Maximale oder stets wachsense Speicherkapazität des Hirns?

Draugas

Drogen?
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Biologisch werden, so weit ich weiß, nach einem gewissen Alter keine neuen Neuronen mehr gebildet, sondern nur noch neu arrangiert.

Resultiert das automatisch darin, dass das Hirn eine maximale Speicherkapazität hat? Heißt dies ferner, dass mit jedem neuen, was wir ab einem gewissen Alter lernen, wir automatisch etwas altes vergessen?
 
Uninteressante Frage da man eh nicht ordentlich an Erinnerungen dran kommt. Vielleicht ja vielleicht nein, aber willst du überhaupt wissen das überhaupt noch was neues gespeichert wird wenns soweit ist?

Wie du siehst gibts genug Fragen die geklärt werden müssen bevor deine überhaupt in irgendeiner Form relevant wird. Aber ja, wissenschaftlich sieht es derzeit nach Maximalkapazität aus(zumindest konnte was gegenteiliges noch nie irgendwo festgestellt werden). Was auch sonst? Verkompliziert wirds zusätzlich durch die anderen benannten Probleme.

Ich bin mir nicht mal sicher ob man einfach so Dinge vergessen kann, also im Sinne von "Daten sind physisch nicht mehr vorhanden". Ich weiss nicht mal ob das in der Neurologie überhaupt schon geklärt ist.
 
Nun ja wenn man diesem Artikel glauben schenken darf - bzw. dessen Kommentaren dann mag es zwar sein das das Gehirn und dessen Kapazität irgendwann nicht mehr wächst - aber die Kapazität so groß ist und die Verknüpfungen der Neuronen bis zum Tot variieren kann - das man eigentlich an kein Limit stoßen kann...
 
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  • #5
Uninteressante Frage da man eh nicht ordentlich an Erinnerungen dran kommt.
Das sehe ich anders. Ich meine die Frage ganz konkret: Ich komme eigentlich super an die Erinnerungen der letzten paar Jahre ran, mit einer sehr hohen zeitlichen Auflösung. Ich kann (fast) alles innerhalb der letzten 5 Jahre rekonstruieren (jetzt mit Ausnahme von "Gammel-Tagen"). Davor wirds dann weniger.

Ich frage mich halt, ob das genau so weitergehen wird, und ob ich Dinge aus den vergangenen 5 Jahren einfach vergessen werde, weil neues hinzukommt. Es geht mir um genau diese Kausalität.

Mein persönliches Problem hierbei: Ich habe ein persönliches großes Faible für Trivia. Ich kann ohne Probleme nahezu jeden Fragensatz von "Wer wird Millionär" zur Million spielen. Meine Sorge ist, dass ich mit diesen Trivia (was ja eigentlich sinnloser Müll ist) eigene Erinnerungen aus meinem Gedächtnis verdränge. Die Frage hat für mich also große praktische Relevanz, da ich mit hoher Geschwindigkeit neue Trivia lerne. Und man merkt ja nicht aktiv, ob man etwas vergisst, d.h. ob es vom Gehirn "gelöscht" wird.
 
Erst abstreiten aber dann doch wieder zustimmen...

So funktioniert das nicht, dadurch das du die Augen verschließt verschwinden die Fakten nicht, warum willst du dir daraus künstlich Probleme drehen? Soviel kann ich dir sagen: Die Kapazität ist definitiv größer als 5 Jahre. Und damit hast du schon wieder die Bestätigung das man einfach keinen Zugriff hat.

Oder du kannst dich jetzt komplett lächerlich machen indem du behauptest du hättest noch nie "den Faden verloren". Um mal ein alltägliches Beispiel zu nennen.
 
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  • #7
Und damit hast du schon wieder die Bestätigung das man einfach keinen Zugriff hat.
Und warum hat man diesen nicht? Womöglich, da die Erinnerungen teils überschrieben wurden?

Ich verstehe echt nicht, warum du mit der Frage ein persönliches Problem zu haben scheinst. Die Frage ist eigentlich recht einfach, und mir ist Zugriff vollkommen egal: Werden alte Neuronen, die Daten speichern, verwendet, um neue zu speichern, und geht somit altes Wissen/Erinnerung unwiderbringlich verloren?

Oder du kannst dich jetzt komplett lächerlich machen
Was eine Diskussionskultur.
 
Hast du die Artikel oben gelesen? Du darfst dir die speicherung nicht wie in Dateien vorstellen - Das Gerhin kann sich auch Daten besser merken wenn sie z.B. an Bilder, Töne usw. gebunden sind - so arbeiten ja auch Gehirnakrobaten. Da das Speichervolumen des Gehirns so groß ist das du es mit noch so viel -Lexikonwissen nicht füllen kannst wird nichts davon überschrieben. Du kannst dich mit sicherheit auch noch an sachen von vor 10 Jahren erinnern - nur nicht auf anhieb. Meist hilft eine Situation, Bilder oder Geschichten um sich wieder an ältere dinge zu erinnern.
In riesigen Aktenbergen verliert auch der beste Archivar mal den Überblick :D
 
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  • #9
Ja, habe ich gelesen. Er beantwortet meine Frage nicht, und mein Ansatz ist ja auch, dass alles effektiv über Neuronen gespeichert wird. Mir geht es auch nicht um eine konkrete Zahl, die die Kapazität bemisst - dass das Hirn nicht wie ein Dateisystem funktioniert, ist mir ebenso klar - sondern alleine von der Logik her gilt folgendes, ganz knapp:

  • Ab einem gewissen Alter werden keine neuen Neuronen mehr gebildet
  • Speicherung (ja, nicht dateibasiert) geschieht in Neuronen
  • Wenn keine neuen Neuronen generiert werden, müssten eigentlich alte wiederverwendet werden, um neue Informationen zu speichern
Der letzte Punkt wird für mich dadurch unterstrichen, dass je weiter ich in der Zeit zurückgehe, meine Erinnering schlechter wird. Ich kann mich an Details aus den letzten 5 bis 6 Jahren sehr gut erinnern, aber an so gut wie nichts von vor 10 Jahren, außer Schlüsselerfahrungen. Das legt doch nahe, dass etwas verloren gegangen ist.
Selbst ohne diese "Nahelegung" muss doch rein logisch gelten: Bei einer begrenzten Anzahl an neuronalen Zellen müssen diese wiederverwendet werden, um neues zu speichern. Oder seht ihr das anders?
 
gleiche Erinnerungen können auch zusammen gelegt werden, alte Erlebnise mit neuen Verknüpft werden und dann alte und neue Erlebnisse Platzsparender in neuen gespeichert werden wobei alte wieder frei werden... Ebenso werden ja eben immer gerne alte Erlebnise oder altes Wissen mit neuen Informationen verknüpft - das heißt umso mehr Wissen man hat umso mehr kann dieses vorhandene Wissen dazu benutzt werden neue Informationen zu speichern bzw. neue Verknüpfungen zu schaffen - wobei auch immer wieder Bereiche im Gehirn frei für neues werden.
 
Weiteres Beispiel ergänzend zu den aussagen von drfuture:
Kennst du irgendjemanden der das Sprechen verlernt hat?

Sprechen lernt man in den ersten Jahren.
 
Ich frage mich halt, ob das genau so weitergehen wird, und ob ich Dinge aus den vergangenen 5 Jahren einfach vergessen werde, weil neues hinzukommt. Es geht mir um genau diese Kausalität.

vielleicht, vielleicht.
Vielleicht bekommst du auch Alzheimer oder was auch immer.
Das ist doch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Das die Gedächtnisleistung im Alter abnimmt sollte auch klar sein.
Vielleicht nicht bei jedem, aber durchaus bei vielen.

Eigentlich würde ich mir mehr Gedanken darüber machen ab wann mein Gerät nicht mehr ohne Pillen einsatzbereit ist.
 
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  • #14
Weiteres Beispiel ergänzend zu den aussagen von drfuture:
Kennst du irgendjemanden der das Sprechen verlernt hat?

Sprechen lernt man in den ersten Jahren.
"Das Sprechen" in der eigenen Muttersprache verlernt man nicht, weil stark neuronal gefestigt, oder weil mans im Normalfall eh täglich macht. Ich hingegen habe bereits das Sprechen in einer Sprache, die ich mal recht gut konnte (Französisch), verlernt.

@el_gitarre: Wie gesagt, ich frage mich das deshalb, weil ich täglich locker eine Stunde Trivia in mich reinklopfe. Und alleine von der Logik her - begrenzte Neuronen - sollte das dafür sorgen, dass Nervenzellen die bereits zum Speichern von einigen Sachen in Verwendung sind für neues rekrutiert werden müssen. Das ist der zentrale Punkt.
 
Die Frage wurde aber beantwortet und zwar mit:
Ja theoretisch ist der Platz begrenzt, nur praktisch wirst du diese Grenze nicht erreichen und es ist unklar ob du überhaupt so lange intakt bleiben kannst. Ein starker Schlag auf den Kopf, zum Beispiel durch einen Sturz und du kannst Gemüse sein oder jeder Zwischenstufe...

Dazu kommen dann noch massenhaft Krankheiten, Gendefekte, Mangelernährung oder eine x-beliebige Mischung der genannten Faktoren.

Neurologie, wie gesagt, die können die sehr genau erklären wie wahrscheinlich es ist das die 3 Sachen dich weit, weit vorher killen. Stress wäre da übrigens noch so ein Punkt, Angst ist ein großer Stressfaktor, du killst dir also gerade selbst dein Potential.
 
@el_gitarre: Wie gesagt, ich frage mich das deshalb, weil ich täglich locker eine Stunde Trivia in mich reinklopfe. Und alleine von der Logik her - begrenzte Neuronen - sollte das dafür sorgen, dass Nervenzellen die bereits zum Speichern von einigen Sachen in Verwendung sind für neues rekrutiert werden müssen. Das ist der zentrale Punkt.

vielleicht aber, nutzt du auch nur einen sehr begrenzten Speicherplatz da du nichts anderes machst als sinnloses Wissen anhäufts?
 
Die Frage wurde aber beantwortet und zwar mit:
Ja theoretisch ist der Platz begrenzt, nur praktisch wirst du diese Grenze nicht erreichen und es ist unklar ob du überhaupt so lange intakt bleiben kannst.

Selbst eine Theoretische Begrenzung ist nicht notwendig. Es gibt ja keine Informationsmenge/ Zelle, sondern die Speicherung erfolgt ja wohl in Mustern. Hier muß es keine Begrenzung geben. Unsere Musik besteht ja auch nur aus 8 Tönen, mit Halbtönen 12 und keiner hat Angst davor, daß es keine neue Musik mehr geben könnte.

Wenn im Alter einem vieles nicht mehr einfällt, so ist dies ja kein Zeichen dafür, daß die Information weg ist, sondern nur,
.
 
Solltest Du mich meinen, ich verfolge den Thread seit seiner Eröffnung.
 
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