US-Präsidentschaftswahlen 2016

ich kann mir jetzt gar nicht vorstellen wie man auf nachgewiesenen Kindesmissbrauch überreagieren kann, kannst du das mal erläutern?

"Todesstrafe für Kinderschänder!"
"Schneidet ihm den Schwanz ab!"
"So jemand sollte kastriert werden!"
"Den sollte man zu Tode foltern!"

So vielleicht? Das sind sogar eher noch die harmloseren weil abstrahierten und zusammengefassten Forderungen die in solchen Fällten laut werden, um die detaillierten Gewaltfantasien nachzubauen die manch einer dann ablässt fehlt mir das gesunde Volksempfinden die Fantasie ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
danke für die Aufklärung.
In den blöden durchschnittlichen Bürger kann ich mich ein Glück nicht so gut reindenken.
 
Falls der Super Tuesday gut läuft kann Trump dann schon dezent Richtung Mitte rücken. Allerdings scheinen seinen gelegentlich doch unkonventionellen Lösungsvorschläge gut anzukommen.
 
27. Februar 2016 South Carolina (D)

Kurzes einsames Ergebnis aus South Carolina von den Vorwahlen der Demokraten:

Clinton konnte nachdem fast alle Stimme ausgezählt waren knapp 74% der Stimmen auf sich vereinen, Sanders bekam dementsprechend nur 26%.
 
Re: 27. Februar 2016 South Carolina (D)

Für die Republikaner ist Clinton wohl trotz aller Skandale die härtere Gegnerin. Sanders ist für die USA zu revolutionär, v.a. nach zwei Amtszeiten Obama. Diesen Dienstag sollten wir sehen, ob Trump seinen Erfolgskurs halten kann. Am Super Tuesday zu gewinnen würde seiner Kampagne einen weiteren großen Schubs geben. Trotz allem Populismus wird es für Trump aber schwerer. Er kommt mehr unter Beschuss und macht in Debatten teils gar keine gute Figur.
 
Hat Trump irgendwann überhaupt schon mal ne gute Figur gemacht?

In den ersten Debatten kam er - bei mir und Fox News - gut an. Markige Statements und deutlich abweichende Meinungen waren lange Zeit förderlich für ihn. Trump konnte dort sich von der Uneinigkeit der anderen Kandidaten seiner Partei klar absetzen. Er musste wenig einstecken, konnte aber gut austeilen. Die letzte Debatte, die ich leider nur in Ausschnitten gesehen habe, verlief gefühlt völlig anders. Sein Populismus kam in der letzten Debatte nicht durch.
 
Laut ersten Umfragen, soll Clinton und Sanders weit vor Trump sein und Clinton ist meistens nur in republikanischen Staaten vor Sanders. Interessanterweise.

 
Trump kombiniert neokonservative Ansichten mit Populismus. Gleichzeitig bedient er den Wunsch eines Teil des Volkes nach Sicherheit und Optimismus. Wenn er dann so grob die Hälfte umsetzt von dem was er angekündigt hat passt das doch. Auch ein US-Präsident hängt in vielen Fragen dann doch an der Kette von oberstem Gerichtshof, Senat und Kongress. Ebenso wie Obama bei weitem nicht alle Projekte umsetzen konnte wird auch Trump Kompromisse suchen. Schlussendlich ist Trump eine Projektion all derer, die mit Obama nicht zufrieden sind. Seine Positionen sind fast immer der Gegensatz, und damit wirkt er attraktiv auf die von zwei Amtszeiten Obama enttäuschten.

Obamas Bilanz ist eigentlich nicht mal so schlecht, allerdings konnte er das nicht erfolgreich kommunizieren. Ein gewisser Wunsch nach Change, diesmal in die andere Richtung, ist daher nachvollziehbar. Ich halte das Rennen um die Präsidentschaft bereits jetzt für einen völlig offenen Zweikampf zwischen Trump und Clinton. Inwiefern Trump die Partei hinter sich versammeln kann wird seinen Erfolg maßgeblich mitbestimmen.
 
Wenn er dann so grob die Hälfte umsetzt von dem was er angekündigt hat passt das doch.

Na, das könnte er wohl sogar schaffen können. Die eine Hälfte von dem er sagt wird umgesetzt, die andere Hälfte, die er zwar auch gesagt hat, die aber das Gegenteil der ersten Hälfte darstellt, halt nicht.
 
Bei den Demokraten hat Clinton definitiv die Oberhand. Nicht nur bei der Anzahl der Staaten liegt sie am gestrigen Dienstag vorne, auch hat sie die großen Staaten Texas, Georgia und Virginia in ihrer Tasche. Das dürfte recht eindeutig werden.

Bei den Republikanern gibt es zwar auch einen Trend, so richtig deutlich wie bei Clinton ist das aber nicht. Auch wenn Trump gestern in vielen Staaten gewonnen hat, so war es doch oft ein knappes Ergebnis, so richtig mit Abstand hat er nur in Alabama und Massachusetts gewinnen können, in allen anderen Staaten hat er oft nur mit maximal 5 Prozentpunkten Unterschied (Arcansas: 33% zu 30% gegen Cruz, Vermont: 33% zu 30% gegen Kasich oder Virginia: 35% zu 32% gegen Rubio).

Ob man daraus schon einen Trend ablesen kann, wer Präsident wird? Schwer. Der Abneigung gegen Trump ist auch in seiner Partei groß, von daher kann es auch gut sein, das diejenigen, die jetzt gegen Trump gestimmt haben, das auch dann machen, und für einen Demokratischen Kandidaten stimmen werden, während die Stimmen gegen Clinton vermutlich auch Stimmen gegen Trump sein können.

Von daher sollte man mit Wetten auf einen "President Trump" noch warten.
 
Ich frage mich, warum die Schwarzen so für Clinton sind. Was hat sie je für sie getan? Sie macht auf liberal, ist es aber bei weitem nicht. Ihre Ansprache gestern war auch eine einzige Katastrophe. Nur leere Phrasen und keine einzige konkrete Idee, wie sie es umsetzen möchte.

Wenn ich arbeitslos in den USA wäre, würde ich Trump statt Clinton wählen. In Wirtschaftsfragen ist der Typ nämlich viel liberaler als Clinton :m. Ich glaube, wenn es zu Clinton vs Trump kommt, dann wird Clinton einbrechen und Trump wird sie zerstören.
 


Ja, aber die Fakten sagen ja eigentlich total das Gegenteil. War on Drugs und die Anzahl der inhaftierten Afro Amerikaner waren unter Bill Clinton, die größte aller Zeiten. Mehr als bei Reagan und viele andere Sachen.
 
Wahrnehmung und Wirklichkeit liegen teils weit auseinander. Obamas Amtszeiten werden z.B. oft weitaus schlechter wahrgenommen als objektiv betrachtet. Nicht erfolgreich war Obama lediglich teilweise beim Umgang mit Russland und dem IS. Der San Bernadino-Anschlag wird ihm eher wegen seiner Kommunikation in Folge des Anschlags angelastet. Zwei "kleine" islamischer Terroranschläge ist für eine 4-Jahres-Amtszeit in den USA objektiv eigentlich keine schlechte Bilanz. Wenn man einen wachechten Republikaner reden hört könnte man hingegen meinen Obama hätte die Opfer eigenhändig erschossen.
 
Seltsame Sicht, wo ausgebliebene Katastrophen schon einen Erfolg darstellen.

Obwohl bei einem Trump-Anhänger vielleicht doch nicht. Der zählt ja trotz diverser Pleiten als erfolgreich.
 
Clinton vereint sowohl die Demokraten, denen Sanders zu radikal ist, als auch die Bill anhänger.

Bill Clinton war unter demokraten einer der beliebtesten Präsidenten, trotz der Lewinsky Geschichte.

Man darf auch nicht vergessen, dass der Präsident nicht mal halb so mächtig ist, wie er dargestellt wird.
Obama "konnte" gar nicht alles umsetzen was er versprochen hat, schon vom Aufbau der Regierung her nicht.

Das ist ein wenig so, als wenn Merkel mit SPD Mehrheit im Bundestag regieren würde..
 
Zurück
Oben