US-Präsidentschaftswahlen 2016

Bin Allgemein was echten "Change" angeht, eher pessimistisch. Die Demokraten von innen zu heilen ist einfach nicht möglich. Nicht mal Bernie ist dazu im Stande. Er müsste eine neue Partei gründen, damit er das umsetzen kann, aber als Demokrat wird er sich eh anpassen müssen.
 
Seltsame Sicht, wo ausgebliebene Katastrophen schon einen Erfolg darstellen.
Der Rest lief doch ganz ok.
- Abkommen mit Iran zur nicht-militärischen Verhinderung der iranischen Kernwaffe
- Haushaltsdefizit gesunken
- Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs nach der Finanzkrise
- Arbeitslosigkeit geht auch schon wieder zurück
- Osama bin Laden erfolgreich aufgespürt und liquidiert
- massive Reduktion der militärischen Eigenverluste im War on Terror durch Umstellung auf gezielte Tötungen und Luftangriffe
- verbessertes Verhältnis zu vielen Staaten im Vergleich zu Bush
- erste Schritte Richtung Krankenversicherung
- sinkende Ölpreise
- Gleichstellung für Homosexuelle (kam durch Richterspruch, hätte er aber auch wieder mit Hilfe der Republikaner blockieren können)
- Entspannung mit Kuba
 
Ja. Man kann nicht sagen, daß er ein schlechter Präsident war.

Er konnte seinem Anspruch nicht gerecht werden, was aber eher am System liegt, wo auch ein Präsident sich aktuellen Mehrheiten beugen muß.
Guantanamo, NSA, ISIS und dergleichen hat er geerbt, nicht verursacht.

Das es eine enttäuschende Präsidentschaft war, wird verblassen, weil die Hoffnungen, die er geweckt hat in Geschichtsbüchern nicht vermittelt werden kann.
 
Das Obama ein schlechter Präsident war ist Quatsch. Im Gegenteil wird er als ziemlich guter Präsident in Erinnerung bleiben, da er viele kleine aber wichtige Steine ins Rollen gebracht hat (Obamacare, Wirtschaft, Kuba und Iran, selbst Guantanamo wird jetzt endgültig geschlossen). Er hat den ganzen Yes-we-can-Obama-Hype zugunsten einer erfolgreichen Realpolitik aufgegeben. Er hätte auch utopischen Zielen hinterherrennen können, um seine Beliebtheitswerte in Europa zu erhalten, aber wozu?

Verträumte Idealisten sind vielleicht von ihm enttäuscht, wer sich etwas mit Politik, Wirtschaft und den USA auskennt wird nicht umhinkommen unter die Präsidentschaft Obamas ein positives Urteil zu fällen ;)

Dazu sei auch noch angemerkt, das erfolgreiche Politik in aller Regel nicht von dem geerntet wird der sie gesät hat, genau wie schlechte. Merkel hat die Erfolge der Schröderschen Agenda 2010 geerbt, Obama dafür die Schäden der desolaten Wirtschafts- und Außenpolitik seiner Vorgänger, vor allem Reagan und Bush junior.
 
Ich muss das mal korrigieren:

- Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs nach der Finanzkrise:
Die USA Wirtschaftsrecht erst Verursacht hat.

Auf einem fremden Land, was einer Kriegserklärung gleich kommt, Jenseits jedes Völkerrechts:
- Osama bin Laden erfolgreich aufgespürt und liquidiert


Unter Inkaufname von Zahllosen Zivilisten, teils sogar gezielt die Zivilbevölkerung, Jenseits jedes Völkerrechts:
- massive Reduktion der militärischen Eigenverluste im War on Terror durch Umstellung auf gezielte Tötungen und Luftangriffe

Unter Angst, Dominanz und Gewaltandrohung:
- verbessertes Verhältnis zu vielen Staaten im Vergleich zu Bush


Die, die mehrere Firmen in den Bankrott treiben und nichts mit Obama zutun haben:
- sinkende Ölpreise
 
Ja, ich halt das für Erfolge. Trotzdem würde ich Hillary Clinton, die diese Politik fortführt, nicht wählen. Mein Favorit ist Marco Rubio, aber auch Trump wäre für mich wählbar.
 

Schade dass dieser Mann keine reelle Chance auf die Präsidentschaft hat. Zumindest in meiner Erinnerung ist es der erste US-Politiker der nicht nur die wirklichen Probleme, sondern auch die richtigen Lösungen erkennt und anspricht. Stattdessen schwappt die Verdummung der Amerikaner mittlerweile auch auf Europa über, was man an Leuten wie Phillipus sieht, die nicht müde werden ganz im Geiste ihres großen Vorbildes, Trump, mit abstrusen Theorien, menschenverachtenden Ansichten und bescheuerten Lösungsvorschlägen um sich zu schmeißen.

Darf man beim Präsidentschaftskandidaten Trump noch davon ausgehen dass dies mehr oder weniger dem Wahlkampf und dem Populismus geschuldet ist, muss man leider bei seinen Fans mangelnde Bildung, Dummheit und soziale Defizite als Ursache dafür ausmachen.

Denn die von ihnen nachgeplapperten Thesen Trumps verleugnen ja nicht nur sämtliche Menschenrechte, sondern auch die Realität, und sind somit nicht nur moralisch falsch. Vielleicht erklärt dass das Dilemma der USA. Sich konträr zu jeder Menschlichkeit zu verhalten ist die eine Sache, gleichzeitig aber noch alle politischen, soziologischen und wirtschaftlichen Tatsachen zu ignorieren die andere. Von einer chronischen Geschichtsvergessenheit mal gar nicht zu sprechen...
 
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Leider sehe ich bei Trump oft das, was ich hier auf bei der AfD sehe: Sozial schwache oder Menschen aus der Unterschicht denken, dass sie durch die Wahl von AfD/Trump gegen das System wählen. Leider tun sie genau das Gegenteil und befürworten damit eine Politik, die gegen die Schwachen der Gesellschaft sind.

@Seonendseounli: Das Video finde ich super, habe ich heute auch schonmal woanders gesehen!
 
Leider sehe ich bei Trump oft das, was ich hier auf bei der AfD sehe: Sozial schwache oder Menschen aus der Unterschicht denken, dass sie durch die Wahl von AfD/Trump gegen das System wählen. Leider tun sie genau das Gegenteil und befürworten damit eine Politik, die gegen die Schwachen der Gesellschaft sind.

Das ist ein Problem, dass in den USA noch stärker ist als hier:
Das Problem lässt sich in einfachen Sätzen erklären:
Hoeneß hat 40 Millionen am Fiskus vorbei gemogelt. Der Arme muss in den Knast, wie sehr der Fußball darunter leidet, blablub.
Ein Harzer kostet den Staat 1,5-2k Euro (Verwaltungskosten + Leistungen)
40.000.000/2000
20.000/12
1.600 harz4 Empfänger hätte ein Hoeneß für 1 Jahr bezahlen können.
Die Schmarotzer, der arme Hoeneß...

Es ist eben einfacher,den noch ärmeren die Schuld zu geben, denn die Starken können sich wehren und immer irgendeine Form von Leistung nachweisen.
z.B. Firmen ruinieren, Flughäfen verbocken...etc

Trumps Firmen sind z.B. gerüchtweise mit Absicht miss gewirtschaftet worden, damit er die Shareholder nicht ausbezahlten muss.
Eine gängige Praxis...

Das ist wie in einer überfüllten Bahn, in der trotzdem keiner in der 1. Klasse sitzt.
 
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Wenn es wirklich auf Clinton vs Trump hinausläuft wär auch Trump die einzige wahl, sowas wie Clinton geht überhaupt nicht... hät sich nach 2008 zurückziehen sollen.
 
. So kriegt Clinton mehr Einzelspenden als Sanders, obwohl er doch der unabhängige Graswurzel-Typ sein soll. Dafür erhält sie natürlich zusätzlich weit mehr Geld aus Super-Pacs und von anderen Unterstützern.

Jeb Bush hat 157 Millionen verbrannt. Unglaublich. Trump, der zweite rein unabhängige Kandidat, konnte mit seinen paar Millionen sehr viel reißen. Er hat sich aber das Geld selbst nur geliehen. Das wird noch lustig, wenn er nicht Präsident wird und sich das Geld von seiner Kampagne wiederholt.
 
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So kriegt Clinton mehr Einzelspenden als Sanders, obwohl er doch der unabhängige Graswurzel-Typ sein soll. Dafür erhält sie natürlich zusätzlich weit mehr Geld aus Super-Pacs und von anderen Unterstützern.

Wer von beiden mehr Spenden erhält, darüber sagt die Übersicht doch gar nichts. Sie sagt nur, wie hoch die Summe jeweils ist und nicht, durch wie viele Spenden sie zustande gekommen ist. Die Höhe einer Spende ist ja nicht auf z.B. 100 $ festgelegt.

Trotzdem hat sie natürlich viele Unterstützer, von denen jedoch nicht wenige eigentlich Sanders anhängen, sich aus "rationalen" Gründen jedoch nicht dazu durchringen können, ihn auch zu wählen. Habe da neulich ein kurzes Interview mit einer jungen Frau gesehen, die in der Vorwahl für Clinton gestimmt hat und sich danach schlecht fühlt, denn sie hätte Sanders verraten - den sie eigentlich für die richtige Wahl hält, ihm aber geringere Chancen in der großen Wahl einräumt.

Erstaunlich an der Sache ist: Sie glaubte tatsächlich, Sanders verraten zu haben, dabei hat sie niemand anderen als sich selbst verraten. Gegen die eigenen Überzeugungen und das eigene Gewissen zu entscheiden in Anbetracht angeblich zwingender Gründe ... So dürfte es gerade vielen Wählern in den demokratischen Vorwahlen gehen, gerade den jüngeren. Für die älteren ist so ein Verhalten ja schon längst zur Gewohnheit geworden. Doch die Frage ist, ob eine Kandidatin, die selbst von ihren Unterstützern nur gegen ihre innersten Überzeugungen zur Präsidentschaftskandidatin aufgestellt wurde, jene überhaupt noch begeistern kann, nachdem sie selbst schon der Anlass für einige Selbstverachtung war.
 
Wer von beiden mehr Spenden erhält, darüber sagt die Übersicht doch gar nichts. Sie sagt nur, wie hoch die Summe jeweils ist und nicht, durch wie viele Spenden sie zustande gekommen ist.
Da hast du natürlich recht, obwohl es tatsächlich eine Grenze von 2700 Dollar für Einzelspenden gibt.

Sanders konnte sich übrigens Michigan holen. Entgegen so ziemlich jeder Prognose. Vlt. kann er noch ein paar Unentschlossene überzeugen und das Rennen wieder etwa spannend machen.
 
Die letzte Debatte zwischen Clinton und Sanders war der absolute Hammer. Sanders hat mit Clinton regelrecht den Boden aufgewischt.


Sanders mutierte zum Heisenberg. :p
 

Das von dir beschriebene Phänomen ist in Deutschland und grade im Linksseitigen Spektrum der Politik nicht unüblich:

Ich hab das schon zich mal gehört, dass Leute lieber die Linken wählen würden und sich dann doch für grüne/spd entschieden haben.
Da die Linken keine reelle Chance hätte. Bzw. Man im letzten Moment noch Schiss bekommt, dass sich etwas zu stark ändern könnte.
 
15. März 2016 Florida, Illinois, Missouri, North Carolina, Ohio

Gestern fand der 2. Super-Tuesday mit Vorwahlen in 5 Staaten (Florida, Illinois, Missouri, North Carolina und Ohio) statt, und zumindest bei den Republikanern deutet sich eine Vorentscheidung an.

So konnte Trump 4 der 5 Staaten mit einem bequemen, in Florida, dem Heimatstaat von Marco Rubio, sogar mit einem haushohen Vorsprung gewinnen. Nur Ohio ging an Kasich. Aufgrund der Ergebnisse in Florida hat daraufhin Marco Rubio seine Kandidatur zurück gezogen. Nachdem anfangs des Monats schon Ben Carson seine Kandidatur zurückzog, verringert sich die Bewerberliste auf jetzt noch 3 Kandidaten: Donald Trump, Ted Cruz und John Kasich, dem aber wohl nur noch theoretische Chancen eingeräumt werden.

Bei den Demokraten zeichnet sich ebenfalls immer deutlicher eine Tendenz ab, auch wenn nicht so deutlich wie bei den Republikanern. Hillary Clinton hat in allen 5 Staaten den Sieg davon getragen, allerdings teilweise nur mit einem Vorsprung von 0,2 Prozentpunkten bzw. knapp 1600 Stimmen (Missouri).

Somit zeichnet sich immer deutlicher eine Tendenz in Richtung Clinton vs. Trump ab.

Zumindest jedenfalls, was die öffentliche Meinung anbelangt. Parteiintern scheint das bei den Republikanern noch nicht festzustehen, so sind immer wieder aus parteiinternen Kreisen Stimmen vernehmbar, die sich gegen eine Nominierung Trumps und somit gegen die Vorwahlergebnisse stellen.
 
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