Was spielt ihr gerade?

Die Serie ist tot und EA betreibt mit den miserablen Teilen von Ghost Games nur noch Leichenschändung.
 
Wie's eigtl das Need for Speed, ohne Nummerierung oder sonstiges, einfach NfS, für die PS4. Hat das jmd und kann was dazu sagen?
 
Das ist eigentlich ganz gut. Singleplayer etwas macger weil er nur Nachgepatcht wurde, aber das Spiel an sich ist gut.
 
Lasst mich euch über Gray Matter erzählen, einem PnC Adventure von 2010 mit hervorragender Story, hübscher Optik und okayem Gameplay.

Um einen Unterschlupf für die Nacht zu bekommen, gibt sich Sam Everett spontan als Studentin aus, die von der Uni als Assisstentin für Dr. Styles geschickt wurde. Statt den nächsten Tag zu türmen bleibt sie jedoch und wird in das Leid, das ihn umgibt, hineingezogen. Und am Ende haben die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere mehr gemeinsam, als es scheint.

Es entspinnt sich eine sehr mitreißende, emotionale Geschichte, immer wieder mit einem schönen Titelsong unterlegt, und Cutscenes in einem ganz eigenen Stil. Eigentlich sieht man nur leicht animierte Standbilder, die aber widerum wie Auch ingame wissen die Hintergründe voller Details und teils schönen Lichtspielen und Farbgebungen zu überzeugen.
Die Figuren selbst wirken leider oft recht hölzern in ihren Animationen und bewegen sich entweder gar nicht oder zu viel. Sie werfen selbst auf höchsten Einstellungen hässlichste Schatten und mit der Kollisionsabfrage ist das auch so eine Sache. Auf der anderen Seite muss man ihnen aber zu Gute halten, dass überhaupt so ziemlich jede Aktion animiert ist.
Bei den Dialogen gibt es neben den Untertiteln ein animiertes Portrait der sprechenden Charaktere, die leider auch eher etwas gewöhnungsbedürftig sind, was die Optik angeht.

Beim Gameplay muss ich leider auch ein wenig auf die Spaßbremse treten. Gray Matter gehört zu den Spielen, die extrem gesricpted sind und eine ganz genaue Vorstellung davon haben, was der Spieler wann wie zu tun hat. So kommt es immer wieder vor, dass sich Hotspots situationsbedingt verändern und Sachen aus dem Nichts auftauchen. Schnell endet man da mal ziellos umherirrend, was man jetzt noch wie wo machen muss, um das nächste zu triggern.
Ebenfalls nervig: Es dauert immer einen kleinen Ticken, bis die Beschreibung des Hotspots auftaucht, nachdem man schon längst mit dem Mauszeiger drauf ist.
Die Benutzung von Items aus dem Inventar ist unnötig umständlich. Man muss sie erst mit Rechtsklick in die Hand nehmen und dann mit links benutzen. Nicht das bekannte Drag n Drop oder an den Cursour anheften. Und da Rechtsklick in PnCs eigentlich immer angucken ist, habe ich mich auch noch regelmäßig verklickt.

Dafür glänzt das Gameplay aber mit Abwechslungsreichtum. Während man mit Sam Nachforschungen anstellt, gibt es als Nebenstrang eine Schnitzeljagd, um ein Mitglied eines Magierzirkels zu werden, die wirklich Spaß macht.
Ihr Beruf als Illusionistin wird ebenfalls aufgegriffen, in dem man immer wieder Zaubertricks anwendet, um sein Ziel zu erreichen.
Die Ausführung ist dabei aber super simpel: Der Cursour verändert sich entsprechend und man muss aus Sams Zauberbuch den passenden Trick auswählen (ganz Faule probieren einfach jede Seite durch, bis sie zustimmt.). Evt. noch nötige Sachen im Magierladen kaufen und dann Schritt für Schritt einfach nur die Anleitung im Buch nachbauen. Nicht fordernd, eher mal fummelig, und teilweise kommen die Tricks zu geballt aufeinander. Leider auch nur in diesen schlechten, hölzernen Animationen dargestellt.
Dennoch aber eine schöne Idee.
Und man spielt nicht nur Sam. Abschnittsweise wechselt man zu Dr. Styles, der widerum seine ganz eigene Sicht auf die Dinge hat und sich vor allem im Rahmen seines Experiment umherbewegt. So bekommt man mit ihm automatisch ein ganz anderes Spielgefühl, und die beiden Charaktere wirken nicht so gleich, beliebig und austauschbar, wie es sonst oft der Fall bei Spielen ist, die groß mit mehreren spielbaren Charakteren Werbung machen.
Auch hier zeigt sich wieder eine schöne Liebe zum Detail, denn der Ladebildschirm und das Menüdesign ändern sich passend zu der Figur, die man gerade spielt.
Auf jeden Fall wird es nie langweilig, bei einer Spiellänge von bis zu 12 Stunden.

Als Abschluss möchte ich nochmal auf die wirklich tolle, berührende Geschichte hinweisen, die das wahre Herzstück des Spiels ist.
Ja, die Klischee-Studenten sind stellenweise anstrengend, manche Inszenierung wirkt hölzern und so mancher Übergang könnte besser sein. So sieht man eine aufwühlende Cutscene und wechselt dann einfach zu Styles herüber, der kommentarlos da steht, und man wandert erstmal ziellos rum.
Auch das Ende kommt ein wenig überstürzt daher.
Aber Sam ist eine sympathische, toughe Frau und ihr Hintergrund und der von Styles hat zumindest bei mir total gegriffen. Ich werde mir immer eine Fortsetzung wünschen, die ihre Beziehung weiter beobachtet und nochmal genauer die Verbrennungen von Styles aufgreift.
 
Ich hab jetzt mal angefangen in Obduction reinzuspielen, was leider - genau wie Edith Finch - recht schnell meine Motion Sickness hervorkitzelt.
Bei Edith ging es nach hinten heraus noch ganz gut, weil das Spiel insgesamt sehr ruhig und langsam ist, auch immer mal Standbilder bietet. Nur der beginn ist etwas rasant.
Bei Obduction hingegen bist du die ganze Zeit am Rumlaufen (und Himmel, liegen die Sachen da absurd weit auseinander) oder Fahren und dich am Umgucken. So langsam aber sicher wird's dann flau im Magen. Nach 2 Std musst ich erstmal ausmachen und mich erholen.
Ich sehe, das wird noch ein heiden Spaß mit dem Game. .__.
 
@Alexiell: Hast du schonmal VR ausprobiert? Wie sieht es bei VR mit deiner Motion Sickness aus?
Ich selbst habe noch nie Motion Sickness erlebt, habe aber bei einigen VR Games ein leicht flaues Gefühl im Magen gehabt. Vor allem bei Spielen mit hoher Geschwindigkeit wie Driveclub oder Temple Run (in VR als kleine Spielerei unheimlich zu empfehlen). Stelle mir Motion Sickness ziemlich schrecklich vor.
 
VR hab ich gar nicht. Könnt mir aber vorstellen, dass ich da eher im Strahl kotze. XD
Meist komm ich mit Egosicht eigentlich klar, aber die beiden games haben irgendwas an sich, das bei mir nicht funktioniert. :/
Bei Edith Finch hatte ich das tatsächlich auch viel von anderen gelesen und bei Obduction teils auch.
 
Dann spiel niemals Kerbal Space Program: Weltall ist Motion-Sickness pur. Ich hab erst einmal MS erlebt, und das war ausgerechnet nicht bei uns in der VR-Abteilung, sondern als ich von meiner Oberstufe auf den Planeten runtergesehen habe und unendlich viel Nichts und einen winzigen Planeten vor mir hatte. Puh, da wurde mir anders...
 
Welp. Grad nen Rage Quit hingelegt und mir den Rest von Obduction auf Youtube angeschaut. Das Ding fass ich im Leben nicht mehr an. :m

Nachdem ich nicht mehr mit dem Wagen rumfahren musste, ging es etwas besser, aber ich bekam immer noch so ein flaues Gefühl im Magen und hab nie länger als 2 Std am Stück gespielt.
Die Laufwege sind absurd lang, teilweise auch schwer zu finden, andere führen auch einfach ins Nichts.
Selbst mit Walkthrough konnte ich diversen Rätseln kaum folgen, bzw war mir nicht klar, wie man da ernsthaft alleine drauf kommen soll. Diesbezüglich waren Myst und alle Myst alikes mir schon immer zu drüber.
Es ist auch etwas verwirrend, was teils optional ist und was nicht.

Und dann kommt dieses tolle Labyrinth Puzzle, dessen einzelne Segmente gedreht werden müssen - in einer anderen Dimension.
In der Praxis bedeutet das: Mit dem Fahrstuhl zweimal nach unten fahren. Dimension wechseln. (Dauert lang.) Einen Weg hochlaufen, um das Segment zu drehen. Dimension zurück wechseln. Wieder mit dem Fahrstuhl hochfahren. Von oben das Ergebnis prüfen.
Wiederholen, bis alle Segmente den korrekten Weg bilden.

Wtf? Nope, fick dich, Spiel. Selbst nach Lösung hätte ich da keinen Bock drauf, aber da der Ausganspunkt RNG ist, kannst du selbst das vergessen.
 
Wenn ein hoher Schwierigkeitsgrad lediglich nur Arbeit ist und dann noch RNG? Lächerlich klingt das. Würde ich auch die Finger von lassen.
Das ist eh leider so ein blöder Trend. Wahrscheinlich gibt's den schon wesentlich länger und ist mir nie aufgefallen.

Hoher Schwierigkeitsgrad bedeutet eigentlich nur noch: Die Gegner sind besser (Waffen machen mehr Schaden, Gegner haben mehr HP), du bist schlechter (Waffen machen weniger Schaden, du hast weniger HP) oder du musst auf bestimmte Dinge schneller reagieren, weil du weniger Zeit hast.

Das ist aber nur ein Aspekt des Schwierigkeitsgrades. Ich hätte gerne Spiele, bei denen man einfach mehr nachdenken muss oder Gegner vielleicht anders reagieren. Mir ist zwar bewusst, dass eine KI nicht so einfach zu programmieren ist, aber einfach "mehr Arbeit" macht halt auch keinen Spaß.
 
Die S.T.A.L.K.E.R. Reihe auch :T
Gerade am Anfang ohne Visiere total mies.
 
@CruelXDewil:

Demons Souls, Dark Souls und andere Ableger von From Software kann ich da nur wärmstens empfehlen.

Das ging mir auch so durch den Kopf aber ich wollte dieses Klischee nicht wieder direkt bedienen.
Irgendwie wissen die wie man etwas fordernd und motivierend gestalten kann. Warum das andere nicht so hinbekommen versteh ich nicht.
 
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