Drogenpolitik

Kann ich unterschreiben. Alkohol finde ich supergefährlich. Gerade wenn andere im Auto sitzen, wird man euphorisch und verliert schnell den Bezug zur Vernunft, obwohl man physisch noch gut zum Fahren in der Lage wäre. Da verschätzt man sich schnell. THC wirkt da eher dämpfend.
 
Auf jeden Fall. Aber Irgendwo zwischen "nüchtern" und "kann nicht mehr laufen" gibt es eine gefährliche Zone, in der allein das fehlende Risikobewusstsein schon zu Unfällen führen kann.
 
Irgendwie redet Ihr von subjektiven Einschätzungen der Fahrtauglichkeit unter Drogeneinfluss? Äääh ja.

Die Toleranzgrenze verschiebt sich doch massiv je nach Konsumgewohnheiten... als Profi-Alkoholiker kann ich trotz 2,5 %o subjektiv völlig nüchtern sein.

Genauso war es bei mir als Vollzeitkiffer in den frühen 20-ern: ne Bong mit überdurchschnittlichem (echtem) Hasch hat mich vielleicht 15 Minuten dizzy gemacht, danach war ich wieder subjektiv wirkungsfrei.

Genau dafür gibt es die Grenzwerte, nur ist der THC-Grenzwert leider aktuell noch auf einem völlig unrealistischen Niveau. 4-5 ng sollten es schon sein.
 
als Profi-Alkoholiker kann ich trotz 2,5 %o subjektiv völlig nüchtern sein.

Naja, das hängt ganz davon ab, was für ein Alkoholiker du bist. Wenn du Spiegeltrinker bist, dann mag das sein. Wenn du Quartalstrinker bist, kannst du auch als Alkoholiker mit 1,5 Promille schon nicht mehr fahrtauglich sein.
Das hängt einfach von so vielen Dingen ab: von der Ernährung, der sonstigen körperlichen Verfassung, Krankheiten, Gewöhnung, letztlich auch vom Wetter, bei Hitze bist du subjektiv schneller breit als wenn es kalt ist.

Aber wie willst du das bemessen? Diese klassische amerikanische Regelung von wegen "wenn du der graden Linie noch folgen kannst, darfst du noch fahren" geht zwar in diese Richtung, ich empfinde sie allerdings eher als mäßig sinnvoll. Dadurch verschwimmen eben die Grenzen total. Und vielleicht fühlt sich ein Gelegenheitstrinker auch mal bei 1 Promill eher fahrtauglich als wann anders, obwohl das objektiv nicht stimmt.
Daher sind mir konkrete Werte lieber. Oder eben zu wissen: Wenn der Konsum so und so lange her ist, dann kann ich einigermaßen unbedenklich fahren.
 

Mit der Fahrtüchtigkeit ist es wieder etwas anderes. Ich bin früher dauerkiffend nach Maastricht gefahren, hab da dauergekifft, und bin am nächsten Morgen dauerkiffend zurück. Problemlos.

Ich weiß zumindest egal wie stoned ich jemals war ich da immer noch um einiges fahrtauglicher war als richtig besoffen.
Aber vielleicht ist das auch nur meine Einschätzung.
 
Genau das Gegenteil wollte ich sagen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen sind recht eindeutig und basieren nicht auf subjektiven eigenen Erfahrungen.
 
Zu Marlene Mortler hab ich gute Videos auf youtube gefunden, hatte ich glaube ich noch nicht gepostet:

Und hier nochmal Maximilian Plenert zu Theorie der Einstiegsdroge:


Btw find ichs super, dass hier auch nach so langer Zeit trotz oder gerade wegen der Kontroverse noch diskutiert wird!
Auch wenn sich viele Argumente und Gegenargumente wiederholen, aber das ist bei anderen Themen ja durchaus auch so.
 
Ach ja, die Gipfelin der Fachkompetenz.

Unsere Drogenbeauftragte Frau Mortler wurde in der Januarausgabe der Apotheken-Umschau zu Drogen befragt. Zur Wirksamkeit eines Werbeverbots für Alkohol antwortet sie: „Glauben Sie, Ihr Kind sagt, wenn Sie ihm alles verbieten: ,Ja, Mama, du hast recht.‘?“ Unser Land will und kann kein Verbotsstaat sein. Kinder und Jugendliche müssen überzeugt werden – durch Aufklärungsarbeit und Vorbilder.“

Auf „Cannabis ist verboten, und da glaubt man an den Erfolg?“ antwortet Mortler: „ Cannabis ist eine illegale Droge.“

Frei nach dem Motto „es ist verboten, weil es gefährlich ist und gefährlich, weil es verboten ist“ redet sich die fränkische Tochter eines Hopfenbauern in aller Öffentlichkeit um Kopf und Kragen, ohne jedoch Konsequenzen befürchten zu müssen.



(...)

Ps: "Tochter eines Hopfenbauern"... waren nicht Hopfen und Cannabis die gleiche Gattung oder so? Cannabaceae iirc.
 


Mich würde mal interessieren über was für eine Strecke Du hier sprichst in km.

Solche Aussagen lassen mich eher dazu tendieren ein Verbot von Alkohol zu fordern, weil es immer wieder Idioten gibt die andere Menschen völlig grundlos und rücksichtslos gefährden.

2014 wurden durch Drogenfahrten (Teilnahme am Straßenverkehr unter Einfluss illegaler Drogen) rund 2.105 Personen getötet oder verletzt (Statistisches Bundesamt 2015: Verkehrsunfälle 2014, Fachserie 8, Reihe 7).
Zum kotzen.
 

Zu geil die Frau.
Ich kann mich noch an ein (glaube ZDF) Interview erinnern, indem sie gefragt wurde wie das sein können, dass Hamburger Jugendliche den Reporten
von Ihren Cannabiseinkäufen ohne jegliche Alterskontrolle erzählten.
Und von dem Risiko, gesundheitlich gefährdende Streckmittel mit zu kaufen.

Antwort Fr. Mortler (tm): Ja wer sagt dann, dass die Jugendliche unbekannte Substanzen kaufen sollen? :m


Btw anderes Thema:
Die Studien von maps.org könnten bald (ca. 5 Jahre, sehr optimistisch geschätzt) MDMA und Psylocibin als Therapiezusatz für u.a. Depressionen und Posttraumatische Belastungsstörungen etablieren.
Ganz normal auf Rezept, mit psychologischer Betreuung.
Mit wirklich bahnbrechenden Studienergebnissen.

Menschen, die jahrelang austherapiert sind und ohne Fähigkeit zu Lieben oder sich zu Erfreuen vor sich hinsiechten.
Deren durch immensen Leidensdruck gelähmten Leben könnten im nu ins komplette Gegenteil umgekrempelt werden!
Das die Forschung durch die restriktiven Gesetze so hart eingeschränkt wird, ist finde ich ein Verbrechen an der Menschheit.
 
Mich würde mal interessieren über was für eine Strecke Du hier sprichst in km.
Knapp 300 km pro Strecke, 98% Autobahn. Mich würde mal interessieren, auf welche illegalen Drogen sich deine Daten beziehen. Ich wette die hatten fast alle einen Mischkonsum mit Alkohol.

@Jester:
Die von dir genannte Aussage ist auch in dem Video zu hören. Mir ist ja die Kinnlade bis auf den Teppich geklappt! Unfassbar, wie dieses Kompetenzvakuum Drogenbeauftragte werden kann.

"Was qulifiziert sie zu dem Job?"
"...fragen sie mal die Verteidigungsministerin, was sie qualifiziert!"

Wie kommt man auch auf die absurde Idee, von einem Politiker eine gewisse Qualifikation zu erwarten.
 
Jop, die gute Frau steht ziemlich exakt für die gesamte Drogenpolitik der GroKo - boß keine Veränderung, denk an nächsten Wahlen.

So gesehen eine fast perfekte Besetzung.

Früher gab es mal die sog. im römischen Reich, die hatten ein Rohrstockbündel dabei, in das ein Beil eingewickelt war und dienten der Regierung als Sanktionierer, je nach Urteil. Die Rohrstöcke bedeuteten Schläge, das Beil die Dekaputation.

Irgendwie erinnert sie mich immer wieder daran.

Ps: und dass dieses Wort die Basis von "Faschismus" ist, passt dann gleich noch besser.
Faschistoider Konservativismus mit dem Ziel Eigenerhalt. Von wegen liberale Mitte.

Egal, auch das wird vorbeigehen. Kundige erwarten 2018 die Pilotereignisse und spätestens 2020 die volle Legalisierung.
 
Wow, was 2020 alles passieren soll.
Kein Scherz google mal "was alles auf 2020 geschoben wird".
Das wird echt das interessanteste Jahr, des Jahrtausends :rolleyes:
 


98% Autobahn das macht es besser denn da gibt es keine anderen Verkehrsteilnehmer. Problemlos? Man soll sich auf deine vernebelten Erinnerungen verlassen? Nur weil Du keinen Unfall gebaut hast, heißt es nicht dass Du keinen verursacht hast oder Probleme die Du eventuell verursacht hast wahrgenommen hast.

Es ist egal ob die Leute auch Alkohol konsumiert haben, sich anschließend in ein Auto zu setzen und zu fahren ist verantwortungslos. Diese Drogenbeauftrage labert Stuss ohne wenn und aber, immerhin nimmt sie nicht in Kauf das Leben von anderen Menschen zu zerstören wie Du es mehrfach getan hast.
 
2014 wurden durch Drogenfahrten (Teilnahme am Straßenverkehr unter Einfluss illegaler Drogen) rund 2.105 Personen getötet oder verletzt (Statistisches Bundesamt 2015: Verkehrsunfälle 2014, Fachserie 8, Reihe 7).[
krass.
2105 getötet ODER verletzt.
Komische Statistik.
Wie viele Tote waren es denn?

Insgesamt kamen 2014 3368 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben.

Ich habe mal gelesen 2014 starben ca. 260 Menschen bei Unfällen in denen Alkohol im Spiel war und 16.856 wurden verletzt.

Sinnigerweise müsste man das jetzt bei den Toten und Verletzen durch Drogeneinfluss auch aufschlüsseln.
Aber nein, man schreibt nur "2.105 Personen getötet oder verletzt"
Wer eine Statistik so schreibt, der hat ein Ziel, er will zeigen wie extrem viele Menschen unter Drogeneinfluss sterben.

Schaut man es sich genauer an sind es doch deutlich weniger Menschen als die, die unter Alkoholeinfluss zu Schaden kommen.
 




Da kannst Du dich gerne zu den Zahlen erkundigen sofern Du möchtest.


Schaut man es sich genauer an sind es doch deutlich weniger Menschen als die, die unter Alkoholeinfluss zu Schaden kommen.

Ich verstehe deine Argumentation diesbezüglich nicht wirklich. Vielleicht hängt dies mit der Tatsache zusammen dass man quasi überall Alkohol kaufen kann sofern man 18 ist, im Supermarkt an der Tankstelle (sogar auf Autobahntankstellen)?

Das einzige was dadurch aufgezeigt wird ist dass die Leute es nicht geschissen bekommen verantwortungsvoll mit Drogen umzugehen (völlig irrelevant ob legal oder illegal) es gibt keine Ausrede dafür. Man kann einen Fahrer bestimmen, ein Taxi nehmen oder andere Verkehrsmittel wie Busse und Züge.

Inwiefern meinst Du wären die Leute dazu in der Lage verantwortungsvoll zu kiffen?

Zu den Zahlen, auch da es ist völlig egal wie viele Verletzte und Tote es genau waren, denn jeder dieser Vorfälle war unnötig und wäre eventuell nicht passiert ohne diese Substanzen. Übrigens liegt die Zahl der Verkehrstoten bei 3377 laut .
 
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