Die "Erfolge" der AfD

Das mit der Aussage zur Steuer für die ÖR ist reichlich dämlich. Allerdings ist es nicht üblich, solche Informationen preiszugeben, wie Termine gemacht und abgesagt werden inkl. allen Kommunikationswegen. Man darf gerne sagen, dass der Termin verpasst wurde bzw. der Termin abgesagt wurde, aber nicht auf welche Art und Weise mit wem kommuniziert wurde. So etwas ist im Journalismus ein No Go. Ob das jetzt die AfD oder eine andere Partei betrifft bzw. betreffen würde - so etwas gehört sich nicht und ist unprofessionell.
 
Wo steht das eigentlich geschrieben, dass man nicht angeben darf, dass man mit dem einzigen Pressesprecher der AfD auf Bundesebene, Christian Lüth, geschrieben hat?
 
Ich zumindest würde mir auch verbeten, dass private Kommunikation plötzlich ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden würde! Das ist nicht peinlich. Peinlich ist bestenfalls, dass man sogenannte Qualitätsjournalisten daran erinnern muss, das so etwas wie Privatsphäre existiert.
:dozey:

Hat jemand die Liebesbriefe der Petry publiziert? So klingt das bei Dir.

Die Privatsphäre hört auf, sobald man mit einem Redakteur korrespondiert.

Das weiß jeder außer Dir und der Petry.
 
Ich zumindest würde mir auch verbeten, dass private Kommunikation plötzlich ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden würde! Das ist nicht peinlich. Peinlich ist bestenfalls, dass man sogenannte Qualitätsjournalisten daran erinnern muss, das so etwas wie Privatsphäre existiert.
:dozey:

Du hast doch einen an der Marmel.

Was für private Kommunikation? Es geht hier um den Kontakt mit einem Pressesprecher. Außerdem: Veröffentlicht wurde überhaupt nichts.

Es ist das gute Recht von einer Sendeanstalt oder einem Format klarzustellen wieso ein Termin nicht zustandegekommen ist, und auch die Umstände dazu zu erörtern. Mit Recht auf inf. SB hat das rein gar nichts zu tun.

Das einzige was daran hochgradig unseriös ist, ist das Verhalten der AfD und ihrer Führerin Parteivorsitzenden.
Einen Termin einfach ohne Begründung sausen lassen, nur um dann einen zweiten zu- und wieder abzusagen ist hochgradig peinlich.
Das dann am Ende noch auf die "Lügenpresse" schieben zu wollen zeigt mit was für verdrehten und unseriösen Charakteren man es da zu tun hat.

- nur meine 2 Pfennig
 
Hä? Wie meinen? Wahlprogramme der einzelnen Parteien findet man im Internetz. ;)

Würde ich dann fragen? Ich habe da in der Vergangenheit immer nur alte Sachen von der Europa-Wahl gefunden.

Wo hast Du die Inhalte gefunden, wegen derer Du die Partei nicht gewählt hättest?
 
@Nero: Nope! Die Privatsphäre hört keinesfalls auf, sobald man mit einem Redakteur korrespondiert. Solange man etwas nicht explizit zur Veröffentlichung freigegeben hat, ist jegliche Kommunikation grundsätzlich als nichtöffentlich zu betrachten. Das gehört zum Α und Ω des Journalismus. Ein sogenannter Qualitätsjounalist sollte so etwas wissen...
:dozey:

HTH + CU
 


Offensichtlich hast Du noch nie publiziert, sonst wüsstest Du es besser.

Korrespondenz mit Redaktionen ist Geschäftspost und damit öffentlich.
 
Solange man etwas nicht explizit zur Veröffentlichung freigegeben hat, ist jegliche Kommunikation grundsätzlich als nichtöffentlich zu betrachten.
Blödsinn. Grundsätzlich sind private E-Mails nur solange privat, bis das Interesse der Öffentlichkeit betroffen ist. Wenn ein Politiker einem Journalisten persönlich per Mail schreibt, dass er seinen Konkurrenten umgebracht hat, dann darf der Journalist das natürlich berichten. Da kann der Politker auch zehnmal "Ich gebe das nicht frei" in die Mail schreiben und auf deinen Post verweisen. Für den Journalisten hat das keine Konsequenzen (Außer dass ihm andere Politiker in Zukunft weniger über ihre Morde schreiben werden :D).

Der ZDF-Petry-Fall ist dagegen natürlich harmlos. Es wurden keine Gespräche oder SMS wörtlich zitiert und der Pressesprecher der AfD hat sich sogar dazu geäußert. Inhaltlich geht es um einen Termin einer Politikerin, es ist also alles nicht brisant.

Da der Umgang der Presse mit der Partei im Fokus der Öffentlichkeit steht und ein unbegründetes Nichterscheinen von Petry natürlich die "besorgten Bürger" auf den Plan ruft ist das Interesse an dem Termin auch vorhanden.

Daraus einen Medienskandal zu machen ist lächerlich.
 
@Hezu: Beim ZDF-Petry-Fall bestand aber bis dahin kein Interesse der Öffentlichkeit. Und das ZDF-Morgenmagazin ist reiner Boulevardjournalismus, ergo greifen die Regeln des Enthüllungsjournalismus hier nicht. Jetzt besteht natürlich ein Interesse der Öffentlichkeit, aber nur, weil sogenannte Qualitätsjournalisten dafür gesorgt haben.
:rolleyes:

HTH + CU
 
Jetzt besteht natürlich ein Interesse der Öffentlichkeit, aber nur, weil sogenannte Qualitätsjournalisten dafür gesorgt haben.
Das Morgenmagazin hat bekannt gegeben, dass Petry erneut nicht kommen würde und die Menschen haben sich gefragt wieso. Das nennt man öffentliches Interesse. Erst dann hat der Spiegel recherchiert und darüber berichtet - mit den Positionen des Morgenmagazins und der AfD.

Daher alles korrekt.
 
Ein vergessener zugesagter Termin ist also kein öffentliches Interesse? Ich kann zwar verstehen, das selbst AfDler schon sehen, das ihre Führung besser nicht öffentlich auftreten sollte, aber dennoch ist es öffentliches Interesse, wenn einer der Führer der AfD ein Interview geben will, genauso wie es dessen plötzliche Absage ist.
Und entgegen deiner Meinung gebietet es sogar die journalistische Sorgfaltspflicht, das hier ausführlich die Gründe für die Absage benannt werden.

Aber schön, wie AfD-Anhänger eine vermeintliche Lächerlichkeit zu einem Elefanten aufbauschen, während die direkten und indirekten persönlichen Angriffe von Petry als "unter ferner liefen" abgestempelt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Dieter85: Die Menschen fragen sich vieles, wenn der Tag lang ist. Daraus erwächst aber kein öffentliches Interesse. Und nur dann können Belange des Gemeinwohls über Individualinteressen gestellt werden.
:confused:

HTH + CU
 
Ist doch völlig Wumpe. :-) Die AFD steht im Moment im Focus des Interesses. Da hat man als Politiker gefälligst über sowas zu stehen. Vor allem sollte man Interview Zusagen auch einhalten. Hat was mit Souveränität, Vertrauen und Offenheit zu tun. Aber wenn man Angst vor unangenehmen Fragen hat.........Nunja, ewig kann sie sich nicht verstecken. :-)
 
Daraus erwächst aber kein öffentliches Interesse.
Die Umstände weisen klar auf das Interesse der Öffentlichkeit hin und Petrys Individualinteressen sind nur minimal gestört. Das mag dir nicht gefallen, es ist aber so ;) Die Argumente dafür findest du weiter oben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das ZDF-Morgenmagazin ist reiner Boulevardjournalismus, ergo greifen die Regeln des Enthüllungsjournalismus hier nicht. Jetzt besteht natürlich ein Interesse der Öffentlichkeit, aber nur, weil sogenannte Qualitätsjournalisten dafür gesorgt haben.

So ein Blödsinn.

Journalist ist kein geschützter Begriff und Unterteilungen in Boulevardjournalist, Enthüllungsjournalist und Qualitätsjournalist gibt es schon mal gar nicht. :m
 
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