Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?

Interessant, dass die Diskussionen wieder Fahrt aufgenommen hat.
Ich bin immer noch der Meinung:

Sinkende Flüchtlingszahlen führen zu sinkender medialer Aufmerksamkeit, führen zu sinkender gefühlter Bedrohung, führt zu weniger Zulauf, eventuell sogar Ablauf bei der AFD.
Das ganze natürlich unter dem Vorbehalt, dass sie es nicht schaft sich schnell ein neues Hypethema zu besorgen.

Die dazu geäußerten Einsprüche sind meist ziemlich stichhaltig, wird also die Zeit zeigen, wer falsch lag.
 
Wie sich hier einige Kommentatoren in ihrer moralischen Überlegenheit und Naivität mehr Intelligenz zusprechen, als sie ein Gegner dieser unkontrollierten Politik anscheinend jemals besitzen könnte.

Ideologie =/= Intelligenz.. Ihr "Nerds" :D
 
Ob ich aus Protest gegen die CDU SPD oder AFD oder irgendeine herbeiphantasierte "linksradikale Partei" wähle, nimmt sich nicht soo viel. Das eine ist dumm und das andere weniger oder mehr dumm. Wo zieht man da die Grenze?

Es geht darum antidemokratische Parteien zu wählen.
Wobei klar, wenn man eh überhaupt keinen Plan hat was die Parteien so machen und nur auf Basis von Überschriften und Wahlplakaten wählt, dann ist eh alles zu spät.
Solchen Leuten sollte man sowieso das Wahlrecht entziehen.
Grundvoraussetzung für einen Gang zur Urne sollte einfach sein, dass man sich zumindest rudimentär über die Wahlprogramme informiert hat.

Anmerkung, linksradikale Parteien muss man nicht "herbeiphantasieren" da reicht es sich einfach mal zu informieren. Siehe z.B. MLPD und auch KPD.
 
Antidemokratisch ist keinen verfassungsrechtlichen Prozess abwarten zu wollen, sondern eine Partei direkt verbieten zu wollen.
Antidemokratisch ist Menschen die 'falsch' wählen das Wahlrecht entziehen zu wollen.
Demokratiegefährdend ist Grundpfeiler der modernen Demokratie aufheben zu wollen, nämlich das jeder erwachsene Bürger eines Staates wählen gehen darf.

Menschen aus dem Linken Spektrum zeigen mindestens genau so deutliche antidemokratische Tendenzen wie Rechte, nur eben verschiedene.


Andererseits bin ich geneigt zuzugestehen, dass Menschen die Ungeheuerlicherkeit bzw. das Ausmaß nicht klar ist, eine Partei verbieten zu wollen, die aktuell 91 Sitze im Bundestag stellt und das vielen deswegen allzu schnell von der Hand geht.
 


Die linksextremistischen Flügel wie die Antikapitalisten, Kommunisten und Sozialisten?
 
Wer politische Gegner pauschal als Nazis und Rassisten stigmatisiert, die es auszugrenzen gilt, ist nicht an einer demokratisch-politischen Auseinandersetzung interessiert.

Fällt dir das denn nicht auf, Dexter?
 
Also wenn ich mir da die Linkspartei so anschaue, fällt mir spontan nix auf, Dir?
Ich sprach ja von Menschen, nicht Parteien. Das "Linke" ist fälschlich groß geschrieben, vielleicht daher das Missverständnis. Passender ist es vermutlich von "Gruppierungen" zu sprechen, siehe dazu Kapitäns Beitrag für Beispiele.
Das Gruppierungen aus dem linken Spektrum deplatforming betreiben in Deutschland oder auch USA - ist das wirklich kontrovers?
Derartige Störungen hat es ja sogar bei Auftritten von Christian Lindner von der FDP gegeben. Bei der AfD scheint mir das aber sogar eine gängige Methode zu sein. Vielleicht ist meine Wahrnehmung da aber auch verzerrt.

Wer politische Gegner pauschal als Nazis und Rassisten stigmatisiert, die es auszugrenzen gilt, ist nicht an einer demokratischen, politischen Auseinandersetzung interessiert.
Ja, das ist quasi eine Voraussetzung für das deplatforming. Das ganze find meines Erachtens nach mit "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen" an und hat sich seitdem ziemlich verselbstständigt. Sobald man glaubt eine Entität (Person, Gruppe, Partei) identifiziert zu haben, die Faschistisch/Rassistisch/Rechtsradikal ist darf diese soweit es geht keine Stimme im öffentlichen Raum mehr kriegen. Das Problem an dem Ansatz liegt meines Erachtens nach recht deutlich vor uns. Jedenfalls ist ein offener Austausch über Meinungen ein ganz wichtiger Aspekt von Demokratie und sollte wirklich nur in Ausnahmen verweigert werden.
 
Und niemand liest mehr die Parteiprogramme. Vor den Wahlen schon mal gar nicht.

Könnte das damit zu tun haben, dass Parteiprogramme und Wahlversprechen nach der Wahl eh nur noch Schall und Rauch sind?

Solchen Leuten sollte man sowieso das Wahlrecht entziehen.
Grundvoraussetzung für einen Gang zur Urne sollte einfach sein, dass man sich zumindest rudimentär über die Wahlprogramme informiert hat.

Grundvoraussetzung sollte einfach sein, dass Parteien abgestraft werden, die sich nicht an ihre Wahlprogramme halten.
 
Das stimmt leider zum Teil, zumindest bei mir im Wahlkreis machen die zwar nicht die Masse an Mitgliedern aus, sind aber die lautesten und aktivsten Leute die auch bei jeder internen Wahl/Abstimmung anwesend sind. Und da zählen nur die Stimmen der anwesenden Mitglieder. Denen ist die Parteipolitik oft das Wichtigste im Leben und jeder mit anderen Prioritäten hat dadurch dann auch weniger zu melden.
Ist so meine Beobachtung. Da gibts dann auch echt die "Feministinnen" bei denen man gleich sozialen Druck oder verbal auf die Fresse bekommt wenn man sich mal falsch äußert. Aber ohne Klärungs-/Diskussionsbedarf sondern so einseitig shit storm like.
Find ich echt schade weil ich programmatisch mit der Linken am meisten konform gehe aber mittlerweile genug Dinge, die ich mir nicht zutraue ändern zu wollen/können vom Energieaufwand her, mitbekommen habe die mich jeden Nichtsympathisanten verständlich machen.
Leider. Aber für ne Randerscheinung die scheinbar Randerscheinung bleiben möchte mag ich meine Zeit/Energie aktuell auch nicht mehr investieren.

Privat hab ich aber aus meinem kleinen Experiment profitiert und viele nette und für mich vernünftige Menschen kennen gelernt :T
Und meine Abneigung gegen festgefahrene Konservative verfestigt :rolleyes:
Echt mal, wer masochistisch ist diskutier mal an nem CDU Infostand mit denen über bspw. den Staatstrojaner.
So hart keine Ahnung aber gleichzeitig ne ganz ganz starke Meinung zum Thema. "Das werden die die das entschieden haben schon aus guten Gründen getan haben, Sicherheit ist mir wichtig!!11elf".
Wenn die Sicherheit mit steigender Armut sinkt, wäre für mich Anlass was an der Ungleichheit zu tun statt alles zu überwachen und sich ne Festung zu bauen.
 
Antidemokratisch ist keinen verfassungsrechtlichen Prozess abwarten zu wollen, sondern eine Partei direkt verbieten zu wollen.

Richtig, und wer will das?

Antidemokratisch ist Menschen die 'falsch' wählen das Wahlrecht entziehen zu wollen.
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Ja, wäre auch korrekt. Allerdings ging es mir nicht darum das jemand falsch wählt, im Sinne davon das mir das Ergebnis nicht passt, sondern darum das jemand zu uninformiert ist um überhaupt eine Wahl treffen zu können, diese aber dann trotzdem trifft rein auf Basis von Propaganda und Medienbeeinflussung.
Will sagen, man muss sich über die Partei schon etwas informieren bevor man sie wählt.
Sonst heißt es hinterher wieder: "das wusste ich ja nicht, dass die das machen" usw.

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Demokratiegefährdend ist Grundpfeiler der modernen Demokratie aufheben zu wollen, nämlich das jeder erwachsene Bürger eines Staates wählen gehen darf..
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Wo siehst du denn die Gefahr wenn nur Leute wählen dürfen die sich rudimentär informiert haben über Parteiprogramme?
Beinhaltet unser demokratisches Wahlrecht nicht eigentlich die Pflicht den ganzen Vorgang ernst zu nehmen?

Menschen aus dem Linken Spektrum zeigen mindestens genau so deutliche antidemokratische Tendenzen wie Rechte, nur eben verschiedene.
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Ja, richtig.
Es ging mir aber um die Menschen die hirnlos zwischen links und rechts springen, weil sie gar keinen Bock auf unser demokratisches System haben, bzw. zu uninformiert sind um was es überhaupt bei ner Wahl geht.
 
nun mal so.
Die Linken und andere Linke Parteien und ihre Wurmfortsatzorgane landen häufiger mal auf der Liste des Verfassungsschutzes.
Eines Verfassungsschutz, dem man, nach den letzten Berichte über sein treiben, durchaus seine Objektivität absprechen kann.
 
Ja stimmt leider.
Ich glaube trotzdem, um mal wieder zum Thema zu kommen, sobald die mediale Berichterstattung über Flüchtlinge (egal um was es da geht) nachlässt, lässt auch die Zahl der Leute die AfD wählen nach.
 
Wie soll ich dir Berichterstattung zeigen die nachgelassen hat?
Schau doch selber Nachrichten und vergleiche das mal mit Hochzeiten der "Flüchtlingskrise" bzw. mit der Zeit als die AfD groß wurde.
 
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