als 2000 Leuten ist schon mal eine gute Basis.

    Eine Studie abzulehnen, weil sie etwas für möglich erklären könnte, was man nicht wahr haben möchte, ist ideologisch, aber nicht logisch oder wissenschaftlich.

    "für möglich erklären" != behaupten

    Ich empfehle, bevor man die Studie kritisiert, daß man sie erst einmal liest: Studie

    Ich werde sie allerdings heute nicht mehr lesen.
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  11. #2586
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    Re: Drogenpolitik

    Ich zitier mich mal selbst leicht abgeändert:

    Hui da [Timewarp 2019] gings/gehts ja ab
    Insgesamt wurden 130 Strafverfahren wegen Drogendelikten eingeleitet. Es wurden Drogen unterschiedlichster Art (darunter rund 90 Gramm Marihuana, 50 Gramm Haschisch, sowie ca. 70 Gramm Amphetamin und über 100 Gramm Ecstasy [...]
    Quelle: https://polizeinews.eu/9016/betrachl...ichergestellt/
    100g mdma reichen schon für ein paar Leute. Wird trotzdem wieder keinen an irgendwas gehindert haben, nur unnötige Bußen und Führerscheinentzüge mit sich führen #drogenpolitikfail
    Was meint ihr dazu? Va Befürworter der aktuellen Politik:
    Wem soll so was welchen Vorteil bringen?
    Die die irgendwas nehmen wollten werden 100pro irgendwas gefunden haben.
    Die Ermittlungen kosten mehr Geld als sie einbringen.
    Führerscheinentzüge bekommen auch die, die zu Fuß oder per Öffis dort waren, falls "härteres" als Gras beschlagnahmt wurde und/oder von Konsum ausgegangen wird.

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